Modellfort Wilhelm II. pfeil1.gif (1042 Byte)
Krongut Bornstedt pfeil1.gif (1042 Byte)
Frame_Startseite.jpg (1763 Byte)
für Quereinsteiger
    
pfeil.gif (272 Byte) Fotoarchiv
pfeil.gif (272 Byte) Königlicher Weinberg

Die Parkanlagen von Sanssouci
in Potsdam

Ein ca. 800 ha großes Gelände, mit insgesamt über 16 km Parkwege.

Der Park ist ein bedeutendes Denkmal, bestehend aus Schlossbauten, Architekturen und Gärten verschiedener Epochen.
Begonnen im 18. Jahrhundert, wurden die Gestaltungen bis zum Ende der deutschen Monarchie 1918 fortgesetzt.


Von der UNESCO 1990 zum Weltkulturerbe erklärte
Parklandschaft von Potsdam / Sanssouci.

Plan vom Park Sanssouci
Übersicht-Tafel als Foto aus der Parkanlage Sanssouci.
Links der Park-Hauptallee, der westlichste und rechts, der östlichste Punkt des Parks.

Fotos der aufgeführten historischen Gebäude hier anwählbar.
Weitere Fotos siehe unten !

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Erreichbar vom Hauptbahnhof Potsdam
mit dem Bus 695 bis zu den Haltestellen
Schloss Sanssouci, Orangerie, Drachenhaus, Campus Universität Potsdam (Communs) und Neues Palais,

bzw. mit dem Bus 605 bis zu den Haltestellen
Luisenplatz-Süd, Schloss Charlottenhof, Neues Palais, Campus Universität Potsdam (
Communs)

oder
mit der Straßenbahnlinie 91 bzw. 94
bis Haltestelle Luisenplatz (ca.200 m bis zum Eingang des Parks) bzw. bis
zur Haltestelle Schloss Charlottenhof (ca. 50 m bis zum Eingang des Parks).

Busse und Straßenbahnen verkehren im 20 Minuten Takt.



Schloß Sanssouci - Ohne Sorgen
Der Park bildet ein Ensemble von Schlössern und Gartenanlagen,
dass im 18. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen begonnen und im 19. Jahrhundert
unter Friedrich Wilhelm IV. erweitert wurde.


*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:
                                                        

Die Parkanlagen von Sanssouci werden mit vollem Rechte von allen Besuchern, einheimischen und fremden, als großartige bezeichnet.
Sie erhielten ihre Gestalt vor allem durch den großen preußischen Gartenarchitekten Peter Josef Lenné (* 1789; † 1866),
 seine Grabstelle befindet sich auf dem Bornstedter Kirchhof.

Natur, Kunst und Historie bieten hier in kaleidoskopartiger Zusammensetzung ein Ganzes, dass in seiner harmonischen Gesamtwirkung
jeden Besucher wohltuend berührt und voll befriedigt scheiden lässt.
Bedauernswert sind nur alle diejenigen, welche es versuchen, die Sehenswürdigkeiten Potsdams in ein oder zwei Tagen
in Augenschein zu nehmen und die dann für Sanssouci nur ebensoviel Stunden übrig haben.

Sanssouci will nicht nur besichtigt, es will studiert sein; nur so gelangt man zu
einer rechten Beurteilung und wahren Würdigung seines Wertes.

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Nach dem Tod seines Vaters
Friedrich Wilhelm I. und seinem Regierungsantritt im Jahr 1740,
hatte Friedrich II. Rheinsberg verlassen und wohnte u. a. auch im Schloss Charlottenburg,
vor den Toren der preußischen Residenzstadt Berlin.

Auf dem Höhenzug im Nordwesten der Stadt Potsdam 1744 angelegten Terrassengarten
wollte Friedrich II. zunächst nur Wein, Pflaumen und Feigen züchten.
Die Aussicht gefiel dem König schließlich so sehr, dass er sich ein
"sorgenfreies Lustschloss" auf der oberen Terrasse bauen ließ - sein "Sans, Souci."

       
Diesem Schritt ging die innerliche Loslösung des Königs von Rheinsberg, seinem kronprinzlichen
märkischen Arkadien (griech. Landschaft) voraus. Er schenkte es 1744 seinem Bruder Heinrich,
denn als Sommerresidenz wäre es zu weit nach Potsdam entfernt gewesen.

(siehe auch im Archiv :  Rheinsberg bei Neuruppin oder hier anklicken)

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*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                              

Und nun, lieber Leser, sollte Dir Gott die Gunst erweisen und Dich nach Potsdam schicken,
so versäume beim Besuch des Parks von Sanssouci nicht,
Dein Augenmerk auch auf die einzelnen Wasserkünste zu richten;
nur dann wirst Du diese großartige Schöpfung voll und ganz zu würdigen wissen.


               
Große Fontäne - Blick zum Neuen Palais

Die Skulpturen an der Großen Fontäne um das französische Rondell,
zählen mit zu den künstlerischen Höhepunkten im Park Sanssouci.
1752 wurden die kostbaren Geschenke des französischen Königs Ludwig XV.
im Auftrag von Friedrich II. hier aufgestellt:

       
Venus und Merkur von Jean Baptiste Pigalle (* 1714; † 1785)
sowie zwei Jagdgruppen von Lambert Sigisbert Adam (* 1700; † 1761),
"Le retour de la chasse" (Die Rückkehr von der Jagd)
und "La peche dans la mer" (Das Fischen im Meer).

Das Rondell wurde bis 1760 mit sechs weiteren Götterstatuen und Allegorien (Sinnbilder)
von "Feuer" und "Erde" von Francois Gaspard Adam (* 1710; † 1759) vervollständigt.



Skulptur    Sanssouci Wannenbad    Skulptur
           
 

Standbild_links  Wasserspeier  Standbild_rechts
   
 
           


             


         

         

Über 260 Jahre alte Bildhauerkunst mit ca. 4.000 Skulpturen der damaligen Meister
schmücken die Parkanlage
.



Standbild König Friedrich II.
König Friedrich II.
* 24. Januar 1712 / Berliner Stadtschloss;  † 17. August 1786 / Schloss Sanssouci
Im Jahr 2012 - 300. Geburtstag

Die größte Führungspersönlichkeit auf  brandenburg-preußischem Thron.
Im Gegensatz zu allen damaligen Herrschern Europas war er im Krieg stets
unter seinen Soldaten, an der Spitze seiner Truppen.
Er teilte alle Gefahren und Strapazen mit ihnen.
Von seinen Bürgern, Beamten und Soldaten verlangte er nie mehr als von sich selbst.
Trotz aller Reformen seiner Zeit blieb aber der absolutistische Staat erhalten.

Seinen Beinamen "der Große" erhielt Friedrich II. nach dem zweiten Schlesischen Krieg (1744 - 45).
Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 63), dem dritten, den er um die Provinz Schlesien führen
 musste, nannte man ihn den "Alten Fritz", obwohl er erst 51 Jahre alt war.
Von Gicht und Sorgen gebeugt, kehrte er auf seinem Krückstock gestützt nach Berlin,
genauer gesagt nach Potsdam zurück.
Hier widmete er sich nun ganz dem Aufbau des preußischen Staates.




Grabplatte Friedrich des Grossen in Sanssouci
Auf der Grabplatte der unpompösen Grabstelle Friedrich II. legen Besucher
ihm zu Ehren manchmal Blumen und auch Kartoffeln ab.




Grabplatte Friedrich des Grossen in Sanssouci
Die ersten Kartoffeln wurden im 16. Jahrhundert als Zierde im damaligen
Berliner Schlossküchengarten, dem heutigen Berliner Lustgarten angepflanzt.

Als man Mitte des 18. Jahrhunderts feststellte, dass die Kartoffeln nicht nur schöne Blüten tragen
sondern der Verzehr der Knollen auch sehr gesund und nahrhaft war,
ordnete
Friedrich der Große die Pflanzung von Kartoffelfeldern in Preußen an.
Die damalige Hungersnot, entstanden durch seine vielen Kriegszüge, sollte damit bekämpft werden.

