Teufelsberg mit Radarstation
"Field Station Berlin" pfeil1.gif (1042 Byte)
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für Quereinsteiger
   
pfeil.gif (272 Byte) Foto-Archiv
Das Berliner Olympiastadion
im Bezirk Charlottenburg, auf dem heutigen Olympiagelände.

1909 existierte hier die Pferderennbahn Grunewald mit dem
Deutschen Stadion von 1913, ab 1936 dann das ehemalige Reichssportfeld.

          
OlympischesTor - Haupteingang zum Olympiagelände
Das Olympische Tor, der Haupteingang zum Olympiagelände,
hier mit dem Blick zum Olympischen Platz.


1934 - 36 wurde das Olympiastadion und -gelände nach Plänen von Professor Werner March (* 1894; † 1976)
 
- mit Unterstützung seines Bruders Walter (* 1898; † 1969), für die XI. Olympischen Sommerspiele erbaut,
die vom 1. bis 16. August 1936 stattfanden.


Schon in den zwanziger Jahren entwickelte Werner March Pläne für das Deutsche Sportforum
und Olympiastadion.
In der Nähe des heutigen Olympiastadions sollten Sportstudenten an der Hochschule für
Leibesübungen ausgebildet werden. Nur wenige Gebäude wurden bis 1933 errichtet.

Hitler übernahm die Architekturentwürfe von Werner March, genehmigte aber nicht die vorgesehen
Glaseinbauten für das Stadion.
Der Architekt Albert Speer, Baumeister Hitlers, veränderte daraufhin die Pläne zum Bau des dann
endgültigen Olympiastadions.

Das NS-Regime ließ das Sportforum später zum Reichssportfeld ausbauen und wurde dann
mit den Olympischen Sommerspielen 1936 zu einem großen Propaganda-Schauspiel für das
"Dritte Reich", dem nationalsozialistischen Deutschland, benutzt.

Aufgrund der Geschehnisse in dieser Zeit ist das 132 ha große Gelände historisch in Verruf geraten.


Hierzu auch die Webseite des Deutschen Historischen Museums
(www.dhm.de/lemo/html/nazi/olymp/):
Die XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936
>hier klicken<

im Zweiten Weltkrieg ( 1939 - 1945 ) stark beschädigt, wurde das Olympiastadion und -gelände
durch die Bundesregierung in den Jahren 1954 - 1965 wieder hergestellt.

    
Marathontor - Olympiastadion
Das Marathontor.

                
Ehrentafel mit den Olympiasiegern      Ehrentafel mit den Olympiasiegern
Die Ehrentafeln mit den Namen der Olympiasieger von 1936, an den Wänden des Marathontores.

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Das Olympiastadion ersetzte den Vorgängerbau, das "Deutsche Stadion", ein Bauwerk
von Otto March (Vater der Brüder Werner und Walter) aus dem Jahr 1913, inmitten
der ursprünglichen Pferderennbahn Grunewald errichtet.


Das "Deutsche Stadion" war von Kaiser Wilhelm II. vorgesehen für die dann,
aufgrund des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918),
ausgefallenen Olympischen Sommerspiele
von 1916.

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Das Olympiagelände ist das am besten erhaltene architektonische "Gesamtkunstwerk"
des Nationalsozialismus.

Die Natursteinarena, verkleidet mit fränkischem Muschelkalk aus der Umgebung von Würzburg,
der
Glockenturm, die Langemarck-Halle und das Maifeld, Schwimmstadion und die Waldbühne,
bilden ein großes Gesamt-Ensemble.
Ein kultureller Schatz, der in Europa seinesgleichen sucht, weshalb dieser auch
unter Denkmalschutz gestellt wurde.


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Das Gelände ist nach Plänen der Hamburger Architekturbüros von Gerkan, Marg und Partner
bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in einen "Olympiapark", einen attraktiven Ort für Sport,
Kultur und Freizeit umgestaltet worden.



