Am Grünen Gitter u. Friedenskirche pfeil1.gif (1042 Byte)
Obeliskportal u. Neptungrotte pfeil1.gif (1042 Byte)
Figurenrondell - Statuen
pfeil1.gif (1042 Byte)
Schloss "Sans, Souci." pfeil1.gif (1042 Byte)
Gruft Friedrichs II. pfeil1.gif (1042 Byte)
Große Fontäne pfeil1.gif (1042 Byte)
Bildergalerie pfeil1.gif (1042 Byte)
Ruinenberg pfeil1.gif (1042 Byte)
Krongut Bornstedt pfeil1.gif (1042 Byte)
Chinesische Teehaus pfeil1.gif (1042 Byte)
Modellfort Wilhelms II. pfeil1.gif (1042 Byte)
Freundschafts- u. Antikentempel pfeil1.gif (1042 Byte)
Frame_Startseite.jpg (1763 Byte)
für Quereinsteiger
    
  Friedrich II.                  Friedrich Wilhelm IV.
 pfeil.gif (272 Byte)Triumphtor u. Winzerhaus
pfeil.gif (272 Byte) Neue Kammern u. Mühle
pfeil.gif (272 Byte) Sichtachsen des Parks
pfeil.gif (272 Byte) Sizilianischer Garten
pfeil.gif (272 Byte) Orangerieschloss
pfeil.gif (272 Byte) Thetisgrotte
 
pfeil.gif (272 Byte) Paradiesgarten
pfeil.gif (272 Byte) Römische Bäder
pfeil.gif (272 Byte) Schloss Charlottenhof
pfeil.gif (272 Byte) Neues Palais u. Communs
pfeil.gif (272 Byte) Belvedere u. Königlicher Weinberg
pfeil.gif (272 Byte) Skurrile Bäume im Park von Sanssouci
Die Parkanlagen von Sanssouci in Potsdam
geprägt von Friedrich II.
(* 1712; 1786) und Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861)

Die historische Parkanlage mit einer Fläche von etwa 300 ha und fast
70 Kilometer Wegelänge ist die größte in der Mark Brandenburg.

Die Ost-West-Ausdehnung beträgt ca. zwei Kilometer.

Der Park ist ein bedeutendes Denkmal, bestehend aus Schlossbauten, Architekturen, Wasserspielen und
Gärten verschiedener Epochen.
Begonnen im 18. Jahrhundert, wurden die Gestaltungen bis zum Ende der deutschen Monarchie 1918 fortgesetzt.

Von der UNESCO 1990 zum Weltkulturerbe erklärte
Parklandschaft Sanssouci in Potsdam.

Plan vom Park Sanssouci
Übersicht-Tafel als Foto aus der Parkanlage Sanssouci.
Links der Park-Hauptallee (Communs), der westlichste und
rechts (Obeliskportal), der östlichste Punkt des Parks.


Fotos der aufgeführten historischen Gebäude hier anwählbar.
Weitere Fotos siehe unten !

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Erreichbar vom DB-Hauptbahnhof Potsdam

mit dem Bus 695 bis zu den Haltestellen
Schloss Sanssouci, Orangerie, Drachenhaus, Campus Universität Potsdam (Communs) und Neues Palais,

bzw. mit dem
Bus 605 bis zu den Haltestellen
Luisenplatz-Süd, Schloss Charlottenhof, Neues Palais, Campus Universität Potsdam (
Communs)

oder
mit der Straßenbahnlinie
Tram 91 bzw. 94
bis Haltestelle Luisenplatz (ca.200 m bis zum Eingang des Parks) bzw. bis
zur Haltestelle Schloss Charlottenhof (ca. 50 m bis zum Eingang des Parks).


 
Schloss Sanssouci in Potsdam.
Ansicht durch den Park von Süden über den westlichen Stichgraben zur Großen Fontäne,
Weinbergterrassen
und Schloss "Sans, Souci." - dem Sommerschloss Friedrichs II.


*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:
                                                                                                                             

Die Parkanlagen von Sanssouci werden mit vollem Rechte von allen Besuchern, einheimischen und fremden, als großartige bezeichnet.
Sie erhielten ihre Gestalt vor allem durch den großen preußischen Gartenarchitekten Peter Josef Lenné (* 1789; † 1866),
 seine Grabstelle befindet sich auf dem Bornstedter Kirchhof.

Natur, Kunst und Historie bieten hier in kaleidoskopartiger Zusammensetzung ein Ganzes, dass in seiner harmonischen Gesamtwirkung
jeden Besucher wohltuend berührt und voll befriedigt scheiden lässt.
Bedauernswert sind nur alle diejenigen, welche es versuchen, die Sehenswürdigkeiten Potsdams in ein oder zwei Tagen
in Augenschein zu nehmen und die dann für Sanssouci nur ebensoviel Stunden übrig haben.

Sanssouci will nicht nur besichtigt, es will studiert sein; nur so gelangt man zu
einer rechten Beurteilung und wahren Würdigung seines Wertes.

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Nach dem Tod seines Vaters
Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740) und seinem Regierungsantritt im Jahr 1740,
hatte Friedrich II. (* 1712; 1786) Rheinsberg verlassen und wohnte u. a. auch im Schloss Charlottenburg,
vor den Toren der preußischen Residenzstadt Berlin.

Auf dem Höhenzug im Nordwesten der Stadt Potsdam 1744 angelegten Terrassengarten
wollte Friedrich II. zunächst nur Wein, Pflaumen und Feigen züchten.
Die Aussicht gefiel dem König schließlich so sehr, dass er sich ein
"sorgenfreies Lustschloss" auf der oberen Terrasse bauen ließ - sein "Sans, Souci."

       
Diesem Schritt ging die innerliche Loslösung des Königs von Rheinsberg,
seinem kronprinzlichen märkischen Arkadien (griech. Landschaft) voraus.
Er schenkte es 1744 seinem Bruder Heinrich (* 1726; 1802),
denn als Sommerresidenz wäre es zu weit nach Potsdam entfernt gewesen.

(siehe auch im Archiv :  Rheinsberg bei Neuruppin oder hier anklicken)

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*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                                                                        

Und nun, lieber Leser, sollte Dir Gott die Gunst erweisen und Dich nach Potsdam schicken,
so versäume beim Besuch des Parks von Sanssouci nicht,
Dein Augenmerk auch auf die einzelnen Wasserkünste zu richten;
nur dann wirst Du diese großartige Schöpfung voll und ganz zu würdigen wissen.

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Über 270 Jahre alte Bildhauerkunst mit ca. 1.000 Skulpturen und Plastiken
aus Marmor, Sandstein oder Bronze der damaligen Meister
schmücken die Parkanlagen und Schlösser
.

Diese Kunstwerke bilden den größten im Freien befindlichen Marmorbestand,
der den klimatischen Verhältnissen nördlich der Alpen ausgesetzt ist.

Um sie vor Verwitterungen zu schützen, werden sie seit dem Tod Friedrichs II.
in den Wintermonaten mit hölzernen Kisten verkleidet.




Große Fontäne mit Blick zum Neuen Palais.

Die Skulpturen an der Großen Fontäne - das "Französische Figurenrondell",
zählen mit zu den künstlerischen Höhepunkten im Park Sanssouci.

1752 wurden die kostbaren Geschenke des französischen Königs Ludwig XV. (* 1710; † 1774)
im Auftrag von Friedrich II. hier aufgestellt:

       
Venus und Merkur von Jean Baptiste Pigalle (* 1714; † 1785) sowie
zwei Jagdgruppen von Lambert Sigisbert Adam
(* 1700; † 1759),
"Le retour de la chasse" (Die Rückkehr von der Jagd) - Element Luft
und "La peche dans la mer" (Das Fischen im Meer) - Element Wasser.

Das Rondell wurde bis 1760 mit sechs weiteren Götterstatuen und Allegorien (Sinnbilder)
und mit
"Feuer" und "Erde" von Francois Gaspard Adam
(* 1710; † 1761) vervollständigt.

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Die Parkanlage Sanssouci ist durch zwei Wegeachsen geprägt, die sich unterhalb des
Schlosses im Gartenparterre an der Hauptfontäne, dem Französischen Figurenrondell, kreuzen.
Die Hauptachse führt vom Obeliskportal (Ost) bis zum Neuen Palais (West),
die wichtigste Kreuzungsachse - der Weg "Am Grünen Gitter" - von den zwei Sphingen (Süd)
bis hoch zum Schloss (Nord).

Griechisch / römische Namen von 8 olympischen Götterskulpturen am
Standort der Hauptfontäne - Figurenrondell - und die 4 Grundelemente
-  hier anklicken und Fotos anzeigen lassen -
Figurenrondell - Anordnung der Statuen - Sanssouci.


Die "Achse der Erkenntnis" - von den zwei weiblichen Sphingen bis über das Schloss, hin zum Ruinenberg -
definiert Friedrich II. sein preußisches Arkadien als das beste aller Welten, wo sich der
"Philosoph von Sanssouci" mit seinen Freunden den Künsten und Wissenschaften widmete (Tafelrunde).

Die "Achse der Macht" - vom Obeliskportal bis über das Neue Palais, hin zum Triumphbogen - repräsentiert
hingegen seinen Ruhm und Anspruch als europäischer Monarch, der sich über die Dynastien der
Hohenzollern und Oranier, der römischen Kaiser und des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. auswies.

Friedrich II. nutzte bekannte mythologische Repräsentationsformen zur Gestaltung seines Parks und Aufstellung von
Skulpturen sowie Plastiken entlang der Wege, aber auch geheimnisvolle allegorische Anspielungen und sinnbildliche Hinweise.

Er gehörte den "Rosenkreuzern" an (ähnlich den Freimaurern), sein Freund und späterer "Feind",
der Philosoph und Schriftsteller Voltaire (1694; † 1778) war der Freimaurerbewegung zugetan.



Blick in der Hauptallee von Sanssouci zum Neuen Palais.
In der Hauptallee Park Sanssouci - Sichtachse zum Neuen Palais.

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Die vier Brunnenwände mit zentraler Musenstatue am Französischen Figurenrondell
sind 1848 wirkungsvoll vor dunklen Baumgruppen aufgestellt worden.

Jede dieser Brunnenwände hat eine Musenstatue, normalerweise zwei Vasen (oder in Restauration)
und eine etwas überdimensionierte marmorne Badewanne
(Bagnerole).

Wannenbad - Urania - in Sanssouci.     Wannenbad - Klio - in Sanssouci.
Auf der Westseite am Rand des Hauptweges - Richtung Neues Palais -

Urania     Klio       
steht links
Urania (südlich) und rechts Klio
(nördlich).

Urania ist die Muse der Astronomie, ihre Attribute sind Himmelsglobus und Zeigestab.
Der Name ist abgeleitet von Uranos, dem "Himmel in Göttergestalt".

Klio ist die Muse für Geschichtsschreibung und Heldendichtung in der griechischen Mythologie.
Meistens wird sie mit Papyrusrollen und Griffel dargestellt.



Wannenbad - Polyhymnia- in Sanssouci.     Wannenbad - Euterpe - in Sanssouci.

Auf der Ostseite am Rand des Hauptweges - Richtung Obeliskportal -

Polyhymnia     Euterpe
steht links
Polyhymnia (nördlich) und rechts Euterpe
(
südlich).

Polyhymnia wird immer als nachdenkliche Muse und ernste Frau dargestellt.
Sie bringt den Schreibern Ruhm, deren Werke sie für unsterblich hält.

Euterpe ist die Muse die für die Tonkunst und Lyrik steht, sie hält eine Doppelflöte in der Hand.
Sie erfand die Flöten und das Flötenspiel, außerdem begründete sie die Wissenschaften.

Die marmornen Vasen und Brunnenwannen
(Bagnerolen) sind 1848 nach Entwürfen von
Ludwig Ferdinand Hesse
(* 1795; † 1876) in Carraramarmor angefertigt worden.

Die Statuen wurden 1857 von Christian Daniel Rauch (* 1777; † 1857) und
Friedrich Ochs (*
Lebensdaten 19. Jh. ? unbekannt ) hergestellt.

Es sind Kopien von antiken Vorbildern aus den 2. Jahrhundert v. Chr.




Pan-Wasserspeier am Stichgraben Park Sanssouci.
Antiker furchteinflößender "Wasserspeier" Pan (Satyr) am Ende des westlichen Stichgrabens.



Moschee, Pumpwerk in Potsdam.
Vom Pumpwerk (Moschee), am Ende der Neustädter Havelbucht in Potsdam, an der "Breiten Straße"
wird das Wasser seit dem 18. Jahrhundert zum 74 m hohen
Ruinenberg in das ca. 8.000 Kubikmeter
große
Wasserrundbecken gepumpt und zu den Parkfontänen sowie Wasserspielen heruntergeleitet.

Es fließt dann
in den Maschinen- und Friedensteich, die durch Stichgräben miteinander verbunden sind.
Das Wasser aus diesen Gräben fließt über den
Schafgraben wieder in die Havel zurück.

Der
"Schafgraben" wurde auch im 18. Jahrhundert angelegt, um das Wasser im Park Sanssouci zu regulieren.

Seinen Namen gab ihm die "Schafherde", die schon zur damaligen Zeit in den Parkanlagen das Gras kurz hielt.

 

Schafherde am Rossbrunnen - Sanssouci.        Schafherde in Sanssouci.
Obwohl man ihn "Rossbrunnen" nennt, ruhen seit Anfang Juni 2018 rechts neben ihn, im Schatten der Bäume,
Tiere der
Rassen "Bentheimer- und Rauwolliges Pommersches Landschaf", mit schönem Ausblick.

Zur Pflege der Wiesen im Park von Sanssouci setzt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
jetzt versuchsweise ca. 30 Schafe ein.

Das Vorhaben ist sowohl als Gartendenkmalpflege als auch als Beitrag zum Naturschutz gedacht.

Die Tiere werden durch einen Schäfer betreut und weiden zunächst auf dem Rasen gegenüber dem Ehrenhof von Schloss "Sans, Souci.".

Die Schafe will die Schlösserstiftung erstmal bis November 2018 auf ausgewählten Wiesen in Sanssouci weiden lassen, unter anderem
links und rechts der Auffahrt zum Ehrenhof von Schloss Sanssouci sowie an der Maulbeerallee und im Park von Schloss Charlottenhof.
Etwa zehn Flächen im weitläufigen Schlosspark sind insgesamt dafür vorgesehen.

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Besucher werden gebeten, die mit elektronischen Zäunen gesicherte, einen Hektar große Wiesenfläche
zwischen Bornstedter Straße und Rossbrunnen vor dem Ehrenhof nicht zu betreten,
die Tiere nicht zu füttern und Hunde stets an der Leine zu führen.


 

 Standbild König Friedrich II. in Sanssouci.
Standbild
König Friedrich II.
(* 24. Januar 1712 / Berliner Stadtschloss; † 17. August 1786 / Schloss Sanssouci)

 
Es steht an dem Weg "Am grünen Gitter" vor dem Gartendirektionsgebäude
und den Wirtschaftsgebäuden des Parks.
 (Foto: 2002)

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Friedrich II. gilt als ein Repräsentant des aufgeklärten Absolutismus.
So bezeichnete er sich selbst als "ersten Diener des Staates".
Er setzte tief greifende gesellschaftliche Reformen durch,
schaffte die Folter ab und forcierte den Ausbau des Bildungssystems.

Er war
die
größte Führungspersönlichkeit auf  brandenburg-preußischem Thron.
Im Gegensatz zu allen damaligen Herrschern Europas war er im Krieg stets
unter seinen Soldaten, an der Spitze seiner Truppen.
Er teilte alle Gefahren und Strapazen mit ihnen.

Von seinen Bürgern, Beamten und Soldaten verlangte er nie mehr als von sich selbst.
Trotz aller Reformen seiner Zeit blieb aber der absolutistische Staat erhalten.

Seinen Beinamen "der Große" erhielt Friedrich II. nach dem zweiten Schlesischen Krieg (1744 - 45).
Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763), dem dritten, den er um die Provinz Schlesien führen
 musste, nannte man ihn den "Alten Fritz", obwohl er erst 51 Jahre alt war.

Von Gicht und Sorgen gebeugt, kehrte er auf seinem Krückstock gestützt nach Berlin,
genauer gesagt nach Potsdam zurück.
Hier widmete er sich nun ganz dem Aufbau des preußischen Staates.


 

Keith Haus im Park Sanssouci - Allee Am grünen Gitter.
Das "Keith-Haus" (Lordmarschallhaus) in der Lennéstraße 9,
heute
Sitz der Bauabteilung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Es steht dem
Schloss "Sans, Souci." genau gegenüber und man kommt an diesem vorbei,
wenn der Haupteingang "Am Grünen Gitter" zum Besuch des Parks benutzt wird.

Der Freund und engste Vertraute des Königs, einer der Teilnehmer an der berühmten "Tafelrunde",
der schottische Lord Marschall George Keith (* 1693; 1778), erhielt die Genehmigung, dieses
Wohnhaus als Altersruhesitz
mit
Sichtbeziehung zum Weinbergschloss "Sans, Souci." zu errichten.

Der Architekt des Hauses war Heinrich Ludwig Manger (* 1728; † 1790).

An dem 1764 bis 1765 erbauten Gebäude erstreckt sich der dazugehörige Garten bis an den Weg "Am Grünen Gitter".

Von 1765 bis zu seinem Tod 1778 lebte Friedrichs II. wichtiger Diplomat in unmittelbarer Nähe des Schlosses.


 

Park Sanssouci - Zugang von Süden.
Lord Marschall George Keith konnte von 1765 bis 1778 von seinem Wohnhaus diese Sichtachse genießen,
auch als Deutung "Achse der Erkenntnis" genannt - von hier bis über das Schloss zum Ruinenberg.


Der Zugang von Süden - Weg "Am Grünen Gitter" - zum Französischen Figurenrondell
mit Haupt-Fontäne und
Schloss "Sans, Souci.".

Er
wird von zwei Sphingen des Bildhauers Georg Franz Ebenhech (* 1710; † 1757) gerahmt,
die er 1752 bis 1755 geschaffen hat.

Sie sollen symbolisch die "Hüterinnen des Scharfsinns" und "des geheimen Wissens" verkörpern.
 

Westliche Sphinx im Park Sanssouci.                   Östliche Sphinx im Park Sanssouci.
Westliche Sphinx.
                                                                       Östliche Sphinx.

Die Darstellung der flügellosen weiblichen Sphingen mit begleitenden Putti (nackten Kindergestalten)
erinnert an das berühmte Skulpturenpaar im Park von Versailles.

Sphinx: Statue als Mischwesen der griechischen Mythologie,
dargestellt als Löwe mit einem menschlichen Oberkörper und / oder Kopf.


 

Tritonenbrücke über Fontänengraben - Sanssouci.
Der Weg von Süden führt über
die Tritonenbrücke (Schinkelbrücke), eine Eisengussbrücke mit Meeresgöttern
in den Feldern des Geländers, die den Fontänengraben
(Schafgraben/Stichgraben) überquert.
 

Tritonen-Relief im Geländer der Tritonenbrücke - Sanssouci.         Tritonen-Relief im Geländer der Tritonenbrücke - Sanssouci.
Tritone: Mischwesen der griechischen Mythologie,
je zur Hälfte bestehend aus einem menschlichen Oberkörper und fischartigem Unterkörper mit Schwanzflosse.

Hier von
den Nymphen des Meeres umgarnt.

1833 bis 1834 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841) und Ludwig Persius (* 1803; † 1845),
als Ersatz für die verfallene Schwimmbrücke, in der Gleiwitzer Eisengießerei ausgeführt.

Die ausschließlich aus Eisengusselementen montierte Brücke war der erste dauerhafte Übergang
an dieser Stelle im Schlosspark.

 


Sicht über
den Fontänengraben (Schafgraben/Stichgraben) zum Französischen Figurenrondell des Gartenparterres
und zur Hauptfontäne vor den Weinbergterrassen, hinauf zum Schloss "Sans, Souci."


 

Brunnen der Hauptfontäne im Park Sanssouci.
 Das Brunnenbecken auf der Hauptallee mit Französischen Figurenrondell
und Blick zum
"Keith-Haus" (Lordmarschallhaus).


 
Große Fontäne im Französischen Rondell im Gartenparterre Park Sanssouci
Französisches Figurenrondell im Gartenparterre mit der Hauptfontäne.

Ab 1840 wurde die Gestaltung des Parks durch den Gartenarchitekten P. J. Lenné (* 1789; † 1866) übernommen.


 
Zwei Skulpturenpaare im "Entführungsrondell":
 
Die Entführung der Helena (Helen) durch Paris - Sanssouci.                           
  Die Entführung der Helena (Helen) durch Paris.                

Helena galt als die schönste Frau ihrer Zeit.                  
Paris war der Sohn des trojanischen Königs Priamos.            
Indem er Helena entführt, löst er den                        
Trojanischen Krieg aus.                               

 
       Die Entführung der Proserpina (Persephone) durch Pluto - Sansouci.
         Die Entführung der Proserpina (Persephone) durch Pluto.

            Proserpina
ist die Tochter des Jupiter und der Ceres.
             Pluto,
Gott der Totenwelt in der Erdtiefe, entführt sie
             in die Unterwelt und machte sie zu seiner Gemahlin.
                   Sie wurde die Herrscherin über die Toten und
                                    Königin der Unterwelt.
 
Skulpturen aus dem Jahr 1750, des Bildhauers Georg Franz Ebenhech (* 1710; † 1757).


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Die berühmte "Corradini- oder Üppigkeitsvase"

Auf der Achse von der Thetisgrotte (Felsentor) zum Musenrondell, zwischen Sizilianischer Garten und Neuen Kammern,
befindet sich ein kleines Rondell, in dem nur eine Skulpturenvase als Kopie der berühmten "Corradini-Vase" (Üppichkeitsvase)
auf einem  Postament steht - von den Parkbesuchern kaum wahrgenommen.

Der Name der Vase stammt von dem venezianischen Bildhauer Antonio Corradini (* 1688;  1752),
der diese als Original ca. 1720 angefertigt hat.

Die Vase hat seinerzeit Friedrich II. so sehr beeindruckt, dass er sich davon eine Kopie für den Park Sanssouci anfertigen ließ.

Die freie Nachahmung der "Üppichkeitsvase" hat der Bildhauer Georg Franz Ebenhech (* 1710;  1757) um 1750 geschaffen.
 
Corradini-Vase oder Üppichkeitsvase in Sanssouci.   Corradini-Vase oder Üppichkeitsvase in Sanssouci.  
"Die Sinnlichkeit tritt die Unschuld"  (3 Ansichten).

Auf ihr dargestellt ist Amor (Eros) (immer als Kind) und Psyche mit Schmetterlingsflügeln die auf den Kopf von Alexander III. tritt.