"Ein Preuße isst Kartoffel - denn die Kartoffel, das ist Preußen!"
.... "und womit sonst sollte man wohl einem Berliner das Maul stopfen können?"....

..... soll der Alte Fritz einst gelästert haben.
 
      
Flötist in Sanssouci am Mühlentoreingang              Grabstelle Friedrich II. auf der oberen Terrasse von Schloß Sanssouci
Die Gruft Friedrich II. und Bestattungsstellen seiner 11 Lieblingshunde
hinter der Skulptur nach dem Vorbild aus der Antike,
der mythologischen Darstellung "Flora mit Zephir",
die Göttin der Blüte, die mit dem kleinen Putto Zephir tändelt.

Zephir war in der griechischen Mythologie einer der vier Winde, der "Westwind".
Er wurde als "Frühlingsbote" und "Reifer der Saaten" verehrt.


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Der Wunsch Friedrich II. war es, an seinem Lieblingsplatz oben auf der Schlossterrasse,
rechts vom Schloss Sanssouci,
neben seinen 11 Lieblingshunden beigesetzt zu werden.

Am 17. August 1786 verstarb Friedrich II. in seinem "Sterbesessel" auf Schloss Sanssouci.
Er wird, anders als von ihm angeordnet, von seinem Neffen und Nachfolger Friedrich Wilhelm II.
in der Potsdamer Königlichen Hof- und Garnisonkirche beigesetzt.
( im Zweiten Weltkrieg zerstört - 1968 durch Sprengung beseitigt )

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Erst  205 Jahre später, am 17. Aug. 1991, nach der Wiedervereinigung Deutschlands,
wird der Sarg Friedrich II. in der Gruft auf der oberen Terrasse im Park von Sanssouci
neben seinen Jagdhunden beigesetzt.

Als eine seiner letzten Handlungen ließ Prinz Louis Ferdinand,
von 1951 bis 1994 letzter Chef des Hauses Preußen und Hohenzollern,
die damals aus der kriegszerstörten Garnisonkirche sichergestellten Särge

Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740) "Soldatenkönig" - Vater vom Alten Fritz,
(Beisetzung im Mausoleum an der Friedenskirche im Park  Sanssouci)
und
Friedrich II.
(der Große),
von der Hechinger Burg (Schwäbischen Alb) - dem Zufluchtsort der Hohenzollern,
nach Potsdam - Park Sanssouci - überführen.



Weinberggarten in der Schopenhauerstr.
Winzerhaus und Triumphtor am Weinberggarten (Baujahr 1852),
in der Nähe des Obeliskeingangs zum Park von Sanssouci (Schopenhauerstraße).

106 Jahre nach der Gründung von Sanssouci, ließ Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) dieses
Tor am Fuße des Mühlenbergs/Weinberggartens (oberhalb - rechts vom Park Sanssouci)
als Teil seiner geplanten, aber nie vollendeten Triumphstraße,
von August Stüler (* 1800; 1865) und Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795, 1876) erbauen.
Vorbild war das Argentarier-Tor in Rom.

Das Tor und seine Reliefdarstellungen rühmen die Taten seines Bruders
Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm I.
Anlass war die Niederschlagung des badischen Aufstandes von 1849.
Das Tor stellt sowohl den politischen als auch den technischen, wissenschaftlichen
und künstlerischen Triumph Preußens dar.
Die Besonderheit des Portals besteht in der Verkleidung des Backsteinbaus mit großen,
mehrere Meter messenden Bildtafeln und Allegorien (griechische Sinnbilder).

 
Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam     Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam

Die Reliefbilder von Hermann Schievelbein (* 1817; 1867) an den Innenseiten des Triumphtors,
stellen den Auszug der Krieger und die Heimkehr des siegreichen Heeres dar.

(siehe auch Schievelbeinfries / Neues Museum in Berlin / Museumsinsel)


Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam     Relief am Triumphtor des Weinberggartens in Potsdam

Die Arbeiten von Gustav Bläser (* 1813; 1874) zeigen Allegorien.



Weinberggartenhaus - Schopenhauer Str. in Potsdam
Das Winzerhaus oberhalb des Weinberggartens,
liegt zwischen der Schopenhauer- und Gregor-Mendel-Straße (Zugang).

Das in der Art einer Turmvilla mit einem von Koren (Frauen bzw. Göttinnen)
getragenen Altan (Balkon/Söller),
baute 1849 Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795, 1876).

Die Karyatiden (weibliche Figuren als Säulen oder Pfeiler ) aus Zinkguss,
stammen aus der Bildhauerwerkstatt von August Kiss (* 1802; 1865).




Obeliskeingang zum Park von Sanssouci
Das Gartenportal mit den korinthischen Säulengruppen, daneben die Sandsteinskulpturen
der Pomona und Flora, als Obeliskeingang (1747 erbaut) zum Schlosspark Sanssouci.

Pomona - altrömische Göttin der Baumfrüchte und
Flora - altrömische Göttin der Blüten und Pflanzenwelt,
gestaltet von Christian F. Glume.

Östlichster Punkt der Hauptachse vom Park Sanssouci, erbaut von Knobelsdorff.
Blickrichtung aus der 8 Meter breiten und 2 km langen Park - Hauptallee,
in Richtung Schopenhauerstraße zum Obelisk, der 1748 erbaut wurde.

Das Pendant der Säulen mit den Sandsteinskulpturen steht als Eingang zum Park von
Schloss Rheinsberg bei Neuruppin am Grienericksee (1740 Erstbau).



Neptungrotte  - Restaurierung - Park_Sanssouci
Sanierung und Restaurierung der Neptungrotte (Foto: August 2005).

Die Neptungrotte wurde 1751 bis 1757 nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff
-
seine letzte Schöpfung für Sanssouci -
i
m östlichen Lustgarten (rechts der Bildergalerie) als prachtvolles Wasserspiel aus weißem Marmor,
als Gegenstück zur 1749 errichteten Thetisgrotte (Felsentor)
erbaut.

Meeresgott Neptun symbolisiert hier gleichsam mit den Muscheln, Schilfblumen und Kristallen als
Architekturelemente aus Carrara Marmor die phantastische Unterwasserwelt als ein Stück Natur.

Im Barock waren derartige Grotten als gartenschmückende und belebende Bereicherung der Natur sehr beliebt.



 
Neptungrotte Muschelwand
In der Neptungrotte, die Muschelwände, Grottierarbeiten und Skulpturen
wurden von Johann Peter Benkert (* 1709; 1765) und Georg Franz Ebenhech (* 1710; 1757) geschaffen.



Sanierung und Restaurierung der Neptungrotte - leider noch kein großer Fortschritt (Foto: Januar 2015).

Nach zahlreichen Sicherungsmaßnamen - bei denen auch die Skulpturen auf dem Dach und die fehlenden Muschelbecken
an der Fassade geborgen worden sind - ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ( SPSG) Dank der großzügigen
Förderung von Fernsehmoderator Günther Jauch, dem Privatmäzen Herrn Gerhard Elsner und der
Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht
jetzt in der Lage, mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen.

Die Instandsetzung des Gebäudes sowie der gesamten Ornamente in der Grotte und an den Portalsäulen
soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein!



 
Bildergalerie
Bildergalerie, rechts vom Schloss Sanssouci - hinter dem Holländischen Garten,
1755 - 1763 nach Plänen von Johann Gottfried Büring (* 1723; 1788) für die Gemäldesammlung Friedrich II. erbaut.

Sie zählt zu den ältesten im Originalzustand erhaltenen Museumsbauten der Welt, mit Gemälden von
Michelangelo Merisi da Caravaggio (* 1571; 1610) und Peter Paul Rubens (* 1577; 1640).



Auf der Puttenmauer - Bildergalerie Sanssouci             Auf der Puttenmauer - Bildergalerie Sanssouci
Als Abschluss zum Holländischen Garten steht vor der Bildergalerie eine Puttenmauer,
die den
Höhenunterschied zum Holländischen Garten ausgleicht.



