Hitlers Führerbunker pfeil1.gif (1042 Byte)
Leipziger Platz
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für Quereinsteiger
          
pfeil.gif (272 Byte) Fotoarchiv
Der Potsdamer Platz
- wichtigste Schnittstelle zwischen dem Osten und dem Westen der Stadt Berlin -
wurde nach dem Mauerfall und der Neubebauung des völlig kahlen Geländes
(ehemaliger DDR-Todesstreifen),
wieder in das Zentrum der Stadt, des modernen, wiedervereinten Berlins gerückt.

Die größte Baustelle Europas, heute das neue Stadtquartier, war von Anfang an bei den
Touristen und Einheimischen beliebt.
Hier kann man gut bummeln, essen, einkaufen, ins Musical oder Kino gehen.

Weiter unten der Leipziger Platz.
 
U- und S- Bahnhof Potsdamerplatz
Gewaltig ist schon der neue Eingang zur S-, Regional- und U-Bahn, die hier,
in der Mitte Berlins, den Potsdamer und Leipziger Platz im Untergrund passieren.

Der nachgebaute Verkehrsampelturm steht an gleicher Stelle, wie früher der erste
Verkehrsampelturm Berlins - bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.



Beisheim Center mit dem Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz
Hinter diesem Bahnhofseingang, auf dem "Lenné-Dreieck", steht jetzt noch ein weiteres, prägendes städtebauliches
Gebäude-Ensemble
am Potsdamer Platz, das Beisheim Center (Inge-Beisheim-Platz), 2004 eröffnet.

Links im Bild, das 5 Sterne Hotel "The Ritz Carlton" im Schatten des gläsernen
DB-Bahntowers und
die
18-geschossigen (Büro-)Gebäude an der Ebertstraße wurden von dem
Architekturbüro Modersohn & Freiesleben, Berlin
, entworfen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite (rechts im Bild) - Ebertstraße / Ecke Leipziger Platz Nr. 18 - 19,
hat der Berliner Senat einem cleveren spanischen Investor eine unbefristete Baugenehmigung erteilt.
Hier steht in der Baulücke nach wie vor (2016) ein großes Gerüst verkleidet mit aufgedruckter "Reklame-Fassade",
womit dieser Investor wahrscheinlich mehr Geld verdient als mit einem Neubau und dessen Vermietung.

Die Straße nach rechts - Leipziger Str. - führt zum Leipziger Platz, dieser grenzt hier an den Potsdamer Platz.

Die Ebertstraße führt - aus dieser Sicht - geradeaus am Großen Tiergarten vorbei,
zum Platz des 18. März, am Brandenburger Tor.

Das Regierungsviertel, Reichstag, Kanzleramt, Bundesministerien und
einige
Landesvertretungen sowie zahlreiche Botschaften - in der Straße "In den Ministergärten",
sind von hier aus bequem zu Fuß zu erreichen.



 
Landesvertretung von Hessen in Berlin
Das Gebäude der Landesvertretung von Hessen - Ecke Ebertstr. / "In den Ministergärten".
 
Zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung wurde hier ein DDR-Symbol, welches überlebt hat,
im Vorgarten aufgestellt - das grüne "Ampelmännchen".



 
Landesvertretung Niedersachsen in Berlin
Der Vorgarten der Landesvertretung von Niedersachsen - an der Ebertstr.,
zwischen Hannah-Arendt-Str. und
"In den Ministergärten",
mit den "fünf Botschafter aus den Herrenhäuser Gärten Hannover":

"Tanzendes Mädchen", "Trunkener Satyr", "Mädchenhafte Venus", "Tanzender Satyr" und "Zimbelspieler",
 

allesamt vergoldete Bronzekopien von 1974 - erinnern in der Bundeshauptstadt an das
historische "Heckentheater" der bekannten "Herrenhäuser Gärten" in Hannover.



 
Futuristisch - DaimlerChrysler Gebäude am Potsdamer Platz
Futuristische Gebäude, mit der DaimlerChrysler Vertriebsorganisation Deutschland an der Linkstraße,
Quartier der Dienstleistungstochter "DaimlerChrysler Financial Services AG", vormals "debis AG".



Wolkenkratzer am Potsdamer Platz
Forum Tower (18 Etagen - 70 m hoch) - links der Potsdamer Straße, der DB-Bahntower (gläserne Büroturm) - 103 m hoch
und das Forum vom Sony Center (US-Architekt: Helmut Jahn, * 1940) - rechte Seite, aus der
Sicht vom hier noch nicht bebauten Leipziger Platz
.

Mit Europas schnellsten Aufzug erreichen Sie die Panoramaplattform (24. und 25. Etage)
auf dem Dach - 101 m hoch - des Kollhoff-Hochhauses in 20 sek. (Mitte Foto),
mit einer Geschwindigkeit von 8,5 m/sek
.

Direkt an der ehemaligen innerdeutschen DDR-Grenze und dem Zentrum
zwischen dem ehemaligen Ost- und West-Berlin,
kann man aus ca. 100 m Höhe jetzt auf das wiedervereinte Berlin schauen.