Das alte Berliner Olympiastadion
1974 wurde das Olympiastadion anlässlich der Fußballweltmeisterschaft schon einmal renoviert
und modernisiert, wobei unter anderem Überdachungen, eine Flutlichtanlage und eine
elektronische Anzeigetafel eingebaut wurden.
Hier die Ansicht vom Glockenturm über das Maifeld durch das Marathontor.



Blick durch das Marathontor
Der Blick in das Stadion - Juni 2000 -
vom Marathontor mit der dreibeinigen Schale für das Olympische Feuer von 1936.



Umgebautes Olympiastadion in Berlin
Die Natursteinarena wurde ab Juli 2000 - nach 4 jähriger Bauzeit - für 242 Millionen Euro
von Grund auf saniert und erneuert, zu einem der modernsten Stadien der Welt umgestaltet,
mit ca. 76.000 Plätzen bereit zur Fußball WM 2006.

Die Stahlkonstruktion des Tribünendaches hat eine Fläche von ca. 42.000 Quadratmeter,
zur Vollüberdachung der Tribünensitzplätze.

Die Besonderheit und Schwierigkeit bei der Konstruktion des Daches bestand u. a. auch
aus der nicht geschlossenen Ringkonstruktion, da aus Denkmalschutzgründen die Öffnung
über dem Marathontor vorgegeben war.
 
Die große Wiedereröffnungsfeier fand am 31. Juli 2004 statt.
                 
 
Olympiastadion-Innenarena
Die Tartanbahn ist weltweit einzigartig und wurde in den Vereinsfarben Blau-Weiß
des Berliner Fußballklubs Hertha BSC ausgeführt.

Der Blick in das Stadion mit seinen 74.500 Plätzen, zum Marathontor und Glockenturm.

Trotz der komplizierten Restaurierung und Umgestaltung konnte der Stadionbetrieb
während der Umbauarbeiten aufrecht erhalten werden.


Fußball-WM am 13. Juni 2006 - Vorrundenspiel der Gruppe F in Berlin,
Brasilien - Kroatien (1:0).
WM 2006 - Brasilien-Kroatien - Fans am Olympischen Tor
Im Schatten ( + 32°C ) des Olympiastadions am Olympischen Tor.
Friedlich erholen sich hier die Fans beider Nationen.



Die Welt zu Gast bei Freunden
WM 2006: Auf dem Spielfeld - Gegen Rassismus
Vor jedem Beginn eines WM-Fußballspiels 2006 wurde auf dem Anstoßkreis des Spielfeldes
mit einer runden beschrifteten Plane
gegen Rassismus appelliert.



Rubens Barrichello beim Fußball-WM Spiel am 13-06-06
Auch der brasilianische Formel 1 Pilot Rubens Barrichello - dem alleinigen Rekordhalter an Grand-Prix-Starts (326),
war mit seiner Familie und Freunden zu Gast im Berliner Olympiastadion - bei der Fußball-WM 2006.



Rubens Barrichello beim WM Spiel Brasilien-Kroatien
 13. Juni 2006 - im Berliner Olympiastadion (Südtribüne, Zugang 4), beim Spiel
Brasilien - Kroatien  = 
1 : 0

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Der Zufall wollte es, dass ich ca. 10 m von dieser Gruppe entfernt meinen Sitzplatz im Stadion hatte.

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WM 2006 Brasilien-Kroatien (1:0)
Vor dem Anstoß, das Stadion füllt sich noch - hier die Sicht aus der Fan-Kurve der Brasilianer.



Olympia Schwimmstadion
Das Olympia Schwimmstadion mit dem Sprung- und 50 m Sportbecken.
Dahinter das Nichtschwimmer- und Kinderplanschbecken.



Glockenturm am Maifeld - Olympiastadion Berlin
Der Glockenturm (Außenansicht) gehörte zur Gesamtanlage des ehemaligen "Reichssportfeldes".

