Kampf um die Arbeitsplätze - 2002 pfeil1.gif (1042 Byte) Hinweis zur "Fa. VEB Bergmann-Borsig" pfeil1.gif (1042 Byte) pfeil.gif (272 Byte) Presseberichte 2002 - BORSIG-Misere
               
Alte BORSIG GmbH

in Berlin-Tegel, Bezirk Reinickendorf.

Borsig war und ist einer der großen Namen der Berliner Industriegeschichte.

Wenn vom Kunden nicht anders gewünscht, wurden die
Erzeugnisse immer mit einer
speziellen Farbe, dem
"Borsigblau" - preußenblau, ausgeliefert.


Weltweit heute noch für Qualitätsarbeit und Know-how bekannt, war und ist alleine die mögliche
Namensübernahme, auch für die ehemalige Mutterfirma Deutsche Babcock "Borsig" AG und deren
damals
angeschlossenen Tochterfirmen, durch den Bekanntheitsgrad ein Imagegewinn.

Das
Traditionsunternehmen
BORSIG gehörte vor Jahrzehnten zu den größten
(West-)Berliner Arbeitgebern in der Industrie
- 1960 noch ca. 6.000 Mitarbeiter -
bis
Sept. 2002 wurde das Werk auf  258 Mitarbeiter - inkl. Betriebsstätte Gladbeck -
geschrumpft.


Nach der Folge-Insolvenz 2002 waren mit der Beteiligungsgesellschaft "capiton AG",
im kleinen Restunternehmen der "neuen" Fa. Borsig wieder ca. 460 Mitarbeiter beschäftigt.
(Stand Februar 2008).

Im März 2008
wurde der letzte Teil der
Firma BORSIG von der "capiton AG" verkauft
und bekam wieder mal einen neuen Besitzer,
die "KNM" - einen
malaysischen Energiedienstleister mit Sitz in Kuala Lumpur.

http://www.knm-group.com
           
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Damit ist die Firma Borsig (Restunternehmen) nach 171 Jahren (Juli 1837-2008)
seit ihrer Gründung durch August Borsig
nicht mehr in deutscher Hand.

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165jähriges Jubiläum in 2002 - Borsigtore - Fotomontage
Fotomontage
(22. Juli 2002)

Das historische BORSIG-Tor, des alten ehemaligen Werksgeländes von August Borsig
- ab 1898 - Borsigerben - in der Berliner Str. 27 und das neue Werkstor der traditionsreichen,
über 170 Jahre (22. Juli 2007) alten
Berliner Maschinen-, Apparate- und Kesselbau Firma.

Spätestens mit der Ansiedlung der
Borsigwerke 1895 bis 1898
wurde Tegel zum bedeutenden
Industriestandort. Mehrere tausend Arbeiter und Angestellte strömten täglich durch das
heute denkmalgeschützte neugotische Eingangstor.


Historisches Borsig Tor
Das denkmalgeschützte
BORSIG-Tor in der Berliner Str. 27, wurde nach Plänen der
Architekten Konrad Reimer (* 1853; † 1915) und Friedrich Körte (* 1854; † 1934) 1898 fertig gestellt.

 Die Torwächter in den Nischen der neugotischen Türme sind Kopien; sie stellen einen Schmied und Eisengießer dar.
  

Schmied

 

Eisengießer

Die originalen Zinkholguß-Figuren wurden 1853 von den
Bildhauern Gustav Seidel (* 1803; † 1884) und Louis Köppen (Lebensdaten nicht bekannt)
geschaffen und wurden als Denkmäler im Rathaus Berlin-Reinickendorf aufgestellt.


Im Hintergrund des Tores steht das ehem. Hauptverwaltungsgebäude der
Firma A. Borsig.
Mit einer Grundfläche von 20 mal 16 Meter, einer Höhe von 65 Metern und 12 Stockwerken,
war es der erste Industrie-Hochbau in Berlin.

Der Borsigturm zählt zu der Architektur des "Backsteinexpressionismus" der 1920er Jahre.


Sicht vom Dach des Borsig-Turms
Der Blick vom Dach des BORSIG-Turms zum historischen BORSIG-Tor (Foto September 2012).
Links das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude, rechts das ehemalige Kasinogebäude.

Heute ist das Tor die Durchfahrt zum modernen Einkaufszentrum
- in den ehrwürdigen
BORSIG-Hallen -
bzw. zu Firmen, die sich auf dem ehemaligen BORSIG-Gelände
etabliert haben.


Blick zum ehemaligen BORSIG Magazingebäude
Der Blick vom Dach des BORSIG-Turms zur ehemaligen Magazinhalle (Foto September 2012).


Dieses Areal, ca. 2/3 des alten Betriebsgeländes der Fa. Borsig GmbH, wurde damals
vom "Mutterkonzern", der Deutschen Babcock AG, an den Berliner Senat veräußert.

Wo einst Tausende von Arbeitern schwere
Lokomotiven, Dampfmaschinen, Dampfturbinen, Kolbenkompressoren,
Schiffsdieselmotoren und Kessel für Kraftwerke
bauten,
kaufen heute Menschen aus dem gesamten Berliner Norden und dem Umland
in den
Hallen am Borsig-Turm ein.

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Deutlich sichtbares Zeichen des Erfolges und des Firmenprestiges war in den zwanziger Jahren
des vergangenen Jahrhunderts das erste Berliner Hochhaus,
der BORSIG-TURM.

Die Spitze auf dem Dach des Borsig-Turms
Die Turmspitze auf dem Dach des
BORSIG Hochhauses (Foto September 2012).


Die beengten Platzverhältnisse auf dem Werksgelände sollen den Anstoß zum Turmbau gegeben haben.
Der Turm entstand als Stahlskelettbau, dessen Fassaden aus Backstein gemauert sind.

Unter Beteiligung des Architekten Eugen Georg Schmohl (* 1880; † 1926)
- auch Erbauer des Ullsteinhauses in Tempelhof -

wurde im September 1922 der
BORSIG-TURM durch die eigene Bauabteilung der Fa. A. Borsig
begonnen und im Frühjahr 1924 abgeschlossen.

Im Turm waren die Räume der Betriebsdirektion, Konferenzzimmer, Betriebskalkulation,
Maschinen- und Betriebsabteilung, Betriebsbuchhaltung und Vortragssaal untergebracht.



Der Rest des BORSIG Imperiums
Die Restgebäude des BORSIG-Imperiums und -Geländes mit dem
neuen Hauptgebäude Egellsstraße (links) und den Betriebshallen des Apparatebaus.
Im Vordergrund (rechts) die ehemaligen Hallen des
Borsig-Maschinenbaus, jetzt zu MAN gehörend.



Sicht vom Dach des Borsig-Turms zum Tegeler See
Der Blick vom Dach des BORSIG
-Turms zu den übrig gebliebenen Fertigungshallen (links) und zum
Tegeler See mit dem
BORSIG-Binnenhafen an der Havel-Oder-Wasserstraße (Foto September 2012).

Die heute noch vorhandenen Logistikanschlüsse auf diesem,
früher  2/3  größeren (22,4 Hektar), Werksgelände am Tegeler See:

Flughafen-Tegel, fast auf dem Werksgelände (5 km Entfernung - ca. 10 min Fahrzeit),

Bahnanschluss bis auf das Werksgelände (stillgelegt),

Autobahnanschluss ein paar Straßen weiter - fast um die Ecke,

U-Bhf Borsigwerke in Berlin-Tegel / Reinickendorf

dann noch die U-Bahn Station
Borsigwerke der Linie U6 und der

Borsig-Binnenhafen
am Tegeler See
(Havel-Oder-Wasserstraße) -  jahrelang nicht genutzt -
an der Rückseite des Werksgeländes.