Die
Aspekte der mythischen Liebesbeziehung zwischen dem Gott Amor und der sterblichen Königstochter Psyche
mit Schmetterlingsflügeln
, die schließlich unter die Unsterblichen aufgenommen wird.

 Der Schmetterling heißt auf griechisch Psyche, das Wort Psyche bedeutet im Griechischen aber auch Seele.

So wird die Psyche in der Kunst auch mit Schmetterlingsflügeln dargestellt,
sie ist damit ein Symbol der unsterblich gewordenen Seele.


Das Relief zeigt Alexander III. (* 356 v. Chr.;  323 v. Chr.) und die Frauen des Darius III. (* um 380 v. Chr.;  330 v. Chr.),
der seinem Gegenspieler bei der Eroberung des persischen Reiches nicht gewachsen war und geflohen ist.

Die Thematik auf der Vase handelt von den besseren Bemühungen des menschlichen Herzens: Liebe,
beim Teilausschnitt des Reliefs: Auf dem Fries sind Szenen der "Alexanderschlacht bei Issos" dargestellt.

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Alexander und die Frauen des Darius

Nach der Schlacht bei Issos (333 v. Chr.) fanden sich im erbeuteten persischen Lager die Mutter des Darius,
Sisygambis, seine Frau Stateira und einige Töchter.
Sie weinten, als sie unter der Beute den Wagen und den Bogen ihres Herrn sahen.
Doch Alexander (makedonischer König) ließ ihnen ausrichten, Darius (persischer König) sei lebend entkommen.
Er ließ die gesamte Königsfamilie und den Hofstaat zurück, aber Alexander III. behandelte die Gefangenen ehrenvoll.

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Alexander III. war König von Makedonien und eroberte in nur elf Jahren ein immenses Gebiet,
das in etwa folgenden heutigen Ländern entspricht:
Griechenland, Türkei, Syrien, Libanon, Israel, Jordanien, Ägypten, Irak, Iran (Persien), Afghanistan, Pakistan und Kaschmir.

Er war einer der bedeutendsten Feldherren und Staatsmänner der Geschichte;
nach seinem Tod gab man ihm den Beinamen "der Große" (
! ).



 

Gruft Friedrich II. - Schlossterrasse.
Der Wunsch Friedrichs II. war es, an seinem Lieblingsplatz oben auf der Schlossterrasse "Sans, Souci.",
im östlichen Bereich
neben seinen 11 Lieblingshunden - ital. Windspiele - beigesetzt zu werden.

Die Namen auf den 11 Sandsteinplatten sind kaum noch lesbar.
In der ersten (oberen) Reihe liegen die kleinen italienischen Windhunde mit folgenden Namen:

Alcmene, Thysbe I, Diana I, Phillis, Thysbe II, Arsinoe und
sein "allerliebstes Geschöpf" die Windspiel-Hündin Biche
,
in der zweiten Reihe
Diana II, Pax, Superbe und Amouretto.

Friedrich II. mit Windspiele.
Fremdfoto aus www.preussen-skulptur.de

Friedrich II. liebte abgöttisch seine Hunde - zu seiner Zeit eine höchst ungewöhnliche Vorliebe,
aber nicht die Jagd mit ihnen.
Zeitweise hielt er 50 bis 80 Hunde in Sanssouci, von denen er sich "seine Lieblinge" aussuchte.


Dass der König seine tierischen Gefährten auch in den Krieg mitnahm,
wurde von Friedrichs Offizieren zwar belächelt, aber sie hatten sich daran gewöhnt.


Seine vernichtenden Äußerungen über die Jagd, die er als grausam und geistlos verabscheute,
werden bis heute gerne von Tierschützern zitiert.

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Auch die Anfänge der Veterinärmedizin förderte er tatkräftig.

Er begründete die erste tiermedizinische Hochschule Preußens, die aber aus Kostengründen erst
unter Friedrich Wilhelm II
. im Jahr 1789
als Einrichtung einer "Thierarzneyschule" in Berlin erfolgte.

Tieranatomisches Theater der Humboldt-Universität zu Berlin.
"Tieranatomisches Theater" der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das
"Tieranatomisches Theater" ist das älteste noch erhaltene akademische Lehrgebäude Berlins, auf
dem Gelände des "Instituts der Humboldt-Universität" in Mitte - Luisenstraße 56 - Nähe der Charité-Kliniken
.

Das frühklassizistische Gebäude für die neu gegründete Einrichtung wurde 1789 bis 1790
von Carl Gotthard Langhans (* 1732; † 1808) in Anlehnung an Palladios Rotonda erbaut.

1934 wurde die spätere "Tierärztliche Hochschule" als Veterinärmedizinische Fakultät der Berliner Universität
angegliedert und das Gebäude bis in die 1990er Jahre für Vorlesungen und andere Veranstaltungen genutzt.

Nach einer umfangreichen Sanierung wird es seit 2012 durch das
"Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik"
als Ausstellungsraum und für Veranstaltungen genutzt.

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In seinen letzten Jahren zog Friedrich der Große die Gesellschaft seiner Hunde der seiner Mitmenschen vor.


Friedrich II. im Sterbesessl.
Am 17. August 1786 verstarb Friedrich II. in seinem "Sterbesessel" auf Schloss "Sans, Souci.".
 
Er wird anders als von ihm angeordnet, von seinem Neffen und Nachfolger Friedrich Wilhelm II.,
der mit seinem Onkel nie klar kam und ihm nun den letzten Willen verweigerte,
in der Potsdamer Königlichen Hof- und Garnisonkirche beigesetzt,
obwohl Friedrich II. diesen christlichen Glauben ablehnte!


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Erst 205 Jahre später, am 17. Aug. 1991, nach der Wiedervereinigung Deutschlands,
ging der testamentarische Wille Friedrichs II. in Erfüllung und sein Sarg wird in die Gruft auf
der oberen Terrasse im Park von Sanssouci neben seinen "ital. Windspielen" beigesetzt.

Als eine seiner letzten Handlungen ließ Prinz Louis Ferdinand von Preußen (* 1907; † 1994)
- von 1951 bis 1994 letzter Chef des Hauses Preußen und Hohenzollern -
die damals aus der kriegszerstörten Garnisonkirche sichergestellten Särge

Friedrich Wilhelms I. (* 1688; † 1740) "Soldatenkönig" - Vater vom Alten Fritz,
(Beisetzung im Mausoleum an der Friedenskirche im Park  Sanssouci)
und
Friedrichs II.
(der Große),

von der Hechinger Burg (Schwäbischen Alb) - dem Zufluchtsort der Hohenzollern,
nach Potsdam - Park Sanssouci - überführen.


 
Friedrich II. Gruftstelle.
Das Ewige Leben scheint Friedrich II. nicht im Himmel, sondern im historischen Nachruhm gesehen zu haben.

Friedrichs Ablehnung zu den Werten des christlichen Glaubens, mit teilweiser Bibelkritik,
verdeutlichen auch die sechs Büsten römisch-heidnischer Kaiser
-
Cäsar, Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius und Nero -
die
auf dem östlichen Bereich der oberen Terrasse auf einer niedrigen Halbkreissitzbank (
Exedra),
gleichmäßig im Halbrondell
verteilt, sein Grab einrahmen.

Im Mittelpunkt dieses Halbrondells steht die Skulptur der
"Flora mit Zephir",
die Göttin der Blüte, die mit dem kleinen Putto Zephir tändelt.

Sie soll
die natürliche Rückkehr von Leib und Seele in den Kreislauf der Natur darstellen.

1749 geschaffen von Francois Gaspard Adam (* 1710; † 1761).

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Die anderen sechs Büsten am Halbrondell des westlichen Bereichs der oberen Terrasse
stellen die römischen Kaiser
Galba, Otho, Vitellius, Vespasian, Titus und Domitian dar.

Die Büsten waren ein
Geschenk des Grafen
Algarotti (* 1712; † 1764),
einem Teilnehmer der berühmten Tafelrunde Friedrichs II.


Skulptur der Kleopatra mit trauernden Amor in Sanssouci.
Dort steht im Mittelpunkt des Halbrondells
eine Skulptur der "Cleopatra mit trauernden Amor",
die plastische Darstellung des Selbstmordes der Cleopatra,
die sich von einer um ihren
rechten Arm gewickelten
Schlange töten lässt.


1750 geschaffen von Francois Gaspard Adam (* 1710; † 1761).


 
Grabplatte Friedrich des Grossen in Sanssouci
Grabplatte auf der Gruft Friedrich II.

Das erste was Friedrich II. im späteren Park Sanssouci noch vor der Fertigstellung des Schlosses ab
August 1744
durch den Oberbaudirektor Friedrich Wilhelm Dietrichs (* 1702; † 1782) errichten ließ,
war ein Gruftbau für seine sterblichen Überreste auf der obersten Terrasse im östlichen Bereich von
Schloss "
Sans, Souci.
".

Hier und nirgendwo sonst, wollte er zur Erde fahren,
ohne Pomp, ohne Prunk und ohne die geringsten Zeremonien,
so bestimmte er es zu Lebzeiten.


Auf der Grabplatte der
unpompösen Grabstelle Friedrich II.
legen Besucher ihm zu Ehren
manchmal Blumen und auch Kartoffeln ab.


 
Grabplatte Friedrich des Grossen in Sanssouci
Die ersten Kartoffeln wurden im 16. Jahrhundert als Zierde im damaligen
Berliner Schlossküchengarten, dem heutigen Berliner Lustgarten angepflanzt.

Als man Mitte des 18. Jahrhunderts feststellte, dass die Kartoffeln nicht nur schöne Blüten tragen
sondern der Verzehr der Knollen auch sehr gesund und nahrhaft war,
ordnete
Friedrich der Große die Pflanzung von Kartoffelfeldern in Preußen an.

Die damalige Hungersnot, entstanden durch seine vielen Kriegszüge, sollte damit bekämpft werden.

"Ein Preuße isst Kartoffel - denn die Kartoffel, das ist Preußen!"
.... "und womit sonst sollte man wohl einem Berliner das Maul stopfen können?"....

..... soll der Alte Fritz einst gelästert haben.


 
Flötist in Sanssouci am Mühlentoreingang       Grabstelle Friedrich II. auf der oberen Terrasse von Schloß Sanssouci       Flora mit Zephir - Grabmal Friedrich II.
Die Gruft Friedrichs II. und Bestattungsstellen seiner 11 Lieblingshunde
hinter der Skulptur nach dem Vorbild aus der Antike,
der mythologischen Darstellung
"Flora mit Zephir",
die Göttin der Blüte, die mit dem kleinen Putto Zephir tändelt.

Zephir (auch Zephyros) war in der griechischen Mythologie einer der vier Winde, der "Westwind".
Er wurde als "Frühlingsbote" und "Reifer der Saaten" verehrt.

1749 geschaffen von Francois Gaspard Adam (* 1710; † 1761).


 
Weinberggarten in der Schopenhauerstr.
Winzerhaus und Triumphtor am Winzerberg (Baujahr 1852) mit Blick zur Bacchustreppe,
in der Nähe des Obeliskportals zum Park Sanssouci (Schopenhauerstraße).

106 Jahre nach der Gründung von Sanssouci, ließ Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) dieses Tor am
Fuße des Mühlenbergs/Winzerberg (oberhalb - rechts vom Park Sanssouci) als Teil seiner geplanten,
aber nie vollendeten "Triumphstraße",

von August Stüler (* 1800; 1865) und Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795, 1876) erbauen.
Vorbild war das Argentarier-Tor in Rom.

Das Tor und seine Reliefdarstellungen rühmen die Taten seines Bruders
Wilhelm von Preußen (* 1797; † 1888), dem späteren Kaiser Wilhelm I.
Anlass war die Niederschlagung des badischen Aufstandes von 1849.
Das Tor stellt sowohl den politischen als auch den technischen, wissenschaftlichen
und künstlerischen Triumph Preußens dar.
Die Besonderheit des Portals besteht in der Verkleidung des Backsteinbaus mit großen,
mehrere Meter messenden Bildtafeln und Allegorien (griechische Sinnbilder).


 
Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam     Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam

Die Reliefbilder von Hermann Schievelbein (* 1817; 1867) an den Innenseiten des Triumphtores,
stellen den Auszug der Krieger und die Heimkehr des siegreichen Heeres dar.

(siehe auch "Schievelbeinfries" - Neues Museum in Berlin - Museumsinsel)


Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam     Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam

Die Arbeiten von Gustav Hermann Bläser (* 1813; 1874) zeigen Allegorien.


 
Weinberggartenhaus - Schopenhauer Str. in Potsdam
Das Winzerhaus oberhalb des Winzerbergs,
liegt zwischen der Schopenhauer- und Gregor-Mendel-Straße (Zugang).

Das in der Art einer Turmvilla mit einem von Koren (Frauen bzw. Göttinnen)
getragenen Altan (Balkon/Söller),
baute 1849 Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795, 1876).

Die Karyatiden (weibliche Figuren als Säulen oder Pfeiler ) aus Zinkguss,
stammen aus der Bildhauerwerkstatt von August Kiss (* 1802; 1865).


 
Obeliskeingang zum Park von Sanssouci.
Das Obeliskportal mit dem ca. 20 m hohen sandsteinernen Obelisken - verziert mit Fantasiehieroglyphen,
sowie den, ca. 30 m davon entfernten, jeweils vier korinthischen Säulengruppen mit dem Torgitter.

Daneben die Sandsteinskulpturen der Pomona und Flora, Eingang zur Hauptallee im Schlosspark Sanssouci,
1747 - 1748 von
Knobelsdorff erbaut.

Östlichster Punkt der 8 Meter breiten und ca. 2 km langen Park-Hauptallee, der Hauptachse des Schlossparks.

 

Pomona - altrömische Göttin der Baumfrüchte und
Flora - altrömische Göttin der Blüten und Pflanzenwelt,
gestaltet von Christian F. Glume (* 1714; 1752).



Gartenportal und Schlossparkeingang in Rheinsberg.
Das Pendant der Säulen mit den Sandsteinskulpturen steht als Eingang zum Park von
"Schloss Rheinsberg" bei Neuruppin am Grienericksee - 1740 Erstbau.


 

Der Obelisk (Steinpfeiler) vor dem Eingangsportal entstand 1748
nach Entwürfen Knobelsdorffs und wurde durch den Steinmetz Johann Christian Angermann (* ?; † 1777) ausgeführt.

Die schmückenden
Fantasiehieroglyphen stammen entweder von Johann Michael Hoppenhaupt (* 1685; 1751)
oder dessen jüngeren Bruder Johann Christian (* 1719, 1786).

Die ägyptisierenden Schriftzeichen beinhalten keinen Text, sondern sind freie Fantasie des Künstlers,
da die Übersetzung von Hieroglyphen im 18. Jahrhundert noch nicht möglich war.


 
Büsten römischer Götter und Kaiser - Eingang Obeliskportal Sanssouci.    Büsten römischer Götter und Kaiser - Eingang Obeliskportal Sanssouci.
An der Hecke des Eingangsbereiches vom Obeliskportal stehen
12 Marmorbüsten auf Säulen, die römische Götter und Kaiser darstellen.

Der Weg nach links führt zum
Kaiser-Friedrich-Mausoleum und zur Friedenskirche,
nach rechts zur Baldachinfontäne, die z. Zt. restauriert wird (Juni 2018).


 
Neptungrotte  - Restaurierung - Park_Sanssouci       
1997 begannen die ersten Restaurierungsarbeiten an der Neptungrotte - wenig Fortschritt im August 2015.

Die Skulpturen wurden nach zahlreichen Sicherungsmaßnamen abgenommen als das Dach des
Bauwerks abgedichtet werden musste - außerdem waren sie durch Vandalismus stark beschädigt.
Durch Verwitterung und den weichen Untergrund war das Gebäude nicht mehr tragfähig.
Die Säulen hatten sich abgesenkt und der Marmor hatte Schaden genommen.


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Die Neptungrotte wurde 1751 bis 1757 nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff
-
seine letzte Schöpfung für Sanssouci -
i
m östlichen Lustgarten (rechts der Bildergalerie) als prachtvolles Wasserspiel aus weißem Marmor
und Gegenstück (Pendant) zur 1749 errichteten Thetisgrotte - heutiges Felsentor -
erbaut.

Im Barock waren derartige Grotten als gartenschmückende und belebende Bereicherung der Natur sehr beliebt.


 
Baustelle - Neptungrotte im Park Sanssouci.
Die Sanierung und Restaurierung der Neptungrotte - im August 2018 - schreitet endlich voran.

Nach 19 Jahren ist die Skulpturengruppe rund um den Meeresgott zur Neptungrotte im Park Sanssouci zurückgekehrt.
 
Die Restaurierung der Neptungrotte kostet insgesamt 3,5 Millionen Euro und wird komplett durch Spenden finanziert.


Somit ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ( SPSG) jetzt in der Lage, Dank der großzügigen Förderung von
Fernsehmoderator Günther Jauch
- er gab eine Million Euro,
weitere Unterstützung kam von den Privatmäzenen Gisela Soost,
Gerhard Elsner sowie von der Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht,
mit den Sanierungsarbeiten des letzten Abschnittes zu beginnen.


 
Neptun auf seiner Grotte im Park Sanssouci.
Meeresgott Neptun symbolisiert hier gleichsam mit zwei Najaden und Putten, Muscheln,
Schilfblumen und Kristallen
als Architekturelemente aus Carrara Marmor
die phantastische Unterwasserwelt als ein Stück Natur.

Die Instandsetzung des Gebäudes sowie der gesamten Ornamente in der Grotte und an den Portalsäulen
wird wohl nicht bis Oktober 2018 abgeschlossen werden können ?


 
Restaurierte Muschelwand in der Neptungrotte - Park Sanssouci.
In der Neptungrotte - August 2018 - restaurierte Muschelwand.

Die Muschelwände, Grottierarbeiten und Skulpturen wurden auch 1751 bis 1757
von Johann Peter Benckert (* 1709; † 1765) und
Georg Franz Ebenhech
(* 1710; † 1757) geschaffen.


 
Im Mohrenrondell - Marc Aurel - in Sanssouci.
"Mohren-Halbrondell" -
vom Obeliskportal - (Richtung Hauptfontäne - rechte Seite)
auf der Hauptallee mit dem "röm. Kaiser Marc Aurel".

Hier wurden "Mohrenbüsten" aus dem 17. Jh.
aus Marmor und polierfähigem belgischen Kalkstein aufgestellt.

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Bei den "Namen" des Rondells und der Büsten handelt es sich um "historische Begriffe".

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Tatsächlich wurden die Mohrenfiguren nicht speziell für dieses Rondell hergestellt, sondern bereits 1694,
- 100 Jahre zuvor -
von Friedrichs II. Urgroßvater - Friedrich I. (* 1657; † 1713) - erworben,
der in "Kolonialisierung verwickelt" war und die Skulpturen in Italien anfertigen ließ.



  röm. Kaiser Marc Aurel - Mohrenrondell in Sanssouci. 

Die Büsten
erinnern an den

römischen Kaiser (von
161 bis 180 n. Chr.) und Philosoph Marc Aurel (* 121 n. Chr.; † 180 n. Chr.),
dessen Kaisertum die Aufklärer und Friedrich II. als Vorbild für den aufgeklärten Absolutismus betrachten.


Er setzte in seiner Regierungszeit innenpolitische Akzente in der Gesetzgebung und Rechtsprechung
bei der Erleichterung des Schicksals von Benachteiligten der damaligen römischen Gesellschaft,
vor allem der "Sklaven und Frauen".


 
Im Mohrenrondell - Titus Flavius Vespasianusl - in Sanssouci.
"Mohren-Halbrondell" -
vom Obeliskportal - (Richtung Hauptfontäne - linke Seite)
mit dem "römischen Kaiser Titus Flavius Vespasianus" - genannt "Vespasian".

Die Mohrenbüsten wurden 1746 aus der Kunstkammer des Berliner Schlosses hierher gebracht.

1971 wurden die Büsten des 17. Jahrhunderts aus dem östlichen Lustgarten im Park Sanssouci
geborgen und restauriert.

Zwischen 1993 und 1998 sind Kopien dieser Büsten in der eigenen
Potsdamer Restaurierungswerkstatt für Skulpturen angefertigt worden.


  
röm. Kaiser - Vespasian - Mohrenrondell in Sanssouci.  
Römischer Kaiser (
von 69 bis 79 n. Chr.) Titus Flavius Vespasianus (* 9 n. Chr.; 79 n. Chr.)
-
genannt "Vespasian".

Im Jahr 51 n. Chr. wurde Vespasian Konsul und im Jahr 63 n. Chr. "Prokonsul von Afrika".

Seine Regierungszeit war geprägt vom Bestreben die durch den Bürgerkrieg geschwächte Staatskasse zu sanieren.

Dabei kam es auch zu der Anekdote um die "Steuern für öffentliche Toiletten",
die ihn zum Ausspruch: "pecunia non olet", übersetzt: "Geld stinkt nicht", verleitet haben soll.

Mit diesen Worten antwortete er seinem Sohn Titus auf dessen Tadel hin,
dass er die Bedürfnisanstalten besteuert habe.
Er soll Titus
das erste aus dieser Steuer eingenommene Geld unter die Nase gehalten haben.


Vespasian arbeitete hart und war bemüht, seinem Volk ein naher, guter und milder Kaiser zu sein,
was sich durch seine rege Richtertätigkeit und die Erreichbarkeit zeigte.


 
Hintere Quergebäude der Bildergalerie in Sanssouci.
Das hintere Quergebäude der Bildergalerie mit "Hinterhofgarten" kann man sehen, wenn
der  Park Sanssouci von der Straße "Zur Historischen Mühle", Ecke "
Schopenhauerstraße"
hinauf zum Schloss betreten wird.


 
Bildergalerie
Bildergalerie, rechts vom Schloss Sanssouci - hinter dem Holländischen Garten (Foto: 1999),
1755 - 1763 nach Plänen von Johann Gottfried Büring (* 1723; 1788) für die Gemäldesammlung Friedrich II. erbaut.

Die Bildergalerie zählt zu den ältesten im Originalzustand erhaltenen Museumsbauten der Welt, mit Gemälden von
Michelangelo Merisi da Caravaggio (* 1571; 1610) und Peter Paul Rubens (* 1577; 1640).


 
Bildergalerie - rechts vom Schloß Sanssouci
Die Museen unserer Zeit gehen auf die Sammeltätigkeit von Fürsten und großen Familien
der Renaissance und des Barocks zurück (
Foto: 1999).

Wie an allen europäischen Höfen war auch die Bildergalerie ein wesentliches Instrument
fürstlicher Selbstdarstellung.

