Ehemaliges Berliner Stadtschloß
Fremd-Foto aus der "guten alten Zeit" (?) um 1900,
 
mit Blick über die Schlossbrücke zur Spreeinsel mit dem Berliner Stadtschloss,
auf die Lustgartenfront und spreeseitige (Kupfergraben) Westfront
mit der Kuppel und dem Eosander Portal.

Hier wurde Kronprinz Friedrich - später Friedrich II. (der Große) -
am 24. Jan. 1712 geboren.

Friedrich II. - Unter den Linden - Berlin.
Friedrich II. (* 1712, † 1786)

Das neu errichtete Berliner Stadtschloss (Humboldt Forum) im September 2020.

Das rekonstruierte Berliner Stadtschloss - Humboldt Forum - im September 2020.

Nun hat nicht nur Potsdam sondern auch Berlin sein Stadtschloss zurück.

*) Beschreibung von 1900:                                                                                   

Unberührt vom Wandel der Zeiten ist bisher das majestätische preußische Königsschloss
mit seinen weiten Höfen, seinen massigen Mauern, seinen prunkenden Sälen und Balkonen
geblieben.
Fest, trotzig, gewaltig ragt es empor und erhaben blickt es über die angrenzenden
Stadtteile hinweg, als wüsste es, dass von hier aus der Siegesadler seinen Flug genommen
und den Lorbeer, der die Kaiserkrone umwindet, an seine Fittiche geheftet.

König Friedrich I. (Kurfürst Friedrich III.) ließ sich diese Residenz errichten.

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Kurfürst Friedrich III. (* 1657, † 1713) krönt sich in Königsberg als Friedrich I. zum König in Preußen.

Selbst-Krönung am 18. Jan. 1701 in Königsberg für das Herzogtum Preußen,
das nicht Teil des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" war.

Das souveräne Herzogtum Preußen wurde damit zum Königreich ausgerufen.

Die Stadt Königsberg wurde 1255 durch deutsche Ordensritter gegründet und war bis Ende
des Zweiten Weltkriegs (
1939 bis 1945) die Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen.

Heute heißt sie Kaliningrad und ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes
(Förderationseinheit),
einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee.

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Nur Friedrich I. und der letzte Herrscher Preußens, Kaiser Wilhelm II.
(Ende des Ersten Weltkriegs 1918 - "Abdankung"),
feierten hier im Berliner Stadtschloss prunkvolle Feste.

Für die anderen Herrscher verkam das Schloss zur Staatskanzlei und zum Archiv der Bürokratie.

1698 entwarf Schlüter (* 1660; † 1714) dieses monumentale Barockschloss
unter Einbeziehung der älteren Bauteile an der Spreeseite.

Aufgrund eines Einsturzes des Turmes vom Schloss wurde
1707 Eosander von Göthe
(* 1669; † 1728) mit der Weiterführung des Baus beauftragt,
der 1716 durch Johann Christian Böhme (* 1678; † 1730) beendet wurde.

1845 bis 1850 errichteten Friedrich August Stüler (* 1800; † 1865) und Albert Schadow (* 1797; † 1869)
nach einem ursprünglichen Entwurf Schinkels (* 1781; 1841),
die Kuppel auf dem Portal der Westfront des Schlosses, ausgeführt durch die
Maschinenbauanstalt von August Borsig (* 1804; † 1854) - hier anklicken,
unter ihr befand sich die Schlosskapelle.

Das Schloss hatte damit seine endgültige Form erhalten.

Die Ausgestaltung der Innenräume war verbunden mit dem Namen großer Künstler der vergangenen Jahrhunderte,
so neben Schlüter auch Nering, Böhme, Gontard, von Knobelsdorff, Langhans, Erdmannsdorff, Schadow und Stüler.


Kuppel vom Berliner Stadtschloss.
Der Kuppelbau mit Laterne, Kreuz und Inschrift (Foto: Sept. 2020).


Die Rekonstruktion und der Wiederaufbau des Stadtschlosses war immer wieder Gegenstand
kontroverser Diskussionen,
jetzt mit einem Für und Wider zum Kuppelkreuz und der Inschrift.

Das vergoldete Kreuz ist vier Meter hoch und wiegt 310 Kilogramm,
g
emeinsam mit der
vergoldeten Kuppelhaube ist es fast 17 Tonnen schwer.

Darunter verkündet in goldenen Lettern und auf blauem Untergrund
- wie zu König Friedrich Wilhelms IV. Zeit -
eine Inschrift mit folgendem, vollständigen Text:

"Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben,
denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen
aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind."

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Der
Staat finanziert das Humboldt Forum, die Fassaden am Schloss wurden privat finanziert ( ! )
und kosten den Steuerzahler kein Geld.


Anonyme Großspender
haben u.a. die Kuppel finanziert.
Die Witwe des Versandhausgründers Otto spendete eine Million Euro für das Kreuz.



                              
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