Der Blick nach Berlin-Mitte von Panoramaplattform
Ausblick von der Panoramaplattform zum Alexanderplatz:
Berliner Dom, Hochhaus "Park Inn - Hotel", Marien-Kirche, Telespargel (Fernsehturm - mit Antenne 368 m hoch),
Rote Rathaus, Palast der Republik, Friedrich-Werdersche Kirche, Kuppel der
St. Hedwigs-Kathedrale, Franz. Dom am Gendarmenmarkt,  Nikolai-Kirche und -Viertel.

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Sobald die Strahlen der Sonne auf die Kuppel des Fernsehturms treffen, bildet sich
oberhalb der Fenster des Aussichtsrestaurants ein weithin sichtbares, glänzendes Kreuz.
Für die damaligen Machthaber der DDR war es eine höchst unangenehme Erscheinung,
spöttelnd nannte man den Turm auch "Ulbrichts Kathedrale".

Da der christliche Glaube während der DDR-Diktatur nicht erwünscht war,
die Existenz Gottes geleugnet wurde, versuchte man an den 140 pyramidenförmigen
Edelstahlsegmenten (Kassetten) der Kugelfassade das Erscheinen des Kreuzes zu verhindern.
Dieses gelang aber nicht und so nannte man diese Erscheinung "das Plus des Sozialismus".



Fussball-Kugel des Telespargels am  Alex   Fussball-Kugel des Telespargels am  Alex
Was die "Organe der DDR" nicht geschafft haben, machte die
Fußball-Weltmeisterschaft 2006
mit der FIFA und der Telekom möglich.

Im März 2006 wurde die Kuppel des Fernsehturms für die Dauer der Weltmeisterschaft
durch den Sponsor, der Telekom, mit Klebefolie als Fußball verkleidet.
Deshalb konnten sich die Strahlen der Sonne in den Kugelsegmenten in dieser Zeit
nicht mehr als Kreuz abbilden.

Es wurden magentafarbene "Lederflicken" verwendet, die Symbolfarbe der Telekom.
Anfang August bis Ende Oktober 2006 wurde die Folie durch 14 Industriekletterer
wieder entfernt.



Panorama vom Kollhoff Hochhaus
Ausblick von der Panoramaplattform zum Reichstagsgebäude mit dem "Glas-Ei",
zum 1977-82 erbauten 21-geschossigen Betten-Hochhaus des Uni-Krankenhauses Charité,
weiter zum Brandenburger Tor und der hier noch im Bau befindlichen Französischen Botschaft
an der Nordseite vom Pariser Platz, .........



 
Panorama Tiergarten - Philharmonie
....... zum Kammermusiksaal (links), zur Philharmonie ( Zirkus Karajani ),
1960 bis 1963 nach Plänen von Hans Scharoun (* 1893; 1972) erbaut -
deren Dach durch einen Brand (Bauarbeiten) im Mai 2008 zerstört wurde,

am Großen Tiergarten - eine riesige Grünanlage im Herzen der Stadt,
zum "schwebenden" Schirmdach - über dem Sony Center,  .......

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Der Gebäudekomplex der alten Philharmonie in der Bernburger Str. 22a/23 und Köthener Str. 32,
hier ganz in der Nähe (Askanischer Platz), wurde im Zweiten Weltkrieg
am 30. Jan. 1944 durch Fliegerbomben zerstört.

Zu dieser Zeit war
Wilhelm Furtwängler (* 1886; 1954) Dirigent und Direktor der Berliner Philharmoniker.
            
Eingang der zerstoerten alten Philharmonie 1944
(gescanntes Fremdfoto)

Das ehemalige Konzerthaus der Philharmonie war der unbestrittene Mittelpunkt des Berliner Musiklebens.
Dieser im Jahre 1888 von dem Architekten Franz Schwechten (* 1841; 1924) aus einer Rollschuhbahn
zu einem Konzertsaal umgestaltete Raum
lag hinter mehrgeschossigen Wohnhäusern,
eine Sichtverbindung zur Bernburger Str. war nicht gegeben -
ähnlich dem "Admiralspalast", mit der Funktion als vielfältigen, urbanen "Amüsiertempel"
am S-Bahnhof Friedrichstraße.

Das erklärt wohl auch, dass kein Foto von dem gesamten Gebäudekomplex
mit der Außenfassade der alten Philharmonie existiert.

Nach den Erweiterungsplänen des königlichen Baurats Ludwig Heim (* 1747; 1834) wurde damals
anstelle des vorhandenen Gartens im großen Innenhof der Häuser Bernburger- und Köthener Str.
ein zweiter Konzertsaal als selbstständiger Saalbau, der "Beethovensaal", eingefügt.

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Neue Nationalgalerie - St.-Matthäus-Kirche
....... zur Neuen Nationalgalerie, 1965 bis 1968 von dem Bauhaus-Architekten
Ludwig Mies van der Rohe (* 1886; 1969) erschaffen, sowie der
St. Matthäus-Kirche, 1846 von Friedrich August Stüler (* 1800; 1865) als dreischiffige Hallenkirche im
byzantinischen Stil erbaut und zum Kulturforum (rechts unten) mit Kupferstichkabinett, etc.

Die Neue Nationalgalerie wurde Ende 2014 wegen Sanierung für drei bis vier Jahre geschlossen.


Dietrich Bonhoeffer geb. am 04.02.1906, hingerichtet im KZ-Flossenburg am 09.04.1945,
wurde in dieser Kirche am 15.11.1931 zum Pfarrer ordiniert.