Friedrich der Große war einer der ersten, der ein selbstständiges Gebäude für seine Bildergalerie
in Potsdam errichten und für das Publikum öffnen ließ.

Die Fassadenskulpturen der Bildergalerie aus den Jahren 1758 bis 1760 bestehen aus Marmor.

Sie wurden von den Bildhauern Johann Peter Benckert (* 1709; † 1765)
und Johann Gottlieb Heymüller (* 1715; † 1763) geschaffen.


 
Neue Laubengänge im Holländischen Garten - Bildergalerie, Sanssouci
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat die friderizianischen Laubengänge (
Foto: 2018),
Wegeführungen und Konturen des Parterres im Holländischen Garten unterhalb der Bildergalerie
wiederhergestellt.

Nun führen erneut beidseitig der Mittelachse symmetrische, korbbogenförmige Laubengänge
auf die Freitreppe der Bildergalerie zu und rahmen das halbrunde Parterre.


Im Lustgarten unterhalb der Bildergalerie entsteht auch wieder ein Obstgarten.
80 Bäume historischer Apfelsorten kommen in den Boden.


 
Neue Laubengänge im Holländischen Garten - Bildergalerie in Sanssouci
Friedrich der Große fertigte schon um 1745 eigene Skizzen für die Ausgestaltung des Östlichen Lustgartens an (
Foto: 2018).

Er
schuf nicht nur Schlösser, sondern förderte auch die Gestaltung von Parks und Obstgärten.

Aus den Niederlanden brachte er 1756 den Gärtner Joachim Ludwig Heydert (* 1716; 1794) mit nach Potsdam.
Dieser legte dem König in den 1760er Jahren den Holländischen Garten mit Laubengängen und Obstpflanzungen an.


 
    Linke Puttenmauer vor Holländischem Garten - Bildergalerie.  Linke Puttenmauer vor Holländischem Garten - Bildergalerie.
Als Abschluss zum Holländischen Garten steht vor der Bildergalerie eine Puttenmauer (Puttengalerie)
aus dem 18. Jahrhundert, die den
Höhenunterschied zum Holländischen Garten ausgleicht.


1764 bis 1766 von
Jean Laurent Le Geay (* 1710; † 1786) und Joachim Ludwig Heydert (* 1716; † 1794) errichtet.
1847 bis 1850 von
Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795;  1876) verändert, mit dem Neubau der Treppe.

Einst standen zwölf Puttengruppen, die Liebesleid und -freuden darstellten sowie zwölf Vasen aus Marmor
unterhalb der Bildergalerie im östlichen Lustgarten
auf der Mauer.
Streit und Küsse, Leidenschaft und Hingabe machten auf Wunsch Friedrichs II. einst gute Figur.


Vor Jahrzehnten wurden die beschädigten Putten in das Depot der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verbracht.

Seit 2013 werden in der Restaurierungswerkstatt für Skulpturen von den
Bildhauern Peter Flade (* 1943) und Wolfgang Wille (* 1947)

originalgetreue Kopien der Putten angefertigt.

Sieben Gruppen
von ihnen wurden schon wieder an ihren angestammten Platz auf die
Balustrade gestellt.
(Stand: Juni 2018)


 
Auf der Puttenmauer - Bildergalerie Sanssouci             Auf der Puttenmauer - Bildergalerie Sanssouci
Zwei Puttenpaare links und rechts auf den Treppenwangen der Puttenmauer (Puttengalerie).


 
Bildergalerie im Park Sanssouci.
Blick über das "Oranierrondell" auf der Hauptallee zur Bildergalerie im Holländischen Garten - Park Sanssouci.
Foto: 2018

Am Umfang des Oranierrondells verteilt, stehen Marmorbüsten der Herrscher aus dem Haus Oranien,
zur Erinnerung an den sicheren Aufenthalt in den Jahren 1634 bis 1638 des jungen
Friedrich Wilhelm von Brandenburg -
der spätere Große Kurfürst (* 1620; † 1688) - am Hof der Oranier,
als die Mark Brandenburg während des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) auch zerstört wurde.


 Der nun "Große Kurfürst" heiratete dann
am 1. Juli 1646 seine erste Ehefrau,
Prinzessin Louise Henriette von Nassau-Oranien (* 1627;  1667),
sie wurde damit Kurfürstin von Brandenburg (Schloss Oranienburg) und
Mutter von Preußens erstem König Friedrich I. (* 1657; † 1713).
 


 
Schloss "Sans, Souci." ( "Ohne Sorge" ).
          

Schloß Sanssouci
Das berühmteste Schloss der Hohenzollern mit dem "Gefolge des Bacchus",
die 36 an der Südfassade als "Karyatiden" (Gebälkträger)
ausgebildeten Weingöttinnen, Bacchanten, Faunen, Silenen und Nymphen.

Sie drücken ein Lebensgefühl heiterer Gelöstheit aus, das man sonst nicht mit Friedrich II. verbindet.

Nach eigenen Skizzen ließ der preußische König Friedrich II. in den Jahren 1745 bis 1747
von "seinem" Architekt von Knobelsdorff ein kleines Sommerschloss im Stil des Rokoko errichten.


Das kleine Schloss hat nur zwölf Räume, die jedoch höchst kunstvoll gestaltet und eingerichtet sind.


Im Sommer der Lieblingswohnsitz und auch Sterbeort König Friedrich II.
In seinen letzten Jahren lebte der Alte Fritz einsam auf Sanssouci.
Er widmete sich der Literatur und der Musik (Flötenspiel).

Am 17. August 1786 stirbt Friedrich II. auf Schloss Sanssouci in seinem "Sterbesessel".

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Hier hat Friedrich II. , einer der bedeutendsten Geister der europäischen Geschichte,
sich selbst der Landschaft aufgeprägt. Ein Mann von seltenem Format.
Für das Kriegshandwerk begabt wie kaum ein Zweiter, war er doch auch ein Mann des Geistes.
Schloss Sanssouci, geplant als ein Refugium (Zufluchtsort), in das er von den Staats- und
Kriegsgeschäften sich zurückzog, machte Friedrich II. Sanssouci zum intellektuellen Zentrum
seines Reiches.

Hätten ihn die Umstände nicht zum König gemacht, meinte Friedrich einmal,
so wäre er wohl Philosoph geworden.

(Text aus dem RBB-TV-Video:  Sanssouci, Schlösser und Gärten Potsdams)

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Unter Friedrich Wilhelm IV. wurde das Schloss 1841 bis 1842 durch Umbau und Verlängerung
der zwei Seitenflügel erweitert.

Nach Skizzen des Königs erstellte Ludwig Persius die Entwurfszeichnungen.

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Kuppel Sans Souci.
Für Friedrich II. war "
Sans, Souci." nicht nur Lustschloss sondern Ausdruck seiner Lebens- und Geisteshaltung.


Weshalb der König mit
vergoldeten Bronzelettern den Namensschriftzug unterhalb der Kuppel am Mittelrisalit
"Sans, Souci."
getrennt mit einem Komma und Punkt abgeschlossen anbringen ließ, ist bis heute historisch nicht geklärt.

Es wird vermutet, dass es eine Laune des Königs war, der mit einer Art Geheimschrift
- er gehörte auch den "Rosenkreuzern" (ähnlich den Freimaurern) an -
sein Glaubensbekenntnis dort verewigen ließ.

Das Komma soll für "Calvinist" (reformierte Kirche), der Punkt für "Deist" (freidenkerische Glaubensrichtung) stehen.

Da Friedrich II. mit seinem Vater Friedrich Wilhelm I. immer ein problematisches Verhältnis hatte, 
könnte es übersetzt heißen:

"Ohne den alten Calvinisten ist man sorgenfrei als Deist"
.


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Der Deismus war im aufgeklärten Absolutismus großer Teile Deutschlands wenig verbreitet.

In einigen Ländern gab es Deisten in der Freimaurerbewegung, beispielsweise der Philosoph und Schriftsteller
Voltaire (1694; † 1778) in Frankreich, auch ein Teilnehmer der berühmten Tafelrunde Friedrichs II.

Schon seit 1736 stand Voltaire in Briefkontakt mit dem knapp zwanzig Jahre jüngeren
Kronprinzen Friedrich von Preußen.

Voltaire galt als wichtiger Verbindungsmann Frankreichs (König Ludwig XV.) zu Preußen.


 
Bacchantenhermen am Schloß Sanssouci
Die Südfassade des Schlosses verziert mit "Karyatiden" (Gebälkträger)
 des Bildhauers Friedrich Christian Glume (* 1714; 1752).

Im Schloss
"Sans, Souci." sind heute
Meisterwerke der Maler Antoine Watteau (* 1684; 1721),
Giovanni Paolo Pannini (* 1691; 
 1765) und
Antoine Pesne (* 1683; 1757) ausgestellt.


 
Laubengänge auf der Terrasse von Schloß Sanssouci
Die schmucklosen Seitenflügel des Schlosses, in denen die Küche, Stallungen und Räume
für die Dienerschaft untergebracht waren, verdeckte der Architekt von Knobelsdorff
mit symmetrisch angeordneten Laubengängen, die in je einem freistehenden,
mit vergoldeten Ornamenten verzierten Gitterpavillon ihren Abschluss fanden.

Vor den Laubengängen stehen Porträtbüsten römischer Persönlichkeiten und Vasenkopien.

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Die Seitentrakte - Küche und Damenflügel - wurden in ihrer heutigen Form erst 1840 bis 1842
unter Friedrich Wilhelm IV. nach Entwürfen von Ludwig Persius erbaut.
Der Westflügel oder auch Damenflügel war als "Logierzimmer für Hofdamen und Fremde"
vorgesehen, im Ostflügel wurde die Küche untergebracht.


 
Sonnengitterpavillon auf der Terrasse von Sanssouci    Betender Knabe, östlicher Gitterpavillon in Sanssouci.
Im östlichen Gitterpavillon ließ Friedrich II. die Figur des "Betenden Knaben" aufstellen, die er
1747
aus dem Besitz des Fürsten Wenzel von Liechtenstein (* 1696; 1772) erworben hatte.

Seit 1900 steht hier ein Nachguss aus der Berliner "Bronce-Waaren-Fabrik L. C. Busch".


 
Schloß Sanssouci - Kuppelrotunde
Wie Artus (sagenhafter walisischer König), schafft Friedrich II. eine Tafelrunde.
Die Tafelrunde am Hofe eines Königshauses galt als Inbegriff des Rittertums.

In der "elliptischen Kuppelrotunde" von Schloss "Sans, Souci." tagte die berühmte "Tafelrunde".
Dort, im "Marmorsaal", saß am Tisch, was in Europa Rang und Namen hatte, in Kunst und Wissenschaft.
Jedoch nur Männer, ausnahmslos.
Denn alle Frauen, auch die eigene - schließt Friedrich II. aus, aus seiner Welt.

Nur zu seiner Mutter Sophie Dorothea von Hannover (* 1687;  1757) und älteren Schwester
Wilhelmine, Markgräfin von Bayreuth (* 1709; † 1758) hatte er zeitlebens ein enges Vertrauensverhältnis,

nicht einmal seine Frau, die er auf Befehl seines Vaters heiraten musste, hat er geliebt - sie war nie in Sanssouci.

 
Nach seinem Regierungsantritt im Jahr 1740 "verbannte" König Friedrich II.
seine Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern und schenkte
ihr
das Schloss Schönhausen in Berlin-Pankow, Stadtteil Niederschönhausen.

Instandgesetztes Schloss Schönhausen März 2010
Bis 1797 war Schloss Schönhausen im Sommer ständiger Wohnsitz
von Königin Elisabeth Christine (* 1715; † 1797).

Sie ließ auf dem Gelände ihres Schlosses Schönhausen Leineweber aus Sachsen ansiedeln.
1753 entstand in der Umgebung die "Königin-Plantage", das spätere Schönholz,
als Garten und Maulbeerplantage.

Rohseide wird von den Kokons der Seidenraupen gewonnen, Seidenraupen fressen Maulbeerbaumblätter,
also wurden die Bäume gepflanzt um die Seidenraupenzucht in Preußen heimisch zu machen.

Friedrich II. liebte Seidentapeten in den königlichen Schlossgemächern, die aber,
wenn diese aus China eingeführt wurden, sehr teuer waren.


Königin Elisabeth Christine verstarb 11 Jahre nach dem Tod ihres Mannes.


 
gescanntes Bild - Tafelrunde Friedrich des Großen
Tafelrunde Friedrich des Großen in der Kuppelrotunde des Marmorsaals
von Schloss "Sans, Souci."

Gemälde (ca. 1852) von Adolf Menzel (* 8.12.1815; † 9.2.1905).

Teilnehmer (von links nach rechts):
Mylord Marishal (mit dem Gesicht zum Beschauer), Voltaire, General von Stille, Friedrich II.,
Feldmarschall Keith,
Graf Algarotti, General Graf Rothenburg, de Lamettrie und Marquis d´Argent.


 
Entwurfskizze Sanssouci von Friedrich II.
Text zur Entwurfskizze Friedrich II.

Abfotografiert von dem ehemaligen Schaukasten an der nördlichen Seite (Ehrenhof) des Schlosses,
Eingang Mühlentor des Parks Sanssouci.


 
  Ehrenhof Schloß Sanssouci
Das hierfür benutzte Baumaterial stammt u. a. auch aus dem Kalksteintagebau in Rüdersdorf bei Berlin.


Ehrenhof Schloß Sanssouci
Die Kolonnade, bestehend aus zwei Viertelbögen mit 88 korinthischen Doppelsäulen,
die den Ehrenhof auf der Nordseite von Schloss Sanssouci einrahmt.


 
Grünes vergoldetes Tor am Ehrenhof Schloss Sanssouci.
In der mittigen Kolonnadenunterbrechung wird die steile Zufahrtsrampe mit einem
schmuckvollen, teilweise goldfarbenen grünen Gittertor abgesperrt.


 
Blick vom Ehrenhof zum Ruinenberg.
Vom Ehrenhof hat man eine schöne Sichtbeziehung, über den Rossbrunnen (Viehtränke) zum Ruinenberg.


 
Rossbrunnen vor dem Schloss Sanssouci.
Vom Ehrenhof Schloss Sans Souci, die Sicht über die Kaskade des Rossbrunnens,
der
einige Jahre (2002 bis 2005) restauriert wurde und eingehaust war,
an der Straße nach Bornstedt, zum 74 m hohen Ruinenberg.


1850 bis 1852 von
Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795;  1876) nach dem Entwurf
von
Friedrich August Stüler (* 1800; 1865) errichtet.

Friedrich Wilhelm IV. nannte sie "Viehtränke".


 
Auf dem Ruinenberg - Potsdam.
Auch der Felsenbrunnen am Ruinenberg .........


 

 ........... wurde wieder restauriert (Foto: Sep. 2016).


 
Blaumeise im Felsenbrunnen - Ruinenberg.
Nachdem gegen 17:00 Uhr der Wasserlauf vom Felsenbrunnen abgestellt wurde,
nutzte sofort eine der hier zahlreichen Blaumeisen das Restwasser für ein Reinigungsbad.


 
Ruinenberg - Antike Landschaftsstaffage
Der Ruinenberg wurde 1746 bis 1748 nach Entwürfen von Knobelsdorff
als Aussichtspunkt und antike Landschaftsstaffage für Friedrich II. erbaut.

Er
besteht aus:
der Wand eines antiken römischen Theaters (Theaterwand),
 
Kolossale Säulengruppe Monopteros auf dem Ruinenberg - Potsdam.      Monopteros und Pyramide auf dem Ruinenberg - Potsdam.
 einer kolossalen Säulengruppe, eines toskanischen Monopteros (antiker Rundtempel) und einer Pyramide,
als "Verkleidung" für das in der Mitte befindliche
große runde Rückhalte-Wasserbecken mit ca. 80 Millionen Liter Wasser.

Friedrich der Große träumte davon, unterhalb der Weinbergterrassen von Schloss Sanssouci,
einen Brunnen mit einer hohen Wasserfontäne anzulegen.


 
Ruinenberg_Wasserrundbecken.jpg (24509 Byte)
Dafür wurde auf diesem Hügel, oberhalb des Schlosses,
1748
ein großes Wasserrundbecken mit ca. 8.000 Kubikmeter errichtet.

Der Druck, des durch ein Rohrsystem mit ausgehöhlten Baumstämmen herab fließenden
Wassers, sollte für den gewünschten Effekt ausreichen. Dieser war aber immer nur kurzzeitig,
da das Wasser sehr schnell abfloss und auch seitlich aus dem geborstenen hölzernen
Rohrsystems austrat.

Der Alte Fritz erlebte nicht mehr das anhaltende Wasser-Schauspiel.

Siehe auch die Beschreibung des Fotos Große Fontäne.


Die Theaterwand wurde 1748 von
Johann Boumann d. Ä. (* 1706; † 1776) und dem italienischen Bühnenbildner
Innocente Bellavita (* 1690; † 1762) nach einem Entwurf von
Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (* 1699; 1753) erbaut.


 
Normannischer Turm - Ruinenberg
Der 1846, nach Entwürfen von Ludwig Persius (* 1803; 1845) unter der Leitung
von Ferdinand v. Arnim (* 1814; 1866),
nachträglich erbaute Normannische Turm (23 Meter hoch) in Form eines
mittelalterlichen Wachturms, neben der Wand eines antiken römischen Theaters.

Er war nach umfangreicher Restaurierung seit Sept. 2001 wieder begehbar,
wegen Besuchermangel aus Kostengründen ab Nov. 2015 geschlossen
und ist derzeit nur im Rahmen von Sonderöffnungen zu besichtigen.

Von hier aus gibt es eine gute Rundsicht über die Potsdamer Kulturlandschaft.


Blick vom Ruinenberg - Narmannischer Turm - zum Schloss Sanssouci.
Die Sicht vom Normannischen Turm auf dem Ruinenberg hinunter zum Schloss Sans Souci.
Foto: Oktober 2001


 
Große Fontäne im Französischen Rondell im Gartenparterre Park Sanssouci
Ausblick von der Schlossterrasse in den Park, zum Hauptbrunnen mit der Großen Fontäne
im Französischen Figurenrondell des Gartenparterres.


 
Bueste Herzog von Bracciano im Park Sanssouci
Die in rotem Porphyr (vulkanisches Gestein) gearbeitete Büste des * 1591 geborenen Paolo Giordano II. Orsini († 1656),
Herzog von Bracciano bei Rom
, steht jetzt wieder mittig vor der Fontäne im Gartenparterre von Sanssouci.

Der Herzog hatte im Europa des 17. Jahrhunderts einen Ruf als Kunstförderer.

Friedrich II. hat die Büste im Jahr 1742 gekauft - kurz bevor der Bau von Sanssouci begann.
Der Preußenkönig sah sich in der Tradition des italienischen Herzogs.

Sie wurde vermutlich schon 1749 bis 1750 im damals neuen Park in der Mittelachse des
Gartenparterres aufgestellt.


Büste Herzog von Bracciano im Park Sanssouci.
Die Skulptur kehrte nach mehr als 70 Jahren an seinen einstigen Standort zurück.

Sie war zuletzt im Kabinett der Bildergalerie zu sehen
und lagerte seit 1996 im Depot der Stiftung.


 
Haupt-Fontäne im Park von Sanssouci
Die Große Fontäne (bis 40 m hoch), Hauptbrunnen im Park von Sanssouci auf der
2 km langen Hauptallee (Hauptachse), gespeist mit dem Wasser aus dem 10 Millionen Liter
großen Rückhaltehochbecken auf dem Ruinenberg, welches heute noch von den Pumpen
im Dampfmaschinenhaus (Moschee) aus der Neustädter Havelbucht/Potsdam
über eine 1,8 km lange Druckleitung gefüllt wird.


*) Beschreibung von 1900:
                                                                                   


Der "Alte Fritz" erlebte nicht mehr dieses Wasser-Schauspiel. Erst 100 Jahre später,
nach der Einweihung von Schloss Sanssouci (1. Mai 1747) und den ersten Versuchen
einer Wasserkunstanlage mit Fontäne, wurde zur Zeit von Friedrich Wilhelm IV.,
am 23. Okt. 1842, diese mit einem Strahl von  2,5 Zoll Stärke und ca. 40 m Höhe
in Betrieb genommen.

Ludwig Persius (* 1803; † 1845) und
August Borsig (* 1804; † 1854) waren
die Schöpfer der großartigen und praktischen Leitungsanlagen und Pumpen.

Diese Namen werden deshalb in der Geschichte von Sanssouci
stets an hervorragender Stelle verzeichnet stehen.


Weinbergterrassen
    Blick vom Gartenparterre (Lustgarten) zu den sechs Weinbergterrassen, herauf zum Schloss.

Vier elf Meter hohe Säulen schmücken seit 1844 den Lustgarten im Gartenparterre von Sanssouci.
Das Gestein der Säulen besteht aus Adneter Korallenkalk. Sie waren eigentlich
für einen Innenraum vorgesehen - den Ruhmestempel Walhalla bei Regensburg.

Doch der Architekt Leo von Klenze (* 1784; † 1864) verwendete die Korallenkalk-Kolosse nicht,
so dass Preußens Monarch Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) diese für Potsdam ankaufen ließ.

Der weiche Stein ist für den Außenbereich nicht geeignet, Witterungs- und Umwelteinflüsse
führten zu Rissen und Hohlräumen an den Säulen.

In den Jahren 2006 bis 2008 wurden diese restauriert und konserviert, so dass sie nun
wieder in ihrer ursprünglichen Farbigkeit strahlen können.
                
Venus von Medici im Gartenparterre von Sanssouci
In vornehmem carrara-weißen Marmor-Teint krönt die dem Bade entstiegene
Venus (Aphrodite) von Medici (1843) wieder
eine der ersten restaurierten Säulenkapitell - im vorherigen Foto, die linke Säule.


 
Neue Kammern mit historischer Mühle
Neue Kammern, 110 m Länge mit 25 Fenstern. 1745 - 1747 von Boumann, nach
Plänen von Knobelsdorff, links (westlich) neben dem Schloss Sanssouci als Orangerie erbaut.
1771 - 1775 umgestaltet, von Georg Unger, zum Gästeschloss,
als Domizil für Gäste und Ort für Feste
.

Hinter dem Gebäude der Neuen Kammern steht die "Historische Galerieholländermühle".


 

Saal in den Neuen Kammern
Die Säle:  Blaue Galerie, Buffetsaal, Ovidgalerie und Jaspissaal sowie die Gästezimmer:
Grünes Lackkabinett, Großes Intarsienkabinett und Kleines Intarsienkabinett mit den
dazugehörigen Schlafzimmern, sind im Spätstil des friderizianischen Rokoko gehalten.