Er betont weithin sichtbar die Längsachse der olympischen Sportanlage und ist Bezugspunkt
für die sechs anderen, halb so hohen Türme am Rande des Olympiastadions.

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Der Turm wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges durch den Brand eines großen Filmarchivs, welches
sich in dem unteren Gebäude befand, zerstört. Der heiße Rauch und Qualm wurde von dem Turm,
wie in einem Schlot, nach oben abgeführt.

Die Hitze der heißen Gase ließen die Eisenträger und den Beton zerschmelzen.

Es kam zum Einsturz des Turmes, die Olympia-Glocke wurde dadurch schwer beschädigt.

Sie bekam einen Riss, hatte aber auch einen Granatdurchschuß, aufgrund dessen der Klang
verloren ging.

 
In der Langemarck-Halle unter dem Glockenturm In der Langemarck-Halle unter dem Glockenturm
Den größten Teil des Mittelgeschosses des unter den Maifeldtribünen errichteten Bauwerkes
nimmt die Ehrenhalle, die so genannte Langemarck-Halle ein.



 
Andenken der Toten Jugendlichen des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) Andenken der Toten Jugendlichen des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918)
Sie ist dem Andenken der Toten des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918), überwiegend gefallene
deutsche Jugendliche, gewidmet.

Als Freiwilligen-Regimenter - unzureichend ausgebildet und ausgerüstet - wurden sie beim
Sturm auf Langemarck (bei Ypern in der belgischen Provinz Westflandern)
am 10. November 1914 sinnlos geopfert und grausam getötet.



 
Olympiaglocke, oben im Glockenturm
Die 1962 neu gegossene Olympia-Glocke (nun mit dem Bundesadler) oben im Glockenturm.



Glockenturm am Maifeld
1960 bis 1962 wurde der Glockenturm (Sicht vom Maifeld) nach einem Entwurf von
Professor Werner March (* 1894; † 1976) - dem Architekten des alten Turmes,
im Auftrag der Bundesregierung mit einem Kostenaufwand von 1,16 Mio. DM
auf den alten Fundamenten wieder aufgebaut.


Zu "Füßen" des Glockenturmes liegt das 112.000 m² große Maifeld. Hier fanden während der
Olympischen Sommerspiele 1936 die Polo- und Dressur-Wettkämpfe der Reiter statt. Später sollte es
für die Feiern zum 1. Mai Verwendung finden. Das Maifeld kann bis zu 250.000 Teilnehmer aufnehmen.
Die Wälle bieten noch einmal Platz für ca. 60.000 Zuschauer.


Von der Aussichtsplattform in 78 m Höhe, hat man einen schönen Blick auf das Olympiagelände,
die Berliner Innenstadt, Spandau und das Havelland mit Fernsichten bis Potsdam, Nauen
und Hennigsdorf. Bei klarer Sicht sind sogar die Müggelberge im Süd-Osten der Stadt zu erkennen.


Die Aussichtsplattform des Glockenturms ist von April bis November jeweils bis 18 Uhr geöffnet.



Reitsportanlage am Olympiastadion
Im Vordergrund das Sportforum mit einem Teil der Olympischen Reitsportanlage
und der Blick nach Ruhleben mit dem Kraftwerk Reuter.

Zwischen den Schornsteinen im Hintergrund, das Märkische Viertel im Bezirk Reinickendorf.



Arkenberge - Mülldeponie - derzeit höchste Erhebung in Berlin
Hinter dem Märkischen Viertel (Reinickendorf-Wittenau) erkennt man die natürliche Hügelkette Arkenberge im
Bezirk Pankow-Blankenfelde, auf der durch Bauschutt-Aufschüttung (Mülldeponie)
die derzeit höchste Erhebung Berlins mit ca. 122 Meter bis in das Jahr 2015 entstanden ist.