Borsighafen Oktober 2008 - Reaktivierung für Schwerlasttransporte
Der
Borsighafen - Tegeler See (Okt. 2008)
direkt am hinteren Bereich des
Borsig-Werksgeländes (rechts),
seit ca. 1970 nicht mehr genutzt, wurde bis 2009 wieder ausgebaut und dann reaktiviert.



Besuch der Wasserschutzpolizei im Borsighafen.
Foto: Sept. 2009

Besuch und Kontrolle der Berliner Wasserschutzpolizei im Borsighafen am Tegeler See.

Der Borsighafen erhielt eine Auffahrrampe, eine so genannte Roll-on/Roll-off Anlage (Ro/Ro Anlage)
zum direkten Befahren eines Schwerlasttransporters auf das Transportschiff (links) und



Borsighafen mit RoRo Anlage
eine Plattform für Spezialkräne zum Heben der Schwerlasten (Foto: August 2017).




Borsig Apparat - Abhitzesystem für eine Formaldehydanlage - letzter Schwertransport vor der Insolvenz im Juni 2002
Foto: Februar 2002 - Abhitzesystem für eine Formaldehydanlage

Die
"neue" Firma
Borsig (Apparatebau) sowie auch MAN (Maschinenbau) wollen dort ihre
schweren, sperrigen Apparate, Anlagen, Maschinen und Aggregate nun wieder verschiffen,
weil der Transport zum Westhafen durch die Stadt nur mit Polizeibegleitung 

  
  
Borsig Apparat- Abhitzesystem für eine Formaldehydanlage - Schwertransport in der Nacht - vor der Insolvenz Juni 2002
Foto: Februar 2002

und Schwerlasttransporten in der Nacht durchgeführt werden konnte und
- speziell über Brücken - immer
komplizierter und teurer wurde.

Jetzt dauert ein Transport der Hightech-Produkte von
Borsig und MAN
per Schiff, über die Havel-Oder-Wasserstraße nach Hamburg, nur noch ca. 8 Tage,
statt vorher ca. 5 Wochen auf dem Landweg mit Schwerlasttransporten.



Marina-Yachthafen - im Borsighafen
Marina Liegeplätze im südlichen Borsig-Binnenhafenbereich werden vom
Motor Yacht Club Tegel e.V. (Borsigdamm 4) schon seit Jahren genutzt.

Im Hintergrund die Fabrikgebäude der
Fa. Herlitz PBS AG, Hersteller für
Papier und Schreibwaren, auf dem ehemaligen
Borsig-Fabrikgelände.




Borsigbogen aus dem Wiederaufbaujahr Berlins 1954.
Auf der gegenüberliegenden Seite vom Borsighafen und Borsigdamm
oberhalb der breiten Freitreppe,
die vom Anfangspunkt der Greenwichpromenade bis hinunter an den Tegeler See führt,

steht seit 1954 der
"Borsigbogen" mit Bildmosaiken der Berliner Wieder-Aufbauaktivitäten
von dem Bildhauer
Gerhard Schultze-Seehof (*1919; † 1976).

Dieser Bogen wurde zur Erinnerung des 5. Jahres des Berliner Aufbauprogramms nach Ende des Zweiten Weltkrieges
- auch der zerbombten und völlig
zerstörten Firma Borsig - hier aufgestellt, so am Fuße des Bogens vermerkt.


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Ab September 1987 befindet sich der neue Zugang zum geschrumpften Werksgelände
der
Fa. Borsig GmbH ca. 800 Meter weiter links vom alten Borsig Tor,
in der Egellsstr. 21 - 13507 Berlin-Tegel.

Das neue Verwaltungsgebäude und die neue Werkseinfahrt.
          
Werkseinfahrt Borsigtor
15 Jahre später, seit der Folgeinsolvenz September 2002,
nun mit dem veränderten
Borsig Logo
- ohne
die Babcock-Weltkugel des insolventen ehemaligen "Mutterkonzerns" -

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Die heutige Werkseinfahrt ist auch der Zugang für die Firma

MAN Turbomaschinen AG,
die in einigen Etagen des Gebäudes techn. und kaufm.
(Borsig)Büros übernommen hat und
in den wenig verbliebenen
Borsig-Werkshallen den (Borsig)Maschinenbau weiterführt.


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Das
Borsig-Verwaltungsgebäude kann leider nicht mehr nur mit Borsig- und
MAN-Angestellten ausgelastet werden.

Der holländische Energiekonzern NUON hat sich dort ebenfalls etabliert.
Er wurde 2009 vom Energieversorger Vattenfall übernommen.
Die EU-Kommission hatte die Übernahme der Niederländer im Sommer 2009 nur
unter der Auflage genehmigt, dass Vattenfall die deutsche Nuon komplett abgibt.
Der schwedische Staatskonzern verkaufte das Nuon-Deutschlandgeschäft im März 2010
an die Enervie-Gruppe mit Sitz in Hagen (Westfalen).


Die im Jahr 2002 noch zur Fa. Borsig gehörende Lagerhaltung, Vormaterialbereitstellung
sowie Transportabteilung etc., wurde ausgegliedert und in eine selbstständige Firma,
der
Sinus
Logistic GmbH Dienstleistungen Berlin integriert.
    
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Babcock Mitarbeiter - Protest Demo in Duesseldorf
Demo-Foto der Belegschaft der "Babcock Borsig AG" in Oberhausen.

BABCOCK
Belogen - Abgeledert - Betrogen - Chaos - Ohne - Chance - Kaputt
(Vorstandschef:  Honorarprof. Dr. Klaus Lederer)

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   Aussterbende Spezies Industriesaurier der Arbeitswelt - Ulrich Orling


Betriebsversammlung - Diskussion mit dem Direktor - Ulrich Orling

Auf der letzten Betriebsversammlung 2002, der Autor dieser Website - Ulrich Orling -
42 Jahre Borsigianer in Berlin-Tegel,
im "Gespräch" mit dem damaligen Direktor der
Borsig GmbH.

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Im September 2016 kriselt es nun leider auch bei der Fa. MAN - die wahrscheinlich
vom "Mutterkonzern (?)" VW-Wolfsburg abhängig ist.

Es wird auch hier von großem "Personalabbau" gesprochen,
300 von derzeit 520 Stellen sollen betroffen sein!

Den hier Beschäftigten drücke ich als
ehemaliger "Borsigianer" kräftig die Daumen!

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Firma A. BORSIG - Beschreibung um 1900
- aus dem Buch "Die Provinz Brandenburg" - Julius Klinkhardt Verlag:

Schon ragt der gewaltige Schornstein der großen Borsigwerke, die seit einem Jahre
sich hier in Tegel erheben, in die Höhe, beständig umschwebt von einer dicken,
schwarzen Rauchwolke, mit welcher die weißlichen Wölkchen der niedrigeren Schlote
zu seinen Füßen sich fortwährend zu vermischen streben.
Aus dem Innern des großartigen Betriebes tönt beständig das Dröhnen der Hämmer,
das Klirren des geschlagenen Metalls, lauter noch als aus der Germania (Germania-Halle)
wie heute die Egells`sche Fabrik, die nun Krupp`scher Besitz ist, heißt.

Die Strecken Waldes, die noch zwischen Berlin und Tegel standen, sind gefällt oder
schon zur Axt verurteilt. Vor dem Eingang des Orts, der mit dem überaus stattlich
dreinschauenden Borsigwerk beginnt, erhebt sich das neue Strafgefängnis ..................


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Die Eisengießerei und Maschinenbauanstalt von
August Borsig
im Jahr 1847 in der Chausseestraße.


BORSIG-Eisengiesserei in Berlin - Chausseestrasse um 1847
"Ansicht der Eisengießerei und Maschinenbau-Anstalt von
A. Borsig"
Aquarell von Carl Eduard Biermann (* 1803; † 1892).