Die St. Matthäus-Kirche wurde nach Kriegszerstörung 1956 bis 1960 von Jürgen Emmerich (* 1905;  1973) wieder hergestellt.

Am Horizont rechts, der Teufelsberg mit der ehemaligen Radarstation der USA.



Lessing-Denkmal im Großen Tiergarten - Lennéstraße
Das "Lessing-Denkmal" am Rand des Großen Tiergarten, an der Lennéstraße gegenüber dem Sony Center,
stand nach 1961 unmittelbar an der Berliner DDR-Mauer.

Das Ensemble aus Standbild und Sockel mit Brunnenschalen, Reliefs und allegorischen Bronzefiguren
ist insgesamt sieben Meter hoch.



 

Vorn
unter dem Namensschild die Gestalt eines Jünglings als "Genius der Humanität"
mit flammender Opferschale, Harfe und Lorbeerkranz, dazu eine Schrifttafel mit
den wesentlichen Sätzen der Ringparabel aus Lessings Stück "Nathan der Weise".

Es wurde von dem Bildhauer Otto Lessing (* 1846; † 1912) geschaffen.
Er
war der Sohn des Historienmalers Carl Friedrich Lessing (* 1808; † 1880) und
Urgroßneffe des Dichters Gotthold Ephraim Lessing (* 1729; † 1781).

Die Ausführung des Denkmals dauerte von 1887 bis 1890 und wurde am 14. Oktober 1890 im Großen Tiergarten eingeweiht.

Seit 1987 und vor allem 1991 bis 1992 wurde das Denkmal grundlegend saniert und ergänzt,
der Denkmalsplatz erhielt seine historische Form zurück.



 


Auf
der Rückseite des Denkmals befindet sich ein geflügelter Knabe - die "Allegorie der Kritik",


der eine Geißel schwingt, umgeben von Büchern, Schriftrollen und
einem Löwenfell, begleitet von einer Eule, dem Symbol der Weisheit.



 
Eichhörnchen in einer Brunnenschale am Lessing-Denkmal
Links und rechts am Denkmal befinden sich über je einer kleinen Brunnenschale bronzene,
als seltsam-fantastische (Groteske) gestaltete Delphinköpfe als Wasserspeier.


Aus einer dieser Brunnenschalen beobachtete mich ein vorwitziges Eichhörnchen beim Fotografieren.
(Februar 2016)



 
Ballon vom Ballongarten am Postblock
"Die Welt" schaut auf diese Stadt - Berlin.

Mit dem Ballon kommt man nicht vom "Ballon Garten" zum Potsdamer- und Leipziger Platz,
aber an einem Seil über beide.
 
In 150 m Höhe kann man, bei schönem Wetter, den Potsdamer - und Leipziger Platz sowie den Rest Berlins
von oben betrachten.

In dem Hochhaus (rechts) befindet sich das Internationale Handelszentrum.


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Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der sowjetischen Berlin-Blockade,
hielt Ernst Reuter
(* 1889; † 1953) vor über 300.000 Berlinern vor der Ruine des Reichstagsgebäudes
seine berühmte
Rede, in der er an “die Völker der Welt” appellierte, die Stadt nicht preiszugeben.

Ernst Reuters Rede am 9. September 1948 vor dem Reichstag u. a. mit folgenden Worten:
(Regierender Bürgermeister (SPD) vom 7.12.1948 bis 29.9.1953)


"
Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien!
Schaut auf diese Stadt und erkennt,
daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!
"


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Berlins Mitte - Potsdamer Platz
Sony Europa Centrale (links) mit dem "schwebenden" Schirmdach über dem öffentlichen
Forum, dahinter das Beisheim Center, daneben der gläserne Büroturm (
DB-Bahntower)
und
das Kollhoff-Hochhaus mit dem Quartier DaimlerChrysler am Potsdamer Platz.

Aufgenommen vom Glockenturms der St. Matthäus-Kirche.



 
Schwebendes Schirmdach über Forum - Sony Center
Das Schirmdach mit großen Zeltbahnen über dem Forum des Sony Centers.



 
Der Eingang zum Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin
Filmhaus des Sony Centers mit Durchgang zum Forum.

Links steht eine aus LEGO-Steinen erbaute "Giraffe", die zum dahinterliegendem "LEGO-Land" einlädt.



 
Im Forum Sony Center
Unter dem Schirmdach - das Forum.

Zum Filmhaus gehören unter anderem das Filmmuseum Berlin mit der
Marlene Dietrich Collection, die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
und das Filmkunstkino Arsenal.



Kino CineStar im Sony Center
CineStar Kino im Forum des Sony Centers.

Das öffentlichen Forum unter dem Zeltdach des Sony-Centers ist nun auch schon zu
einem Wahrzeichen Berlins und Treffpunkt seiner Gäste und Einheimischen geworden.



 
legendärer Kaisersaal im Sony Center
Legendäre Kaisersaal im Sony Center.

Der historische Salon des im Krieg zerstörten Grand Hotel Esplanade am Potsdamer Platz,
das auf Wunsch Kaiser Wilhelms II. (* 1859; 1941) damals als feudales Haus für
"
allerhöchste Herrschaften" gebaut und im Dezember 1908 eröffnet wurde.