 
Bildergalerie - rechts vom Schloß Sanssouci
Die Museen unserer Zeit gehen auf die Sammeltätigkeit von Fürsten und großen Familien
der Renaissance und des Barocks zurück.
Wie an allen europäischen Höfen war auch die Bildergalerie ein wesentliches Instrument
fürstlicher Selbstdarstellung.
Friedrich der Große war einer der ersten, der ein selbstständiges Gebäude für seine Bildergalerie
in Potsdam errichten und für das Publikum öffnen ließ.



Schloß Sanssouci
Schloss "Sans, Souci." ( franz.: "Ohne Sorge" ), das berühmteste Schloss der Hohenzollern.

Lieblingswohnsitz und Sterbeort König Friedrich II. In seinen letzten Jahren
lebte der Alte Fritz einsam auf Sanssouci.
Er widmete sich der Literatur und der Musik (Flötenspiel).
Am 17. August 1786 stirbt Friedrich II. auf Schloss Sanssouci.

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Hier hat Friedrich II. , einer der bedeutendsten Geister der europäischen Geschichte,
sich selbst der Landschaft aufgeprägt. Ein Mann von seltenem Format.
Für das Kriegshandwerk begabt wie kaum ein Zweiter, war er doch auch ein Mann des Geistes.
Schloss Sanssouci, geplant als ein Refugium (Zufluchtsort), in das er von den Staats- und
Kriegsgeschäften sich zurückzog, machte Friedrich II. Sanssouci zum intellektuellen Zentrum
seines Reiches.
Hätten ihn die Umstände nicht zum König gemacht, meinte Friedrich einmal,
so wäre er wohl Philosoph geworden.

(Text aus dem RBB-TV-Video:  Sanssouci, Schlösser und Gärten Potsdams)

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Für die Besichtigung der Räume des Schlosses brauchen seit April 2008 keine Pantoffeln
mehr über das Schuhwerk gezogen werden, die wertvollen Fußböden wurden mit
speziellen Teppichböden abgedeckt.



Skizze Schloss Sanssouci von Friedrich II.
Friedrich II. fertigte eigenhändig Skizzen zur Anlage des Schlosses Sanssouci,
als friderizianisches Rokoko-Sommerschloss,
welche 1744 - 1747 durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff auf
einem Hügel (Weinberg-Terrassen) umgesetzt wurden.

Der vermutlich in der zweiten Hälfte des Jahres 1744 entstandene Grundriss zeigt bereits
die Kolonnade, die den Ehrenhof umschließt. Die Säulen sind als bogenförmig angeordnete
Punkte oberhalb (nördlich) des Schlossgrundrisses in der ausgeführten Anordnung erkennbar.


 


Ehrenhof Schloß Sanssouci
Das hierfür benutzte Baumaterial stammt u. a. auch aus dem Kalksteintagebau in Rüdersdorf bei Berlin.



Ehrenhof Schloß Sanssouci
Die Kolonnade, bestehend aus zwei Viertelbögen mit 88 korinthischen Doppelsäulen,
die den Ehrenhof auf der Nordseite von Schloss Sanssouci einrahmt.

Von hier hat man einen schönen Blick über den Rossbrunnen (Viehtränke)
zum Ruinenberg, siehe weiter unten.
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Hans Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff
war nicht nur der königliche Baumeister Friedrich II. , sondern auch sein Freund.
Beim Bau von Park und Schloss Sanssouci, nach den Plänen von Friedrich II., kam es zum
Zerwürfnis zwischen den Freunden.

von Knobelsdorff starb am 16. September 1753 in Berlin und wurde am 18. Sep. 1753
in der Gruft der Neuen (Deutschen) Kirche, heute Deutscher Dom,
auf dem Gendarmenmarkt in Berlin bestattet.
1757 wurde nebenan sein Freund, der Hofmaler Antoine Pesne zur letzten Ruhe gebettet.

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Herzlichen Dank an Herrn Kroll aus Berlin-Tempelhof - Stadtentwicklungsamt - leitender Baudirektor,
für folgenden Hinweis:


Beim Umbau der Deutschen Kirche 1881/82 verlegte man die sterblichen Überreste der
Gräber auf einen der Friedhöfe am Halleschen Tor.
Das Grab war durch eine Marmortafel und einen Putto (kleiner Knabe) gekennzeichnet.
Diese Grabanlage fiel einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zum Opfer und ist danach von
einer Straße überbaut worden.

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Am unteren Eingangsportal der Deutschen Staatsoper in Berlin wurde 1953 eine bronzene
Gedenktafel zur Erinnerung an von Knobelsdorff, dem Baumeister Friedrich des Großen,
angebracht.

Auf dem Kirchhof Jerusalem und Neue Kirche II, im
(West-)Berliner Bezirk Kreuzberg vor dem Halleschen Tor
- Zugang von der Zossener Straße -
erinnert "nur" ein einfacher weißer Gedenkstein aus Marmor,
ein Epitaph - Gedächtnismal, das nicht identisch mit der Grabstelle ist -

Grabstelle von Knobelsdorff und Pesne
als Ehrengrab des Landes Berlin
an Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (* 1699; † 1753), Architekt Friedrich II.,
Gartengestalter, Maler und
Antoine Pesne (* 1683; † 1757), Historien- und Bildnismaler sowie Bildhauer
am Hofe Friedrich I. und II.




Rossbrunnen vor dem Schloss Sanssouci.
Vom Ehrenhof Schloss Sanssouci, die Sicht über die lange Zeit restaurierte Kaskade des Rossbrunnens
(von Friedrich Wilhelm IV. Viehtränke genannt)
an der Straße nach Bornstedt, zum Ruinenberg.



Auf dem Ruinenberg - Potsdam.
Auch der Felsenbrunnen am Ruinenberg .........


 

 ........... wurde wieder restauriert (Foto: Sep. 2016).


 
Blaumeise im Felsenbrunnen - Ruinenberg.
Nachdem gegen 17:00 Uhr der Wasserlauf vom Felsenbrunnen abgestellt wurde,
nutzte sofort eine der hier zahlreichen Blaumeisen das Restwasser für ein Reinigungsbad.



 
Ruinenberg - Antike Landschaftsstaffage
Der Ruinenberg, 1746 nach Entwürfen von Knobelsdorff als
antike Landschaftsstaffage erbaut, wurde lange Zeit restauriert.


Er
besteht aus:

der Wand eines antiken römischen Theaters (Theaterwand),


Kolossale Säulengruppe Monopteros auf dem Ruinenberg - Potsdam. Monopteros und Pyramide auf dem Ruinenberg - Potsdam.
 einer kolossalen Säulengruppe, eines toskanischen Monopteros (antiker Rundtempel) und einer Pyramide,
als "Verkleidung" für das in der Mitte befindliche
große runde Rückhalte-Wasserbecken mit ca. 10 Millionen Liter Wasser.

Friedrich der Große träumte davon, unterhalb der Weinbergterrassen von Schloss Sanssouci,
einen Brunnen mit einer hohen Wasserfontäne anzulegen.



 
Ruinenberg_Wasserrundbecken.jpg (24509 Byte)
Dafür wurde auf diesem Hügel, oberhalb des Schlosses,
1748
ein großes Wasserrundbecken errichtet.

Der Druck, des durch ein Rohrsystem mit ausgehöhlten Baumstämmen herab fließenden
Wassers, sollte für den gewünschten Effekt ausreichen. Dieser war aber immer nur kurzzeitig,
da das Wasser sehr schnell abfloss und auch seitlich aus dem geborstenen hölzernen
Rohrsystems austrat.

Der Alte Fritz erlebte nicht mehr das anhaltende Wasser-Schauspiel.

Siehe auch die Beschreibung des Fotos Große Fontäne.



Normannischer Turm - Ruinenberg
Der 1846, nach Entwürfen von Persius (* 1803; 1845) unter der Leitung
von Ferdinand v. Arnim (* 1814; 1866),
nachträglich erbaute Normannische Turm (23 Meter hoch) in Form eines
mittelalterlichen Wachturms, neben der Wand eines antiken römischen Theaters.