Der Schüler und Mitarbeiter des Königlichen Baumeisters Schinkel,
Johann Heinrich Strack (* 1805; † 1880) wurde von August Borsig
mit dem weiteren Aus- und Umbau seiner Fabriken betraut.
Strack war Vertreter des Berliner Spätklassizismus und zählte neben
Schinkel und Stüler zu den
wichtigsten Berliner Architekten des 19. Jahrhunderts.
Er war ca. 24 Jahre hindurch der Familie Borsig als Architekt verbunden.

Für das Werksgelände an der Chausseestraße entwarf er u. a. den berühmt
gewordenen Uhr- und Wasserturm, der einem achteckigen Turm aus dem
antiken Athen des ersten vorchristlichen Jahrhunderts nachgebaut wurde,
den Turm der Winde mit dem griechischen Windgott Äolus als Wetterfahne.

Der Standort dieses Turms ist in dem Aquarell von Carl Eduard Biermann (* 1803; † 1892)
dargestellt (oben).


Herzlichen Dank an Herrn Dipl.-Ing. Augusto Salvo González
für folgende Informationen:


Auf dem Campus der heutigen Technischen Universität Berlin (am Ernst-Reuter-Platz),
vor dem Gebäude der Fakultät V (Reuleaux-Haus), steht die Ruine der ehemaligen
Arkadenhalle von
"Borsig´s Eisengießerei und Lokomotivbauanstalt",
die 1901 in den Garten der alten, ehemaligen Technischen Hochschule umgesetzt und von
dem Architekten Carl Vohl (* 1853; † 1932) dort als Denkmal wieder aufgestellt wurde.

ehem. Bogenhalle der Borsigwerke in der Chausseestr.  Gewölbe der ehem. Bogenhalle Borsigwerke Chausseestr.
Erbaut wurde diese 1858-60 von Johann Heinrich Strack (* 1805; † 1880) und schloss ursprünglich

Arkadenhalle Werk Oranienburger Tor
das Gelände der Maschinenbau-Anstalt an ihrem ersten Standort

Oranienburger Tor in Berlin
 nahe des Oranienburger Tores zur Chausseestrasse ab.
Das Tor von Carl von Gontard (* 1731; † 1791) erbaut - existiert heute nicht mehr, Ansicht um 1867.

Die Terrakotten (Bildwerke aus gebranntem Ton) wurden von Gustav Blaeser (* 1813; † 1874)
gestaltet, der ein Schüler von Christian Daniel Rauch (* 1777; † 1857) war.



Figuren von Carl von Gontard auf dem Portal Landgut A.Borsig in Gros Behnitz
Diese historischen Figuren auf dem Portal des ehemaligen "Landgut August Borsig",
heute Landgut Stober,
in Groß Behnitz bei Nauen und Ribbeck
 - ca. 40 km westlich von Berlin -
stammen von Carl von Gontard (* 1731; † 1791), der diese auf dem Oranienburger Tor
als Schmuck über den Fußgängerdurchgängen platziert hatte (sh. oben).

Der kunstsinnige
Albert Borsig (* 1829; † 1878) - Sohn von August Borsig - erwarb nach dem Abriss des Tores den
Torschmuck
und setzte sie auf die Ziegelpfeiler des Eingangstores seines gerade erworbenen Gutes in Groß Benitz.

Borsig hat das Anwesen 1866 dem Grafen von Itzenblitz abgekauft und mit Gebäuden eines an italienischer Leichtigkeit
erinnernden Stils erbauen lassen.
Hier schaffte die
Industriellenfamilie Borsig ein Mustergut, wo mit modernster Landmaschinen- und Stalltechnik die
pflanzlichen und tierischen Zutaten zur Versorgung der werkseigenen Kantinen in Berlin hergestellt wurden.

"Brieftauben" überbrachten den Bedarf der Berliner Küche.


    Borsig Bahnhof Groß Behnitz bei Nauen - Fremdbild aus Video 
Ein eigener Bahnanschluss mit Bahnhof - Nähe dem Landgut A. Borsig - sorgte für den Transport nach Berlin.

Der in den 1870er Jahren erbaute Bahnhof mit klassizistischem Empfangsgebäude, Güterschuppen, Wasserturm,
Streckenwärterhaus und Stellwerk.
Der Bahnhof lag an der in den 1860er Jahren geplanten Eisenbahnverbindung von Hannover nach Berlin,
die auf Grund einer Spende der
Familie Borsig (15,5 ha Land und 10.000 Taler) über Groß Behnitz geführt wurde.




Straßenschild Zum Bahnhof Groß Behnitz bei Nauen    Borsig Bahnhof Groß Behnitz bei Nauen
Heute ist der Bahnhof außer Betrieb und verwildert, auf der Gleisstrecke fahren Schnellzüge der
DB.

Neu angebrachte Straßenschilder weisen weiterhin auf diesen Bahnhof,
sogar die Havelbus-Linie 660 - vom Bahnhof Nauen -
hat hier eine Haltestelle "Bahnhof Groß Behnitz" noch in ihrem Fahrplan.





Landgut A. Borsig in Groß Behnitz bei Nauen
Eingangsportal zum restaurierten
"Landgut August Borsig", heute "Landgut Stober",
mit dem Ensemble von Ziegelbauwerken - Logierhaus, Ställe, Brennerei und Kornspeicher -
des historisch landwirtschaftlichen Musterbetriebs, der 1923 eine Größe von ca. 2.700 ha erreichte.


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Das ehemalige Landgut A. Borsig heißt jetzt "Landgut Stober".

Nach mehr als zwei Jahren des Prozessierens ist der Namensstreit um das Landgut in Groß Behnitz jetzt entschieden.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab dem inzwischen 79-jährigen Kläger Manfred von Borsig recht und untersagte
dem Inhaber Michael Stober, den Namen A. Borsig und Borsig weiter zu verwenden.

Der reagierte sofort, hat das Areal am Behnitzer See inzwischen in "Landgut Stober" umbenannt.
Auch der Internetauftritt wurde bereits geändert.

- Zitat aus der Zeitschrift "MAZ" von Dez. 2015 -

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Heute das erste Bio-zertifizierte Hotel in Berlin/Brandenburg.
Website "Landgut Stober - ehem. A. Borsig" hier aufrufen (anklicken)




Landgut A. Borsig am Großen Behnitzer See
Der damalige Gutshof von
"August Borsig", heute das Landgut Stober, liegt idyllisch am Groß Behnitzer See.

Groß Behnitz gehört zu den größten, in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen Landschaftsparks im Havelland.
Der öffentliche, ca. 30 Hektar große, rings um den See begehbare Park, ist der letzte einer eiszeitlichen Seenkette.
Seit 1966 steht er unter Denkmalschutz.



Dorfkirche und Friedhof gegenüber vom Landgut A. Borsig
Gegenüber dem
Landgut A. Borsig steht die Dorfkirche auf dem Friedhof,
hinter der sich die
Grabanlage der Familie Borsig befindet.

Das Grabmal des Firmengründers August Borsig (sh. weiter unten) befindet sich auf dem
"
Dorotheenstädtischen Kirchhof"

- gegenüber dem Borsighaus -
in Berlin-Mitte,
neben den Grabmälern von Christian Daniel Rauch und Friedrich August Stüler.



Grabanlage der Familie Borsig in Groß Behnitz
Das ab 1866 errichtete
Familienbegräbnis der Borsigs, mit den Gräbern des
Albert Borsig (* 1829; † 1878) und des 1909 geadelten Ernst von Borsig (* 1869; † 1933).


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Nachdem in Moabit fast die gesamte Produktion konzentriert war, wurde das Stammwerk 1887
in der Chausseestraße - fünfzig  Jahre nach seiner Gründung - geschlossen und abgerissen.
Verwaltung und Lokomotivbau wurden nach Moabit verlegt.
Aber auch für das Moabiter Werk schlug 1896 die letzte Stunde.