Im Zweiten Weltkrieg, Winter 1944/45, ist das Hotel Esplanade zu 90 Prozent durch Bomben
zerstört und nicht wieder aufgebaut worden.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990, wurde der unter Denkmalschutz stehende
Kaisersaal
in einer spektakulären, computergesteuerten Aktion komplett aus dem Ruinengebäude
des Hotels herausgelöst und um 75 Meter in das Forum des neuen Sony Centers verschoben und
integriert.

Die Wiedereröffnung war erst im Jahr 2007.



 

Klein New York am Potsdamer Platz
Auch das ist Berlin, Häuserschluchten am Potsdamer Platz.
Einer der Eingänge zum Einkaufscenter Potsdamer Platz - Arkaden.



Potsdamer Platz - Arkaden
Zwischen den Hochhäusern hat es die Sonne schwer.



Marlene Dietrich Platz
Das Gebäude mit dem Theater am Potsdamer Platz,
Marlene-Dietrich-Platz 1

der Spielbank Berlin und dem Nightclub Adagio.

Von Okt. 2002 bis zum 24. Jan. 2004 wurde hier das Musical Cats aufgeführt.

Vom 24. Oktober 2007 bis 30. April 2008 wurde das Musical Mamma Mia
mit 22 Hits von ABBA gespielt.



Blick über die Alte-Potsdamer-Straße zum Marlene Dietrich Platz
Aus der Vogelperspektive ein Blick über die Alte-Potsdamer-Straße zum Marlene-Dietrich-Platz.

Straße zum Erfolg (?) - für die Filmstars zur Berlinale 2016.

Aufgenommen von der Panoramaplattform auf dem Dach des Kollhoff-Hochhauses am Potsdamer Platz.



 
Der Berlinale Palast - Theater am Potsdamer Platz auf dem Marlene-Dietrich-Platz
im Februar 2016.

Schaulustige warten am "Roten Teppich" auf die Filmstars.



 
Haus Huth - 1912 erbaut
Das erhaltene Gebäude Haus-Huth, eingekeilt im Modernen, ist hier die
letzte Erinnerung an ein altes Stück Berlin am Potsdamer Platz.

Ursprünglich als Restaurant, Weinhandlung und Schoppenstube betrieben,
später dann Wohn- und Lagerhaus,  in der "Alte Potsdamer Straße 5".
Erbaut 1912 nach den Plänen der Architekten
Conrad Heidenreich (* 1873; 1937) und Paul Michel sen. (* 1877; 1938) für die Familie Huth.
Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant Diekmann.

Es ist das einzige Gebäude am Potsdamer Platz aus der Kaiserzeit,
welches Krieg und Mauerbau nahezu unversehrt überstanden hat.
 

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Nationale und internationale Berlin-Touristen suchen und fragen:
"Wo stand die Mauer?",
oft auch nach dem ehemaligen "Standort des Führerbunkers?".

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Hitlers Bunker gibt es nicht mehr,
die letzten Reste der unterirdischen Anlage wurden zu Beginn der 80er Jahre gesprengt und zugeschüttet.


Folgende zwei Fremdfotos
stammen aus dem Bundesarchiv und der Website:
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5437633.

 
Der Garten der zerstörten Reichskanzlei Der Garten der zerstörten Reichskanzlei und gesprengtem Führerbunker.
Bundesarchiv_Bild_183-V04744

Zerstörte Alte Reichskanzlei mit Garten, in der Hitler gelebt hat, die auch
schon zu Bismarcks Zeiten Dienst- und Wohnsitz aller Reichskanzler war.

 
Bundesarchiv_Bild_183-M1204-319

Gesprengter Führerbunker.

 
Der Führerbunker wurde nach Kriegsende (8. Mai 1945) - am 5. Dezember 1947 durch sowjetische Pioniere gesprengt.
 
Auf diesem Areal, Nähe der Berliner DDR-Mauer im ehemaligen (Ost-)Berlin), ließ die DDR-Regierung anspruchsvolle Wohnblöcke errichten.

 
Berliner Areal ehemaliger Führerbunker
Wo sich Hitlers Führerbunker befand, ist heute nur noch ein Parkplatz vorhanden.

Zwischen Ecke Gertrud-Kolmar-Straße / "In den Ministergärten" und Wilhelmstraße 90/91 (
Hofparkplatz)
befand sich das ehemalige Machtzentrum der Nazis.

Heute ist man in ca. 5 min: Straße nach links - an der Rückfront des "Hotel Adlon",
                                         Straße nach rechts - im Einkaufscenter "Mall of Berlin"

      oder
am "
Holocaust-Mahnmal",
                                                     welches
aus einem wellenförmigen Feld mit 2711 Stelen besteht.

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Gertrud Kolmar (* 1894; † 1943 ermordet in Auschwitz) war eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin jüdischen Glaubens. -

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Infotafel und Parkplatz - Hitlers ehemaliger Führerbunker In der Gertrud-Kolmar-Straße - Führerbunker
Für die Besucher aus aller Welt steht hier jetzt eine Informationstafel,
um den Standort der Bunker-Anlage lokalisieren zu können:
Mythos und Geschichtszeugnis
"Führerbunker"
 
Im Bereich der jetzigen Schranke wurde am 30. April 1945 im Vorgarten der Bunkeranlage
Hitlers Leiche von seinen engsten vertrauten Offizieren verbrannt.