 
Historische Muehle in Potsdam Sanssouci
Historische Galerieholländermühle hinter den Neuen Kammern,
am Mühlentoreingang von Park Sanssouci (obere Terrasse Schloss Sanssouci)
Standort seit 1739, mehrfach um- und aufgebaut.

Die erste Bockwindmühle auf dem Bornstedter Höhenzug entstand auf Initiative
König Friedrich Wilhelm I., der damit die Versorgung in der Stadt Potsdam
verbessern wollte.
Die Mühle nahm ihre Arbeit 1739 auf.

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Die Historische Mühle ist durch die Legende vom Müller und König weltbekannt.

Danach soll dem König Friedrich II. (der Große) das ständige Geklapper der Windmühle
gestört haben. Er hat nach dieser Sage dem Müller deshalb den Kauf angeboten, was dieser
aber ablehnte. Der Alte Fritz soll darauf erbost reagiert haben:

"Weiß Er denn nicht, dass ich ihm Kraft meiner königlichen Macht die Mühle wegnehmen kann,
ohne auch nur einen Groschen dafür zu bezahlen ?"

Unerschrocken habe der Müller geantwortet: "Gewiss, Eure Majestät, das könnten Euer Majestät
wohl tun, wenn es - mit Verlaub gesagt - nicht das Kammergericht in Berlin gäbe !"
 
D
ie Sage ist ein Zeugnis für den Glauben des damaligen Volkes an die Gerechtigkeit
seines Königs Friedrich dem Großen.

Der tatsächliche Vorgang war aber ein anderer.
Der Müller Arnold, der fällige Zinszahlungen verweigerte, wurde verurteilt, seine Mühle 1779 zu versteigern.
Durch eine Bittschrift konnte er jedoch den König für seine Sache gewinnen.



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Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg
Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg, Lindenstr. 9-14,
1734
bis 1735 von Philipp Gerlach (* 1679; † 1748) erbaut.

Es beherbergte ursprünglich das Preußische Kammergericht
bis zu seinen Umzug 1913 in den Neubau am Kleistpark.

Ab 1992 befindet sich ein Teil des Jüdischen Museums in dem Gebäude.

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Historische Muehle                            Historische Muehle über Neue Kammern
Der zweite Neubau einer Galerieholländermühle wurde auf eigene Kosten König Friedrich Wilhelm II.
1787 - 91
von dem holländischen Baumeister Cornelius van der Bosch (* 1706; † 1789) errichtet.

Es ist eine Galerien-Windmühle nach niederländischem Vorbild.
Ihr Betrieb wurde um 1860 eingestellt. Danach wurde die Mühle als historisches Objekt
zum Denkmal erklärt und zur Besichtigung freigegeben.

Achtzig Jahre später, im April 1945, brannte die Mühle während der Panzerkämpfe des
Zweiten Weltkrieges (1939 - 1945) im Park von Sanssouci bis auf das Sockelgeschoss ab.



Historische Mühle und Neue Kammern an der Maulbeerallee in Potsdam
Hier die Historische Mühle und die Neuen Kammern an der Maulbeerallee.

Eine Bockwindmühle, die bereits seit 1739 auf der Anhöhe stand, unterstrich die ländliche Idylle des Ortes.
Friedrich II. war der Meinung, dass die Mühle dem Schloss eine Zierde sei.

Die dritte Mühle wurde 1983 - 1993 nach der Bauweise um 1800 neu errichtet und ist seitdem wieder zu besichtigen.

Seit 2003 kann hier wieder Getreide zu Mehl verarbeitet werden.


 
Grünes Gitter - Parkeingang Sanssouci
Das Grüne Gitter, im Jahr 1850 kunstvoll geschmiedetes Tor,
einer der schönsten Haupteingänge zum Park und Schloss Sanssouci,
von der Straße "Allee nach Sanssouci" - abgehend vom Luisenplatz - zu erreichen.


 
Das Grüne Gitter in Sanssouci, Potsdam.
In den Torflügeln sind die goldfarbenen Initialen von Friedrich Wilhelm IV. eingearbeitet.
 

 
Pfarr- und Schulhaus Friedenskirche Sanssouci
Hier errichtete August Stüler (* 1800; † 1865) auch das Pfarr- und Schulhaus für die Friedenskirche.



Dreikönigstor - Schopenhauer Straße
In der Schopenhauer Straße steht das Dreikönigstor, der Eingang zum Friedensgarten für den
direkten Weg zu der in stiller Abgeschiedenheit liegenden Friedenskirche im Park Sanssouci.


Der Hofarchitekt Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795;  1876) schuf es 1851.
Die drei Skulpturen zeigen die Könige David, Salomon und Karl den Großen.
Diese stammen von dem Bildhauer Gustav Hermann Blaeser (* 1813;  1874).


 
Friedenskirche und Mausoleum
Blick über den Friedensteich zur Friedenskirche (rechts das Mausoleum),
als ital. Kirchenkomplex 1844 - 1854 nach einer Ideenskizze Friedrich Wilhelm IV.
und Plänen von Ludwig Persius, nach dessen Tod, mit Beteiligung von Stüler,
Hesse
und von Arnim erbaut.

Schon als Kronprinz hatte der Italienliebhaber Friedrich Wilhelm (IV.) 1834,
aus der zum Abbruch bestimmten Kirche San Capriano auf  der Insel Murano bei Venedig,
ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Apsismosaik ersteigern lassen.
Die Friedenskirche wurde praktisch um dieses Mosaik herum gebaut.


 
Friedenskirche im Park Sanssouci - Potsdam.
Vorbild war die frühchristliche Basilika S. Clemente in Rom.

Der Glockenturm hat als Vorbild den Campanile von Santa Maria in Cosmedin, ebenfalls in Rom.


 
Friedenskirche - Apsismosaik
In der Friedenskirche, der Altar vor einer seltenen Kostbarkeit, dem Apsismosaik.

Fast die gesamte Wölbung der Apsis (halbrunde Altarnische) nimmt dieses italienische
Mosaik aus dem 13. Jahrhundert in Anspruch, welches als zentrale, alles überragende
Figur Christus als Weltenrichter darstellt.
 
Es ist eines von zwei Originalen italienisch-byzantinischer Mosaiken,
die nördlich der Alpen überhaupt existieren.

Letzte Ruhestätte König Friedrich Wilhelm IV. - Friedenskirche Sanssouci.
Letzte Ruhestätte König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) und
seiner Gemahlin Elisabeth, in einer Gruft unterhalb des Altars.
Gedenkplatten mit Inschrift als Gruftabdeckung vor den Stufen zum Altar.

Das Herz Friedrich Wilhelm IV. wurde in der Gruft des Mausoleums im
Charlottenburger Schlossgarten in Berlin bestattet,
zu Füßen seiner dort beigesetzten Eltern Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise.


Christus-Statue am Glockenturm - Friedenskirche                   Christusstatue - Arkadenhof - Friedenskirche
Segnender Christus

Die überlebensgroße Christus-Statue am Fuße des Glockenturms, hinter dem Kirchenschiff im Atrium.

Der Vierströhmebrunnen symbolisiert die Paradiesströme und die Reinigungsbedürftigkeit des Menschen.

Allein das Königspaar benutzte zu jener Zeit die Christuspforte, von der ein Säulengang
in den "Narthex" (offene Vorhalle) führt, die sich nach Westen zum kleinen Atrium öffnet.


 
Christus_im_kleinen_Arkadenhof.jpg (18357 Byte)
Im kleinen Atrium und Kreuzgang der Friedenskirche.

Die mittig
auf einem Vierströhmebrunnen stehende Statue der Christusfigur im Atrium
ist eine Kopie des Originals, dass in der Frauenkirche von Kopenhagen steht und von
dem dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (* 1770; † 1844) geschaffen wurde.

Die galvanoplastische Nachbildung wurde 1847 von Julius Winkelmann (* ; Lebensdaten nicht bekannt)
angefertigt und 1851 aufgestellt.


 
Moses im Gebet - Atrium Friedenskirche - Sanssouci.
Die Marmorgruppe im südlichen Arkadengang.

Der Prophet Mose betet und wird von den Hohepriestern Aaron (älterer Bruder von Mose)
und Hur (
Gefährte Moses und Aarons) dabei gestützt.

Nach biblischer Überlieferung führte der Prophet Mose als von Gott Beauftragter das Volk der Israeliten
auf einer vierzig Jahre währenden Wanderung aus der ägyptischen Sklaverei in das kanaanäische Land.

Es ist das letzte Werk von Christian Daniel Rauch (* 1777;  1857), und wurde in
den Jahren 1855 bis 1863 von seinem Schüler Albert Wolff (* 1815;  1892) vollendet.

Die
Idee hierfür und Skizzen stammen von dem sehr gläubigen Friedrich Wilhelm IV.,
der diese Gruppe in Auftrag gab.


 
Arkadenhof - Friedenskirche    Kreuzgang und Arkadenhof - Friedenskirche in Sanssouci.
Großer Arkadenhof und Kreuzgang.


 
Schießmauer im Kreuzgang der Friedenskirche - Sanssouci.    Brunnenquelle vor der Schießmauer im Kreuzgang der Friedenskirche.
Mauerfragment:

Reste der Schießmauer (Kugelfang) des Schießstandes
mit mittelalterlichem
Skulpturenschmuck
im Marlygarten - Kreuzgang der Friedenskirche.

Im Jahr 1715 ließ Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740) außerhalb der Stadt,
nordwestlich des Brandenburger Tores, den Marlygarten anlegen.


Am Garteneingang auf der Westseite stand ein einfaches, grottiertes Lusthaus.
Der Raum im Erdgeschoss diente als Schießstand und der
von West nach Ost führende Hauptweg als Schießbahn.

Auf der Ostseite des Gartens, an der Stelle der "Brunnenquelle im Kreuzgang",
der später erbauten Friedenskirche
(1844 bis 1854),
befand sich deshalb eine sogenannte "Fangmauer",
an der die "Schießscheiben" angebracht wurden.

Um 1852 wurde nach Vorgaben König Friedrich Wilhelms IV. gestaltetes Brunnenensemble
an dem Mauerfragment aufgestellt (rechtes Foto).


 
Kaiser Friedrich Mausoleum
Kaiser-Friedrich-Mausoleum

*) Mausoleums-Beschreibung von 1900:

Das Mausoleum ist ein vom Geheimrat Raschdorf (* 1823; † 1914) aus Berlin mit sorgfältiger
Berücksichtigung einer von der Kaiserin Friedrich entworfenen Skizze aufgeführter Bau,
dessen Grundstein am 18. Okt. 1888 des Trauerjahres gelegt und dessen Einweihung
ebenfalls am Geburtstage des verewigten Kaisers des Jahres 1890 vollzogen wurde.
Sein Stil ist dem Kirchlein zu Innichen in Tirol entnommen, das der heiligen
Grabeskirche zu Jerusalem nachgebildet ist.


Grabmäler Friedrich III. und Victoria - im Mausoleum
Im Kaiser-Friedrich-Mausoleum:                                                      

Kaiser Friedrich III. (99 Tage Kaiser vom 09.03.1888 bis 15.06.1888)
und König von Preußen
* 18. Oktober 1831
15. Juni 1888

mit seiner Frau (seit 1858) Prinzessin Victoria von England
(n. d. Tod Friedrich III., Kaiserin Friedrich)
* 1840 in London                  
                † 05. Aug. 1901 in Schloss Friedrichhof

(Mutter Wilhelms II. und Gegnerin Bismarcks)

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Im August 1991, nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der
Überführung des Sarges von der Hechinger Burg (Schwäbischen Alb) nach Potsdam,
fand hier auch Friedrich Wilhelm I. (* 1688 / † 1740) "Soldatenkönig",
neben den kaiserlichen Nachfahren seine letzte Ruhestätte.

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Das Drei-Kaiserjahr 1888:

Nach dem Tod des 91jährigen Wilhelm I. († 09.03.1888) übernahm
Friedrich Wilhelm (Kaiser Friedrich III.) als Todkranker (Kehlkopfkrebs) die Regierung.
Bereits 99 Tage später verstarb er
(† 15.06.1888) .
Sein Tod beendete die politischen Hoffnungen der Liberalen.
Nach Kaisers Friedrich Tod wurde am 15.06.1888 sein Sohn als Wilhelm II. deutscher Kaiser.

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Felsentor zum Nordischen Garten.
Vom Park Sanssouci gelangt man zum Nordischen Garten durch das Löwentor und die Thetisgrotte (Felsentor),
welche nach Vorgaben von Wenzeslaus von Knobelsdorff
1750 errichtet wurde.

Auf dem Felsentor (Thetisgrotte) befindet sich ein
Steinadler aus getriebenen Zinkblech,
der eine Schlange erbeutet hat.

An den Stufen - rechts und links zur Maulbeerallee - auf marmorverkleideten Postamenten
wurden um
1857 zwei Bronze-Tiergruppen platziert,
westlich liegt eine
Löwin mit erlegtem Rehbock (links) und östlich liegt ein Löwe mit erjagtem Rehkitz (rechts).

Der
Nordische Garten befindet sich oberhalb von Park Sanssouci, durch die Maulbeerallee getrennt.
Wenn die
Thetisgrotte mit ihren drei hintereinander stehenden Felsbögen
durchschritten wird,

Meeresnymphe Thetis im Nordischen Garten - Sanssouci.
läuft man direkt auf die Skulptur der
Meeresnymphe Thetis zu (griechische Mythologie),
die früher in der Felsnische stand.
Sie war die Schönste der -
Nereiden genannten - 50 Töchter des Meeresgottes Nereus
.


Mauer an Thetisgrotte (Felsentor) - Sanssouci.
Die
ursprünglich geschlossene Felsnische aus grob behauenen Sandsteinblöcken
wurde um
1843 geöffnet und 1847 durch eine
skulpturengeschmückte Mauer
mit dem Mühlenhaus verbunden.


 
Grotte im Nordischen Garten - Sanssouci.
Die tempelartige Grotte im unteren Bereich des Nordischen Gartens - oberhalb der Maulbeerallee - wird erreicht,
wenn man durch das Felsentor (Thetisgrotte) nach links läuft - Richtung Orangerie Schloss.


Im Gegensatz zum flachen Sizilianischen Garten ist der Nordische Garten im Jahr 1860 auf einem Hang angelegt worden.
Im Garten dominieren Laub- und Nadelhölzer sowie kunstvoll geschnittene Hecken und Büsche.


 
Schwertprüfer oder Fechterfigur (?) im Nordischen Garten - Sanssouci.
Im unteren Teil des Gartens steht seit 1912 vor der Tempel-Grotte die Bronzeskulptur des Schwertprüfers (Fechterfigur)
von Fritz Heinemann (* 1811; † 1932).


 
Blick vom Nordischen Garten zum Sizilianischen Garten.
Die Sichtachse von der Terrasse der Tempel-Grotte im Nordischen Garten über die Bronzefigur des Schwertprüfers
und Maulbeerallee, zur
Seelöwenfontäne des Sizilianischen Gartens hinunter zum Entführungsrondell,
bis zum Parkgraben im Park Sanssouci
.


 
Sizilianischer Garten im Park von Sanssouci.
Der Sizilianischer Garten im Park von Sanssouci.

Der Sizilianische Garten wurde 1856 unter Friedrich Wilhelm IV. nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt.
Es ist eine mediterran gestaltete Anlage mit Wasserspielen, Kübelpalmen, südländische Pflanzen
und Kopien antiker Skulpturen.


Die Futtermauer (Stützwand) im Sizilianischen Garten, in deren Brunnennische die Najade nun wieder steht,
wurde im 18. Jahrhundert als Befestigungs- und Treibmauer für Obst am Hang des westlich
der Neuen Kammern gelegenen Gartens errichtet.


 
Pergolen-Umlauf im Sizilianischen Garten - Sanssouci.
In dem Garten befindet sich auch
ein Pergolen-Umlauf, der mit Buchen bewachsen im Sommer Schatten spendet.

Im 18. Jahrhundert war es nicht schicklich die Haut durch Sonnenstrahlen bräunen zu lassen.
Sie wurde sogar noch weiß gepudert.


 
Das Ensemble der Balustrade im Sizilianischen Garten.
Das kostbare Ensemble der
Futtermauer mit Balustrade und Seelöwenfontäne wurde restauriert
 und wieder mit Bronzen nach der Antike . . . .
           
Bronzeskulptur vor Futtermauer - Sizilianischer Garten - Sanssouci. Bronzeskulptur vor Futtermauer - Sizilianischer Garten - Sanssouci. Bronzeskulptur vor Futtermauer - Sizilianischer Garten - Sanssouci. Bronzeskulptur vor Futtermauer - Sizilianischer Garten - Sanssouci.
"Bacchant", "Amazone Mattei", "Athena Giustiniani" "Meleagros"
Diener des Bacchus und eine der drei sogenannten Kopie einer griechischen Skulptur Sohn des Königs von Kalydon
trunkener Schwärmer. "Ephesischen Amazonen". von Pallas Athena (Göttin Athene). und einer der Argonauten.


Antike Skulpturen - Balustrade Sizilianischer Garten - Sanssouci.

 . . . . und Marmorskulpturen geschmückt.

Die jeweils zwei seitlich von der Seelöwenfontäne auf der Balustrade platzierten historischen Skulpturen der Marmorkopien stellen
den altgriechischen Politiker Demosthenes und seinen Gegner Aischines, den Dichter Sophokles und einen Feldherren dar.




In der Brunnennische in der Mittelachse der mit Marmorplatten verkleideten Stützmauer
steht die anmutig zu Boden schauende, knapp bekleidete Najade mit einem Krug,
aus dem Wasser in den Brunnen zu ihren Füßen fließen sollte.

Najaden sind Nymphen in der griechischen Mythologie, die über Quellen, Bäche, Flüsse, Sümpfe, Teiche und Seen wachen.

Das Original der Najade stammt von dem Bildhauer Emil Wolff (* 1818; † 1896) aus dem Jahr 1854.

Aufgestellt wurde die  Marmorkopie der Najade im August 2017, die aber schon 1999/2000 ausgeführt wurde,
von dem 1969 geborenen Bildhauer Andreas Klein.




Rückseite der Seelöwenfontäne - Sizilianischer Garten - Sanssouci.
Auf
der Balustrade über ihr reiten seit 2011 wieder zwei Okanaiden auf marmornen "Seelöwen",
die Wasser in eine Schale speien (sollten), die aber nicht mehr aus Marmor besteht.

Die
rückwärtige Ansicht löst das Rätsel am besten, die Löwen sind Mischwesen:
   
Vorne Löwe, hinten ein Fisch
-
die sogenannte "Seelöwenfontäne".


Die Wirkungsbereiche der Okeaniden sind das Meer und die Süßgewässer, die sie sich mit
den Nereiden und den Nymphen teilen und von denen sie nicht immer unterschieden werden.


Die Seelöwenfontäne wurde 1858 von dem Bildhauer Julius Franz (* 1824; † 1887) modelliert und 1862
von den Bildhauern
Eduard Stützel (* 1806; † 1877) und Alexander Gilli (* 1823; † 1880) ausgeführt.



Im Sizilianischen Garten - Park Sansouci.
Kübelpalmen und andere südländische Pflanzen im Sizilianischen Garten.


 
Im Sizilianischen Garten - Park Sansouci.
Der Blick durch den Garten zur Historischen Galerieholländermühle und Neue Kammern (Aug. 2018).

Wegen der monatelangen Trockenheit aufgrund des heißen Sommers 2018 (oft über 30 Grad C) sind die Fontänen
und Wasserläufe in allen Gärten und Parks von Sanssouci nur abwechselnd vereinzelt angestellt worden. 


 
Orangerie - Reiterstandbild auf dem Neuen Stück.
Blick über das "Neue Stück" zum Orangerieschloss und zur Orangerieterrasse
am Nordrand des Parks und zur Grotte in der Jubiläums-Terrasse.

Das Schloss dient vornehmlich als Winterquartier für die südländischen Pflanzen
des Parks, außerdem enthält es aber auch prächtige Repräsentationsräume, wie z. B.
den Raffael-Saal mit einer Kopien-Sammlung nach Werken Raffaels.

Im Vordergrund das Reiterstandbild Friedrichs II.


1865
von zwei Schülern von Daniel Rauch (Aloisio Lazzerini und Carlo Baratta) angefertigt.


 
  Der Bogenschütze im Park "Neue Stück".
Die Grotte und die Jubiläums-Terrasse (Neue Stück) wurden anlässlich des 25jährigen Regierungsjubiläums von
Kaiser Wilhelm II. (* 1859; 1941) im Jahre 1913 unterhalb des Orangerieschlosses als weitere Terrasse
durch den Hofarchitekten Albert Geyer (*1846; 1938) und den
Hofgartendirektor Heinrich Zeininger (* 1867; 1939) angelegt.


Im Vordergrund der
Bogenschütze,
1895 nach einem Entwurf von Ernst Moritz Geyger (* 1861; † 1941) und ab 1901 als
Kupfertreibarbeit
von dem Ciseleur Gustav Lind (*
; Lebensdaten nicht bekannt) ausgeführt.

Von 1902 bis 1927 stand die Plastik im Sizilianischen Garten und wurde dann in das Hippodrom ausgelagert.
Ab 1960 wurde sie im Parterre des Parks vor dem "Neuen Stück" aufgestellt.


 
Orangerie Schloss mit Grottenterrasse.
Durch die Maulbeerallee (vorne) wird das Orangerieschloss von der vorgelagerten
Jubiläums-Terrasse und dem Neuen Stück im Park getrennt.


 

Die Sicht von den Aussichtstürmen des Orangerieschlosses über die Maulbeerallee
hinunter zum Neuen Stück im Park Sanssouci.


 
Orangerie - Schloß Mittelbau
Die Orangerieterrasse mit dem Orangerieschloss, Schloss-Mittelbau, Säulenhof und den Aussichtstürmen.

1851 - 1864 nach einer Ideenskizze von König Friedrich Wilhelm IV. und
Plänen von Ludwig Persius, unter Beteiligung von Stüler und Hesse,
im Stil italienischer Renaissancevillen erbaut.



Standbild Friedrich Wilhelm IV. vor dem Orangerieschloss
Vor dem Mittelbogen des Säulenhofes steht das Denkmal
für den Bauherrn König
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (* 1795; † 1861).

Der Bildhauer
Gustav Hermann Bläser (* 1813; 1874) fertigte die Statue im
Auftrag der Königin Elisabeth von Preußen (* 1801; † 1873) im Jahr 1872 an.



Im Säulenhof der Orangerie in Sanssouci.     Im Säulenhof der Orangerie in Sanssouci.
Die Königinwitwe pflegte oft hinter dem Denkmal im Schatten zu sitzen.