Die Enkel des Firmengründers hatten sich auf der Suche nach einem größeren und schon damals
verkehrstechnisch günstig gelegenen Grundstück - zu Wasser und per Schiene erreichbar -
für eine Übersiedlung nach Tegel entschieden.
Die Architekten Konrad Reimer (* 1853; † 1915) und Friedrich Körte (* 1854; † 1934) entwarfen die
neuen Werksanlagen.

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Die Villa Borsig in Berlin-Reinickendorf (Tegel),
ein neobarockes Schloss aus dem Jahr 1913.
  
Villa Borsig am Tegeler See in Berlin
Am Westufer des Tegeler Sees, der "Halbinsel Reiherwerder", befindet sich die
Villa Borsig (Seitenansicht).

Rund um das Gebäude ließ der Enkel des berühmten Firmengründers August Borsig,
Ernst von Borsig
(* 1869; † 1933)
, einen gepflegten Park, teilweise mit exotischen Pflanzen anlegen.




Borsig Villa in Berlin-Tegel auf der Halbinsel Reiherwerder - Fremdbild von Video
Der neobarocke Schlossbau - hier der Blick vom Park, 1911 bis 1913 nach Plänen der Architekten Alfred Salinger (* 1872; † 1935)
und Eugen Schmohl
(* 1880; † 1926)
erbaut, erinnert mit seinen Stilelementen und seitlichen Arkaden an die Architektur der Gebäude
im Park von Sanssouci in Potsdam.


Nach seinem Tod 1933 war es
bis zum Herbst 1937 der Wohnsitz der Familie Borsig, dann wechselte das Gut mehrmals den Besitzer,
bis die Bundesrepublik Deutschland - nach der Wiedervereinigung 1990 - in der Bundeshauptstadt die Halbinsel erwarb.

Die bestehenden, zum Teil aus der Kaiserzeit stammenden Gebäude wurden renoviert und um vier Neubauten ergänzt.




Borsig Villa am Tegeler See
Der Blick über die "Große Malche" (Tegeler See) zur
Villa Borsig
.

Die Halbinsel
gehört seit Anfang 2006 zusammen mit den benachbarten Gebäuden,
dem Gästehaus des Bundesaußenministers und der Bundesregierung - auf einem 14 Hektar großen,
parkähnlichen Gelände der
Akademie - Auswärtiger Dienst des Auswärtigen Amts,
die der Ausbildung deutscher und ausländischer Diplomaten dient.

Die Gebäude und das Gelände sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Fast gleichzeitig mit der Errichtung der Tegeler Anlagen wurde für das gesamte Unternehmen ein Verwaltungsgebäude,
das so genannte Zentralbüro gebaut, das auf dem Gelände der um 1890 abgerissenen Wohnhäuser der ehemaligen
Lokomotivfabrik in der Chausseestraße 6 (später Nr. 13) entstand.
 

Borsighaus in Berlin-Mitte                   Schmied am Borsighaus
Das Borsighaus in Berlin-Mitte, heute Chausseestraße 13 (vormals Nr. 6).
1899 ebenfalls von den Architekten Reimer und Körte erbaute
ehemalige Verwaltungsgebäude der
Firma August Borsig.

Das Gebäude der ehemaligen Borsig-Hauptverwaltung mit seiner Sandsteinfassade im
Stil der Neorenaissance steht heute noch in der Häuserfront der Chausseestraße und
erinnert eher an eine individuell gestaltete repräsentative Stadtvilla.

An der Straßenfront des Gebäudes, über dem Haupteingang des ehemaligen Zentralbüros,
wurde auf einer Konsole unter einem kupfernen Baldachin, eine lebensgroße Bronzefigur eines
Schmiedes von dem Berliner Bildhauer Gotthold Riegelmann (* 1864; † 1935) angebracht.
Er soll die Bedeutung des Handwerks symbolisieren.
Darunter finden sich die
Initialen A. B.

In dem Gebäude verblieb nach 1937 nur noch die
August Borsig'sche Vermögensverwaltung, wo sie
auch nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende der fünfziger Jahre in Ost-Berlin ihren Sitz hatte.
Darauf übersiedelte sie nach West-Berlin und stellte 1981 endgültig ihre Tätigkeit ein.


Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde das Borsighaus vom Versorgungswerk
der Zahnärztekammer als Anlageobjekt erworben und ab 2000 saniert.


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Direkt gegenüber dem Borsighaus befindet sich,
auf dem "Dorotheenstädtischer Kirchhof",
das Grabmal von
August Borsig.

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Außerdem, auch im Gegenüber - in der Chausseestr. 125 - arbeiteten und wohnten
Bertolt Brecht (von 1953 - 1956) und Helene Weigel (von 1953 - 1971)

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Gemaelde Eisenbahnbruecke Ehrenbreitstein
Eisenbahnbrücke Ehrenbreitstein
 
  Gemaelde Borsig Lokomotiv Montagehalle
Lokomotiv Montagehalle
"Vollendungsarbeiten an einer Lokomotive"
             
Im
Deutschen Technikmuseum Berlin (SDTB) zu sehen:
Zwei Gemälde von Paul Friedrich Meyerheim (* 1842; † 1915) die
August Borsig für sein
schlossähnliches Wohnhaus in Berlin-Moabit anfertigen ließ.

Tradition und Fortschritt im Verkehr bringt der Maler in seinem Gemälde zum Ausdruck.
Die Lokomotive und die Eisenbahnbrücke in Ehrenbreitstein (Koblenz) wurden in den

Borsig-Werken hergestellt.
Während die Postkutsche das traditionelle Verkehrsmittel darstellt, symbolisiert die Eisenbahn
den technischen Fortschritt.

Dieser Text stammt aus dem BORSIG-Video des
Deutschen Technikmuseums Berlin.
Hier befinden sich auch Bestände des
Borsig-Archivs und sämtliche Jahrgänge
der ehemaligen
Borsig-Zeitung.

www.sdtb.de
                                     
Trebbiner Straße 9, in der Nähe U-Bahnstation Möckernbrücke.
Öffnungszeiten:      Dienstag - Freitag  von  09:00 - 17:30 Uhr
Samstag - Sonntag von  10:00 - 18:00 Uhr
Montag  geschlossen.

                
Für seine berühmte Parkanlage in Berlin-Moabit, in der Nähe der Stromstrasse,
holte sich Preußens "Lokomotivkönig"
Borsig den Gartenkünstler P.J. Lenné
als Berater und Gestalter.

Ehemalige Borsig Villa in Berlin-Moabit
Das ebenso bekannte schlossähnliche Wohnhaus, 1843 von dem Architekten Strack
in diesem Park erbaut
, wurde als 
"Borsigsche Etablissement" bezeichnet.

Ein Stück von der Arbeit des Gartenkünstlers, die von König Friedrich Wilhelm IV.
August Borsig geneidet wurde, kann man heute nur noch erahnen.

Im "Essener Park", heute in einem besseren Berliner "Moabiter Hinterhof" -
Essener Str. 2-3 gelegen, sind leider nur noch unscheinbare,
kümmerliche Reste der berühmten Anlage erhalten
.



Bueste Franz Anton Egells
Anton Egells
(* 25.08.1788; 30.07.1854)
  Bueste August Borsig
August Borsig
(* 23.06.1804; 06.07.1854)

August Borsig wurde am 23. Juni 1804 als Handwerkerssohn im schlesischen Breslau geboren.
Bis zu seinem 18. Lebensjahr ging er - seiner Neigung zu handwerklicher Arbeit nachgebend -
bei einem Zimmermann in die Lehre. Er war dann Zimmermann und hatte eine
Baufachschule absolviert.

In Berlin nahm
Borsig 1824 ein Studium am Berliner Gewerbeinstitut auf,
das er jedoch bereits 1825 wieder beenden musste.
Der Direktor für die Ausbildung von Maschinenbau-Ingenieuren,
Peter Christoph Wilhelm Beuth (* 1781; † 1853)

wollte die Segnungen der Anstalt nicht an einem Menschen
verschwenden, der doch nie imstande sein werde, etwas zu leisten.