Damit löst diese den Teufelsberg (Mülldeponie) ab, der nach Neuvermessung im Jahr 2014 ca. 120 Meter hoch ist
und verweist ihn auf Platz zwei der Berliner "Berghöhen".

Platz drei der Rangordnung besitzt jetzt der Große Müggelberg (natürliche Erhebung) in Treptow-Köpenick,
mit ca. 115 Meter Höhe.

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Gemeint ist nicht der Freizeitpark Lübars - auch künstlicher Hügel (Müllberg) - "Lübarser Höhe" mit ca. 85 Metern,
der direkt hinter den Wohnhäusern des Märkischen Viertels aufgeschüttet wurde.

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Im Foto - parallel vor der Skyline des Märkischen Viertels und des Tegeler Forstes - befindet sich der Flughafen Tegel.



 
Waldbuehne am Olympiastadion
Neben ("unter") dem Glockenturm die Waldbühne, heute Deutschlands schönste und größte
Open Air - Bühne, mit Platz für über 20.000 Besucher
.

Erreichbar mit der S5, S-
Bahnhof Pichelsberg.

Zusammen mit dem Olympiastadion wurde auch die Waldbühne (hinter dem Maifeld) erbaut.
Sie wurde nach antiken Vorbildern der griechischen Amphitheater errichtet. Diese Form
gibt der Waldbühne bei den dort stattfindenden Veranstaltungen ihr ganz besonderes Flair.


Die Waldbühne wurde 1934 bis 1936 in eine natürliche Schlucht (Murellenschlucht) eingebaut und
diente zu Beginn als Theaterbühne der Nazis.
Während der Olympischen Spiele 1936 und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie auch
als Boxkampfarena genutzt.



 
S-Bahnhof Olympiastadion
Der S-Bahnhof Olympiastadion (S5) war auch zu den Olympischen Sommerspielen 1936 ein Teil der Planung für die Logistik.
Vor Jahren wurde er restauriert und die Einrichtungen auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Bei Großveranstaltungen wird für das Publikum die An- und Abfahrt zum Olympiagelände gut organisiert.
Neben der normalen S-Bahn Streckenführung (links) wurden damals schon vier Bahnsteige mit acht Gleisen
als "Kopfbahnhof" für Sonderzüge erbaut (rechts).

Von hier aus kommt man schnell zum Olympischen Tor, dem Haupteingang des Stadions.

Natürlich sorgt auch die BVG mit dem
U-Bahnhof Olympia-Stadion (U2) und Bussen für den
Transport der Gäste.

Wer etwas weiter entfernt wohnt, kann mit den Zügen der Deutschen Bundesbahn
u. a. bis zum Bahnhof Berlin-Spandau anreisen und dort in die S-Bahn umsteigen.
Nach zwei bzw. drei Stationen sind die o. a. Zielbahnhöfe erreicht.


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Der Teufelsberg
mit großartiger Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel,
liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der
 
Teufelsseechaussee, zwischen den
S-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße.

Sein Name stammt von dem umliegenden Grunewalder "Naturschutzgebiet Teufelsfenn",
zu seinen "Füßen" liegt auch ein kleiner See, der
"Teufelssee".

Er ist keine natürliche Landschaftserhebung des Grunewaldes, sondern aufgrund der einstigen
Inselsituation West-Berlins, eine Anhäufung von Trümmer-Schutt aus der Nachkriegszeit.

Dieser musste 20jahrelang von den damaligen West-Berliner Entsorgungsbetrieben hier in
der ehemaligen englischen Besatzungszone abgeladen werden. Mit ca. 200.000 Bäumen wurde
anschließend der Schuttberg bepflanzt und damit in das Naturschutzgebiet integriert.

Unter dem Schuttberg befindet sich das ehemalige Gelände der, vom damaligen NS-Regime
geplanten aber nie fertig gestellten, Wehrtechnischen Fakultät mit ihrem Rohbau, deren
Grundsteinlegung 1935 erfolgte. Im März 1938 wurde mit dem Bau der Fakultät begonnen,
im Kriegsjahr Februar 1940 aber eingestellt.