Unter
dem dahinter liegenden heutigen Parkplatz befanden sich seine Privaträume.
 

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Der Leipziger Platz
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mit dem Potsdamer Platz an der wichtigsten Schnittstelle zwischen dem Osten und dem Westen der Stadt Berlin.

 
Potsdamer- und Leipziger Platz
Im Westen der Potsdamer Platz (links) und im Osten (rechts) der Leipziger Platz, dem Beginn der Leipziger Straße,
mit dem Preußischen Herrenhaus - Sitz des Bundesrates.

Etwa im Schnittpunkt beider Plätze befindet sich der "alte Eingang" zum S-Bahnhof Potsdamer Platz - im Untergrund.


Am Leipziger Platz Nr. 18 - 19 Ecke Ebertstraße (rechts im Bild),
hat der Berliner Senat einem cleveren spanischen Investor eine unbefristete Baugenehmigung erteilt.

Hier steht in der Baulücke nach wie vor (2016) eine Gerüstfassade mit aufgedrucktem "Reklame-Gebäude",
womit dieser Investor wahrscheinlich mehr Geld verdient als mit der Vermietung eines Neubaus.



Karl Liebknecht Denkmalsockel auf dem Potsdamer Platz.
Auf dem Potsdamer Platz (Nr. 10) - U-Bahneingang
- Richtung Leipziger Platz -
befindet sich ein kaum beachteter Denkmalsockel.
 





Karl Liebknecht Denkmalsockel auf dem Potsdamer Platz.
Von dieser Stelle aus rief Karl Liebknecht (* 13.08.1871; † ermordet 15.01.1919) am
1. Mai 1916 zum Kampf gegen den imperialistischen Krieg und für den Frieden auf.

(Erster Weltkrieg - 1914 bis 1918)
 
Dies ist die Inschrift des ca. 1,70 m hohen dunklen, gemauerten Denkmalsockels, der am 13. August 1951
- Liebknechts 80. Geburtstag -
in Ost-Berlin (DDR), am U-Bahneingang Potsdamer Platz enthüllt wurde.

Am Ort der Anti-Kriegsdemonstration wurde am 13. August 1951
der "Grundstein eines Denkmals für Karl Liebknecht" gelegt.


Mauerbau am 13. August 1961 - 90. Geburtstag Liebknechts ( ! ) -
purer Zufall vom "Lügenbaron Ulbricht" ?


Das Postament stand nach dem Mauerbau im Grenzstreifen ("Todesstreifen"), befand sich
nach dem Mauerfall auf privatem Baugrund und wurde 1995 abgeräumt und eingelagert.


2002 setzte sich der Bezirk Mitte von Berlin für die Wiederaufstellung des Sockels ein,
als Dokument der Stadtgeschichte
und des Umgangs mit den sozialistischen und antimilitaristischen Traditionen in Deutschland.



 
Beobachtungsturm - Grenzmauerwachturm - Nähe Potsdamer Platz. in Berlin
Gegenüber vom Denkmalsockel Karl Liebknechts befindet sich eine kleine Seitenstraße,
in Richtung Leipziger Platz, die "Erna-Berger-Straße".

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 Erna Berger (* 1900; † 1990) war eine der bedeutendsten deutschen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts
und weltberühmte Opern- und Konzertsängerin.
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Im hinteren Bereich der Straße
steht hier noch dieser original DDR-Grenzwachturm (Rundblickbeobachtungsturm)
als Mahnmal (Baudenkmal).

Er diente der Überwachung des Grenz-Todesstreifens und des Geländes am "Haus der Ministerien".

Er
ist der letzte erhaltene Grenz-Mauerturm vom Typ "BT 6" (Beobachtungsturm) seiner Art in Berlin .

 
Grenzmauerwachturm - Nähe Potsdamer Platz.  Grenzmauerwachturm  in der Erna-Berga-Str./ Potsdamer Platz. in Berlin. Grenzmauerwachturm - Nähe Potsdamer Platz.
Als der Turm zu DDR-Zeiten noch aktiv genutzt wurde, standen die Bäume als Sichtbehinderung natürlich nicht hier.
Diese wurden nach dem Mauerfall ( ! ) neu angepflanzt, zur Verschönerung der DDR-Grenzgeschichte?

Von den verantwortlichen Stadtplanern (Grünflächenamt) nicht gut überlegt.
Es war unsinnig
, denn so wird der historische Grenzwachturm "versteckt" !

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Der Turm wurde vor Zerfall, Vandalismus bzw. Abriss von Herrn Jörg Moser-Metius in privater Eigeninitiative
als begehbares Mahnmal (Baudenkmal) für die Geschichts-Nachwelt gerettet.

Website:  berlinwallexpo.de  (hier anklicken)

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Leipziger Platz am Potsdamer Platz in Berlin
Der im Achteck (Oktagon) gestaltete Leipziger Platz,

wurde nach Plänen des Architekten Philipp Gerlach (* 1679; † 1748) von 1732 bis 1738 angelegt
und immer mehr von repräsentativen Wohn-, Verwaltungs- und Geschäftsbauten eingefasst.