Er war nach umfangreicher Restaurierung seit Sept. 2001 wieder begehbar,
wegen Besuchermangel aus Kostengründen ab Nov. 2015 geschlossen
und ist derzeit nur im Rahmen von Sonderöffnungen zu besichtigen.

Von hier aus gibt es eine gute Rundsicht über die Potsdamer Kulturlandschaft.



Schloß Sanssouci - Kuppelrotunde
Wie Artus (sagenhafter walisischer König), schafft Friedrich II. eine Tafelrunde.
Die Tafelrunde am Hofe eines Königshauses galt als Inbegriff des Rittertums.

In der elliptischen Kuppelrotunde von Schloss "Sans, Souci." tagte die berühmte Tafelrunde.
Dort saß am Tisch, was in Europa Rang und Namen hatte, in Kunst und Wissenschaft.
Jedoch nur Männer, ausnahmslos.
Denn alle Frauen, auch die eigene, schließt Friedrich II. aus, aus seiner Welt.

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Weshalb Friedrich II. den Namensschriftzug unterhalb der Kuppel - sh. oben -
"Sans, Souci." getrennt mit einem Komma und Punkt abgeschlossen
anbringen ließ, ist bis heute historisch nicht geklärt.
Es wird vermutet, dass es eine Laune des Königs war, der mit einer Art Geheimschrift
sein Glaubensbekenntnis dort verewigen ließ.

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Nach seinem Regierungsantritt im Jahr 1740 "verbannte" König Friedrich II.
seine Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern und schenkte
ihr
das Schloss Schönhausen in Berlin-Pankow, Stadtteil Niederschönhausen.

Instandgesetztes Schloss Schönhausen März 2010
Bis 1797 war Schloss Schönhausen im Sommer (Juni bis August) ständiger Wohnsitz
von Königin Elisabeth Christine (* 1715; † 1797).

Sie ließ auf dem Gelände ihres Schlosses Schönhausen Leineweber aus Sachsen ansiedeln.
1753 entstand in der Umgebung die "Königin-Plantage", das spätere Schönholz,
als Garten und Maulbeerplantage, um die Seidenraupenzucht in Preußen heimisch zu machen.

Friedrich II. liebte Seidentapeten in den königlichen Schlossgemächern, die aber,
wenn diese aus China eingeführt wurden, sehr teuer waren.


Königin Elisabeth Christine verstarb 11 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Friedrich dem Großen.

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gescanntes Bild - Tafelrunde Friedrich des Großen
Tafelrunde Friedrich des Großen in der Kuppelrotunde von Schloss Sanssouci.

Gemälde (ca. 1852) von Adolf Menzel (* 8.12.1815; † 9.2.1905).
Teilnehmer (von links nach rechts) Mylord Marishal (mit dem Gesicht
zum Beschauer), Voltaire, General von Stille, Friedrich II.,
Feldmarschall Keith, Algarotti, General Graf Rothenburg, de Lamettrie
und Marquis d´Argent.



Bacchantenhermen am Schloß Sanssouci
Die Südfassade des Schlosses verziert mit Bacchantenhermen
(Büstensäulen mit weinseligen Trinkern)
Meisterwerke von Glume, Watteau, Pannini und Pesne.



Sonnengitterpavillon auf der Terrasse von Sanssouci
 
   Sonnen-Gitterpavillon,

  Sonnenpavillon auf der Terrasse von Schloß Sanssouci
 links und rechts neben der Schlossfront.



Große Fontäne im französischen Rondell im Gartenparterre Park Sanssouci
Ausblick von der Schlossterrasse in den Park, zum Hauptbrunnen
mit der Großen Fontäne im französischen Rondell des Gartenparterre.

Ab 1840 wurde die Gestaltung des Parks durch den Gartenarchitekten P. J. Lenné (* 1789; † 1866) übernommen.




Büste Herzog von Bracciano.
Die in rotem Porphyr (vulkanisches Gestein) gearbeitete Büste des * 1591 geborenen Paolo Giordano II. Orsini († 1656),
Herzog von Bracciano bei Rom
, steht jetzt wieder mittig vor der Fontäne im Gartenparterre von Sanssouci.

Der Herzog hatte im Europa des 17. Jahrhunderts einen Ruf als Kunstförderer.

Friedrich II. hat die Büste im Jahr 1742 gekauft - kurz bevor der Bau von Sanssouci begann.
Der Preußenkönig sah sich in der Tradition des italienischen Herzogs.

Sie wurde vermutlich schon 1749/50 im damals neuen Park in der Mittelachse des
Gartenparterres aufgestellt.

Die Skulptur kehrte nach mehr als 70 Jahren an seinen einstigen Standort zurück.
Sie war zuletzt im Kabinett der Bildergalerie zu sehen und lagerte seit 1996 im Depot der Stiftung.



 
Haupt-Fontäne im Park von Sanssouci
Die Große Fontäne (bis 40 m hoch), Hauptbrunnen im Park von Sanssouci auf der
2 km langen Hauptallee (Hauptachse), gespeist mit dem Wasser aus dem 10 Millionen Liter
großen Rückhaltehochbecken auf dem Ruinenberg, welches heute noch von den Pumpen
im Dampfmaschinenhaus (Moschee) aus der Neustädter Havelbucht/Potsdam
über eine 1,8 km lange Druckleitung gefüllt wird.


*) Beschreibung von 1900:
                                                                                   


Der "Alte Fritz" erlebte nicht mehr dieses Wasser-Schauspiel. Erst 100 Jahre später,
nach der Einweihung von Schloss Sanssouci (1. Mai 1747) und den ersten Versuchen
einer Wasserkunstanlage mit Fontäne, wurde zur Zeit von Friedrich Wilhelm IV.,
am 23. Okt. 1842, diese mit einem Strahl von  2,5 Zoll Stärke und ca. 40 m Höhe
in Betrieb genommen.
Persius (* 1803; † 1845) und
August Borsig (* 1804; † 1854) waren die Schöpfer der großartigen
und praktischen Leitungsanlagen und Pumpen. Diese Namen werden deshalb in der Geschichte von
Sanssouci stets an hervorragender Stelle verzeichnet stehen.

Siehe auch die Beschreibung des Fotos Ruinenberg.




Weinbergterrassen
    Blick vom Gartenparterre zu den sechs Weinbergterrassen, herauf zum Schloss.

Vier elf Meter hohe Säulen schmücken seit 1844 das Gartenparterre von Sanssouci.
Das Gestein der Säulen besteht aus Adneter Korallenkalk. Sie waren eigentlich
für einen Innenraum vorgesehen - den Ruhmestempel Walhalla bei Regensburg.

Doch der Architekt Leo von Klenze (* 1784; † 1864) verwendete die Korallenkalk-Kolosse nicht,
so dass Preußens Monarch Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861)  diese für Potsdam ankaufen ließ.

Der weiche Stein ist für den Außenbereich nicht geeignet, Witterungs- und Umwelteinflüsse
führten zu Rissen und Hohlräumen an den Säulen.

In den Jahren 2006 bis 2008 wurden diese restauriert und konserviert, so dass sie nun
wieder in ihrer ursprünglichen Farbigkeit strahlen können.
                
Venus von Medici im Gartenparterre von Sanssouci
In vornehmem carrara-weißen Marmor-Teint krönt die Venus von Medici wieder
eine der ersten restaurierten Säulen (im oberen Foto, die linke Säule).



Neue Kammern mit historischer Mühle
Neue Kammern, 110 m Länge mit 25 Fenstern. 1745 - 1747 von Boumann, nach
Plänen von Knobelsdorff, links (westlich) neben dem Schloss Sanssouci als Orangerie erbaut.
1771 - 1775 umgestaltet, von Georg Unger, zum Gästeschloss.

Hinter dem Gebäude der Neuen Kammern, die Historische Mühle.

 
 
Saal in den Neuen Kammern
Die Säle:  Blaue Galerie, Buffetsaal, Ovidgalerie und Jaspissaal sowie die Gästezimmer:
Grünes Lackkabinett, Großes Intarsienkabinett und Kleines Intarsienkabinett mit den
dazugehörigen Schlafzimmern, sind im Spätstil des friderizianischen Rokoko gehalten.