Teufelsberg - USA Radarstation
Der Blick von der Aussichtsplattform des Glockenturms (2004) zum ca. 120 m hohen Teufelsberg (Mont Klamott)
- ein besonders weit sichtbares, prägendes Symbol (West-)Berlins -

im Berliner Forst Grunewald von Wilmersdorf, nahe den S-Bahnhöfen Heerstraße und Grunewald.



 
Der Blick vom Dach der ehemaligen Radarstation zum kleineren Bergplateau des Teufelsberges (April 2016)
mit Sicht bis nach Rüdersdorf (Hintergrund - rechts).



 
Paragliding auf demTeufelsberg
Auf dem etwas kleineren Plateau vom Teufelsberg (Drachenberg)  - Paraglider beim Training - Herbst 2004.

Der Teufelsberg diente bis 1990 überwiegend den ehemaligen West-Berlinern im Winter als Ski- und Rodelsportanlage,
sogar mit künstlich erzeugtem Schnee (Schneekanonen) und Skiliftanlage.

Aufgrund von tödlichen Sportunfällen durfte die Rodelbahn nicht mehr benutzt werden,
der Betrieb mit Skilift und künstlichem Schnee wurde aus Kostengründen wieder eingestellt.

Heute immer noch - Winter wie Sommer - ein allgemein beliebtes Ausflugsgebiet,
mit schöner Weitsicht und vielen Sportmöglichkeiten.



 
Ehemalige Radarstation auf dem Teufelsberg
Aufnahme vom Glockenturm am Olympiastadion zur einstigen
Spionageanlage "Field Station Berlin".
- Ansicht noch im Sommer 2004 -


Auf dem höheren "Bergplateau" des Teufelsberges wurde nach dem DDR-Mauerbau (13. August 1961)
die größte Radar-Abhörstation der USA und Großbritanniens in Europa errichtet.

Die fünf Radome (Antennenkuppeln), in denen sich
Radar- und Richtfunkantennen drehten und
von denen Funksignale ausgesendet und empfangen wurden.

Obwohl der Grunewald eigentlich zur britischen Besatzungszone gehörte, installierten zunächst die USA
und dann auch Großbritannien verschiedene Antennen zu Spionagezwecken auf dem Berliner Teufelsberg.


Sie war die wichtigste Abhöranlage der Nato in der Zeit des "kalten Krieges" bis zur Wiedervereinigung
Deutschlands 1990 und konnte aufgrund der geographischen Flachlandlage fast bis nach Moskau spionieren.


Das Plateau war militärisches Sperrgebiet und durfte von den West-Berlinern nicht betreten werden.

 



 

Horroransicht der Radaranlage auf dem Teufelberg 2016
Die heutige "Horror-Ansicht" der Ruine der ehemaligen "Field Station Berlin" der West-Alliierten (April 2016).

Nach dem Ende des "kalten Krieges" wurde bis 1992 die Demontage der Abhör- und Spionageeinrichtungen auf dem
Teufelsberg vorgenommen.

Das Grundstück an der Teufelsseechaussee im Berliner Bezirk Wilmersdorf wurde im August 1992
an Berlin zurückgegeben.

Das Areal wurde privatisiert und an eine Kölner Investorengruppe vergeben,
die dieses günstig vom Berliner Senat gekauft hatte um hier ein Hotel zu bauen - leider blieb es nur bei diesen Plänen.


Im August 2005 erließ die Senatsverwaltung fu
̈
r Stadtentwicklung eine Rechtsverordnung, mit der sie den bisher geltenden
Vorhabens- und Entwicklungsplan aufhob, damit war und sind private Bauvorhaben auf dem Teufelsberg nicht mehr möglich.