Im Zweiten Weltkrieg ebenfalls stark zerstört, werden nach der Wiedervereinigung 1990 die Gebäude rund um den Platz,
bis heute (2016) noch neu erbaut und gestaltet.



 
Luftbild Gebäudekomplex - Abgeornetenhaus und Gropiusbau
Vogelperspektive vom Gebäudekomplex zwischen Leipziger-, Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße,
 der heutigen Niederkirchnerstraße.

 Aufgenommen von der Panoramaplattform auf dem Dach des Kollhoff-Hochhauses am Potsdamer Platz.

 Das Bundesministerium der Finanzen - zu DDR-Zeiten war es das "Haus der Ministerien" (links oben),
der 
ehemalige Preußische Landtag - heute Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses (Mitte links),
der Martin-Gropius-Bau (Mitte rechts) und
 das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (unten rechts).



 
Martin-Gropius-Bau
1881 wurde der heute nach seinem Architekten benannte Martin-Gropius-Bau
als königliches Kunstgewerbemuseum eröffnet.

Martin Gropius (* 1824; † 1880) - ein Großonkel von Walter Gropius (* 1883; † 1969),
dem Gründer des Bauhauses (1919) und Heino Schmieden (* 1835; † 1913) erbauten das
ziegelverkleidete, mit Mosaiken und Terrakottareliefs verzierte Gebäude im Stil der Renaissance.



 
Martin Gropiusbau an der DDR-Mauer
Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde das Haus schwer beschädigt.
Es
lag dann direkt in (West-)Berlin an der DDR-Mauer (heute Baudenkmal Berliner Mauer),
an der Prinz-Albrecht-Straße, der heutigen Niederkirchnerstraße
.

Auch direkt hinter der Mauer - im ehemaligen West-Berlin - liegt das große Areal des Mahnmals "Topographie des Terrors"
mit Austellungsgebäude.


Erst 1965 wurde die Ruine des Martin-Gropius-Baus nach einer Intervention von Walter Gropius
unter Denkmalschutz gestellt.
Nach mehrjährigem Wiederaufbau wurde das Haus 1981 als Museum mit einer großen Schinkel-Ausstellung eröffnet.

Das Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht restaurierte das Gebäude 1998 bis 1999 erneut grundlegend.

Jährlich sind im Martin-Gropius-Bau viele Ausstellungen aus den Bereichen Kunst, Archäologie,
Fotografie und Kulturgeschichte zu sehen.



 
Mauerdurchbruch in Berlin nach der Wende
Nach der Wiedervereinigung entstand dieser Mauerdurchbruch an der original Berliner DDR-Mauer in der Niederkirchnerstraße,
mit Blick zur Wilhelmstraße und Gedenkstätte "Topographie des Terrors", direkt hinter der Mauer - in (West-)Berlin,
Standort des ehemaligen Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamtes des "1000jährigen III. Deutschen Reiches" der Nazizeit.



 
Abgeordnetenhaus von Berlin - Niederkirchnerstrasse
Ab 1993 zog das Berliner Abgeordnetenhaus vom Rathaus Schöneberg in das Gebäude
des ehemaligen Preußischen Landtags - nun Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses.

Das Gebäude gehört zu einem großen Gebäudekomplex zwischen Leipziger-, Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße,
der heutigen Niederkirchnerstraße.

Das eigentliche Abgeordnetenhaus steht gegenüber dem Martin-Gropius-Bau, "hinter" der ehemaligen DDR-Mauer in (Ost-)Berlin
.

Das Gebäude des Landtags wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zeitweise vom Volksgerichtshof genutzt und
dann zunächst zum Preußenhaus, später zum Haus der Flieger als Teil des Reichsluftfahrtministeriums umgestaltet.

Das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg
auch stark beschädigt.



 
Abgeordnetenhaus von Berlin - gegenüber vom Gropius Bau
Das eigentliche Gebäude des Preußischen Landtags wurde zwischen 1892 und 1898 von
dem Architekten Friedrich Schulze-Kolbitz (* 1843; † 1912) im italienischen Neorenaissance-Stil gebaut.


Von der SBZ (Sowjetische Besatzungszone) teilweise wiederaufgebaut, beherbergte das Gebäude von 1946 bis 1949
die Deutsche Wirtschaftskommission.

Nachdem im Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik gegründet wurde,
bezog noch im selben Monat ihr erster und einziger Ministerpräsident Otto Grotewohl Räume im Abgeordnetenhaus.


Von 1949 bis 1953 war hier der Ministerrat der DDR unter Otto Grotewohl (* 1894; † 1964) etabliert und
ab 1961 die Staatliche Plankommission als Teil des "Hauses der Ministerien II".

Wie überall in der Nähe von wichtigen Gebäuden (West-)Berlins an der (Ost-)Berliner DDR-Mauer,
bestanden auch hier Abhöreinrichtungen des Ministeriums für Staatssicherheit.



 
Links vor dem Gebäude des Abgeordnetenhauses von Berlin erinnert
ein 8 m hohes Standbild an den Staatsmann und Reformer Preußens,
den Freiherrn Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (* 1757; † 1831).

Das von den Bildhauern Herrmann Schievelbein
(* 1817; † 1867) und
Hugo Hagen (* 1818; † 1871) geschaffene Bronzedenkmal
stand von 1875 bis 1969 auf dem "Dönhoffplatz"
-
ab 2010 "Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz" -
in der Nähe der Spittelkolonnade in Mitte.