Historische Muehle in Potsdam Sanssouci
Historische Galerieholländermühle hinter den Neuen Kammern,
am Mühlentoreingang von Park Sanssouci (obere Terrasse Schloss Sanssouci)
Standort seit 1739, mehrfach um- und aufgebaut.

Die erste Bockwindmühle auf dem Bornstedter Höhenzug entstand auf Initiative
König Friedrich Wilhelm I., der damit die Versorgung in der Stadt Potsdam
verbessern wollte.
Die Mühle nahm ihre Arbeit 1739 auf.

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Die Historische Mühle ist durch die Legende vom Müller und König weltbekannt.

Danach soll dem König Friedrich II. (der Große) das ständige Geklapper der Windmühle
gestört haben. Er hat nach dieser Sage dem Müller deshalb den Kauf angeboten, was dieser
aber ablehnte. Der Alte Fritz soll darauf erbost reagiert haben:

"Weiß Er denn nicht, dass ich ihm Kraft meiner königlichen Macht die Mühle wegnehmen kann,
ohne auch nur einen Groschen dafür zu bezahlen ?"

Unerschrocken habe der Müller geantwortet: "Gewiss, Eure Majestät, das könnten Euer Majestät
wohl tun, wenn es - mit Verlaub gesagt - nicht das Kammergericht in Berlin gäbe !"
 
D
ie Sage ist ein Zeugnis für den Glauben des damaligen Volkes an die Gerechtigkeit
seines Königs Friedrich dem Großen.

Der tatsächliche Vorgang war aber ein anderer.
Der Müller Arnold, der fällige Zinszahlungen verweigerte, wurde verurteilt, seine Mühle 1779 zu versteigern.
Durch eine Bittschrift konnte er jedoch den König für seine Sache gewinnen.



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Das Kammergericht in Berlin ist das älteste deutsche Gericht, 1468 erstmals urkundlich erwähnt.
Von Kurfürst Joachim I. wurde es 1516 als Oberster Gerichtshof für die Mark neu eingerichtet.

Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg

Altes Kammergericht in Berlin-Kreuzberg, Lindenstr. 9-14,
1734
bis 1735 von Philipp Gerlach (* 1679; † 1748) erbaut.

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Historische Muehle                            Historische Muehle über Neue Kammern
Der zweite Neubau einer Galerieholländermühle wurde auf eigene Kosten König Friedrich Wilhelm II.
1787 - 91
von dem holländischen Baumeister Cornelius van der Bosch (* 1706; † 1789) errichtet.

Es ist eine Galerien-Windmühle nach niederländischem Vorbild.
Ihr Betrieb wurde um 1860 eingestellt. Danach wurde die Mühle als historisches Objekt
zum Denkmal erklärt und zur Besichtigung freigegeben.

Achtzig Jahre später, im April 1945, brannte die Mühle während der Panzerkämpfe des
Zweiten Weltkrieges (1939 - 1945) im Park von Sanssouci bis auf das Sockelgeschoss ab.




Historische Mühle und Neue Kammern an der Maulbeerallee in Potsdam
Die dritte Mühle wurde 1983 - 1993 nach der Bauweise um 1800 neu errichtet und ist seitdem wieder zu besichtigen.

Seit 2003 kann hier wieder Getreide zu Mehl verarbeitet werden.

Hier die Historische Mühle und die Neuen Kammern an der Maulbeerallee.



 
Grünes Gitter - Parkeingang Sanssouci
Das Grüne Gitter, im Jahr 1850 kunstvoll geschmiedetes Tor,
einer der schönsten Haupteingänge zum Park und Schloss Sanssouci,
von der Straße "Allee nach Sanssouci" - abgehend vom Luisenplatz - zu erreichen.



 
Pfarr- und Schulhaus Friedenskirche Sanssouci
Hier errichtete August Stüler (* 1800; † 1865) auch das Pfarr- und Schulhaus für die Friedenskirche.



Dreikönigstor - Schopenhauer Straße
In der Schopenhauer Straße steht das Dreikönigstor, der Eingang zum Friedensgarten für den
direkten Weg zu der in stiller Abgeschiedenheit liegenden Friedenskirche im Park Sanssouci.



Friedenskirche und Mausoleum
Blick über den Friedensteich zur Friedenskirche (rechts das Mausoleum),
als ital. Kirchenkomplex 1844 - 1854 nach einer Ideenskizze Friedrich Wilhelm IV.
und Plänen von Persius, nach dessen Tod,
mit Beteiligung von Stüler, Hesse und von Arnim erbaut.

Schon als Kronprinz hatte der Italienliebhaber Friedrich Wilhelm (IV.) 1834,
aus der zum Abbruch bestimmten Kirche San Capriano auf  der Insel Murano
bei Venedig , ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Apsismosaik ersteigern
lassen. Die Friedenskirche wurde praktisch um dieses Mosaik herum gebaut.
Vorbild war die frühchristliche Basilika S. Clemente in Rom.
Der Glockenturm hat als Vorbild den Campanile von
Santa Maria in Cosmedin, ebenfalls in Rom.



Friedenskirche - Apsismosaik
In der Friedenskirche, der Altar vor einer seltenen Kostbarkeit, dem Apsismosaik.
Fast die gesamte Wölbung der Apsis (halbrunde Altarnische) nimmt dieses italienische
Mosaik aus dem 13. Jahrhundert in Anspruch, welches als zentrale, alles überragende
Figur Christus als Weltenrichter darstellt.
Es ist eines von zwei Originalen italienisch-byzantinischer Mosaiken,
die nördlich der Alpen überhaupt existieren.

Letzte Ruhestätte König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) und
seiner Gemahlin Elisabeth, in einer Gruft unterhalb des Altars.
Gedenkplatten mit Inschrift als Gruftabdeckung vor den Stufen zum Altar.

Das Herz Friedrich Wilhelm IV. wurde in der Gruft des Mausoleums im
Charlottenburger Schlossgarten in Berlin bestattet,
zu Füßen seiner dort beigesetzten Eltern Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise.



Christus-Statue am Glockenturm - Friedenskirche             Christusstatue - Arkadenhof - Friedenskirche
Segnender Christus
Statue am Fuße des Glockenturms, hinter dem Kirchenschiff.



Christus_im_kleinen_Arkadenhof.jpg (18357 Byte)
Im kleinen Arkadenhof und Kreuzgang der Friedenskirche.



Arkadenhof - Friedenskirche
Großer Arkadenhof und Kreuzgang.



Kaiser Friedrich Mausoleum
Kaiser-Friedrich-Mausoleum

*) Mausoleums-Beschreibung von 1900:

Das Mausoleum ist ein vom Geheimrat Raschdorf (* 1823; † 1914) aus Berlin mit sorgfältiger
Berücksichtigung einer von der Kaiserin Friedrich entworfenen Skizze aufgeführter Bau,
dessen Grundstein am 18. Okt. 1888 des Trauerjahres gelegt und dessen Einweihung
ebenfalls am Geburtstage des verewigten Kaisers des Jahres 1890 vollzogen wurde.
Sein Stil ist dem Kirchlein zu Innichen in Tirol entnommen, das der heiligen
Grabeskirche zu Jerusalem nachgebildet ist.



Grabmäler Friedrich III. und Victoria - im Mausoleum
Im Kaiser-Friedrich-Mausoleum:                                                      

Kaiser Friedrich III. (99 Tage Kaiser vom 09.03.1888 bis 15.06.1888)
und König von Preußen
* 18. Oktober 1831
15. Juni 1888

mit seiner Frau (seit 1858) Prinzessin Victoria von England
(n. d. Tod Friedrich III., Kaiserin Friedrich)
* 1840 in London                  
                † 05. Aug. 1901 in Schloss Friedrichhof

(Mutter Wilhelms II. und Gegnerin Bismarcks)

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Im August 1991, nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der
Überführung des Sarges von der Hechinger Burg (Schwäbischen Alb) nach Potsdam,
fand hier auch Friedrich Wilhelm I. (* 1688 / † 1740) "Soldatenkönig",
neben den kaiserlichen Nachfahren seine letzte Ruhestätte.