Trotzdem stellte Franz Anton Egells, der Inhaber der damals bedeutendsten
Berliner Maschinenbauanstalt,
Borsig als Praktikanten ein.

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Der junge
Borsig trat in die Fabrik zunächst als Zeichner ein.
Neben der Eisengießerei betrieb man in der Fabrik auch den Maschinenbau.
Um alle Zweige desselben von Grund auf kennen zu lernen, wurde er ein
schlichter Eisenarbeiter.
So von der Pike auf dienend, machte er alle Grade dieses Gewerbes durch,
bis er sich nach einigen Jahren zum Geschäftsführer emporarbeitete.
Unter seiner Leitung nahm das Egellssche Institut großen Aufschwung, so dass
ihm der Besitzer Vollmacht erteilte und ihn zum Mitdirektor ernannte.

(aus dem Buch: Die Provinz Brandenburg - 1900 - Julius Klinkhardt Verlag)

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Zehn Jahre später, am 22. Juli 1837, gründete
Borsig vor dem Oranienburger Tor
neben dem Egellsschen seinen eigenen Betrieb,
eine Maschinenbauanstalt und Eisengießerei. 1895-98 erfolgte der Umzug nach Tegel.





Borsig Lokomotive Beuth Fabr.-Nr. 24
Die erste, eigenständig entwickelte Konstruktion, eine dreiachsige Dampflokomotive
mit einer Treibachse zwischen zwei Laufachsen, 1841 von August Borsig gebaut.

Sie war ein Jahrzehnt der Prototyp aller schnellen deutschen Lokomotiven
mit nur einer Treibachse.

Die erste Maschine dieser Bauart bekam den Namen Beuth, mit der Fabrik-Nr.:  24.
Hier auch im Deutschen Technikmuseum Berlin (SDTB) zu bestaunen (Rekonstruktion).


Durch Sabotage an dieser Dampflok versuchte sich die Konkurrenz bei der
"Choriner Wettfahrt" (1843) durchzusetzen. Die Manipulation an den Kolben in
den Zylindern wurde jedoch durch einen Mitarbeiter Borsig´s rechtzeitig entdeckt
und die Wettfahrt konnte siegreich gegenüber der englischen Konkurrentin,
ein Stephenson-Modell, beendet werden.

Damit war der Durchbruch zum erfolgreichsten Lokomotivbau in Europa geschafft.

1843 produzierten die
BORSIG-Werke als erstes deutsches Unternehmen Lokomotiven in Serie.

Nur 17 Jahre nach Gründung seines Unternehmens, im Jahr des Jubiläums zum Bau der
500. Lokomotive, verstarb am 6. Juli 1854 der Industriepionier, Geheime Kommerzienrat und
"Preußens Lokomotivkönig"
August Borsig
auf dem Höhepunkt seines Lebenswerkes in Berlin.

Restauriertes Grabmal von August Borsig

Das restaurierte Grabmal von August Borsig, auf dem "Dorotheenstädtischer Kirchhof"
- gegenüber dem Borsighaus -
in Berlin-Mitte,
neben den Grabmälern von Christian Daniel Rauch und Friedrich August Stüler.

Vor der Büste - rechts - kniet ein Genius (Schutzgeist im römischen Altertum),
 der ein Medaillon der Ehefrau Luise Borsig, geb. Praschl (* 1806; † 1887), hält.

Links vor der Büste wurde die Knabenfigur - Borsigs Sohn Albert - wieder aufgestellt.

Siehe auch im Archiv :  Dorotheenstädtischer Kirchhof, oder hier klicken.

Seine Firma entwickelte sich zur größten Lokomotivfabrik des europäischen Kontinents.

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Albert die Leitung des Unternehmens - er verstarb 1878.

Die Söhne von Albert Borsig - Arnold, Conrad und Ernst - führten nach ihrer Volljährigkeit ab
1894 die Borsig-Werke weiter.
Sie begannen mit der Planung eines neuen Werkes und dem Umzug der alten Betriebe am
Oranienburger Tor und Moabit auf ein Gelände in der Nähe des Dorfes Tegel, welches sowohl
auf dem Wasserweg (Borsig-Hafen) als auch per Schiene zu erreichen war.

1898 fand die Einweihung der neuen Werksanlagen der
Fa.  A. Borsig in Berlin-Tegel statt.


Herzlichen Dank an Herrn Deryck J.H. Ferrier M.Sc. aus
Paramaribo/Suriname
(Managing Director, Center for Economic and Social Scientific Studies - CESWO -),

der meine Website im WWW gefunden und die folgenden zwei Fotos von 1942
mir im Januar 2005 zur Verfügung gestellt hat.

Borsig Lok von 1905 in Surinam        Borsig Lok 1905 in der holländischen Kolonie Surinam
Diese alten Fotos zeigen zwei von acht
Borsig-Lokomotiven, welche 1905 in die ehem. holländische
Kolonie Surinam (Holländisch Guyana) geliefert wurden, dort bis 1990 aktiv im Dienst standen und
zum
"Aufbau an der wilden Küste" beigetragen haben - Link auf Fotos anklicken!

Heute die Republik Suriname, Flagge von Surinam das kleinste Land Südamerikas,
das am 25. November 1975 von den Niederlanden unabhängig wurde (Nationalfeiertag).


1914 lag der Exportanteil bei 50 Prozent.
Borsig exportierte nach Russland, Italien,
Holland, Südamerika, innerhalb Europas ohnehin, bis nach Japan und in viele andere Länder.

Die Britische Eisenbahngesellschaft kaufte zehn deutsche Lokomotiven von Borsig.
Bis dahin gab es in Großbritannien, dem Ursprung der industriellen Revolution,
keine ausländischen Lokomotiven.
Kaufgrund: Die Deutschen waren billiger.



Die folgenden 8 Darstellungen sind Fremdfotos.

Borsig Lokomotiv Montage
BORSIG - Lokomotiv Montage

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BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 1
1840 baute
August Borsig die erste deutsche Dampflokomotive,
die "
Borsig 1".


BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 1.000
1858
wurde die 1.000ste Lokomotive ausgeliefert.

1872 war das Unternehmen , das von den Söhnen und Enkeln Borsigs weitergeführt wurde,
in Europa der größte und weltweit der zweitgrößte Lokomotivenlieferant.
 

 BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 5.000
1902
war bereits die 5.000ste Lokomotive gebaut. 
 

BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 8.000
1911
baute man die inzwischen 8.000ste Lokomotive.
  

BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 10.000
1918
wurde die 10.000ste Lokomotive ausgeliefert.
 

BORSIG Lokomotive Fabrik-Nr. 12.000
1925
Übergabe der 12.000sten Lokomotive von Borsig, eine 2 C 1-Schnellzug-Lokomotive.

 

1931  Auslieferung der 14.000sten Lokomotive an die Ägyptische Staatsbahn.

   
Die schnellste Dampflok Deutschlands Museum Nürnberg - Fremdfoto

1935  Die weinrote Lokomotive Baureihe 05 ist eine Maschine der Superlative.

Mit 130 Tonnen ist sie eine der schwersten Dampfloks die es je gab.
Sie erreichte die Rekordgeschwindigkeit von 200,4 km/h bei einem
Schnellfahrtversuch auf der Schnellfahrstrecke Berlin - Hamburg, am 11. Mai 1936.
      

Die schnellste Dampflok Deutschlands steht heute im
DB Museum in Nürnberg.

  Insgesamt entstanden im Hause Borsig 16.352 Lokomotiven.

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Borsig Balancier Dampfmaschine
Die 1850 im Moabiter
Borsig-Werk hergestellte Balancier-Dampfmaschine
zum Antrieb einer Getreidemühle in Spremberg bei Cottbus. Später, im
Borsig-Werk Tegel hinter dem historischen
BORSIG-Tor als Denkmal aufgestellt,
steht sie nun heute auch im Deutschen Technikmuseum Berlin.
Für Vorführungen (ohne Dampf) noch betriebsbereit.