 
Rechts vor dem Berliner Abgeordnetenhaus steht das Denkmal für den
früheren preußischen Staatskanzler
Karl August Fürst von Hardenberg
(* 1750; † 1822).


Das Denkmal wurde von dem Bildhauer Martin Götze (* 1865; † 1928)
geschaffen und 1907 eingeweiht.

Es stand ehemals auch auf dem "
Dönhoffplatz",
in der
Nähe zum bereits
vorhandenen Freiherrn vom Stein-Denkmal.
 
Der damalige Berliner Bürgermeister (1989 bis 1991) Walter Momper (* 1945) - SPD - hatte sich dafür eingesetzt,
beide Standbilder zu restaurieren und vor das Berliner Abgeordnetenhaus umsetzen zu lassen.


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Alexander Graf von Dönhoff (* 1683; † 1742) war ein preußischer Generalleutnant
und Vertrauter des Königs Friedrich Wilhelm I.


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Marion Gräfin Dönhoff (* 1909; † 2002) war Chefredakteurin und Mitherausgeberin
der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit".

Sie gilt als eine der bedeutendsten Publizistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit.
In dieser Eigenschaft war sie Gesprächspartnerin für führende Politiker in der Welt.

Der "Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung" wird
alljährlich von der Wochenzeitung "Die Zeit", der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
und der Marion-Dönhoff-Stiftung vergeben.

Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet,
die sich für internationale Verständigung und für gute Beziehungen
zwischen Deutschland und Osteuropa engagiert haben.

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Ballon über Gebäudekomplex
Der Ballon vom "Ballon Garten" - "Postblock" am großen Büro-Gebäudekomplex des
Bundesministeriums der Finanzen - zu DDR-Zeiten "Haus der Ministerien" (Mitte links),
Bundesrats Gebäude (unten links) und Berliner Abgeordnetenhaus (unten rechts).


Aufgenommen von der Panoramaplattform auf dem Dach des Kollhoff-Hochhauses am Potsdamer Platz.



 
ehem. Wohnhaus Konrad Adenauer - heute Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
In der Wilhelmstraße Nr. 54 befindet sich der Berliner Dienstsitz des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

In diesem Haus wohnte von 1931 bis 1933 als Präsident des Preußischen Staatsrates Konrad Adenauer (* 1876; † 1967).


Er war Oberbürgermeister von Köln, gehörte dem "Preußische Herrenhaus" an und verteidigte als
Präsident des "Preußischer Staatsrat" die Interessen des Rheinlands, dem er zeitlebens eng verbunden blieb.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Ämter enthoben und war zeitweise inhaftiert.

Von 1949 bis 1963 war er der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (Mitbegründer der CDU)
und von 1951 bis 1955 zugleich erster Bundesminister des "Auswärtige Amt" und ist u. a. Ehrenbürger von Berlin.



 
Bundesministerium der Finanzen in Berlin
In der Wilhelmstraße befand sich in der NS-Zeit hier der Sitz des "Reichsluftfahrtministeriums" -
zu DDR-Zeiten war es die "Otto-Grotewohl-Straße" und hier das "Haus der Ministerien" -
nun befindet sich in dem Gebäude das "Bundesministeriums der Finanzen".


Erster Dienstsitz für das Bundesministerium ist das "Detlev-Rohwedder-Haus" in der Wilhelmstraße in Berlin.

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Einige Räume nutzte die "Treuhandanstalt", die in der Zeit von 1991 bis 1995 hier auch ihren Sitz hatte.

Nach der Ermordung durch einen Scharfschützen der Rote Armee Fraktion (RAF)
des ersten Präsidenten der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder (* 1932; † 1991) in seinem Haus in Düsseldorf,
erhielt das Gebäude am 1. April 1992 seinen Namen: Detlev-Rohwedder-Haus.

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Der riesige
Gebäudekomplex zwischen Leipziger-, Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße, der heutigen Niederkirchnerstraße,
besteht aus den Bauten des
Berliner Abgeordnetenhauses (Preußischer Landtag), Bundesministerium der Finanzen,
Bundesrechnungshof sowie Bundesrat (Preußisches Herrenhaus).

Im Jahr 1819 stand hier ein Gebäudekomplex des Preußischen Kriegsministeriums.

Der alte Gebäudekomplex des Preußischen Kriegsministeriums entsprach in Größe und Aussehen
nicht dem Repräsentationsbedürfnis der Nationalsozialisten.

In den Jahren 1935 bis 1936 wurde in der Wilhelmstraße daher auf Veranlassung Görings und nach
Plänen des Architekten Ernst Sagebiel (* 1892; † 1970) - auch Bau des Flughafens Tempelhof -
ein Neubau mit über 2.100 Büroräumen und ca. 112.000 Quadratmeter Bürogeschossfläche errichtet.

Es entstand das damals größte Bürogebäude Berlins,
ausgeführt als ein vier- bis siebengeschossiger Stahlbetonskelettbau mit Flachdach.

Mit einer Nutzfläche von 56.000 Quadratmetern war und ist der Bau einer der größten Bürokomplexe Berlins.
Mehr als 2.100 Innenräume sind über 6,8 Kilometer Flure, 17 Treppenhäuser, vier Aufzüge und drei Paternoster zu erreichen.