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Das Drei-Kaiserjahr 1888:

Nach dem Tod des 91jährigen Wilhelm I. († 09.03.1888) übernahm
Friedrich Wilhelm (Kaiser Friedrich III.) als Todkranker (Kehlkopfkrebs) die Regierung.
Bereits 99 Tage später verstarb er
(† 15.06.1888) .
Sein Tod beendete die politischen Hoffnungen der Liberalen.
Nach Kaisers Friedrich Tod wurde am 15.06.1888 sein Sohn als Wilhelm II. deutscher Kaiser.

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Felsentor zum Nordischen Garten
Felsentor (Thetisgrotte) zum Nordischen Garten,
der oberhalb, durch die Maulbeerallee getrennt, von Park Sanssouci liegt.



Sizilianischer Garten
Sizilianischer Garten, im Park von Sanssouci.



Sizilianischer Garten im Park von Sanssouci
Palmen und Kakteen im Sizilianischen Garten.



Reiterstandbild Friedrich II. - Orangerieblick
Blick zum Orangerie-Schloss auf den Orangerieterrassen am Nordrand des Parks.

Durch die Maulbeerallee werden die Orangerie und Terrassen vom Park getrennt.
Das Schloss dient vornehmlich als Winterquartier für die südländischen Pflanzen
des Parks, außerdem enthält es aber auch prächtige Repräsentationsräume, wie z. B.
den Raffael-Saal mit einer Kopien-Sammlung nach Werken Raffaels.

Im Vordergrund das Reiterstandbild Friedrich II.



Orangerie - Schloß Mittelbau
Der Schloss-Mittelbau, mit den Aussichtstürmen und dem Säulenhof der Orangerie.

1851 - 1864 nach einer Ideenskizze von König Friedrich Wilhelm IV. und
Plänen von Persius, unter Beteiligung von Stüler und Hesse,
im Stil italienischer Renaissancevillen erbaut.


Standbild Friedrich Wilhelm IV. vor dem Orangerieschloss
Vor dem Mittelbogen des Säulenhofes steht das Standbild Friedrich Wilhelm IV.



Orangerie - ca. 330 m Gesamtlänge
Das Orangerie-Schloss ist mit ca. 330 m Gesamtlänge das größte Gebäude im Park von Sanssouci.



Orangerie - Seitendoppelportal
Der Blick durch das linke Seiten-Doppelportal zur Orangerie-Schlossanlage,



Pavillonartige Villen Orangerie Sanssouci
welches pavillonartige Villen miteinander verbindet und den
rahmenden Abschluss des Gebäudes an den Enden der Seitenflügel bildet.



Am Wiesenweg - Park Sanssouci.
Bachverlauf am Wiesenweg, in Richtung Chinesisches Haus.
 
Wiesenwegbrücke - Park Sanssouci
Die Wiesenwegbrücke im Park Sanssouci wurde u. a. von den Einnahmen
der Potsdamer Schlössernacht restauriert.

 
Japanische Kirschbaumbluete mit Biene     Chinesisches Haus
Frühling im Park von Sanssouci am Chinesischen Haus (April 2005),
mit einer Tambourkuppel und sitzendem Mandarin auf dem Dach.
           
Tambourkuppel - sitzender Mandarin.
            
Manchmal auch Japanisches Haus, Tempel, Chinesisches Palais oder Teehaus genannt.

1754 - 1757 von Johann Gottfried Büring erbaut, mit blattvergoldeten chin. Skulpturen,
Säulen sowie Ornamenten von Johann G. Heymüller und Johann Peter Benkert.



Palmensaeulen - Blattvergoldete Sandsteinfiguren
Blattvergoldete Palmensäulen und Sandsteinfiguren, welche ein
musizierendes Orchester bzw. rechts im Foto, die Gruppe der Melonenesser bilden.

Das Chinesische Haus gilt als wichtigstes Beispiel der europäischen Chinoiserie des
18. Jahrhunderts.  Im Sommer diente es als Speisesaal.



Parksicht zu den Roemischen Baedern
Römische Bäder, erbaut 1829 - 1844, nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel,
ausgeführt von seinem Schüler und Potsdamer Bauleiter Ludwig Persius,
als Gebäudekomplex im Stil italienischer Landhäuser.



 
Sonnenuhr, etwas links vor dem Eingang der Römischen Bäder
Die vielflächige (polyedrische) Sonnenuhr,
vor dem Eingang der Römischen Bäder im Park von Sanssouci an der Weggabelung,
ist eine
sehenswerte, technisch ausgeklügelte Kunstsonnenuhr.

Sie ist ein
technisches Denkmal aus dem Jahr 1740 und eine Kopie des in der Stadt Schwedt
befindlichen Originals.

Das Original steht in der Stadt Schwedt, im ehemaligen Schlossgarten -
dem heutigen
Europäische Hugenottenpark
, hinter den Uckermärkischen Bühnen.



 
vielflächige (polyedrische) Sonnenuhr in Sanssouci
Sie steht auf einer ca. 80 cm hohen Sandsteinsäule und bildet einen ca. 33 cm großen Körper.

Der heute schon sehr verwitterte Stein wurde im
18. Jahrhundert dort aufgestellt und hat auf
der Nordseite einen zwölfzackigen Sonnen-Stern, worauf das Monogramm
"FW" für "Friedrich Wilhelm" aufliegt.



Sonnenuhr im Sanssouci an Römischen Bädern

Je nach Tageszeit wechseln sich viele kleine Sonnenuhren in der Zeitanzeige ab.
Darunter sind neben den Süd-, Ost- und Westsonnenuhren auch mehrere Nordsonnenuhren.

Die Zifferblätter mit den Schattenzeigern (Gnomon) zeigen fast minutengenau die Uhrzeit an.



Gnomon - Schattenanzeige der Uhrzeit
Die Parkbesucher sollten beim Studieren bzw. Auffinden der Tageszeitangabe nicht vergessen,
dass in der Sommerzeit unsere modernen, funkgesteuerten Uhren um eine Stunde vorgestellt werden!

Hier wird die
Uhrzeit 14:46 angezeigt, abgelesen im September um 15:46 Uhr.

Tagsüber kann man die Drehung der Erde verfolgen, wenn man beobachtet, wie
die Sonne von ihrem Aufgangspunkt im Osten zum westlichen Horizont niedersinkt.
Diese Erddrehung um die Sonne wird bei Sonnenuhren zur Stundenzählung genutzt.
Weil die Erde auf ihrer Bahn aber nicht immer gleich schnell ist, ergibt sich dadurch
eine jahreszeitabhängige Abweichung der Sonnenuhr von der funkgesteuerten
Armbanduhrzeit.
Diese so genannte Zeitgleichung kann bis zu 20 min betragen.

Nur viermal im Jahr zeigt also die Sonnenuhr minutengenau die Uhrzeit an.



 
Skulpturen - Roemische Baeder
Foto: 1999
Reliefs mit Badeszene in der Wand der Eingangshalle unter einer weinumrankten Pergola
zu den Römischen Bädern.



Roemische Baeder
Auch Alexander von Humboldt (* 1769;  † 1859) weilte hier als kronprinzlicher Gast in den
Gästezimmern des Gärtnerhauses von Hofgärtner Ludwig Hermann Sello (* 1800; † 1876).



Skulptur Sterntaler - Mädchen
Die Skulptur vom Sterntaler-Mädchen (Märchen nach den Gebrüdern Grimm)
auf der Innenhof-Dachecke von Eingangs- und Arkadenhalle der römischen Bäder.




Innenhof der Römischen Bäder
Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) gab diese malerische Baugruppe aus
südlichen Landhäusern, antiken Monumenten und bepflanzten Freiräumen in Auftrag.

Der Innenhof der Römischen Bäder:
Teepavillon mit Terrasse am Maschinenteich, Hofgärtnerhaus, Turm mit Wasserbehälter,
Gehilfenhaus, Arkadenhalle - dahinter das Römische Bad (Fenster).