 
Verwahrloste Radarstation auf dem Teufelsberg in Berlin Verwahrloste Radarstation auf dem Teufelsberg in Berlin
Ab 2006 wurde das Gelände zu einem verlassenen Areal und zu einer Müllhalde,
teilweise mit Autowracks, eigentlich zum Abenteuerspielplatz für "große Kinder".



 
Auf dem Dach des Gebäudes der ehemaligen Radarstation Auf dem Dach des Gebäudes der ehemaligen Radarstation
Auf dem Dach des Gebäudes der ehemaligen Radarstation.

Diebstahl, Vandalismus
und meistens
"hässliche Farbschmierereien" an den Wänden,
von Menschen die
ihre unwichtige Anwesenheit vor Ort als Beleg hinterlassen müssen,
 auch Graffiti (?) genannt,
zerstörten die noch vorhandenen Anlagen und Einrichtungen vollständig.



 
Der zerstörte, ehemalige Radarturm auf dem Teufelsberg
Wenn man den Turm besteigen möchte, sollte man vorsorglich eine Taschenlampe bzw. ein "Handy"
mit
eingebauter LED-Lampe dabei haben, denn der innere Treppenaufgang ist teilweise "stockduster",
man kann sehr leicht stolpern und hinfallen.



 
Auf dem Turmumlauf der ehemaligen Radaranlage Auf dem Turmumlauf der ehemaligen Radaranlage
Auf dem oberen (4. Etage) Turmumlauf der ehemaligen Radaranlage wird man mit einer herrlichen Aussicht
über das Berliner Umland und bei guten Wetterverhältnissen bis nach Potsdam - Land Brandenburg - belohnt.



 
In der ehemaligen Radar-Antennenkuppel auf dem Teufelsberg In der ehemaligen Radar-Antennenkuppel auf dem Teufelsberg
In der ehemaligen Radar- und Antennenkuppel (Radom) des großen Turmes kann man
wirkliche Graffiti-Kunst sehen.

Außerdem ist die Hall- und Schallkulisse sehr gewaltig.
Wenn man beim Erreichen über den dunklen Treppenaufgang und Betreten der Kuppel die
eigenen Atemgeräusche von der Turmbesteigung unterdrücken (verheimlichen) möchte,
klappt dieses bestimmt nicht.

Anwesende Besucher der Kuppel hören das Keuchen ziemlich laut mit und freuen sich,
dass die Turmbesteigung auch anderen erfolgreichen "Gästen" etwas schwer gefallen ist.


Graffiti-Kunst auf den Etagen des ehemaligen Radargebäudes,
siehe folgende Fotos:

 
Graffiti-Kunst auf den Etagen des ehemaligen Radargebäudes
Der ehemalige "erste Pächter" des Geländes initiierte die größte Graffiti-Galerie Europas
- nicht die an der
East Side Gallery -
welche sich noch auf dem heutigen Gelände und im Gebäude der ehemaligen Radarstation befindet.

Im Jahr 2015 gab dieser Pächter aber auf und verließ den Teufelsberg.



 
Graffit-Kunst auf den Etagen des ehemaligen Radargebäudes



 
Graffit-Kunst auf den Etagen des ehemaligen Radargebäudes



 
Graffit-Kunst auf den Etagen des ehemaligen Radargebäudes



 
Von einigen Künstlern werden auch Holzskulpturen angefertigt.


Jetzt, von einem neuen Pächter verwaltet,
wird ein Eintrittsgeld - von normal 6 Euro bzw. 5 Euro für Studenten sowie Rentner,
für die Besichtigung des (Müll-)
Geländes, Gebäudes und ehemaligen Radarturmes erhoben.

Es ist erstaunlich wie viel zahlende, auch internationale Besucher, speziell zum Wochenende
den Teufelsberg zur Ruine der Radaranlage "erklimmen".




Auf dem Gelände der Radarstation Teufelsberg Gebäude und Radome der Ruine Radarstation Teufelsberg
Gebäude und Radome der Ruine - Radarstation Teufelsberg.


Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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