Bezeichnend ist: Obwohl das Reichsluftfahrtministerium ein kriegswichtiges Gebäude war, überstand es den Krieg nahezu unversehrt.



 
Drahtseil-Flucht über die Mauer
Vom Dach eines Gebäudeteils des "Haus der Ministerien", der direkt an der DDR-Mauer in der Niederkirchnerstraße steht,
floh die Familie Holzapfel im Juli 1965 mit einem Drahtseil und selbstgebauter Seilbahn
- mit Hilfe von westdeutschen Verwandten als Fluchthelfer, die hinter der Mauer im Westteil Berlins das Drahtseil befestigten -
unter freundlicher Beobachtung eines UdSSR Wachsoldaten auf dem Dach des Hauses,
über die DDR-Mauer nach West-Berlin.

Der Soldat dachte wohl, dass die DDR-Organe der Staatssicherheit Spione nach West-Berlin einschleusen wollten.
Dieses lebensgefährliche, tollkühne Unternehmen hatte er wohl keiner Privatinitiative von DDR-Bürgern zugetraut.
Hoffentlich ist es für ihn danach nicht zu schlimmen Konsequenzen gekommen.


Wenn Sie die ganze Geschichte mit den Akteuren als Film (ca. 43 min) vom TV-Sender 3SAT
bei "Youtube" ansehen möchten, klicken Sie auf folgenden Link::

https://www.youtube.com/watch?v=LJV5J0gSyuQ



 
Bundesministerium der Finanzen - Seitenansicht - am Platz des Volksaufstandes
In der Leipziger Straße befindet sich der Eingang nun für die Mitarbeiter des "Bundes Rechnungshofes"
in dem das
Wandbild "Aufbau der Republik" zu DDR-Zeiten angebracht wurde.

Der Vorplatz der Seitenfront des Gebäudes wurde in "Platz des Volksaufstandes von 1953" umbenannt.

Das Bundesministerium der Finanzen nahm den 60. Jahrestag des
Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 hierfür zum Anlass.

Als ein Zentrum der Regierungsgewalt wurde das Gebäude
"Haus der Ministerien"
am 16. Juni 1953 zum Ziel der demonstrierenden Bauarbeiter und
stand im Mittelpunkt des Volksaufstands vom 17. Juni 1953.


Siehe auch im "Archiv" auf meiner Berliner Website "Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten - Teil 2"
die Beschreibung  -
"Der 17. Juni 1953" -
oder hier anklicken.



 
Wandbild "Aufbau der Republik" von Prof. Max Lingner
Die historischen Räume des Gebäudes, die Natursteinverkleidung der Fassaden, die Außenanlagen und
das Wandbild "Aufbau der Republik" von Prof. Max Lingner (* 1888; † 1959)
am einstigen "Haus der Ministerien" sind erhalten geblieben.

Das 72 Quadratmeter (24 x 3 m) große monumentale Wandbild, dessen Ursprungsgestaltung
nachträglich mehrmals - auf Anweisung von
Erich Honecker (* 1912; † 1994) - verändert wurde,
besteht aus bemalten Fliesen aus der Porzellan-Manufaktur Meißen und wurde von den
Mitarbeitern der Manufaktur in nur 6 Monaten ausgeführt.



 
Gebäude des Bundesrat in Berlin
Das Bundesratsgebäude mit dem Ehrenhof in der Leipziger Straße Nr. 4 in Berlin
kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken:

1904 wurde es unter der Leitung des Architekten Friedrich Schulze-Kolbitz (* 1843; † 1912
)
für die Nutzung durch das "Preußische Herrenhaus" fertig gestellt.


Das Hauptportal beeindruckt mit seiner monumentalen, neoklassizistischen Bauweise.
Das
dreiflügelige Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört.

In der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung (3. Okt. 1990) wurde das Gebäude von verschiedenen DDR-Institutionen genutzt.

1997 begannen unter der Leitung des Architekturbüros Schweger & Partner die Umbauarbeiten
für den Einzug des Bundesrates, der seit September 2000 hier tagt.



 
Giebel am Gebäude des Bundesrats
Das von sechs Freisäulen getragene Giebeldreieck über dem Mittelteil des Hauptportals.

In der Mitte des
Giebelfelds befindet sich die Borussia, welche die oberste preußische Staatsgewalt verkörpert.
Die um sie herum angeordneten Figuren versinnbildlichen die verschiedenen Zweige der Staatsverwaltung des einstigen Preußens.

Die Figuren im Giebeldreieck wurden von dem Bildhauer Otto Lessing (* 1846; † 1912) geschaffen,
einem Nachfahren des Dichters Gotthold Ephraim Lessing
(* 1729; † 1781).



 
Ballon Platz am "Postblock"
Am "Ballon Garten" - an der Straßenecke Wilhelm- und Zimmerstraße -
befindet sich der
"Postblock" mit einem gelben Trabi-Postauto auf dem Podest (rechts).



 
Warten auf Trabi-Safari durch Gesamt-Berlin
"Trabiworld".

DDR-Symbole, bald mit historischem Wert, stehen hier für die ganze "Welt" bereit,
zur "Safarifahrt" im wiedervereinten Berlin
.

 
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