Roemische Baeder in Sanssouci
Blick durch das Fenster der Arkadenhalle in das Römische Bad.
Im Atrium steht die Schmuckwanne aus grünem Bandjaspis,
welche aus einem Stück gefertigt wurde.
Sie war ein Geschenk des Zaren Nikolaus I. an seinen Schwager Friedrich Wilhelm IV.

Das eigentliche Römische Bad schließt sich an die Arkadenhalle hinter dem Gehilfenhaus
an und stellt in seiner filigranen Ausmalung und der Verwendung zahlreicher Kopien von
antiken Kunstwerken weniger die Nachbildung einer römischen Therme, sondern vielmehr
eine architektonische Erinnerung und romantische Neuschöpfung dar.

Es ist in Teilen einem römischen Wohnhaus nachgebildet, diente jedoch nie
Wohnzwecken, sondern als museale Stätte der Erinnerung an Italien.




Blick zum Schloß Charlottenhof
Die Aussicht zum Schloss Charlottenhof vom Innenhof der Römischen Bäder über den
Maschinenteich, der nach einer dort früher befindlichen Pumpanlage so benannt wurde.




Mandarinenente   Brütende Schwäne auf dem Maschinenteich  
Grau- bzw. Fischreiher am Maschinenteich
     
Mandarinenten,                                   Schwäne          und            Grau- bzw. Fischreiher
leben am Ufer und auf der Insel des Maschinenteichs.

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Die stolze Mandarinente (Heimatland Ostasien).

Die Mandarinente gehört zu den "Glanzenten", deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt.

In Europa gibt es vereinzelt verwilderte Parkpopulationen, die aus Gefangenschaftsflüchtlingen entstanden sind.
Als Ziergeflügel ist diese Ente sehr beliebt.



Schloss Charlottenhof im Park von Sanssouci
Schloss Charlottenhof, 1826 - 1829 der Umbau eines Gutshauses nach den Entwurfskizzen
des Bauherrn, Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.), zur Villa im römisch-klassizistischen
Stil (romantisches Sommerschlösschen), von K. F. Schinkel.

Gartenensemble mit großer Terrasse und Laubengang, abgeschlossen durch eine große
halbkreisförmige Steinbank (Stibadium) nach antikem Vorbild, Dichterhain und Rosengarten,
als Landsitz für das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm (IV.) und Elisabeth.


  
Stibadium - Gartenensemble - Charlottenhof
Wenn man sich ein wenig auf der großen halbrunden Steinbank (Stibadium) ausruht,
kann man mit Verblüffung feststellen, dass Gespräche, die auch im Flüsterton geführt werden,
gut mit bzw. abgehört werden können.

Die Mauer ist hohl und verstärkt ein Flüstern laut und vernehmlich wie Stimmen über Lautsprecher.
Aus den Löchern unterhalb der Sitzbank, an der Mauer, tritt der Schall aus.

Die Halbrundwand an der Steinbank leitet den Schall besonders gut von einem zum anderen Ende.

Tipp, mal ausprobieren!




Ein Zimmer im Schloß Charlottenhof
Obwohl die Wohnräume gemütlich biedermeierlich eingerichtet wurden,
hat aber Kronprinz Friedrich Wilhelm fast nie hier gelebt.

Er nannte seinen Sommersitz "Siam", nach dem Verständnis der damaligen Zeit
"Land der Freien", seiner Vision eines idyllischen Lebensideals.



 
Schloss Charlottenhof - Park Sanssouci
Das Schloss Charlottenhof wurde nach der früheren Besitzerin des Gutshauses Charlotte von Gentzkow
benannt und gilt als Hauptwerk des damaligen Hofarchitekten Schinkel.



 
Im Hippodrom Park Charlottenhof
Das Hippodrom im Park Charlottenhof hinter dem Schloss Charlottenhof.
Der Name stammt aus den griechischen Worten: hippos (Pferd) und dromos (Weg/Pfad).
- Pferderennbahn -



Am Brunnen eine Skulptur im Hippodrom

Skulptur am Brunnen im Hippodrom.



Fasanerie im Park Sanssouci
Oft nur durch Zufall sieht man die Fasanerie hinter dem Hippodrom, etwas versteckt gelegen.

Sie wurde ab 1841 von Ludwig Persius
im italienischen Stil mit Turm und
Loggia
errichtet und ist ein besonderes Schmuckstück im Park.
Seit 1996 wurde das Gebäude innen und außen komplett saniert.

In dem Haus wurden Fasane gezüchtet, die man anschließend dann im Wildpark aussetzte.
Ihre Freiheit und Flüge konnten sie allerdings nicht lange genießen, da
Friedrich Wilhelm IV. durch
seine Jagd
im Wildpark diese erlegte und sie somit zwang auf den königlichen Tellern zu landen.


Nach 1880 wurde die Fasanenhaltung eingestellt und optisch wieder dem
Park Charlottenhof angegliedert. Seit 1920 dient das Gebäude Wohnzwecken

In den dreißiger und vierziger Jahren hatte der Dirigent Wilhelm Furtwängler (* 1886; † 1954),
der zu dieser Zeit Direktor der Berliner Philharmoniker war, in der Fasanerie seinen Wohnsitz.
Für ihn wurde während des Zweiten Weltkrieges ein Luftschutzraum im Keller eingerichtet.

Heute leben Mitarbeiter der Schlösserverwaltung im dem Haus.



 
Freundschaftstempel im Park von Sanssouci
Freundschaftstempel, links der Park-Hauptallee, kurz vor dem Neuen Palais,
1768 von K. von Gontard geschaffen.

Der Tempel wurde aufgrund eigener Entwürfe von Friedrich II.  1768  zum
Andenken an seine Schwester Wilhelmine, Markgräfin von Bayreuth, erbaut.

Aus politischen Gründen sollte sie ursprünglich den Prinzen von Wales heiraten.




Markgraefin Wilhelmine
Im Freundschaftstempel.
Als marmorne Statue hat hier die älteste und Lieblingsschwester von Friedrich II. ,
Wilhelmine Friederike Sophie, Markgräfin von Bayreuth, Platz genommen.
( * 3. Juli 1709; † 14. Okt. 1758 )




Antikentempel im Park von Sanssouci
Der unscheinbare Antikentempel wurde 1768 - 1769 von K. von Gontard erbaut
und befindet sich rechts von der Park-Hauptallee, kurz vor dem Neuen Palais.

Er wurde in Anlehnung an das Pantheon in Rom gestaltet und diente
Friedrich dem Großen zur Aufbewahrung eines Teiles seiner Antikensammlung.

Während der Revolution 1918 - zum Ende des Ersten Weltkrieges,
floh Kaiser Wilhelm II. ins holländische Exil. Seine erste Frau, Auguste Viktoria,
folgte ihm einige Zeit später. Sie verstarb 1921 nach schwerer Krankheit in Haus Doorn,
nahe Utrecht in Holland.
Ihr Leichnam wurde nach Potsdam überführt und in Sanssouci
im Antikentempel beigesetzt.

Seitdem wird der Tempel als Mausoleum für die kaiserliche Familie genutzt.

Weitere vier Mitglieder des Hauses Hohenzollern fanden im Antikentempel ihre letzte Ruhe:


Der jüngste Sohn des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Joachim Prinz von Preußen
(* 17. Dezember 1890; † 18. Juli 1920)
.
Der Sarkophag des Prinzen stand zunächst in der Sakristei der Friedenskirche im
Park von Sanssouci und wurde nach 1931 in den Antikentempel überführt.


Der älteste Sohn des Kronprinzen Wilhelm und seiner Gemahlin
Cecile von Mecklenburg-Schwerin, somit Enkel des letzten Kaisers Wilhelm II.,
Wilhelm Prinz von Preußen (* 4. Juli 1906; † 26. Mai 1940).


Der zweitälteste Sohn Kaiser Wilhelms II., Eitel Friedrich Prinz von Preußen
(* 7. Juli 1883; † 8. Dezember 1942)
.