Im Mittelbau der Orangerie - Sanssouci.
Im Mittelbau befand sich die Gästewohnung für Charlotte von Preußen (* 1798; † 1860),
Schwester von König Friedrich Wilhelm IV., der späteren Zarin
Alexandra Fjodorowna.



Orangeriehalle in Sanssouci.
Der Großteil des Gebäudes diente damals wie heute als Orangerie,
hier die zur Zeit leerstehende östliche Pflanzenhalle im Sommer, August 2018.



 
Orangerie - ca. 330 m Gesamtlänge
Das Orangerieschloss ist mit ca. 330 m Gesamtlänge das größte Gebäude im Park von Sanssouci.
Blick in Richtung Osten, zum Ostflügel.


 
Orangerie - Seitendoppelportal
Der Blick (Richtung Osten) durch das linke Seiten-Doppelportal (Westflügel) zur Orangerie-Schlossanlage,

 
Pavillonartige Villen Orangerie Sanssouci
welches pavillonartige Villen miteinander verbindet und den
rahmenden Abschluss des Gebäudes jeweils an den Enden der Seitenflügel bildet.


 
Auf der Orangerieschlossterrasse in Sanssouci.
Auf der Orangerie-Schlossterrasse mit Blick zum Westflügel.


 
Blick durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg
Blick und Sichtachse vom Westflügel - Seiten-Doppelportal - der Orangerie-Schlossanlage
durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg.


Sicht durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg
Die Krimlindenallee (Krim-Linden) und das Belvedere.


 
Kronprinzenbrücke am Orangerieschloss - Sanssouci.
Die Kronprinzenbrücke - hinter dem Westflügel des Orangerie-Schlosses,
mit Sichtachse zum Belvedere auf dem Klausberg.



 
Blick von der Kronprinzenbrücke in den Paradiesgarten.
Der Blick von der Kronprinzenbrücke, links hinunter, in den Paradiesgarten.
- Teil des Botanischen Gartens der Universität Potsdam -


Der Paradiesgarten, Ort der Ruhe, Stille und des Glücks, ist fast menschenleer,
an einem sonnigen Nachmittag im September 2018.

Einen "Italienischen Fruchtgarten" wollte der König hier haben,
wild überwuchert, wie es das romantische Ideal vorgab.

Als architektonischer Mittelpunkt des Paradiesgartens, der als Ruheplatz dienen sollte, entwarf Persius
nach Vorgaben Friedrich Wilhelms IV. ein sogenanntes Atrium in der Funktion eines Stibadiums,
das 1845 bis 1846 wenige Meter nordöstlich des Haupteingangs errichtet wurde.


Eingang zum Paradiesgarten.
Der Haupteingang zum Paradiesgarten an der Maulbeerallee.
- Bus 695, Haltestelle Orangerie aussteigen -


Den Haupteingang an der Maulbeerallee gestaltete Ludwig Persius 1844 nach dem Vorbild des Stibadiums in Tusculum,
mit einer von vier Terrakottasäulen getragenen Pergola und einer Marmorwanne mit Wasserspeiermaske.


 
Eingang - Sandsteinmauer mit Pergola am Paradiesgarten.
Den Garten ließ Ludwig Persius zwischen 1842 und 1844 mit einer Sandsteinpergola einfrieden,
die um 1900 durch eine Sandsteinmauer mit hölzernem Laubengang ersetzt wurde.


Der Botanische Garten in Sanssouci wird durch die Maulbeerallee in zwei Areale geteilt.

Auf der Südseite, dem Gelände der ehemaligen Hofgärtnerei von Sanssouci,
stehen die Institutsgebäude der Universität Potsdam und Gewächshäuser mit Freilandflächen.

Auf der Nordseite liegt das kleinere Areal, der als "Italienischer Fruchtgarten" angelegte
sogenannte "Paradiesgarten",
der heute der Potsdamer Universität als Lehr- und Schaugarten dient.


 
Stibadium im Paradiesgarten in Sanssouci.
Im Zentrum des Gartens entwarf Ludwig Persius ein Atrium mit Stibadium, eine halbrunde Sitzbank,
als
 Rückzugsort für den preußischen König und seine Gemahlin.

Der in sich geschlossen wirkende Bau, hier die Südseite, erhielt eine Lichtdurchlässigkeit durch die
im Süden und Norden liegenden Eingänge und die portalartige Öffnung auf der Ostseite (rechts).

Das vom König als Einzelbauwerk gewünschte Atrium war im antiken Hausbau ein zentral im Innern
liegender Raum mit geöffnetem Dach, durch dessen Öffnung Regenwasser in ein Wasserbecken,
das Impluvium
(Sammelbecken für Regenwasser), gelangte.

Von außen spenden rundum große Platanen genügend Schatten.


 
Wasserteich hinter dem Stibadium im Paradisgarten.
Blick über das längliche Wasserbecken
an der Nordseite - hinter dem Atrium,
als eine der zusätzlichen Wasserstellen im Paradiesgarten,
auf dessen Beckenrand
Kübel mit verschiedenen Pflanzen dekorativ aufgestellt wurden.

Erkennbar ist die apsisförmige Ausbuchtung für das innen befindliche Stibadium
auf der Westseite des Gebäudes (rechts).


 
Im Atrium (Stibadium) des Paradiesgartens.
Ein Stibadium ist ursprünglich eine halbkreisförmige Anordnung von steinernen Bänken
bei Tischgesellschaften zur Römerzeit.

Hier ist damit die halbrunde Bank in der Nische (Apsis/Erker) im hinteren Teil des Gebäudes gemeint.
Vorgelagert ist ein Atrium mit antikem Brunnenhof - Wasserbecken und Brunnenskulptur.

Die pastellfarbene Malerei an den Wänden ist verblasst, auf den Gemälden historischer Landschaften
des Mittelmeerraums ist kaum noch etwas zu erkennen.

Ungewöhnlich an dem Bau sind neben den 12 großen Terrakottasäulen die 40 farbigen, 50 cm hohen Glasvasen
in den Metopenfeldern (Zwischenräumen) des Triglyphenfrieses (Schmuckträger) oben.

Sie lassen ein farbiges, fast magisches Licht in den Innenraum und verleihen dem kleinen Bau
auch nach außen eine lebhafte Farbigkeit.


Bei der Gebäudesanierung 2008 bis 2009 wurden die Vasen, von denen nur vierzehn Originale erhalten geblieben sind,
durch
Repliken (Nachbildungen) ersetzt - 2009 in einer tschechischen Glashütte mit Original-Pigmenten hergestellt.


 
Spulptur- Adler, ein Reh schlagend - im Atrium (Paradiesgarten).
Die Bronzegruppe "Adler, ein Reh schlagend",

die recht dramatisch einen Steinadler zeigt, der ein Reh erbeutet hat, lässt erahnen,
dass die Welt nicht nur aus Vogelgezwitscher, Licht- und Wasserspielen besteht.


Die Bronzeskulptur kam
auf einem Sockel im Impluvium
1846 zur Aufstellung.
Sie wurde von
Friedrich Leopold Bürde (* 1792;  1849) modelliert.


 
13 stufige Kaskade seitlich des Stibadiums in Sanssouci.     13 stufige Kaskade seitlich des Stibadiums in Sanssouci.
Als weitere Wasserstellen im Paradiesgarten entstanden 1846 gegenüber dem Atrium, am östlichen Hang, eine Wasserkaskade
nach Plänen
Ludwig Ferdinand Hesses (* 1795; † 1876) und hinter dem Atrium (Nordseite) ein längliches Wasserbecken.

Hesse entwarf eine 13-stufige Kaskade, die er beidseitig mit einer abgetreppten Mauer einfasste.
Zu beiden Seiten ist die Treppe hügelan mit Blumen-Rabatten eingefasst.
Es ist schon von weitem ein sommerlich bunter Blickfang.


Den oberen Treppenabschluss betont eine Marmorvase und ein auf Balustern ruhendes Becken,
das durch eine Löwenkopfmaske am Vasensockel mit Wasser gespeist wird.

Aus drei Kinderkopfmasken am Beckenrand fließt das Wasser auf die Treppenstufen
und sammelt sich in einem halbrunden, von weiß gefassten Hermen mit Blumenschalen
flankierten Becken am Fuß der Kaskade.


 
Am Wiesenweg - Park Sanssouci.     
Bachverlauf des Parkgrabens am Wiesenweg,                         
in Richtung
Chinesisches Haus.                                      


 
    Wiesenwegbrücke - Park Sanssouci
             Die Wiesenwegbrücke über den Parkgraben wurde u. a. von den
                       Einnahmen der Potsdamer Schlössernacht restauriert.


 
Japanische Kirschbaumbluete mit Biene     Chinesisches Haus
Frühling im Park von Sanssouci am Chinesischen Haus (April 2005),

Tambourkuppel - sitzender Mandarin.
mit einer Tambourkuppel und sitzendem Mandarin auf dem Dach.
  
Manchmal auch Japanisches Haus, Tempel, Chinesisches Palais oder Teehaus genannt.

1754 - 1757 von Johann Gottfried Büring erbaut, mit blattvergoldeten chin. Skulpturen,
Säulen sowie Ornamenten von Johann G. Heymüller und Johann Peter Benkert.


Chinesisches Teehaus im Park von Sanssouci.
Blattvergoldete Palmensäulen und Sandsteinfiguren, welche ein
musizierendes Orchester bzw. die Gruppe der Melonenesser bilden.

Das Chinesische Haus gilt als wichtigstes Beispiel der europäischen Chinoiserie des 18. Jh.
 Im Sommer diente es seinerzeit als Speisesaal.


 
Chinesisches Küchenhaus in Sanssouci.
Chinesische Küche
(Küchengebäude) am Ökonomieweg - hinter dem Parkgraben, Nähe Chinesisches Haus.


Um seine Gäste auch im Chinesischen Haus mit warmen Speisen bewirten zu können,
befahl Friedrich II. den Bau eines Küchengebäudes in unmittelbarer Nähe des Pavillons.
Es wurde im Jahre 1763 nach einem Entwurf des Hofbaumeister
Johann Gottfried Büring (* 1723; † 1788) erbaut.


Das exotische Aussehen ist heute nur noch in der Sechseckform der Fenster und
Fensterläden zu erahnen, da das Gebäude 1786 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.


 
Parksicht zu den Roemischen Baedern
Römische Bäder, erbaut 1829 - 1844 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841),
ausgeführt von seinem Schüler und Potsdamer Bauleiter Ludwig Persius (* 1803; † 1845),
als Gebäudekomplex im Stil italienischer Landhäuser - sie waren aber nie eine Badeanstalt.


Der gesamte Komplex an Gebäuden liegt im Park Sanssouci an einem künstlichen See.


 
Sonnenuhr, etwas links vor dem Eingang der Römischen Bäder            vielflächige (polyedrische) Sonnenuhr in Sanssouci
                 Die vielflächige (polyedrische) Sonnenuhr,
              vor dem Eingang der Römischen Bäder im Park Sanssouci
                an der Weggabelung, ist eine
sehenswerte,
                technisch ausgeklügelte Kunstsonnenuhr.


 
Sie steht auf einer ca. 80 cm hohen Sandsteinsäule              
und bildet einen ca. 33 cm großen Körper.          


Der heute schon sehr verwitterte Stein wurde im
18. Jahrhundert dort               
aufgestellt und hat auf der Nordseite einen zwölfzackigen Sonnen-Stern,              
worauf das Monogramm
"FW" für "Friedrich Wilhelm (IV.)" aufliegt.             
 
Sie ist ein technisches Denkmal aus dem Jahr 1740 und eine Kopie des in der Stadt Schwedt befindlichen Originals
- im ehemaligen Schlossgarten -
dem heutigen "Europäische Hugenottenpark", hinter den Uckermärkischen Bühnen.

Friedrich Wilhelm (IV.) gefiel diese Sonnenuhr so gut, dass er 1834 gleich zwei Kopien anfertigen ließ.
Eine für die Römischen Bäder, die andere für den Garten der Villa Liegnitz, am Parkweg "Am Grünen Gitter".
 
Sonnenuhr im Sanssouci an Römischen Bädern            Gnomon - Schattenanzeige der Uhrzeit
                   Je nach Tageszeit wechseln sich viele kleine Sonnenuhren in der Zeitanzeige ab.    
                     Darunter sind neben den Süd-, Ost- und Westsonnenuhren auch   
                      mehrere Nordsonnenuhren.   

                     Die Zifferblätter mit den Schattenzeigern (Gnomon) zeigen   
                       fast minutengenau die Uhrzeit an.   
 
Hier wird die Uhrzeit 14:46 angezeigt, abgelesen im September um 15:46 Uhr.                  

Die Parkbesucher sollten beim Studieren bzw. Auffinden der Tageszeitangabe                 
nicht vergessen, dass in der Sommerzeit unsere modernen,               
funkgesteuerten Uhren um eine Stunde vorgestellt werden!                

 
Tagsüber kann man die Drehung der Erde verfolgen, wenn man beobachtet, wie die Sonne
von ihrem Aufgangspunkt im Osten zum westlichen Horizont niedersinkt.

Diese Erddrehung um die Sonne wird bei Sonnenuhren zur Stundenzählung genutzt.
Weil die Erde auf ihrer Bahn aber nicht immer gleich schnell ist, ergibt sich dadurch
eine jahreszeitabhängige Abweichung der Sonnenuhr von der funkgesteuerten Uhrzeit.
Diese sogenannte Zeitgleichung kann bis zu 20 min betragen.

Nur viermal im Jahr zeigt also die Sonnenuhr minutengenau die Uhrzeit an.


 
    
Eine Große Weinlaube ist der Eingangsbereich zu den Römischen Bädern,
mit einer erhöhten bacchantischen Sitzecke (
Stibadium) vor der Wand mit dem Terrakottafries.
Fotos: 1999.

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Der bronzene "Butt" über der Muschel und dem Sarkophag dient als "Visitenkarte Friedrich Wilhelms".

Weil er schon als junger Mann "in die Breite" ging, nannte man ihn scherzhaft "Butt",
Friedrich Wilhelm (IV.) nahm den Steinbutt als ironisches Markenzeichen.

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Links der "Wasserspeiender Butt" (Flunder) aus Zinkguss, von
Konrad Moritz Geiß (* 1805; † 1875),
nach einem Entwurf
von Christian Daniel Rauch (* 1777; † 1857) aus dem Jahr 1834,

Butt/Flunder als Wasserspeier in den Römischen Bädern Sanssouci.
der die Schale einer "Riesenmuschel" (Mördermuschel) mit Wasser füllt,
welches in einen antiken "
Kentaurensarkophag" aus Marmor fließt.

Die Riesenmuschel (Tridacna gigas) ist die größte aller bekannten Muschelarten.
Sie kann eine Länge von bis zu 140 cm und eine Körpermasse von bis zu 400 kg erreichen.

Um die Riesenmuscheln ranken verschiedene Mythen.
Bis heute werden sie auch immer wieder "Mördermuscheln" genannt,
weil ihnen - fälschlicherweise - nachgesagt wird, sie schnappten nach Tauchern
oder anderen Lebewesen und hielten diese in der Tiefe fest.




  "Herkules Farnese" - Römische Bäder - Sanssouci. 
Auf einem kleinen Podest an dem Stützpfeiler steht die antike Skulptur "Herkules Farnese",
eine kleinformatige Bronzenachbildung von 1990
aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Heldenfigur und mit seiner Stärke ein berühmter griechischer Heros, dem göttliche Ehren zukamen.
Nach seinem Tod wurde Herkules vergöttlicht und in den Olymp aufgenommen.

D
er Körper ist überaus muskulös und stiernackig dargestellt, der Kopf ist im Verhältnis zum
massigen Körper unterproportioniert klein.


Die Statue zeigt den nach seinen Heldentaten ruhenden Herkules, in seiner linken Achsel auf seine Keule gestützt, die auf
einem Felsen aufgestellt ist, darüber das Fell des "Nemeischen Löwen" (ein unverwundbarer Löwe der griech. Mythologie).


Herkules Farnese - Römische Bäder - Sanssouci.    Herkules drei goldene Äpfel.    Herkules Farnese - Römische Bäder - Sanssouci.
Sein rechter Arm ist angewinkelt nach hinten geführt, die rechte Hand liegt hinter dem Rücken und hält versteckt
"drei goldene Äpfel" der Unsterblichkeit, die er aus dem Garten der Hesperiden (4 Nymphen) errungen hat.

Benannt wurde die Figur nach dem antiken Halbgott und Heros Herkules (Herakles) und dem Ort, an dem
die Statue als Sammlungsstück in der Neuzeit Aufstellung fand, der "Farnesischen Sammlung".
Die Sammlung ist heute im "Archäologischen Nationalmuseum Neapel" ausgestellt.

Das Original des Herkules Farnese stammt aus den ersten Jahrzehnten des 2. Jahrhunderts n. Chr.;
er ist aus einem Block weißen Marmors geschlagen und ca. 3,17 m groß.
Seit 1787 befindet sich die Statue in Neapel, wo sie heute im "Museo Archeologico Nazionale" steht.


 
Skulpturen - Roemische Baeder
Terrakottafries - Reliefs mit Bacchantengelage (Badeszene) in der Wand vom Eingangsbereich (Foto: 1999).
In der Mitte des Frieses befindet sich das Terrakottarelief eines "Bacchantengelages" (Orgie).

Die Reliefplastik von 1834 schuf der Bildhauer Christian Daniel Rauch (* 1777; † 1857).

Dieses Relief wurde wegen starker Schäden im Jahr 2005 für eine lang andauernde Restaurierung (?) ausgebaut.

Links und rechts:
Satyrmasken im Rebenkranz.

Der
"Satyr" ist ein Mischwesen aus Mensch und Ziegenbock.
In der griechischen Mythologie wird er als genusssüchtiges, dämonisches Fabelwesen beschrieben.
Der
Satyr
liebt Wein, Weib und Gesang und lässt keine Gelegenheit des Feierns aus.
Berührt er einen Weinstock so wird dort ein fantastischer Wein wachsen.


In späteren Jahrhunderten wurden "Bacchanten" zum Synonym für Betrunkene und enthemmt
feiernde Menschen, speziell jedoch für Weintrinker.


 
Innenhof Römische Bäder in Sanssouci.
Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) gab diese malerische Baugruppe aus südlichen Landhäusern,
antiken Monumenten und bepflanzten Freiräumen in Auftrag.

Der Innenhof der Römischen Bäder:
Teepavillon mit Terrasse am Maschinenteich, Hofgärtnerhaus, Turm mit Wasserbehälter,
Gehilfenhaus, Arkadenhalle - dahinter das Römische Bad (Fenster).


 
Roemische Baeder in Sanssouci
Blick durch das Fenster der Arkadenhalle in das Römische Bad
in dem aber nie gebadet wurde.


Im Atrium steht die Schmuckwanne aus grünem Bandjaspis,
welche aus einem Stück gefertigt wurde.
Sie war ein Geschenk des Zaren Nikolaus I. an seinen Schwager Friedrich Wilhelm IV.

Das eigentliche Römische Bad schließt sich an die Arkadenhalle hinter dem Gehilfenhaus
an und stellt in seiner filigranen Ausmalung und der Verwendung zahlreicher Kopien von
antiken Kunstwerken weniger die Nachbildung einer römischen Therme, sondern vielmehr
eine architektonische Erinnerung und romantische Neuschöpfung dar.

Es ist in Teilen einem römischen Wohnhaus nachgebildet, diente jedoch nie
Wohnzwecken, sondern als museale Stätte der Erinnerung an Italien.


 
Skulptur Sterntaler - Mädchen - Römische Bäder in Sanssouci.   Sterntaler Mädchen Römische Bäder Sanssouci.   Skulptur Sterntaler - Mädchen - Römische Bäder in Sanssouci.
Die Bronzeplastik vom Sterntaler-Mädchen (Märchen nach den Gebrüdern Grimm)
auf der Innenhof-Dachecke von Eingangs- und Arkadenhalle der Römischen Bäder,
von den Besuchern kaum wahrgenommen.



 
Garten mit Teepavillon - Römische Bäder.
Der idyllische Blick über den Innenhof der Römischen Bäder
zum
angrenzenden Teepavillon aus dem Jahr 1830,
als römischer Podiumstempel mit Pfeilerportikus.


 
Teepavillon in den Römischen Bädern.
Von der Terrasse des Teepavillons hat man eine schöne Sicht über den See und Insel,
hinüber zum Schloss Charlottenhof.


 
Römische Bäder in Sansouci.
Auch Alexander von Humboldt (* 1769; † 1859) weilte hier als kronprinzlicher Gast in den
Gästezimmern des Gärtnerhauses von Hofgärtner Ludwig Hermann Sello (* 1800; † 1876).

Die Römischen Bäder bestehen aus vielen verschiedenen Elementen,
alle idyllisch eingebettet in viele Grünflächen des Parks.


 
Insel im Maschinenteich, Römische Bäder.   Caesar Germanicus auf der Maschinenteich-Insel - Sanssouci.
Die Insel im Maschinenteich von Park Sanssouci mit der hoch aufragenden Stele des "Caesar Germanicus",
auch genannt "Caligula" (* 12 n. Chr.; † 41 n. Chr. ermordet)
nach einem antiken römischen Vorbild stellt einen der schönsten Aussichtspunkte im Park Charlottenhof dar.


 
Blick zum Schloß Charlottenhof
Die Sichtachse zum Schloss Charlottenhof vom Innenhof der Römischen Bäder über den
Maschinenteich, der nach einer dort früher befindlichen Pumpanlage so benannt wurde.



Mandarinenente   Brütende Schwäne auf dem Maschinenteich  
Grau- bzw. Fischreiher am Maschinenteich
     
Mandarinenten                                                   Schwäne                                               Grau- bzw. Fischreiher
leben am Ufer und auf der Insel des Maschinenteichs.

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Die stolze Mandarinente (Heimatland Ostasien).
Die Mandarinente gehört zu den "Glanzenten", deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt.
In Europa gibt es vereinzelt verwilderte Parkpopulationen, die aus Gefangenschaftsflüchtlingen entstanden sind.
Als Ziergeflügel ist diese Ente sehr beliebt.


Laubengang am Schloss Charlottenhof - Potsdam.
Schloss Charlottenhof
liegt in Potsdam südwestlich im Schlosspark von Sanssouci.

Die Ansicht der Seitenfront des Schlosses mit dem Laubengang (Pergola).
Durch den weinberankten offenen Laubengang (Pergola) ist die
Säulenhalle (Portikus)
-
Vorbau an der Schlosshofseite -

und Exedra (Rundbank) miteinander verbunden.

Aufgrund der monatelangen Trockenperiode (über 30 Grad C) des Sommers 2018,
sind viele Rasenflächen im Park Charlottenhof und Sanssouci arg vertrocknet.


