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Neueröffnung, nach der Restaurierung, im September 2000

Schloss Königs Wusterhausen
im südöstlichen Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald gelegen,
 war
- mit Ausnahme der Residenz Potsdam -
wie kein anderer Ort mit der Persönlichkeit
König Friedrich Wilhelm I. (* 1688; 1740) verbunden.

Hier bereitete er sich seit seinem zehnten Lebensjahr auf seine künftige Regierungszeit vor,
entwickelte eigene Vorstellungen von einer gut organisierten, auf Sparsamkeit
bedachten Landesverwaltung und begann mit dem Aufbau einer respektablen Armee.


König Friedrich I. (ab 1701 - davor, ab 1688 Kurfürst Friedrich III.) stirbt 1713.

Sein Sohn Friedrich Wilhelm, der später so genannte Soldatenkönig übernimmt als
König Friedrich Wilhelm I. die Regierung (bis 1740).


Der Soldatenkönig (von 1713 bis 1740)
gründete hier seine
Leibgarde,
die "Langen Kerls".

Seine Offiziere nannte er "Meine Herren Brüder und Söhne".
Er trug stets die Uniform, die für die ganze Armee gleich war.
Er war korrekt, sparsam und brutal.


Er prägte den Wahlspruch von Brandenburg-Preußen:

"NEC  SOLI  CEDIT"
- Selbst der Sonne weicht er nicht -
der preußische Adler.


Brandenburger Adler

An vielen Turmgesimsen, Kuppeldächern, an Säulen, auch
auf den Emporen der Kirchen, überall waren militärische
Symbole angebracht:
Fahnen, Standarten, Trophäen, Helme, Adler und
mehrmals auch sein so geliebter Wahlspruch.





Schloß Koenigs Wusterhausen
Schloss Königs Wusterhausen (erbaut im 16. Jahrhundert) ist wohl das
preußischste aller Schlösser in Brandenburg.
Es atmet den Geist des so genannten Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.

Nach der Thronbesteigung 1713, war es oft für Monate,
Wohn- u. Jagdsitz von Friedrich Wilhelm I.

Kronprinz Friedrich, später König Friedrich II. (der Große - Der Alte Fritz),
sowie seine Geschwister, verlebten in diesem Hause einen Teil ihrer Kindheit.
Es war die "Zuchtanstalt" des königlichen Nachfolgers, des Kronprinzen Friedrich,
der 1712 im Berliner Stadtschloss geboren wurde.
Er hasste die Soldatenuniform - das Leichentuch - wie er es einmal nannte und wird
es dann doch ein Leben lang tragen.




Koenigs Wusterhausen
Der König nutzte das Anwesen als Regierungssitz, Ausgangspunkt für königliche
Jagdvergnügen und als Treffpunkt des legendären
Tabakskollegiums.
Im Obergeschoß befindet sich das legendäre Tabakzimmer.

Hier fand in schlichter, oft derber Atmosphäre das Tabakskollegium
statt und wurden wichtige politische Angelegenheiten entschieden.




Schlossanlage - Königs Wusterhausen
    Kupfer-Plastik der Schlossanlage Königs Wusterhausen.




Evangelische Kreuzkirche in Königs Wusterhausen
Die evangelische Kreuzkirche von Königs Wusterhausen.




Die Orgel
Die Orgel der Kreuzkirche.
Auch hier an der Decke, der preußische Adler.


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Die Organisatoren der Schlosswiedereröffnung haben sich große
Mühe gegeben und zu diesem Anlass in Königs Wusterhausen
eine Menge auf die Beine gestellt.

Das Fest war wirklich gut gelungen !

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Junge Königs Wusterhausener                              Bürger von Königs Wusterhausen
So könnte die Kleidung des Kronprinzen und der Bediensteten
damals ausgesehen haben. Sie lässt auch die Hofkultur erahnen.




Schönes und Schlechtes - immer dicht beisammen
Die hübsche Kleidung wurde von den Damen und Herren gut vorgeführt.
Aber nicht nur schön war diese Zeit, damals ging  der Henker noch um.




Damen im Hofstaat und der Sensemann               Der Sensemann
Neben der Pracht des Hofstaates war zu dieser Zeit der Tod nicht weit.
Krankheiten und Seuchen, die wir heute nicht mehr kennen, sind erst
später, durch die Einführung von Hygienemaßnahmen, z.B.
Frisch- und Abwasseranlagen sowie größeren Markthallen, bekämpft  worden.




Clown - Stimmungskanone bei der Schloßwiedereröffnung                         Stimmungskanone
Dieser zeitgenössische Clown sorgte bei Jung und Alt für Freude und Lachfalten.
Sehr musikalisch und mit durchdringender Stimme bot er seine Späße dar !





Bahnhof von Koenigs Wusterhausen
S- und Regional Bahnhof der Stadt Königs Wusterhausen.



Königs Wusterhausen ist aber auch die Geburtsstätte des Deutschen Rundfunks.
Am 22. Dezember 1920 wurde hier, von der Hauptfunkstelle der Deutschen Reichspost,
die erste Rundfunksendung Deutschlands, ein Weihnachtskonzert, ausgestrahlt.

Auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen
Sender- u. Funktechnikmuseum auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen.
Ehemalige Funkübertragungsstelle Königs Wusterhausen.
Öffnungszeiten:  Di. und Do., Sa. und So. von 13:00 bis 17:00 Uhr

 1911  Erste Funkversuche eines Luftschiffer- und Telegrafenbatallions auf dem Windmühlenberg.
 1916  Inbetriebnahme der kaiserlichen Heeres-Zentralfunkstelle (heute Museumshaus).               
1926  Beginn der Ausstrahlung des Gemeinschaftsprogramms der Reichsrundfunkgesellschaft.  
Der neue Sender erhält den Namen "Deutschlandsender".

Nach Kriegsende von 1945 bis 1989 eine der wichtigsten
DDR-Rundfunk- und kommerziellen Sendestellen.

Die Parabolspiegelantenne rechts im Bild, mit einem Durchmesser von 2,70 m,
diente zur Erforschung neuer Frequenzbereiche, sowie des
Streckendämpfungsverhaltens oberhalb 18 GHz in der von der ehemaligen
DDR betriebenen Satellitenübertragungsstelle Neu Golm bei Fürstenwalde.


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Beschreibung
teilweise aus dem Programm zum Stadtfest,
der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen.

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