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Die
Maschinenbauanstalt von August Borsig baute aber nicht nur Lokomotiven sondern
ermöglichte u. a. auch die Wasserspiele im Potsdamer Park Sanssouci.

Mit dem Aufstellen einer Dampfmaschine und dem dazugehörigen Pumpwerk,
im von Ludwig Persius erbauten Maschinenhaus/Moschee, einschließlich dem
Rohrleitungssystem für die Wasserspiele hatte
Borsig seinen ersten wichtigen
geschäftlichen Erfolg und darüber hinaus eine ingenieurtechnische Meisterleistung vollbracht.


-  Zum Vergrößern und zur Beschreibung die Fotos anklicken -

Moschee in Potsdam
Potsdam:  Moschee / Maschinenhaus
Fontäne in Sanssouci
Potsdam:  Große Fontäne im Park Sanssouci
                              
Borsig hat auch zahlreiche Eisenkonstruktionen an bedeutenden Bauwerken realisiert, z.B.
die Eisen-Dachkonstruktionen im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel,
                      
Neues Museum auf der Museumsinsel in Berlin
Berlin:   Auf der Museumsinsel - Das Neue Museum
 
                              
die Kuppel der Kapelle im ehemaligen Berliner Stadtschloss und die
Kuppel der St. Nikolaikirche in Potsdam.
                       
Ehemaliges Berliner Stadtschloss
Berlin:    Ehemaliges Berliner Stadtschloss
Nicolai Kirche in Potsdam
Potsdam:   St. Nikolaikirche

                                     
                                       
Luther Bruecke in Moabit.
Die Luther Brücke (1891-92) am Schloss Bellevue in Berlin-Moabit stammt genauso
von der
Fa. Borsig wie ein eisernes Schwimmdock im Hafen von Swinemünde.


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1908 baute das Unternehmen für den alten Berliner Sportpalast im Bezirk Schöneberg
( Eröffnung 1910 / Abriss 1974 )
auch die erste und größte Kunsteisbahn der Welt, mit 10.000 Zuschauerplätzen.

1925 wurde der Sportpalast von Oskar Kaufmann (* 1873; † 1956) umgebaut:
hier liefen Maxi Herber-Ernst Baier auf dem Eis, hier sah man das Sechstagerennen,
hier verkündeten aber auch die Nazis mit Goebbels den Totalen Krieg.......

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Borsig Staubsauger - Saugling - 1920
Werbeplakat um 1924

Auch dieser 3,8 kg schwere Staubsauger "SAUGLING", Modell UNIVERSAL,
wurde ca. 1924 für 140,- Mark von der
Fa. A. Borsig GmbH hergestellt und
als Präzisionsarbeit aus Berlin-Tegel für den privaten Haushalt angeboten.
In nur 20 min versprach man die Reinigung einer 4-Zimmerwohnung.
Hierfür brauchte man bestimmt auch eine schnelle Hausgehilfin.

Wahrscheinlich konnten sich wohl nur gut betuchte Bürger diesen
"Saugling" leisten und nutzen.

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BORSIG Dampf-Pflüge      BORSIG Dampfpflug

Für große landwirtschaftliche Betriebe wurden auch Dampf-Pflüge hergestellt.

Zwischen den Rädern, unter dem Dampfkessel, befand sich eine Seiltrommel.
Mit dem Seil wurde der Pflug von der stehenden Dampfmaschine per Dampfkraft
bis zum Ende der Pflugstrecke über den Acker gezogen.


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Die Leistungen des Unternehmens bei Fabrik-Organisation, Werkzeugmaschinenbau
und Werkstoffentwicklung sowie soziale Absicherung der Beschäftigten,
galt als beispielhaft in Europa.

1848 entstand ein Speise- und Unterrichtsraum und ein Bad mit Schwimmbecken.
Die Kantinen wurden mit Erzeugnissen vom Landgut Borsig in Groß Behnitz beliefert.
Bereits vor 1848 hatte Borsig Sterbe- und Unterstützungskassen eingerichtet.
Im Jahre 1849 entstand noch eine Ausbildungswerkstatt zur Schulung für den Nachwuchs
der Facharbeiter und Werkmeister.

Außerdem entstand in Berlin-Tegel eine Wohnsiedlung Borsigwalde,
(Borsigwalder Weg - Conradstraße - Ernststraße)
für mehr als 5.000 Mitarbeiter.
Der Umzug aus der Stadt in die Werkssiedlungen bedeutete für die Arbeiter eine enorme
Verbesserung der Lebensqualität.

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Borsigwalde ist seit 2012 ein Ortsteil im Berliner Bezirk Reinickendorf,

Wappen vom Ortsteil Borsigwalde in Berlin-Reinickendorf
mit eigenem Wappen.

Zuvor war Borsigwalde eine Ortslage im Ortsteil Wittenau.
                                         

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1926 wird das Unternehmen BORSIG in eine GmbH umgewandelt.

Schon 1930 stand das Unternehmen kurz vor der Liquidierung, konnte aber 1931 durch eine Fusion mit der AEG gerettet werden.

Der gesamte Lokomotivbau der Borsig-Werke in Tegel wurde 1935 in das Hennigsdorfer AEG-Werk bei Berlin verlagert.
(nach der Wiedervereinigung 1990 die Bahnwerke "Bombardier Transportation")

Als Tochtergesellschaft Borsig Lokomotiv-Werke GmbH wurde er bis 1944 dort fortgeführt.
Die AEG hielt einen Anteil von 60 Prozent an dieser Gesellschaft, die Borsig OHG war mit 40 Prozent beteiligt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bis 1954 noch ein paar wenige Dampflokomotiven gebaut.

Zwischenzeitlich war am 1. März 1932 die Borsig-Betriebs-Gesellschaft mbH gegründet worden.
Aus der Vergleichsmasse der ehemaligen A. Borsig GmbH war diese Neugründung als Auffanggesellschaft entstanden.

Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gab das Signal, das Werk Borsig dem NS-Regime für die
Kriegsproduktion zu unterstellen.

Im April 1933 wurde ein Übernahme-Vertrag mit der Fa. Rheinmetall unterschrieben.
Das neue Unternehmen firmierte als Tochtergesellschaft von Rheinmetall zunächst unter A. Borsig Maschinenbau AG.

Im Dez. 1935 wurde die Umwandlung der Gesellschaft mit der Firmenbezeichnung Rheinmetall-Borsig AG beschlossen.

Im Juli 1938 erfolgte die Überführung der Aktienmehrheit der Gesellschaft auf die
Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten >Hermann Göring<.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 brachte Rheinmetall-Borsig zum ausgewiesenen Rüstungsbetrieb.
Im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben der Schwerindustrie, die während des Zweiten Weltkrieges nahezu
ausschließlich für die Rüstungsindustrie produziert hatten, war aber ein Teil der ehemaligen Rheinmetall-Borsig AG
nach wie vor Maschinenbaufabrik geblieben und hatte auch nichtmilitärische Produkte hergestellt.

Unter anderen hat ein schwerer amerikanischer Bombenangriff vom 18. März 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges
verheerenden Schaden angerichtet, so dass die Borsig Betriebsstätten zu 80 Prozent zerstört waren.
In den ersten Nachkriegswochen folgten mehrere Werks-Demontagen durch die Sowjetische Besatzungsmacht,
wobei vorhandene Werkzeugmaschinen und sonstige technische Einrichtungen als Kriegsbeute abtransportiert wurden.
Auch das gesamte Zeichnungsarchiv wurde mitgenommen.

Ab Juli 1945 beteiligten sich ehemalige Arbeiter und Angestellte an umfangreichen Aufräum- und Aufbauarbeiten,
die freiwillig und meistens ohne Bezahlung ausgeführt wurden.
Im August 1945 arbeiteten bereits wieder ca. 1.500 Menschen bei der Firma Borsig, welche als Reparaturbetrieb
unter dem Namen Städtisches Werk Tegel GmbH geführt wurde.