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Kürzester Weg zum Schloss Charlottenhof.
Kürzester Weg zum Schloss Charlottenhof durch diese Allee
Geschwister-Scholl-Str. 34a.
von
Potsdam DB-Hauptbahnhof mit dem Bus 605
oder mit der
Tram 91 (Richtung Pirschheide Bhf),

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Sarkophag am Laubengang Charlottenhof - Sanssouci.
 Die "Brunhildenquelle".

Sie befindet sich ca. mittig an der Außenmauer des Laubengangs von Schloss Charlottenhof.


Als Wasserbehälter dient ein Grabkasten (Kinder-Sarkophag),
der für ein Kind aus dem 3. Jh. nach Christus angefertigt wurde.

Ursprünglich befand sich über dem marmornen Kinder-Sarkophag ein bronzener
Hundekopf als Wasserspeier, aus dessen "Maul" das Wasser in den Sarkophag floss.

Er stellte den Kopf von "Brunhilde" dar,
der verstorbenen "Lieblingshündin" von Königin Elisabeth.

Der Hundekopf wurde 1977 gestohlen.

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SARKOPHAG
(altgriechisch) bedeutet wörtlich "Fleischfresser".
In der Antike bestanden manche Sarkophage aus einem chemisch aggressiven Kalkstein,
der die Leichen schnell zu Asche zersetzte.


 

Das im klassizistischen Stil erbaute Schloss Charlottenhof.

Neben dem
Schloss steht eine ca. 190 Jahre alte "Arhornblättrige Platane", mit 34 m Höhe und einem Umfang von 6,04 m,
an der schlimm vertrockneten Rasenfläche (Sommer 2018).

Die Platane toleriert durch Abgase verschmutzte Luft und gilt als unempfindlich gegenüber verdichteten Böden.
In vielen europäischen Ländern ist sie deshalb ein beliebter Straßenbaum.


 
Schloss Charlottenhof in Sanssouci.
Das Schloss bildet den architektonischen Mittelpunkt einer Gartenanlage, die den Park Sanssouci ab 1826 erweiterte.

In seiner schlichten Formensprache ist das Schloss vom Geist der Antike durchdrungen
und von römischen Villenbauten beeinflusst.

Die Schalenfontäne ist wieder in Betrieb genommen worden (Foto: Juli 2018).
Es wurden Becken, Schalen und Rohrleitungen des 1838 aufgestellten Wasserspiels
auf der Terrasse des Schlosses umfassend restauriert.



 
Julius Cäsar auf der Treppenwange von Schloss Charlottenhof.
Auf der rechten gartenseitigen Mauer
(Treppenwange) von Schloss Charlottenhof - siehe vorheriges Foto - steht
auf einem Sockel das idealisierte Standbild des "Gaius Julius Caesar" (* 100 v. Chr.; † 44 v. Chr. ermordet),
der zur Büste der
Prinzessin Elisabeth von Bayern (* 1801; † 1873) herüber schaut.

Tatsächlich hatte Caesar unter seiner "calvitiae deformitas" (Entstellung durch Kahlköpfigkeit) zu leiden.
Er bekam früh eine Glatze.

Er war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum Ende der Römischen Republik
beitrug und dadurch an ihrer späteren Umwandlung in ein Kaiserreich beteiligt war.


 
Schloss Charlottenhof im Park von Sanssouci - Potsdam.
Schloss Charlottenhof.
1826 - 1829
wurde ein Gutshaus nach den Entwurfskizzen des Bauherrn,
Kronprinz Friedrich Wilhelm
(* 1795; † 1861), zur Villa im römisch-klassizistischen Stil
- romantisches Sommerschlösschen -
von Karl Friedrich Schinkel
(* 1781; † 1841) umgebaut.

Den umliegenden Garten legte Peter Joseph Lenné (* 1789; † 1866) an.
Zusammen mit dem Schloss gibt der Garten ein schönes italienisches Flair im Park Sanssouci.


 
 Ein Zimmer im Schloß Charlottenhof
Obwohl die Wohnräume gemütlich biedermeierlich eingerichtet wurden,
hat aber Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) fast nie hier gelebt.

Er nannte seinen Sommersitz "Siam", nach dem Verständnis der damaligen Zeit
"Land der Freien", seiner Vision eines idyllischen Lebensideals.


 
Büste der Königin Elisabeth - Schloss Charlottenhof - Sanssouci.
Die durch P. J. Lenné gewollte "Sichtachse" vom Schloss Charlottenhof zum Neuen Palais

 -
über die Büste der
Prinzessin Elisabeth von Bayern (* 1801; † 1873)
auf der
ionischen Säule aus
Carraramarmor im Wasserbassin des Terrassengartens  -.

Die Büste wurde um 1825 von Christian Friedrich Tieck (* 1776;  1851) geschaffen.
Die Säule ist aber erst 1835 zusammen mit der Büste in dem Bassin aufgestellt worden.


 
Schloss Charlottenhof im Park von Sanssouci
Ein Gartenensemble mit großer Terrasse und Pergola (Laubengang), abgeschlossen durch eine große
halbkreisförmige Steinbank (Exedra) nach antikem Vorbild, Dichterhain und Rosengarten,
als Landsitz für das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm (* 1795; † 1861) und

Prinzessin Elisabeth von Bayern
(* 1801; † 1873)
.


 
Stibadium - Gartenensemble - Charlottenhof
Blick zum Wasserbassin mit der Büste Prinzessin Elisabeth von Bayern (* 1801; † 1873),
Laubengang (Pergola) und halbkreisförmigen Steinbank (Flüsterbank).

Wenn man sich ein wenig auf der großen halbrunden Steinbank (Exedra) ausruht,
kann man mit Verblüffung feststellen, dass Gespräche, die auch im Flüsterton geführt werden,
gut mit bzw. abgehört werden können.

Die Mauer ist hohl und verstärkt ein Flüstern laut und vernehmlich wie Stimmen über Lautsprecher.
Aus den Löchern unterhalb der Sitzbank, an der Mauer, tritt der Schall aus.

Die Halbrundwand an der Steinbank leitet den Schall besonders gut von einem zum anderen Ende.

Tipp, mal ausprobieren !


 
Fortuna mit Füllhorn und Steuerruder - Schloss Charlottenhof.         Fortuna mit Füllhorn und Steuerruder - Schloss Charlottenhof.
Auf der linken gartenseitigen Mauer (Treppenwange) von Schloss Charlottenhof - siehe vorheriges Foto - steht
auf einem Sockel die Statue der "Fortuna" mit Steuerruder und Füllhorn, die auch zur Büste der
Prinzessin Elisabeth von Bayern herüber schaut.

Fortuna war die römische Göttin des Glücks, des Zufalls und des Erfolgs; aber auch des Schicksals.
Die Attribute Füllhorn und Steuerruder symbolisieren nicht nur ihre schenkende und lenkende Macht,
sondern auch die Zuständigkeit für die Geschicke auf Land und Meer.

In diesem Sinne wandten sich Bauern und Seeleute an die Göttin.

Viele Tempel im gesamten Römischen Reich waren der Göttin Fortuna gewidmet.


 
Zentrale Holzlaube im Rosengarten von Schloss Charlottenhof.
Die zentrale Holzlaube im Rosengarten von Schloss Charlottenhof.

Der Rosengarten wurde 1835 durch den Hofgärtner Hermann Sello nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt.


 
Wasserspeiender Satyrknabe in der Laube vom Rosengarten.
In der Mitte der Laube steht ein Bronzenachguss, mit der Brunnenfigur des
"Wasserspeienden Satyrknaben" (1838 bis 1839),
nach dem Entwurf
von Christian Daniel Rauch angefertigt.

"Satyrn"
gehören zu den Mischwesen der griechischen Mythologie.


 
Schloss Charlottenhof - Park Sanssouci
Das Schloss Charlottenhof wurde nach der früheren Besitzerin des Gutshauses Charlotte von Gentzkow
benannt und gilt als Hauptwerk des damaligen Hofarchitekten Schinkel (* 1781; † 1841).


 
Schalenfontäne im Dichterhain Charlottenhof - Sanssouci.
Dichterhain mit Schalenbrunnen im Park Charlottenhof vor dem Schloss.

Den sogenannten Dichterhain bilden 92 Kastanien, die man seit 1826
- vor einigen Jahren 2001 bis 2002 erneuert -
nach römischer Tradition in Form des "Quincunx" anpflanzte.

Der Name leitet sich von einer römischen Münze ab.
Der Quincunx hatte fünf Wertpunkte geprägt, daher steht das Wort auch für zwei Begriffe:
Fünf Punkte (Anordnung wie auf einem Spiel-Würfel).


 
Schalenfontäne im Dichterhain Charlottenhof - Sanssouci.
Die Schalenfontäne stammt aus dem Jahr 1838.

Es sind zarte Wasserstrahlen, die aus den Löwenmäulern fließen.
Vom Rand der oberen Schale des Brunnens speien die Raubtiere das Nass in das untere Rund.
Dort sorgen wiederum Löwenköpfe dafür, dass sich das Wasser schließlich in das Sandsteinbecken des Brunnens ergießt.



Figur auf der Schalenfontäne im Dichterhain Charlottenhof - Sanssouci.    Brunnenfigur Poseidon im Dichterhain Charlottenhof.
  Die den Brunnen krönende Figur stellt wahrscheinlich Poseidon dar.
Irritierend hierbei ist das
Blitzbündel in seiner rechten Hand.

Es bestehen typologische Ähnlichkeiten zwischen Zeus und Poseidon,
welche die These eines ursprünglich gleichen Ranges beider Götter stützen.

Wie Zeus verfügte Poseidon auch über den Blitz als Waffe.


 
Die sogenannte Ildefonsogruppe vor dem Eingang des Hippodroms.
Die berühmte Figurengruppe - sie symbolisiert "Schlaf und Tod" - die sogenannte "Ildefonsogruppe" -

ist eine Marmorkopie aus dem Jahr 1837 des Originals aus Madrid,
von dem Mitarbeiter Christian Daniel Rauchs, Francesco Menghi (Lebensdaten nicht bekannt)
und steht
seit 1885 vor dem Südeingang des Hippodroms im Park Charlottenhof.


Der Name des Doppelstandbildes stammt von seinem früheren Aufstellungsort im 18. Jahrhundert,

d
er Palacio Real La Granja de San Ildefonso - eine ehemalige Sommerresidenz der spanischen Könige.


 
Die so genannte Ildefonsogruppe vor dem Hippodrom in Sanssouci.
Es gibt mehrere Deutungen des Doppelstandbildes,
von denen die folgende die wahrscheinlich richtige ist:

Es stellt das Doppelbildnis "Castor und Pollux" dar, die Personifikationen von "Schlaf und Tod".
Dies verdeutlicht auch die kleine Figur der "Unterweltskönigin Proserpina",
 Herrscherin über die Toten, deren Attribut ein Granatapfel ist.

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Der Jüngling zur Rechten hält in seiner rechten Hand eine gesenkte Fackel und trägt in der linken eine
weitere über der Schulter, während der andere, den linken Arm um die Schulter seines Gefährten gelegt,
den Blick auf eine kreisrunde Scheibe in seiner Rechten zu richten scheint.

Wahrscheinlich gießt er aus einer flachen Opferschale eine Flüssigkeit über den girlandengeschmückten
kleinen Altarstein im Vordergrund, auf dem sein Begleiter eben die Fackel löscht, ein Zeichen des Todes.

Hinter dem Jüngling mit der gesenkten Fackel steht auf einem Postament eine kleine Frauengestalt.
Neben ihrer statischen Funktion (sie stabilisiert den Fackelträger) dient sie möglicherweise zur weiteren
Andeutung eines göttlichen Zusammenhanges.
Der runde Gegenstand, den sie in der Hand hält, ist  als Granatapfel gedeutet worden, die Frauengestalt
selbst ist damit Proserpina, in der römischen Mythologie eine Toten-, Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin.


 
Im Hippodrom Park Charlottenhof
Hinter dem Schloss Charlottenhof liegt das einer antiken Pferderennbahn nachgeformte Hippodrom
mit einem Stibadium und integrierten Brunnen an der Nordseite.

Ein Hippodrom (griech. hippos – Pferd, dromos – Lauf) war bei den Griechen eine Bahn
für Pferde- und Wagenrennen, später bei den Römern auch eine Parkanlage in dieser Form.


 
Stibadium mit Brunnen im Hippodrom Park Sanssouci.
Das Stibadium mit vier Marmorsäulen - von Weinreben bedeckt - und einem integrierten Brunnen.

Auf der Brunnenwand befindet sich eine
Bronzeplastik.


 
Blick vom Stibadium in das Hippodrom.
Blick vom Stibadium und Brunnen über die
Bronzeplastik
"
Nereide auf Hippokampen reitend
"
zur Südseite des Hippodroms.

Die Plastik wurde
nach einem Modell von dem Bildhauer August Kiss (* 1801; † 1862),
vermutlich 1850 angebracht.




"Nereiden"
sind Nymphen des Meeres, die Schiffbrüchige beschützen und Seeleute mit Spielen unterhalten.

Sie wohnen in Höhlen am Grund des Meeres und sind Begleiterinnen des Gottes Poseidon.
Auf vielen altgriechischen Darstellungen reiten die Nereiden auf dem Rücken von Delfinen oder Hippokampen.

Ein "Hippokamp" oder "Hippokampos" ist ein Fabelwesen, vorne ein Pferd, hinten ein Fisch.


 

Fasanerie im Park Sanssouci
Oft nur durch Zufall sieht man die Fasanerie, hinter dem Hippodrom etwas versteckt gelegen.

Sie wurde ab 1841 von Ludwig Persius
im italienischen Stil mit Turm und
Loggia
errichtet und ist ein besonderes Schmuckstück im Park.
Seit 1996 wurde das Gebäude innen und außen komplett saniert.

In dem Haus wurden Fasane gezüchtet, die man anschließend dann im Wildpark aussetzte.
Ihre Freiheit und Flüge konnten sie allerdings nicht lange genießen, da
Friedrich Wilhelm IV. durch
seine Jagd
im Wildpark diese erlegte und sie somit zwang auf den königlichen Tellern zu landen.


Nach 1880 wurde die Fasanenhaltung eingestellt und optisch wieder dem Park Charlottenhof angegliedert.


 
Fasanerie im Park Sanssouci.
In den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts hatte der Dirigent Wilhelm Furtwängler (* 1886; † 1954),
der zu dieser Zeit Direktor der Berliner Philharmoniker war, in der Fasanerie seinen Wohnsitz.
Für ihn wurde während des Zweiten Weltkrieges ein Luftschutzraum im Keller eingerichtet.

Seit 1920
leben Mitarbeiter der Schlösser- und Parkverwaltung in dem Haus.


 
Historischer Ringteich im Park Charlottenhof.
Die "zwei" westlich des Hippodroms gelegenen "historischen Ringteiche"

wurden wieder ausgegraben und als Vorfluter/Sickerbecken für die
Dachentwässerung der Fasanerie bzw. des Wassers aus dem Stibadium hergerichtet.

GPS-Position
Breitengrad:  N 52°23.717' (52°23'43.0")  /  Längengrad:  E 13°1.263' (13°1'15.7")


 
  Bäume sind die heimlichen Stars im Park Sanssouci,
       
doch wird den dort wachsenden Gehölzen nur selten größere Aufmerksamkeit zuteil,
dabei sind etliche von ihnen exotisch, uralt und geschichtsträchtig.

Neben den hoch aufgeschossenen Gewächsen faszinieren vor allem die etwas "schrägeren Charaktere".

Exotische Hainbuche im Park Sanssouci.   Exotische Hainbuche im Park Sanssouci.
Diese "Hainbuche"
(Carpinus betulus) steht im Parkteil Charlottenhof, westlich der Römischen Bäder, als Baumkrake (?).

Sie hat einen Umfang von ca. 4,93 m und eine Höhe von ca. 19 m.

Da diese Baumstruktur ein Multi-Stamm ist, ist es möglich daß der Umfang des Baumes
größer ist als das was von einem Baum dieses Alters erwartet wird.

GPS-Position
Breitengrad:  N 52°23.861'
(52°23'51.75")  /  Längengrad:  E 13°1.477' (13°1'28.60")


 
Schrulliger Baum im Park Sanssouci.
Noch ein schrulliger Baum, am Ökonomieweg - in der Nähe vom
Schirrhof (Handwerkerhof).
Beobachtet hier ein gut getarnter Waldgeist die Parkbesucher?


Leider konnte ich die Art des Baumes nicht erkennen, auch die Blätter in der Astkrone haben mir nicht weitergeholfen.

 
GPS-Position
Breitengrad:
 N 52°24.040' (52°24'2.4")  /  Längengrad:  E 13°2.208' (13°2'12.5")


 
Skurrile Eiche im Park Sanssouci.         Skurrile Eiche im Park Sanssouci.
Eine skurrile Eiche - am Festungsweg, kurz vor der Hauptallee des Parks.

Klettert etwa eine Riesenschildkröte den Stamm empor?


GPS-
Position

Breitengrad:
 
N 52°24.119' (52°24'7.2")  /  Längengrad:  E 13°1.426' (13°1'25.6")


 
Catalpa Baum im Frühling -  Park Sanssouci.   Gewöhnlicher Trompetenbaum im Park Sanssouci.
Frühjahr 2007 und Sommer 2018 für den "Gewöhnlichen Trompetenbaum" (Catalpa bignonioides) am "Ökonomieweg".

Er steht (liegt)
nahe der "ehemaligen Meierei Sanssouci" am "Kuhtor" - Cafe Eden - und ist vermutlich
der
älteste Baum im gesamten Park, dessen horizontale Äste sich dicht über den Boden wälzen.

GPS-Position
Breitengrad:  N 52°23.999' (52°23'60.0")  /  Längengrad:  E 13°1.722' (13°1'43.3")



Dieser  Baum ist der letzte aus der königlichen Baumschule und wurde 1790 von
dem Gartendirektor Johann Gottlob Schulze (* 1755; † 1834 ) im Park Sanssouci
angelegt und durch den Planteur Johann Wilhelm Sello (* 1756; † 1822) betreut.


 
Weiterer Trompetenbaum am Chinesischem Haus - Sanssouci
Ein weiterer flachliegender "Trompetenbaum" im Park Sanssouci am Chinesischen Haus ?

GPS-Position
Breitengrad: 
N 52°24.034' (52°24'2.0")  /  Längengrad:  E 13°1.918' (13°1'55.1")


 
   Sumpfzypresse im Park Sanssouci.
"Echte Sumpfzypresse"
(Taxodium distichum), nicht mit ihren kleinen Kindern sondern "Luftwurzeln".

Dieser Nadelbaum steht in der Nähe des Neuen Palais, zwischen Hippodrom und Freundschaftstempel
am Theaterweg im Parkteil Charlottenhof.

Die Sumpfzypresse zählt zu den wenigen Nadelbäumen, die im Winter die Nadeln verlieren.
Im Herbst färben sich die Nadeln bräunlich bis rötlich, bevor sie dann abfallen.

Der Baum bildet sowohl Bodenwurzeln als auch Luftwurzeln, um den hohen Flüssigkeitsbedarf zu decken.

GPS-Position
Breitengrad:  N 52°23.952' (52°23'57.1")  /  Längengrad:  E 13°1.115' (13°1'6.9")


 
Beschädigte Eiche (?) im Park Sanssouci.          Beschädigte Eiche (?) im Park Sanssouci.
Beschädigte Eiche in der sich ein Troll versteckt ?

Die große Wunde am Stamm, hervorgerufen durch den Stammausbruch,
begünstigt, dass Schadorganismen eintreten können.

Viele Wespen nutzten die Öffnungen im Stamm - wahrscheinlich ein Wespennest.

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Eventuell ist der Stamm von der Pilzart "Eichen-Wirrling" befallen ?

Der Eichen-Wirrling bildet relativ dicke, konsolenförmige bis fächerförmige Fruchtkörper aus,
die meist breitflächig mit ihrem Wirt verwachsen sind.
Sie sitzen oft gruppen- oder reihenweise am Stamm oder Ästen von morschen Eichen.

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Z
wischen Römische Bäder und Schloss Charlottenhof auf einer größeren Rasenfläche entdeckt (Foto: Aug. 2018).

GPS-Position
Breitengrad:
  N 52°23.810' (52°23'48.6")  Längengrad:  E 13°1.597' (13°1'35.8")


 
Abgebrochene Eiche im Park Sanssouci.
Leider stehen auch viele, durch Sturm und Trockenheit, zerstörte Bäume im Park Sanssouci.

Hier gibt eine Eiche - viele Jahre alt - nicht auf und versucht es mutig noch einmal.

 GPS-Position
Breitengrad:   N 52°23.829' (52°23'49.7")  /  Längengrad:  E 13°1.224' (13°1'13.4")


 
Biberschaden im Park Sanssouci.
Foto: September 2016

Biberschaden
nicht nur am jungen Baumbestand am Parkgraben -
die Biber im Park Sanssouci müssen umziehen.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) begann ab Okt. 2017 mit
der Umsetzung der im Park Sanssouci lebenden Biber an einen neuen Standort am Templiner See.


Die schwankenden Wasserstände gefährdeten die Gebäude wie die Römischen Bäder, die Meierei am Kuhtor,
das Chinesische Haus oder Brückenbauwerke, die auf Holzpfählen gegründet sind,
die ein gleich bleibendes Wasserniveau im Untergrund benötigen.

Insgesamt sind allein in den vergangenen dreieinhalb Jahren Schäden in Höhe
von mehr als 100.000 Euro entstanden.


 
Teepavillon - Park Sanssouci im Herbst.
Das Chinesische Haus, eingebettet im herbstlichen Park Sanssouci.


 
Blick durch den Park Sanssouci zum Freundschaftstempel.
Blick durch den Park Sanssouci zum Freundschaftstempel.


 
Kronprinzenbrücke im Park Sanssouci.
Die Kronprinzenbrücke im Herbst, oben - hinter dem Westflügel des Orangerie-Schlosses.

Das Bauwerk war 1906 im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. (* 1859;  1941) errichtet worden.


 
Stele mit Peter Joseph Lenne.
Die Stele mit der Büste (Herme) von Peter Joseph Lenné (* 1789; † 1866) steht nördlich vom
Neuen Palais im Park Sanssouci, am Lindstedter Weg - nahe dem Lindstedter Tor.


Charakteristische Merkmale seiner Landschaftsgestaltungen sind die vielfältigen Sichtachsen,
mit denen er vor allem in Potsdam die einzelnen Parkanlagen optisch miteinander verband
und so die Bauwerke der Parkanlagen wirkungsvoll in Szene setzte.

Die Sichtschneisen nahm er als Ausgangspunkt für die Anlage verschlungener Wege und Gartenflächen,
in denen er mit ausdrucksvollen Gehölzen Akzente setzte.

Sein landschaftskünstlerisches Werk bildet einen wesentlichen Teil der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft,
die von der Pfaueninsel bis nach Werder reicht.

 GPS-Position
Breitengrad:  N 52°24.309' (52°24'18.6")  /  Längengrad:  E 13°0.966' (13°0'58.0")


 
Lindstedter Tor - Park Sanssouci.
Das Lindstedter Tor im wilhelminischen Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist reich mit
Ornamenten, Ranken und Blüten geschmückt - befindet sich als Parkeingang Lindstedter Weg
schräg gegenüber dem "Königlichen Weinberg" und "Belvedere
am Klausberg"
in der Kaiser-Friedrich-Straße / Maulbeerallee.


Nach dem "Posttor" wurde auch dieses bekannte Sanssouci-Portal aus der Kaiserzeit
auf den Schirrhof (Handwerkerhof) der
Schlösserstiftung in der Schmiedewerkstatt durch den Kunstschmiedemeister Martin Richert und seine Mitarbeiter repariert.


Beide Tore sind bis ins Detail gleich, stellten sie doch einst die Seiten einer riesigen Dreiflügelanlage dar,
die von der Kunstschmiede Gebrüder Armbrüster in Frankfurt (Main) angefertigt wurden und bildeten
1893 den Eingang zum deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Chicago.

Das seit Kriegsende 1945 verschlossene Lindstedter Tor ist nach Abschluss der Restaurierung im Jahr 2012
wieder für die Parkbesucher geöffnet worden und kann als einer der Parkeingänge benutzt werden.


 
Schloss Lindstedt (hier im Winter),
von vielen Besuchern des Parks Sanssouci kaum beachtet.

Es befindet sich
außerhalb des Parkgeländes, nördlich der Communs,
-
vom Lindstedter Tor geradeaus -
links, an der Lindstedter Chaussee.


Das kleine Schlösschen in spätklassizistischen Formen über asymmetrischem Grundriss
erinnert mit seiner Pergola und dem Portikus an Schloss Charlottenhof.
Den Bezug zur Landschaft stellt der Rundturm mit einem Belvedere her.


 
Schloss Lindstedt - Park Sanssouci
Es wurde unter König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; 1861) nach Plänen von
Ferdinand von Arnim (* 1814; † 1866) ab 1858 bis 1861 errichtet.


Zitat aus der Parkbeschreibung:

Der ca. 2 ha große Garten wurde von P.J. Lenné im Stil antiker Villengärten gestaltet
und durch dichte Anpflanzungen zur Umgebung abgeschirmt.
Von 1803 bis 1828 war das Gut im Besitz von Vorfahren des Vico von Bülow,
bekannt als Loriot.

Das Schloss kann nur im Rahmen von Veranstaltungen begangen werden, der Schlossgarten ist zugänglich.


 
Freundschaftstempel im Park Sanssouci.
Freundschaftstempel, im Rehgarten, links der Park-Hauptallee, kurz vor dem Neuen Palais,
1768 bis 1770 nach Plänen von Carl von Gontard (* 1731; † 1791) geschaffen.


An den acht Säulen des Tempels ließ Friedrich II. Medaillonbilder als zusätzlichen Schmuck anbringen,
mit den "Köpfen von vier Freundespaare" und Helden des griechischen Mythos.
 
EURYALOS NISOS           PYLADES ORESTES
Von der Freitreppe nach rechts - an den vier Säulen:

EURYALOS     <   Freund des   >     NISOS                                                  PYLADES     <   Freund des   >     ORESTES


PHILOKTETES HERAKLES           THESEUS PEIRITHOOS
Von der Freitreppe nach links - an den vier Säulen:

PHILOKTETES     <   Freund des   >     HERAKLES                                           THESEUS     <   Freund des   >     PEIRITHOOS


 
Freundschaftstempel im Park Sanssouci.
Der Tempel wurde aufgrund eigener Entwürfe von Friedrich II. 1768 zum Andenken
an seinen Freund und späteren "Feind", dem Philosophen und Schriftsteller Voltaire
und
an seine ältere Schwester Wilhelmine, Markgräfin von Bayreuth, erbaut.


 
Wilhelmine Friederike Sophie, Markgräfin von Bayreuth, Schwester Friedrich II.
Im Freundschaftstempel.

Als marmorne Sitzstatue hat hier die älteste und Lieblingsschwester von Friedrich II. ,
Wilhelmine Friederike Sophie, Markgräfin von Bayreuth (* 1709; † 1758),
mit ihrem Schoßhund und einem Buch
Platz genommen.

Aus politischen Gründen sollte sie ursprünglich den Prinzen von Wales heiraten.


Bis zu seinem sechsten Geburtstag lebte Friedrich gemeinsam mit seiner älteren Schwester Wilhelmine,
zu der er zeitlebens ein enges Vertrauensverhältnis hatte, in der Obhut der nur französisch sprechenden
Marthe de Rocoulle (* 1659; † 1741),
einer in Frankreich geborenen Hugenottin, die schon seinen Vater betreut hatte.


1771 bis 1773
geschaffen von den "Gebrüdern Räntz",
David
(* 1729; † 1783) und Lorenz Wilhelm (* 1733; † 1776).


 
Sonnengitter Pavillon im Park Sanssouci.
Sonnengitter-Pavillon im Park Sanssouci - Rehgarten - in Nähe der Hauptallee und des Neuen Palais.


 
Sonnenscheibe am Gitterpavillon
Sonnenscheibe am Gitterpavillon.


 
Antikentempel im Park von Sanssouci
Der unscheinbare Antikentempel wurde 1768 - 1769 von Carl von Gontard (* 1731; † 1791) erbaut
und befindet sich im Rehgarten, rechts von der Park-Hauptallee, kurz vor dem Neuen Palais.

Er wurde in Anlehnung an das Pantheon in Rom gestaltet und diente
Friedrich dem Großen zur Aufbewahrung eines Teiles seiner Antikensammlung.

Während der Revolution 1918 - zum Ende des Ersten Weltkrieges,
floh Kaiser Wilhelm II. ins holländische Exil. Seine erste Frau, Auguste Viktoria,
folgte ihm einige Zeit später. Sie verstarb 1921 nach schwerer Krankheit in Haus Doorn,
nahe Utrecht in Holland.
Ihr Leichnam wurde nach Potsdam überführt und in Sanssouci
im Antikentempel beigesetzt.

Seitdem wird der Tempel als Mausoleum für die kaiserliche Familie genutzt.

Weitere vier Mitglieder des Hauses Hohenzollern fanden im Antikentempel ihre letzte Ruhe:


Der jüngste Sohn des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Joachim Prinz von Preußen
(* 17. Dezember 1890; † 18. Juli 1920)
.
Der Sarkophag des Prinzen stand zunächst in der Sakristei der Friedenskirche im
Park von Sanssouci und wurde nach 1931 in den Antikentempel überführt.


Der älteste Sohn des Kronprinzen Wilhelm und seiner Gemahlin
Cecile von Mecklenburg-Schwerin, somit Enkel des letzten Kaisers Wilhelm II.,
Wilhelm Prinz von Preußen (* 4. Juli 1906; † 26. Mai 1940).


Der zweitälteste Sohn Kaiser Wilhelms II., Eitel Friedrich Prinz von Preußen
(* 7. Juli 1883; † 8. Dezember 1942)
.

Die zweite Gemahlin Wilhelms II., Hermine von Reuß, verw. von Schönaich-Carolath,
Prinzessin von Preußen (* 17. Dezember 1887; † 7. August 1947)


Restaurierter Antikentempel in Sanssouci.
Der im Jahr 2012 außen fertig restaurierte Antikentempel.

Der schmucklose Bau ist ein geschlossener Rundtempel, der von zehn toskanischen Säulen umgeben ist (Tholos).
Der Innendurchmesser des Rundbaus (Rotunde) beträgt etwa 16 Meter.

Der quadratische Anbau (Annex) an der Rückseite des Gebäudes misst 9,40 × 9,40 Meter und ist mit drei Fenstern versehen.

Das gewölbte Dach wird von einer Laterne bekrönt, von deren vier querovalen Fensteröffnungen Licht in den Zentralraum fällt.

Durch den einzigen Zugang, eine rundbogige, vier Meter hohe Eingangstür, der eine Freitreppe vorliegt,
kann das Gebäude betreten werden.

Ein rechteckiger Giebelaufsatz über dem Gesims betont die Vorderseite des Rundbaus.


 
Neues Palais im Park von Sanssouci
Neues Palais - Hauptportal mit Ehrenhof - das von der Größe und Macht Preußens -
eher als Demonstration seiner siegreichen Kriege künden sollte.

Im Gegensatz zum eleganten Schloss Sanssouci ziemlich massiv, schließt es mit den Communs
das westliche Ende der Hauptachse durch den Park ab.
1763 - 1769  von Büring , Manger, Gontard und Legeay erbaute
Sommerresidenz Friedrich des Großen.

Am 18. Oktober 1831 bringt Prinzessin Augusta von Preußen im Neuen Palais den späteren
Thronfolger Kaiser Friedrich III. (99 Tage-Kaiser) zur Welt.

Am 15. Juni 1888 stirbt Kaiser Friedrich III. im Neuen Palais.

1914 unterzeichnet Kaiser Wilhelm II. hier die Kriegserklärung zum Ersten Weltkrieg (1914 -1918).

Er bewohnte das Schloss bis zu seiner "Abdankung" 1918 und Flucht nach Holland.
In dieser Zeit wurde es mit einer Zentralheizung, elektrischer Beleuchtung, Bädern und einem
Fahrstuhl komfortabel ausgestattet.
Die gartenseitige Balustrade ist auch erst zur Zeit Kaiser Wilhelms II. (* 1859; † 1941) entstanden.


 
Neues Palais - Parkseite
Neues Palais - Parkseitenansicht - Gartenparterre (rechts).

"Fanfaronade" (eine kleine Prahlerei) nannte Friedrich II.
das 220 Meter lange Palais mit seinen mehr als 300 Zimmern.

Am Ende des Siebenjährigen Krieges (1756 - 63), 20 Jahre nach dem Bau von Schloss Sanssouci,
entstand diese gewaltige Schloss-Sommerresidenz, als Ausdruck des Triumphes am Ende gewaltiger
Schlachten und als trotzige Selbstbehauptung, angesichts der Kosten dieses Krieges.

Ursprünglich sollte das ganze Schloss aus Backstein erbaut werden, wie man es am südlichen
Seitenflügel begonnen hatte. Angeblich raubte das Verfugen zu viel Zeit und der Ziegelnachschub
erfolgte nicht schnell genug. So soll Friedrich der Große sich nur mit einem Anstrich begnügt haben.

Wahrscheinlich aber wurden die Mauern des Palais aus Kostengründen nur mit Sandstein verputzt
und anschließend das Muster von roten Backsteinen mit hellen Fugen aufgemalt.



Schlosskuppel - Neues Palais
Auf der "Scheinkuppel" - innen nicht begehbar - aus Kostengründen nur ein Kupferblechtambour,
bestehend aus Holzbalken, der auf das Dach des Schlosses aufgesetzt wurde,
stemmen drei weibliche Statuen,
der Welt den Rücken zugewandt,
"Leichtfüßige Grazien", Göttinnen der Anmut,
auf einem Kissen
die schwere preußische Krone.

Diese wurden von dem
Steinbildhauer Johann Christoph Wohler (* 1748; 1799) angefertigt.

"
Aglaia, Euphrosyne und Thaleia"
verkünden Glanz, Frohsinn und Blüte für einen Staat,
der soeben tief verwundet, aber siegreich als europäische Großmacht aus dem Siebenjährigen Krieg
hervorgegangen war.




Die drei Feindinnen Friedrichs des Großen
Nach der Restaurierung (2015).

Einer Legende nach handelt es sich hierbei
angeblich um die drei Feindinnen
Friedrichs II. im
Siebenjährigen Krieg
(1756 - 63),
die seine unversöhnlichsten Gegnerinnen waren.

Friedrich II. soll sie wenig schmeichelhaft "die drei Erzhuren Europas" genannt haben:

Kaiserin Maria Theresia von Österreich (* 1717; † 1780),
Zarin Elisabeth von Russland
(* 1709; † 1762) und

Madame de Pompadour
 (* 1721; † 1764) -
Mätresse und Beraterin des franz. Königs Ludwig XV.
(* 1710; † 1774).
 
Er hat sie nicht bezwungen - immerhin standgehalten,
aber nur aufgrund der
beendeten Kriegshandlungen - durch den Tod der Zarin.


 
Gartenparterre im Park am Neuen Palais.
Im Gartenparterre hinter dem Neuen Palais springen seit August 2007 die beiden
ehemals 1960
stillgelegten Fontänen wieder.


Die
aus Ziegelmauerwerk und Hartsandstein bestehenden Becken sind durch eine Steinmetzfirma
repariert und die technischen Anlagen erneuern worden.

Möglich war dies durch die Einnahmen der Eintrittsgelder von den
jährlichen Veranstaltungen der
Potsdamer Schlössernacht im Park Sanssouci.


 Im Vordergrund schaut sich die "Fliegende Viktoria" die Fontänen an.


 

Die Fontänen zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wasser mit angesaugter Luft mischen, welche
über Öffnungen in den Düsen zugeführt wird, die Strahlen steigen dann nicht glatt, sondern perlend auf.

Diese Idee hatte Kaiser Wilhelm II., als er 1889 den Einbau der beiden kreisrunden Becken
von je 11 Meter Durchmesser anordnete.

Sie wurden links und rechts der Hauptallee in die Mitte der beiden Viertelkreise des Gartenparterres gesetzt.


 
Im Gartenparterre hinter dem Neuen Palais.
Am Außenumfang vom Halbrondell des Gartenparterres wurden Mitte des 19. Jahrhundert 14 freistehende
antike Figuren
nach Vorbildern friderizianischer Zeit aufgestellt, die den Besucher zum Palais geleiten.

Rechts
im Bild steht die Skulptur "Fliegende Viktoria".


Skulptur Fliegende Viktoria im Gartenpaterre des Neues Palais.    Skulptur Fliegende Viktoria im Gartenpaterre des Neues Palais.    Skulptur Fliegende Viktoria im Gartenpaterre des Neues Palais.
"Fliegende Viktoria",
geschaffen 1850 bis 1857 von dem Bildhauer Carl Heinrich Eduard Stützel (* 1806; † nach 1862).


 
Neues Palais - Frontansicht
Der Alte Fritz bezeichnete es auch als "Kasten" (Foto: 1999),
sein Schloss Sanssouci dagegen nannte er "Schmuckkästchen".

Mit seinen über 200 Wohnzimmern und 4 Festsälen, wie Marmorsaal (von J. G. Büring und C. v. Gontard),

 
Schloßtheater im Neuen Palais - Park Sanssouci

Grottensaal und Marmorgalerie, darunter das Schloss -Theater, ist es das größte, prunkvollste und
zugleich späteste Werk der friderizianischen Schlossbaukunst, welches Friedrich der Große im
Park von Sanssouci erbauen ließ.

Das Neue Palais blieb vornehmlich im Sommer den königlichen Gästen vorbehalten.
Erst der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. (* 1859; 1941),
wählte das Neue Palais als seine Wohnstätte aus.

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Schon in Rheinsberg plante Kronprinz Friedrich und sein Baumeister von Knobelsdorff in
seinem Berlin ein neues Zentrum zu schaffen, um dann als König Friedrich II. dort zu regieren.
Bestandteil der Planung für ein "Forum Fridericianum" war mit der königlichen Hofoper und
der königlichen Bibliothek eigentlich das später hier im Park Sanssouci erbaute
Schloss "Neues Palais", aus dem dann aber "nur" das Prinzenpalais für seinen
Bruder Heinrich wurde, die heutige Humboldt Universität zu Berlin (hier anklicken).

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Giebel am Neuen Palais - Potsdam   
Neues Palais - im Mittelteil des Giebels der Ehrenhofseite hat              
Friedrich II.
den Wahlspruch von Brandenburg-Preußen                
seines Vaters                                               
Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740), Soldatenkönig von 1713 bis 1740,     
anbringen lassen.                                            
                                                 
      Wahlspruch Friedrich Wilhelm I. - NEC  SOLI CEDIT              
"NEC  SOLI  CEDIT"   
(auch als Non Soli Cedit bekannt)        
- Nicht der Sonne weicht er -       
der preußische Adler.   

 
Das Motto wurde allen Regimentsfahnen aufgestickt, als Wappen wurde ein Adler dargestellt, der sich zur Sonne emporschwingt.

"Nec soli cedit" ist auch auf preußischen Münzen zu finden - Reichstaler, Doppeldukat, Dukat, 1/2 Dukat und 1/4 Dukat,
 die 1713 in Magdeburg und in der damals preußischen Residenzstadt Königsberg geprägt wurden.


 
Triumphbogen - Kolonnade der Communs
Foto: 1999
Blick durch den noch teilweise zerstörten Triumphbogen der halbkreisförmigen Kolonnade mit seinen 15 m hohen,
160 Säulen
, die das Ensemble der Communs verbindet, zum Haupteingang des Neuen Palais.

Er ist der westlichste Punkt und Abschluss der Hauptachse des Parks Sanssouci
und wurde 1763 bis 1769 errichtet.

Der Triumphbogen sollte nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) gegen Österreich,
Russland und Frankreich von der aufstrebenden Macht Preußens künden
.


 
Ensemble der Communs - Neues Palais
Foto: 1999
Blick vom Ehrenhof des Neuen Palais auf das Ensemble der Communs.

Zwei Pavillons werden durch eine halbkreisförmige Kolonnade mit Obelisk
eingefasst, in der Mitte mit einem Triumphbogen versehen, verbunden.

Aufgrund von umfangreichen und zeitaufwendigen Restaurierungsarbeiten wurde die
Kolonnade 2005 bis 2012 massiv eingerüstet.


 

Kolonnade zwischen den Communs im Park Sansouci
Diese Arbeiten werden demnächst abgeschlossen sein
(Foto: Jan. 2013).



Triumphbogen mit halbkreisförmiger Kolonnade in Sanssoici
     Der 24 m hohe Triumphbogen in der Kolonnade nach der Restaurierung (Febr. 2015).



Triumphbogen - Kolonnade der Communs nach der Restaurierung
"Neuer"
Blick durch den Triumphbogen der restaurierten Kolonnade (Febr. 2015).


1763 bis 1769 wurden die Communs nach einem Entwurf von Jean Laurent Le Geay (* 1710; † 1786)
als Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte der Diener erbaut.

Die Communs waren durch einen unterirdischen Gang mit dem Neuen Palais verbunden.

Auch Gäste wurden dort untergebracht, es gab eine große Küche, Küchenräume, eine
Kellerei, Silberkammern, usw.
Im Hof hinter den Communs befanden sich Stallungen, Sattelkammern, Unterkünfte für
Stallburschen, sowie eine Bäckerei und eine Konditorei.

1765 übernahm Carl von Gontard (* 1731; 1791) die Weiterführung der Planung und veränderte durch
Überarbeitung der architektonischen und dekorativen Gliederung das Erscheinungsbild.

Erst unter Friedrich Wilhelm III. (* 1770; 1840) erhielten die Communs eine
weitere Zweckbestimmung.


Das nördliche Commungebäude (rechts im Bild) wurde einem neu gebildeten Lehr- und
Infanteriebataillon überlassen und galt als eine der vornehmsten Kasernen des preußischen Staates.

Der Marstall, in dem sich heute das Auditorium Maximum der Universität Potsdam befindet,
fungierte bis 1918 als Reithalle.


Die Communs hatten über ihren praktischen Zweck hinaus aber auch die Funktion, dem Palais
ein wirkungsvolles Gegenüber zu sein und als Architekturkulisse das dahinter liegende Ödland
zu verdecken.

Auf dem großen denkmalgeschützten, nach holländischem Vorbild gepflasterten Platz,
zwischen den Communs und dem Neuen Palais, auch "Mopke" genannt,
wurde im 19. Jh. alljährlich ein Fest mit Reiterspielen in Ritterkostümen ausgerichtet.

Es war der ehemalige Exerzierplatz, auf dem im September 1848 der erste Soldatenaufstand
einer deutschen Armee stattfand.

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Der Name "Mopke" soll aus dem holländisch mundartlichen Sprachgebrauch stammen und
bezeichnet eine mit Ziegelsteinen, nach bestimmten Muster gepflasterte Platz- bzw. Wegefläche.

Steine der Mopke
Hierfür wurden die Steine mit der schmalen Längsseite nach oben in den Sandboden eingearbeitet.


Um 1767 bis 1768 nach Angaben von Carl von Gontard angelegt.


 
Communs - linkes Gebäude
Das linke Gebäude der Communs mit dem obeliskbekrönten Pavillon der Kolonnaden.


 
Die Communs im Park von Sanssouci
Heute werden die Communs von der Universität Potsdam genutzt, die 1991 gegründet wurde.

Sie ging u. a. aus der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, der Juristischen Hochschule
Potsdam-Eiche und der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der
ehemaligen DDR hervor.
Sie ist inzwischen die größte Universität des Landes Brandenburg und gleichzeitig, nach dem
Mauerfall, eine der jüngsten akademischen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland.

Die Institute sind über die gesamte Stadt Potsdam verteilt.
Die einzelnen Standorte haben jeweils sehr unterschiedliche historische Hintergründe.


 
Belvedere - Schöne Aussicht - Klausberg - Sanssouci
Das Belvedere (schöne Aussicht) auf dem Klausberg (Foto 2002).

Angeregt durch eine Architekturzeichnung Bianchinis, die das Macellum des Augustus im antiken Rom darstellen soll,
entwarf Friedrich der Große
auch dieses letzte von ihm in Sanssouci errichtete Gebäude.

Der Architekt Georg Christian Unger erarbeitete nach diesem Entwurf die Baupläne
und leitete von 1770 bis 1773 die Ausführung.

 
ionische Säule   korinthische Säule
Das Belvedere ist im unteren Bereich
auf einem umlaufenden Podest
von zwanzig ionischen Säulen umgeben.
  Diese stützen den darüberliegenden Umlauf mit zwanzig korinthischen Säulen.

1903 ließ Kaiser Wilhelm II. das baufällig gewordene Belvedere grundlegend instand setzen.


 

Blick durch die Säulen des oberen Rundgangs zum Neuen Palais im Park Sanssouci.
Blick durch die korinthischen Säulen des oberen Rundgangs auf dem Belvedere (Juli 2015)
zur Kuppel des Neuen Palais im Park Sanssouci.