Am 27. Februar 1946 wurde auf Befehl der Französischen Besatzungsmacht eine neue Gesellschaft mit dem Namen
Borsig Maschinenbau GmbH gegründet, die aber nicht zur Eintragung kam.
Im August 1946 zog die Französische Militärregierung ihren Antrag zurück und das Werk wurde wieder unter der alten
Firmenbezeichnung Rheinmetall-Borsig AG, Werk Borsig fortgeführt.

Am 11. Nov. 1946 wurde das Tegeler Firmengelände von der französischen Militärpolizei besetzt.
Im April 1947 begannen die Franzosen mit ersten Entlassungen - von ehemals 3.600 Menschen bis
auf ca. 400 Arbeiter war die Borsig-Belegschaft nun arbeitslos geworden.
Ab 1. Juli 1947 blieb die Firma Borsig vorerst stillgelegt.
Eine erneute Demontage der Borsig-Werke erfolgte diesmal durch die Französische Besatzungsmacht.

Die arbeitslose Borsig-Belegschaft gründete am 24. Juli 1947 eine Genossenschaft unter dem Namen
"Alte Tegeler Maschinen-, Kessel- und Apparatebauer eGmbH"
und mietete sich auf dem Gelände der Siemens-Kabelwerke in Gartenfeld ein.

Ende 1949 waren die Produktionsstätten in Tegel noch funktionsfähig, die demontierten Maschinen
und Werkzeuge standen zum Teil verpackt aber wieder einsatzbereit noch in Berlin, die ehemalige
Borsig-Belegschaft wartete auf einen Neustart in den Tegeler Werken.

113 Jahre nach Gründung der Firma Borsig hatte das Tegeler Werk, jetzt endgültig von der
Demontagegefahr befreit, seine Tätigkeit im Sinne der alten Borsig-Tradition wieder aufgenommen.
Im April 1950 konnte Borsig mit einer Belegschaft von 700 Arbeitern und Angestellten die
Produktion unter dem neuen Firmennamen Borsig AG in Berlin-Tegel Westsektor und
Zweigniederlassung West in Gladbeck/Westfalen wieder aufnehmen.

Im Jahre 1954 stellte die vom Zweiten Weltkrieg arg gebeutelte Firma dann den Lokomotivbau ein.
Insgesamt entstanden im Hause Borsig 16.352 Lokomotiven.
Diese Zahlen berücksichtigen die 40 nach dem Zweiten Weltkrieg in Hennigsdorf gebauten
Dampflokomotiven, für die man die Borsig-Fabriknummernzählung weiterführte.
Die letzte im Krieg vergebene Fabriknummer war die 16.312.

Die Belegschaft wuchs zu dieser Zeit enorm, 1955 standen schon wieder 4.000 Mitarbeiter
in Lohn und Brot (1960 ca. 6.000 Beschäftigte).

1956 wechselte wieder mal der Eigentümer, die AG für Berg und Hüttenwesen, später
Salzgitter AG - Eigentum des Bundes, wurde der neue Besitzer.

1966 kamen aufgrund des DDR-Mauerbaus am 13. Aug. 1961 und der konjunkturellen Einbrüche
Mitte der 60er Jahre die Borsig-Werke erneut in arge Schwierigkeiten.
Die Staatshaushaltsprobleme, die unter anderem zum Rücktritt von Bundeskanzler Ludwig Erhard
führten, brachten staatseigene unrentable Betriebe auf den Prüfstand.

Für den Berliner Arbeitsmarkt war auch damals schon das Überleben von Borsig in Tegel, als einen
der größten Arbeitgeber im Westteil der Stadt, von besonderer Bedeutung.

Also wurde das Tegeler Werk privatisiert - 1967 wurde die Borsig AG in eine GmbH umgewandelt
und ging in den Besitz der neu gegründeten bundeseigenen Deutschen Industrieanlagen GmbH
(DIAG) über, die 1968 mit der Teilprivatisierung von Borsig begann.

Das Rohr- und Walzwerk in Tegel wurde inklusive Grundstück an die Thyssen-Gruppe verkauft.

Im Okt. 1970 wurde die "Deutsche Babcock-Wilcox AG" in Oberhausen,
die spätere "Deutsche Babcock AG" - dann "Babcock-Borsig AG" neuer Eigentümer der Borsig GmbH.

Aufgrund der Insolvenz vom 4. Juli 2002 des "Mutterkonzerns" Babcock-Borsig AG in Oberhausen musste
unter anderen auch die "Tochtergesellschaft" Borsig GmbH in Berlin-Tegel Folgeinsolvenz anmelden.

Am 15. September 2002 das "Aus" für die "alte" Borsig GmbH.

Ab 16. September 2002 Fortführung (Neugründung) der
Borsig Industrieholding GmbH in Berlin-Tegel
inklusive der Betriebsstätte in Gladbeck als unabhängiges Unternehmen mit stark reduzierter Produktpalette und
nur noch ca. 260 Beschäftigte als Gesamtbelegschaft.


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Hinweis zur "Firma VEB Bergmann-Borsig":       

Ehemaliger Werkseingang Bergmann-Borsig
Der ehemalige Werkseingang vom VEB Bergmann-Borsig nach dem Mauerfall.

Die ehemalige Fabrik für Turbinenbau bzw. der Betrieb für
Kraftwerksanlagenbau
in (Ost-)Berlin-Pankow (Wilhelmsruh),
hatte nichts mit dem Firmengründer August Borsig und auch nichts mit dem Bergbau zu tun.

Zu DDR Zeiten war es wahrscheinlich das best bewachte Werksgelände in Europa.
Das Fabrikgelände hat in etwa die Form eines Dreiecks, wobei zwei lange Schenkel die direkte
Grenze zu (West-)Berlin, dem Stadtteil Reinickendorf (Wittenau) bildeten.

Neben den Facharbeitern und Angestellten des Werkes waren auch viel Polizei und NVA-Soldaten
als Bewachungsorgane und Fluchtverhinderer der DDR für dieses Fabrikgelände im Einsatz.

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Bei drei Mitarbeitern des Werkes nutzte die totale Bewachung aber nichts, sie gruben zu Pfingsten 1962 einen Fluchttunnel von
der Werksmauer
aus der Halle 10 des Fabrikgeländes des VEB Bergmann-Borsig zum S-Bahndamm - Richtung Oranienburg.

Der Fluchttunnel wurde erst am 12. Juni 1962 von den Organen der DDR entdeckt und zerstört.

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- 1907 von dem Firmengründer Sigmund Bergmann als Firma Bergmann AG
auf einem 76.000 m² großen Gelände in dem Ort Wilhelmsruh gegründet -

am 20. März 1991, nach der Wiedervereinigung Deutschlands, als ABB Bergmann-Borsig GmbH
(
von ABB übernommen)
- dann, nach der Übernahme von Alstom - Alstom Power Service GmbH.


Im Zweiten Weltkrieg wie viele Firmen schwer zerstört, begann im Sommer 1945, nach umfangreichen
Demontagen, die dortige Belegschaft ebenfalls mit selbsttätigen Aufräum- und Aufbauarbeiten.

Die entscheidende Wende für die Bergmann Werke folgte 1948.

Die Stilllegung der Borsigwerke in Tegel, die Demontagedrohung durch die Französische Besatzungsmacht
und die Blockade der drei West-Sektoren Berlins durch die Sowjetische Besatzungsmacht gaben dem
bis dahin unscheinbaren Nachkriegsbetrieb der Bergmann Werke im sowjetischen Sektor auf einmal
starken Auftrieb.

Durch die Betriebsstilllegung der Borsigwerke im West-Sektor galt es nun im Ost-Sektor Berlins,
diesen Ausfall in kürzester Zeit wettzumachen und als Energieversorgungsbetrieb ebensoviel
Kapazität wie Borsig auszubauen.
Das Werk wurde unter großem Einsatz auf- und ausgebaut. Die Belegschaft wuchs von ehemals
450 auf 1.500 Mitarbeiter an. Auch von der ehemaligen Borsig-Belegschaft arbeiteten einige bei
"Bergmann" und konnten so ihre Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden.
Allerdings wechselte nicht die gesamte Tegeler Borsig-Belegschaft nach Wilhelmsruh, wie es sich
der "Volks Eigene Betrieb" (VEB) Bergmann erhofft hatte.
Die Namensgebung "Bergmann-Borsig" stand also eher programmatisch für das Kräftemessen
zwischen dem sowjetischen und westalliierten Berlin.
Sie sollte die Stärke und den Triumph der Ost-Berliner Wirtschaft symbolisieren.

In West-Berlin wurde der Fehdehandschuh aufgegriffen und kräftig gegen die Konkurrenz
polemisiert.
Auf einer öffentlichen Versammlung im West-Berliner Bezirk Reinickendorf, am 23. Nov. 1949,
verkündete der damalige SPD-Vorsitzende Franz Neumann:

"Borsig-Tegel wird früher funktionieren als das russische Plagiat (Diebstahl geistigen Eigentums)
in Wilhelmsruh und es wird noch existieren, wenn von Bergmann-Borsig niemand mehr spricht."

Anmerkung:

Er hat nicht ganz Recht behalten, denn der Name Borsig GmbH in Berlin-Tegel war vielen nach
der Wiedervereinigung nicht so geläufig als der von Bergmann-Borsig in Berlin-Wilhelmsruh.
Jedoch hat tatsächlich ein kleiner Torso der ehemaligen Borsig-Werke in Tegel bisher überlebt.

Die Firma (VEB) Bergmann-Borsig existiert heute leider nicht mehr, es wurden dort bis zu
3.500 Beschäftigte entlassen.

Auf dem Gelände des ehemaligen VEB Bergmann-Borsig besteht heute die
Alstom Power Service GmbH
mit ca. 320 Beschäftigten und es
entstand ein
Gewerbegebiet
mit einer Gesamtfläche von 280.000 qm, der
PankowPark
.

Hier sind mehr als 80 Unternehmen angesiedelt, aber auch Künstlerateliers,
Kleingewerbe und Kulturstätten sowie Ausbildungsbetriebe wie die BaFu Nord GmbH.
Die Mitarbeiterzahl liegt insgesamt bei 1800. Dabei ist das wichtigste Unternehmen eine
Fabrik zur Herstellung von Schienenfahrzeugen, die 1995 durch Adtranz neu gebaut
worden war und heute zum Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail gehört.


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Teilweise verwendete Literatur:  Ulrike Wahlich,  Die Borsig-Werke in Tegel.
Heimatmuseum Reinickendorf  -  Jaron Verlag  -  ISBN 3-932202-55-4

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Die ehemalige Produktpalette vor der "Zerschlagung" der
                                 "alten" BORSIG Werke
im Maschinen-, Kessel- , Apparate- und Modellbau,
der Stahlgießerei und Schmiede:


            Dampf- und Kühlmaschinenanlagen, Dampfpumpen
            Schmiedepressen (12.000 t), Manipulatoren
            Bearbeitung von Kurbelwellen für Schiffsdieselmotore (45 t)
            Bau von Höchstdruckkesseln, Kraftwerkbau                        
            Dampf-Turbinenbau, Schiffsdieselmotorenbau
            Absorptions-Großkälteanlagen            
            Kolben-Kompressoren / Kälte-Verdichter / Erdgas-Verdichter            
            Turbo-Verdichter, Kälteanlagen
            Kugelhähne für Erdöl- und Erdgasleitungen
            Getriebe-Turboverdichter,   u.v.m.

In den vergangenen Jahren wurde diese
Produktpalette stark reduziert,
da u. a. bei dem "Mutterkonzern Babcock AG" in Oberhausen gleiche
Fertigungsstätten (Konkurrenz) vorhanden waren und die damalige
 
"Insel West-Berlin" im "Westen" nicht unbedingt beliebt, bzw. logistisch
etwas schwer zu erreichen war
!
Solange es vom Staat Geld gab, ist man geblieben, nach Einstellung
der Zahlungen von "Berlinzulage" bzw. "Berlinhilfe" verließen die
 "netten Tierchen das sinkende Schiff".


Eingestellt wurde die Fertigung in der Stahlgießerei, dem Modellbau,
der
Schmiede sowie dem Kesselbau.

             **************************************************************

Der
Maschinenbau wurde an den MAN-GHH Konzern verkauft.
Diese Produktionsstätten der heutigen - seit 2010 -
MAN Diesel und Turbo SE
in Berlin befinden sich noch auf dem Gelände und in den Hallen der
alten BORSIG Werke in Tegel.

Aus nachvollziehbaren Gründen wurde der Name
BORSIG im Juli 2002
aus dem ehemaligen Logo der alten
MAN Turbomaschinen AG GHH BORSIG
entfernt.
                              
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             **************************************************************

Die
Borsig-Kugelhahnproduktion für Hochdruck-Pipelines (bis 56 Zoll)
                
                      BORSIG/Schuck-Armaturen - Kugelhahn                    56 Zoll Kugelhahn      
 wurde 1996 an die
Fa. Schuck-Armaturen GmbH in Steinheim verkauft.
                                            
                             
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             **************************************************************

Wenn der alte August Borsig das wüsste, heute die Reste seines
Lebenswerkes sehen könnte, er würde sich im Grabe umdrehen !


Übrig geblieben
in Berlin-Tegel ist nur die Fertigung von Apparaten
für die chemische und petrochemische Industrie:

Abhitzekessel, Spaltgaskühler, Kratzkühler
und Spezialapparate,
sowie international tätige Dienstleistung im Bereich Industrieservice.

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Der Schriftzug Borsig befindet sich noch im Logo der ehemaligen
- Deutschen Babcock AG -, die mit dem alten Firmengründer
eigentlich nichts zu tun hatte !


Zitat aus dem Mitarbeiterbrief der
Deutschen Babcock AG in Oberhausen (NRW),

(Mutter-Konzern der BORSIG GmbH in Berlin-Tegel)
vom 22. März 1999, des Herrn Prof. Dr.-Ing Klaus G. Lederer.

Zitatanfang:


Auch unser Vorschlag, unser Unternehmen
Deutsche Babcock Aktiengesellschaft
in
Babcock
BORSIG Aktiengesellschaft
umzubenennen
,
wurde mit breiter Mehrheit angenommen.
Wir haben diesen Namen gewählt,
weil er die
Wurzeln des Unternehmens deutlich macht,
den Wandel im Konzern dokumentiert und unsere dann
unverwechselbare Eigenständigkeit
auf den internationalen Märkten
unterstreicht.

Zitatende

Nicht von
August Borsig - der geschickte, aber miese "Schach-Zug"
des Herrn Prof. Dr.-Ing Klaus G. Lederer und der BABCOCK AG.

Damit dann auch fast das ENDE der Traditionsfirma BORSIG ?!

- Oh weh, oh weh -


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Zur Website:
Verlorener Kampf um unsere Arbeitsplätze bei der
alten BORSIG GmbH in Berlin-Tegel

       
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Berichte über die Babcock und BORSIG Misere:
Aus Tageszeitungen von Februar 2002 bis   ENDE 2003,
hier anklicken.

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Anfang März 2008 verkaufte die Beteiligungsgesellschaft "capiton AG"
für 350 Mio. Euro
BORSIG an den
malaysischen Energiedienstleister KNM mit Sitz in Kuala Lumpur.


Das Unternehmen ist internationaler Marktführer für Entwicklung und Herstellung von Apparaten
zur Kühlung von Gasen im Bereich der chemischen und petrochemischen Industrie.

 
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