Im ausgebrannten,unteren Saal des Belvedere auf dem Klausberg - Potsdam
1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das Belvedere durch Artilleriebeschuss stark beschädigt,
Kuppel und Innenräume brannten aus - hier der Innenraum im unteren Saal (Juli 2015).


Jeweils acht rundbogige Fenstertüren belichten die zwei übereinander liegenden Säle.




Deckenbild im oberen Saal des Belvedere auf dem Klausberg - Potsdam.
Deckenbild mit der Darstellung von Wolken und verschiedenen Vögeln
im oberen Rundsaal des Belvedere (Juli 2015).



Rückseite - Belvedere über dem Weinberg In Sanssouci
Dank der Initiative des Vereins der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten hat
die Messerschmitt Stiftung München noch vor dem Mauerfall beschlossen, mit eigenen
Mitteln das Baudenkmal zu retten (Juli 2013).

Das Kuppelgeschoss umläuft eine Balustrade mit zwanzig Götterfiguren aus der antiken Mythologie,
die dem Gebäude noch einmal optisch an Höhe verleihen.




Altane am Belvedere Sanssouci in Potsdam
Dem Belvedere sind nach Westen und Osten Altane vorgesetzt,
eine offene, auf Stützen oder Mauern ruhende Plattform - Austritt.


Leider ist der Besuch ab November 2015 hier nicht mehr möglich,

wegen Besuchermangel wurde aus Kostengründen das Belvedere geschlossen.

 

Belvedere oberhalb des Weinberges - Park Sanssouci
Das Belvedere liegt oberhalb des Königlichen Weinberges auf dem Klausberg,
der schon im Jahre 1769 angelegt wurde (Foto: Februar 2013).


Am Südhang des Klausbergs wurde ein Weinberg mit Reben und Obstbäumen angelegt,
der den königlichen Hof mit Früchten versorgte.


Auf Veranlassung Kaiser Wilhelm II. sind von 1895 bis 1905 grundlegende Erneuerungs- und
Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Auf der unteren Terrassenebene entstanden zwei große Glashauskomplexe mit separaten Heiz-
und Kesselhäusern, aufgrund dessen in diesen Wein und Pfirsiche angebaut werden konnten.

im Zweiten Weltkrieg sind die Häuser - bis auf eines - zerstört worden. Dieses konnte bis in die
heutige Zeit erhalten bleiben.


Ideenskizze zur Neugestaltung des Klausberg um 1840 - Friedrich Wilhelm IV.
Ideenskizze zur Neugestaltung des Klausberges von Friedrich Wilhelm IV. um 1840.


Entwurf zu einer Gestaltung des Weinberges um 1890 - Persius
Entwurf zu einer Gestaltung des Weinberges.
Ansicht und Querschnitt von Reinhold Persius (* 1835; † 1912) um 1890.

Fotografiert von einer Ausstellung im alten historischen Heizhaus.


2019 feiert der "Königliche Weinberg" sein 250jähriges Bestehen.


Es ist geplant bis dahin den Weinberg zu sanieren und rekultivieren, in Zusammenarbeit mit den
 

Berliner Mosaik-Werkstätten für Behinderte
(hier anklicken)


wurde im Jahr 2006 mit der schrittweisen Wiederherstellung des Weinberges begonnen.

In den nächsten Jahren soll auch das alte Heizhaus saniert und zu einem Besucherzentrum
umgestaltet werden.

Nach der Sanierung der Anlage wird dann die anstehende Pflege von Menschen mit
Behinderungen übernommen, die damit ein anspruchsvolles Betätigungsfeld erhalten sollen
und den langfristigen Erhalt des Weinberges sichern.

Die Rekultivierung wird ca. 2,5 Millionen Euro kosten - hierfür werden dringend Spender gesucht.




Haupteingang zum Königlichen Weinberg auf dem Klausberg in Potsdam.

Alle Königlichen Weinfeste finden mit Wein-Auktion und Versteigerung des jeweiligen Jahrgangs
"Phoenix" - Brandenburger Landwein vom Königlichen Weinberg - limitierte Edition (ca.200 Fl.) statt.
Abfüller Fa. Mosaik, gekeltert im Klosterhof Töplitz / Werder.



Lepère´sche Mauern mit Freispalieranlage _ Königlicher Weinberg Potsdam
Lepère´sche Mauern mit, von den Gärtnern der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte,
neu angelegter Freispalieranlage, Fläche ca. 40 x 17,5 Meter (Foto Juli 2015).

Der Gärtner Alexis Lepère (* 1799; † 1882) aus der Stadt Montreuil bei Paris,
ein berühmter Pfirsichzüchter, baute 1862 diese nach Süden geöffneten Quartiere
und bekamen somit seinen Namen.



Neu gepflanzte Apfelbäume auf dem Königlichen Weinberg von bekannten Persönlichkeiten.
Neue junge Apfelbäume auf dem Königlichen Weinberg,
die von "Baumpaten", öffentlich bekannten Persönlichkeiten, hier gepflanzt wurden:

Marion & Andreas Kramp zur Hochzeit, am 1. August 2011

Dr. Hans Peter Friedrich - Bundesminister des Innern - am 10. August 2011

Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Preußen,
Prinzessin von Isenburg, am Tage Ihrer Vermählung,  27. August 2011.

Matthias Platzeck - Ministerpräsident des Landes Brandenburg -
zum 150jährigen Bestehen der Lepère´sche Mauern, am 22. November 2012.

Botschafterin des Königlichen Weinberges - Dagmar Reim - und Intendantin des "rbb",
am 3. Mai 2013.



Drachenhaus am Park von Sanssouci    Drachenhaus    Drachenhaus - Restaurant
Chinesisches Drachenhaus am Klausberg.

1770
von Georg Christian Unger (* 1743; 1799)
entworfen und von
Baumeister
Carl von Gontard (* 1731; † 1791) errichtet.
Sie entstand nach dem Vorbild der Pagode Kew Garden.

Ehemaliges Gärtnerwohnhaus des Winzers, heute als Restaurant genutzt.




Königlicher Weinberg auf dem Klausberg und Weinfest im Juli.
Der Blick von der Balustrade vor dem Belvedere,
zum schon sichtbar, von den Gärtnern der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte,
rekultiviertem Königlichen Weinberg
(Juli 2015).

Links das Chinesische Drachenhaus, die neuen Rebstöcke sowie Lepère´sche Mauern und Stände der Weinverkostung.
Noch zu sehen, die zwei historischen Schornsteine des im Zweiten Weltkrieg zerstörten ersten Heizhauses.



Historisches Heizhaus auf dem Königlichen Weinberg in Potsdam.
Der Blick vom Belvedere (Juli 2015) zum Gebäude des im Zweiten Weltkrieg zerstörten,
aber noch mit den Grundmauern erhalten gebliebenem historischen zweiten Heizhaus.



Im historischen Heizhaus auf dem Weinberg mit Austellung.

Im historischen Heizhaus,
mit einer Ausstellung von gefundenen Gegenständen, die bei den Umgrabungen auf dem
Königlichen Weinberg geborgen wurden und historischen Fotos der früheren und
dann im Zweiten Weltkrieg zerstörten Anlagen.

Im historischen Heizhaus auf dem Weinberg mit Austellung.



Weinverkostung mehrerer Bundesländer auf dem Königlichen Weinfest am Klausberg.

Die Mosaik-Werkstätten für Behinderte und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
laden jährlich zum Königlichen Weinfest ein.

Auch der deutschen Weinprinzessin kann man hier auf dem Fest begegnen.
Der Höhepunkt des Festes ist immer die Versteigerung des streng limitierten Weines des Vorjahres.
Der Erlös dieser Versteigerung kommt der Rekultivierung des Königlichen Weinberges zugute.



2. Königliches Weinfest am Klausberg - Sanssouci
"Belvedere" auf dem Klausberg über dem Königlichen Weinberg.
 
 
2. Königliches Weinfest - Sanssouci    2. Königliches Weinfest - Sanssouci
  Weinverkostungsstände aus mehreren Bundesländern unterhalb vom "Belvedere" und "Drachenhaus".
 

Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013    Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013

Stände der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte"Phoenix" - Brandenburger Landwein.

Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013



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Der "Kaiserbahnhof" für Wilhelm II.
     

"Kaiserbahnhof" am Park Sanssouci
wurde 1905-1909 von dem Hofarchitekten Ernst Eberhard v. Ihne
(auch Erbauer des Bode-Museums)

als "Hofstation im Wildpark" in der Nähe (links - südlich) der kaiserlichen Sommerresidenz
Neues Palais
erbaut.

Man sah dieses Bahnhofsempfangsgebäude auch als eine idyllisch gelegene
englische Landvilla mit privatem Bahnanschluss für den "Reisekaiser" Wilhelm II.




"Kaiserbahnhof" - Regio Station Park-Sanssouci
Das Bahnhofsgebäude der privaten Eisenbahnhaltestelle des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.

Davor der heutige Regionalzug Bahnhof "Potsdam-Park Sanssouci" (Bahnhof Wildpark) der
DB.

1910 wurde hier Zar Nikolaus II. mit seinem Hofzug empfangen.
Auguste Viktoria, die Ehefrau Kaiser Wilhelms II., fuhr von hier aus im November 1918
ins Exil in die Niederlande.
Im Zweiten Weltkrieg stand hier der Kommandozug von Hermann Göring.

Ab 1945 nutzte die sowjetische Militärkommandantur den Bahnhof als Endstation für den
"Blauen Express", einen zweimal wöchentlich zwischen Berlin und Moskau verkehrenden
Urlaubszug für Offiziere der Sowjetunion. 1952 verließ der letzte Zug das Gebäude.

Das Empfangsgebäude diente dann vorübergehend der Reichsbahn der DDR als Betriebsfachschule.

1977 wurde er wegen Einsturzgefahr gesperrt. Seitdem wartete der Bau auf seine Restaurierung.
1999 wurde das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz gestellt und bekam von der UNESCO
den Status Weltkulturerbe verliehen.

Im Jahr 2003 begannen die ersten Sanierungsarbeiten. Am 16. Juni 2005 wurde der Bahnhof nach
der vollständigen Restaurierung nur für die Akademie der Deutschen Bundesbahn wieder eröffnet.
Das Gebäude wird seitdem als Akademie für Führungskräfte der Deutschen Bahn genutzt,
ist aber nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.


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Kaiser Wilhelm II. ließ im Park von Sanssouci August 1893
auch ein "Bauwerk" errichten, welches aber sehr umstritten ist:

Das Modell eines Panzerforts,
 fälschlicherweise
"Prinzenspielplatz" oder auch "Prinzenspielburg" genannt.

In alten Stadtplänen auch als Festung oder Prinzenspielburg bezeichnet.

 
Zeichnung der Fortanlage im Park Sansouci
Hier die fotografierte Zeichnung der Festung von der neuen Park-Hinweistafel.

Da die Anlage ausschließlich militärischen Zwecken diente, ist sie bisher wahrscheinlich in keinem
Prospekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erwähnt worden.

Direkt gegenüber dem Chinesischen Drachenhaus (Bus-Haltestelle, Linie 695), gelangt
man durch eine Pforte (Drachenhaustor) in den Park Sanssouci.

 
Modellfort unter Grasnarbe im Park Sanssouci verborgen.
Etwa 50 Meter entlang des Weges in Richtung Festungsweg und Antikentempel, erkennt man auf der rechten
Seite heute nur noch einen grasbewachsenen längeren Hügel im Hopfengarten, der die Bruchstücke von
zerstörten Mauerresten des Modell-Festungswerks bedeckt.

Nach meinen Aufnahmen im September 2003 (siehe unten), wurde die teilweise zerstörte
Modell-Fortanlage 2004 zugeschüttet und mit hohen Gräsern bepflanzt, da die
Instandhaltung der kriegerischen Anlage eventuell zu teuer und aufwendig gewesen wäre (?).

Damit wurde aber ein Teil der preußischen Militärgeschichte "versteckt".
 

Hinweistafel - Modellfort - im Park Sanssouci
Aufgrund von Protesten einiger - auch geschichtswissenschaftlicher - Organisationen
wurde nun erstmals am 12.09.2008 ein Hinweisschild von der Parkverwaltung aufgestellt,
auf dem u. a. folgende Informationen zu lesen sind:


"Zur Sicherung ist sie (die Fortanlage) seit 2004 unter einer konservierenden
Abdeckung aus Geovlies, Sand und Rasen verborgen.
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die
Arbeitsgemeinschaft Modellfort Sanssouci e.V. möchten diese für das
Verständnis der europäischen Militärgeschichte bedeutsame Anlage
zukünftig wieder der Öffentlichkeit präsentieren."


 
Modellfort im Park von Sanssouci
Das Fort im Park von Sanssouci, so nannten Eingeweihte die Mini-Festungsanlage,
wurde im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1893 als Modell im Maßstab 1:10
testtauglich errichtet, um die militärische Verteidigung auf den neuesten Stand zu bringen.

Hier der Blick über das Zentralwerk (Aufnahme 2003).

Die damaligen Festungsanlagen drohten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im
Wettkampf mit der Artillerie zu unterliegen.
Um die Frage zu klären, welche der vorgeschlagenen Geschützpanzer am Besten geeignet sind,
wurde beschlossen, hier an dieser Stelle im Park von Sanssouci, ein Fort-Modell zu bauen,
an dem diese Frage mit allen Verantwortlichen, einschließlich Kaiser Wilhelm II.,
entschieden werden konnte.


Modellfort Sanssouci
Die kleinen Mauerwerke mit Kanonenhalterungen (Geschütztürme), die wirklich
Einfassungen für Panzerturmgeschütze sind (Aufnahme 2003).

Kaiser Wilhelm II. war von den Ideen des damals führenden, belgischen Festungsbaumeisters
Briamont stark beeinflusst. Dieser hatte als Idealform eines sparsamen Befestigungsbauwerkes
das Dreiecks-Fort vorgeschlagen.
Daher hatte Wilhelm II. schon 1892 den alten, noch an dem französischen Festungsbaumeister
Vauban (*1633 / †1707) orientierten Bauformen eine Absage erteilt und angeordnet, dass bis zur
Klärung der Panzerabwehrfrage
"keine Entscheidungen über den weiteren Ausbau der bestehenden Festungen getroffen werden"
sollten.


Kaiser Wilhelm II. Modellfort in Sanssouci
Militärische Fachpersonen bezeichnen das Fort-Modell als außerordentlich
bedeutsames Denkmal der deutschen Militärgeschichte und bedauern
den Verfall dieser Anlage (Aufnahme 2003) .


Die Idee der damaligen deutschen Militärstrategen:

Man muss um die Reichshauptstadt einen Festungsring bauen, dann wäre Berlin
uneinnehmbar.
Die Forts - ein System von Bastionen, Geschützstellungen, Gräben und Kasernen -
bildeten die Hauptverteidigungslinie. Der Feind sollte sich daran die Zähne ausbeißen.


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Textquelle teilweise aus:
 
"Die Festung - Heft 6" (von 1992)
Verlag I. M. Braun, Inhaber V. Braun, 46487 Wesel
Autoren: Volkmar Braun / Herbert Jäger / Dr. phil. Hartwig Neumann († 7.02.1992)
Kaiser Wilhelms Modellfort von 1893 im Park von Sanssouci und die Panzerfrage für die Festungen.


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Das Krongut Bornstedt
war einst der Musterhof der Hohenzollern.
     
Das Areal ist eine Abrundung des Schlösser-Ensembles von Potsdam.
    

In unmittelbarer Nachbarschaft von Park Sanssouci, hinter der Orangerie-Schlossanlage,
am Bornstedter See gelegen, lädt es heute täglich zum Erleben und Genießen ein.
                
Krongut Bornstedt in Potsdam
Der Blick von der Bornstedter Str. über den Bornstedter See
zum Herrenhaus, Handwerkshof, Schänken, Barbier und Standesamt.

Nach der Restaurierung war die Wiedereröffnung am 1. Juni 2002.

Die Besucher können ganzjährig, täglich  ab 10 Uhr, das Krongut erleben - der Eintritt ist frei, wenn keine Veranstaltung stattfindet.

An den Wochenenden finden auf dem Krongut viele Hofveranstaltungen statt, wie z. B. Konzerte, Events, Märkte und vieles mehr.

            
Krongut_Symbol.jpg (5248 Byte)

Die Bindung von Bornstedt an die Stadt Potsdam waren immer eng.
1664 kaufte Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, das
Gut und wies es dem Amt Potsdam zu.

Ab 1744 entstand Sanssouci auf dem Bornstedt´schen Grunde.
1844 wurde Bornstedt Kronfideikommißgut, kam unter den
direktem Einfluss der Landesherrn (König Friedrich Wilhelm IV.)
und wurde zum unveräußerlichen Familienbesitz der Krone erklärt.

1864
erhielt das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm (Kaiser Friedrich III.)
mit seiner englischen Frau Victoria das Gut Bornstedt zum
Natural- und Nießgebrauch.

Das Paar entwickelte ein Mustergut und führte die damals modernsten
Produktionsmethoden in der Landwirtschaft mit Hühnerzucht,
Milchwirtschaft und Verarbeitung ein, die für Preußen modellhaft war.

Mit dem Tod Friedrich Wilhelm, der als "99-Tage-Kaiser" Friedrich III. vom
09.03.1888 bis 15.06.1888 in die Geschichte einging, und der Abdankung
der Hohenzollern begann der Zerfall.

Zu DDR-Zeiten war in der heruntergekommenen Anlage ein Lager
für Dünger, Unkraut und Schädlingsbekämpfungsmittel untergebracht.

1999 begann man mit dem zweiten Wiederaufbau und der Restaurierung.


Gebäude vom Krongut Bornstedt
Blick vom Turmdach des Orangerie-Schlosses am Park Sanssouci auf die
Gebäude vom Krongut Bornstedt.


Krongut Bornstedt - Strassenseite
In der Ribbeckstrasse 6/7 - 14469 Potsdam,
die Straßenfront und Haupteingang vom Krongut Bornstedt.


Im Krongut Bornstedt
Blick vom Gutshof auf das Herrenhaus (rechts) des Krongutes.
Im linken Gebäude befindet sich ein Friseur- und Buchladen.

Im Herrenhaus, dem zentralen Gebäude des Ensembles, ist ein
Standesamt eingerichtet. Räume für Festlichkeiten gibt es nebenan,
auch an ein Zimmer für die Hochzeitsnacht wurde gedacht.


Krongutshof von Bornstedt
Neben dem Herrenhaus wird in den restaurierten Manufakturen,
in der Gutsschänke, der "Bornstedter Büffel" gebraut,
ein dunkles würziges Bier nach altem Rezept.

In den Gebäuden wurden, nach der Restaurierung auch mehrere Geschäfte integriert,
wie die Königliche Hofbäckerei, Historischer Weinkeller, Brau- und Brennhaus,
Floristik-Laden, einen Handwerkermarkt, sowie Glashütte/Glasbläserei (Goldrubinglas)
und Porzellanausstellung.
Man kann auf einer historischen Presse Souvenirmedaillen prägen oder den
Zinngießern bei der Herstellung von Gefäßen und Figuren zusehen.

Außerdem gibt es eine Weinstube Habel - Habel´s Weinscheune mit Raritäten
wie dem
"Werderaner Wachtelberg",
vom wohl nördlichsten Weinbaugebiet der Welt, im Brandenburgischen Werder.

Siehe auch die Seite "Werder an der Havel" (hier klicken).



Krongut Bornstedt - Gutshaeuser
Mehrere Restaurants im Innern des sehr schön angelegten Krongutshofes
sowie auch Imbissmöglichkeiten stillen Hunger und Durst am Ufer des
Bornstedter Sees, mit Seeterrasse und Seebühne.



Bornstedter Kirche
Die Bornstedter Kirche, 1855 - 56 von Friedrich August Stüler (* 1800; † 1865) erbaut,
hier mit dem Arkadengang und freistehenden hoch aufragenden Glockenturm - italienischer
Campanile - zu sehen, als Pendant zum gegenüberliegenden Turm des Krongutes.

Hinter dem Arkadengang die eigentliche Kirche und der Kirchhof mit dem Friedhof,
der seit dem 18. Jh. die Grabgewölbe vornehmer Familien aufnahm und bis in das 19. Jh.
ein beliebter Bestattungsort der Potsdamer Bürger, Beamten und Militärpersonen war.

Bei einem Gang über den Friedhof findet man u. a. die Grabstellen
so berühmter Künstler, Architekten und Baumeister wie:

Carl Friedrich Vogel (* 1736; 1802), Mühlenbauer, erbaute die heutige Historische Mühle.

Friedrich Ludwig Persius (* 1803; 1845), Architekt - Schüler Schinkels, Römische Bäder,
Friedenskirche, Heilandskirche Sacrow, Moschee- Dampfmasch.-Haus,
Belvedere auf dem Pfingstberg.

Peter Joseph Lenné (* 1789; 1866), Garten- und Landschaftsgestalter.

Ferdinand Heinrich Ludwig von Arnim (* 1815; 1866), Friedenskirche, Flügelbauten des
Schlosses Sanssouci etc., seit 1864 als Hofbaurat und Professor an der Bauakademie zu Berlin.

Samuel Rösel (* 1769; 1843), Landschaftsmaler und Professor an der Berliner Kunstakademie,
der auch Zeichenlehrer Felix Mendelssohn-Bartholdys und König Friedrich Wilhelm IV. war.

Johannes Götz (* 1865; 1934), Bildhauer, Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm I., Neptunbrunnen,
Berliner Dom, etc.

Letztendlich ist die Kirche, zusammen mit dem Krongut, der Schule und den Wohnhäusern,
Teil eines größeren Kunstwerkes in der Art eines italienischen Dorfes,
das der von immenser Italiensehnsucht beseelte König Friedrich Wilhelm IV.
zusammen mit seinen Architekten und dem
Königlichen Gartendirektor Peter Joseph Lenné
in unmittelbarer Nähe zum Park Sanssouci plante.


Beschreibung aus Prospekten der Evangelischen Kirchengemeinde Potsdam-Bornstedt.


Kirche Bornstedt - Altar
Der Altar und die Kanzel der Bornstedter Kirche.


Kirche Bornstedt - Orgel
Die Orgel der Bornstedter Kirche.


Blick vom Krongut Bornstedt zum Orangerie Schloß Sanssouci
Blick vom Krongutshof zum Orangerie-Schloss am Park Sanssouci.


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Angaben der Erbauer, Jahreszahlen und Beschreibungen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem "Falk Plan" Berlin mit Potsdam,
gängigen Lexika und Zeitungsartikeln,
aus Prospekten bzw. ausgestellten Tafeln - Parkbeschreibungen - der
"Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg",
*) sowie aus dem Buch
"Die Provinz Brandenburg",  vom Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahr 1900.

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Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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