Die zweite Gemahlin Wilhelms II., Hermine von Reuß, verw. von Schönaich-Carolath,
Prinzessin von Preußen (* 17. Dezember 1887; † 7. August 1947)




Neues Palais im Park von Sanssouci
Neues Palais - Hauptportal mit Ehrenhof.
Im Gegensatz zum eleganten Schloss Sanssouci ziemlich massiv, schließt es mit den Communs
das westliche Ende der Hauptachse durch den Park ab.
1763 - 1769  von Büring , Manger, Gontard und Legeay erbaute
Sommerresidenz Friedrich des Großen.

Am 18. Oktober 1831 bringt Prinzessin Augusta von Preußen im Neuen Palais den späteren
Thronfolger Kaiser Friedrich III. (99 Tage-Kaiser) zur Welt.

Am 15. Juni 1888 stirbt Kaiser Friedrich III. im Neuen Palais.

1914 unterzeichnet Kaiser Wilhelm II. hier die Kriegserklärung zum Ersten Weltkrieg (1914 -1918).

Er bewohnte das Schloss bis zu seiner "Abdankung" 1918 und Flucht nach Holland.
In dieser Zeit wurde es mit einer Zentralheizung, elektrischer Beleuchtung, Bädern und einem
Fahrstuhl komfortabel ausgestattet.
Die gartenseitige Balustrade ist auch erst zur Zeit Kaiser Wilhelms II. (* 1859; † 1941) entstanden.




Neues Palais - Parkseite
Neues Palais - Parkseitenansicht

Fanfaronade
(eine kleine Prahlerei) nannte Friedrich II. das 260 Meter lange Palais.

Am Ende des Siebenjährigen Krieges (1756 - 63), 20 Jahre nach dem Bau von Schloss Sanssouci,
entstand diese gewaltige Schloss-Sommerresidenz, als Ausdruck des Triumphes am Ende gewaltiger
Schlachten und als trotzige Selbstbehauptung, angesichts der Kosten dieses Krieges.

Ursprünglich sollte das ganze Schloss aus Backstein erbaut werden, wie man es am südlichen
Seitenflügel begonnen hatte. Angeblich raubte das Verfugen zu viel Zeit und der Ziegelnachschub
erfolgte nicht schnell genug. So soll Friedrich der Große sich nur mit einem Anstrich begnügt haben.

Wahrscheinlich aber wurden die Mauern des Palais aus Kostengründen nur mit Sandstein verputzt
und anschließend das Muster von roten Backsteinen mit hellen Fugen aufgemalt.




Schlosskuppel - Neues Palais

Auf der "Scheinkuppel" - innen nicht begehbar - aus Kostengründen nur ein Kupferblechtambour,
bestehend aus Holzbalken, der auf das Dach des Schlosses aufgesetzt wurde,
stemmen drei weibliche Statuen - "Grazien",
der Welt den Rücken zugewandt, die Preußenkrone hoch.

Die drei Feindinnen Friedrichs des Großen
Nach der Restaurierung (2015).

Angeblich handelt es sich hierbei um die drei Feindinnen Friedrichs II. im
Siebenjährigen Krieg
(1756 - 63),
die seine unversöhnlichsten Gegnerinnen waren.
Friedrich II. nannte sie wenig schmeichelhaft "die drei Erzhuren Europas".

Kaiserin Maria Theresia von Österreich (* 1717; † 1780),
Zarin Elisabeth von Russland
(* 1709; † 1762) und

Madame de Pompadour
 (* 1721; † 1764) -
Mätresse und Beraterin des franz. Königs Ludwig XV. (* 1710; † 1774).
 
Er hat sie nicht bezwungen - immerhin standgehalten,
aber nur aufgrund der
beendeten Kriegshandlungen - durch den Tod der Zarin.



 
Neues Palais - Frontansicht
Foto: 1999
Der Alte Fritz bezeichnete es auch als "Kasten",
sein Schloss Sanssouci dagegen nannte er "Schmuckkästchen".

Mit seinen über 200 Wohnzimmern und 4 Festsälen, wie Marmorsaal (von J. G. Büring und C. v. Gontard),

 
Schloßtheater im Neuen Palais - Park Sanssouci

Grottensaal und Marmorgalerie, darunter das Schloss -Theater, ist es das größte, prunkvollste und
zugleich späteste Werk der friderizianischen Schlossbaukunst, welches Friedrich der Große im
Park von Sanssouci erbauen ließ.

Das Neue Palais blieb vornehmlich im Sommer den königlichen Gästen vorbehalten.
Erst der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. (* 1859; 1941),
wählte das Neue Palais als seine Wohnstätte aus.

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Schon in Rheinsberg plante Kronprinz Friedrich und sein Baumeister von Knobelsdorff in
seinem Berlin ein neues Zentrum zu schaffen, um dann als König Friedrich II. dort zu regieren.
Bestandteil der Planung für ein "Forum Fridericianum" war mit der königlichen Hofoper und
der königlichen Bibliothek eigentlich das später hier im Park Sanssouci erbaute
Schloss "Neues Palais", aus dem dann aber "nur" das Prinzenpalais für seinen
Bruder Heinrich wurde, die heutige Humboldt Universität zu Berlin (hier anklicken).

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Giebel am Neuen Palais - Potsdam
Neues Palais - im Mittelteil des Giebels der Ehrenhofseite hat
Friedrich II. (der Große) den Wahlspruch von Brandenburg-Preußen
seines Vaters
Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740), Soldatenkönig von 1713 bis 1740,
anbringen lassen:

 
Wahlspruch Friedrich Wilhelm I. - NEC  SOLI CEDIT
"NEC  SOLI  CEDIT"
(auch als Non Soli Cedit bekannt)
- Nicht der Sonne weicht er -
der preußische Adler.

Das Motto wurde allen Regimentsfahnen aufgestickt.
Als Wappen wurde ein Adler dargestellt, der sich zur Sonne emporschwingt.

"Nec soli cedit" ist auch auf preußischen Münzen zu finden,
(Reichstaler, Doppeldukat, Dukat, 1/2 Dukat und 1/4 Dukat)
 die 1713 in Magdeburg und in der damals preußischen
Residenzstadt Königsberg geprägt wurden.



 
Triumphbogen - Kolonnade der Communs
Foto: 1999
Blick durch den noch teilweise zerstörten Triumphbogen der halbkreisförmigen Kolonnade mit seinen 15 m hohen,
160 Säulen
, die das Ensemble der Communs verbindet, zum Haupteingang des Neuen Palais.

Er ist der westlichste Punkt und Abschluss der Hauptachse des Parks Sanssouci
und wurde 1763 bis 1769 errichtet.

Der Triumphbogen sollte nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) gegen Österreich,
Russland und Frankreich von der aufstrebenden Macht Preußens künden
.



 
Ensemble der Communs - Neues Palais
Foto: 1999
Blick vom Ehrenhof des Neuen Palais auf das Ensemble der Communs.

Zwei Pavillons werden durch eine halbkreisförmige Kolonnade mit Obelisk
eingefasst, in der Mitte mit einem Triumphbogen versehen, verbunden.

Aufgrund von umfangreichen und zeitaufwendigen Restaurierungsarbeiten wurde die
Kolonnade 2005 bis 2012 massiv eingerüstet.



 

Kolonnade zwischen den Communs im Park Sansouci
Diese Arbeiten werden demnächst abgeschlossen sein
(Foto: Jan. 2013).




Triumphbogen mit halbkreisförmiger Kolonnade in Sanssoici
     Der 24 m hohe Triumphbogen und Kolonnade nach der Restaurierung (Febr. 2015).




Triumphbogen - Kolonnade der Communs nach der Restaurierung
"Neuer"
Blick durch den Triumphbogen (Febr. 2015).


1763 - 1769 wurden die Communs nach einem Entwurf von Jean Laurent Le Geay als
Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte der Diener erbaut.

Die Communs waren durch einen unterirdischen Gang mit dem Neuen Palais verbunden.

Auch Gäste wurden dort untergebracht, es gab eine große Küche, Küchenräume, eine
Kellerei, Silberkammern, usw.
Im Hof hinter den Communs befanden sich Stallungen, Sattelkammern, Unterkünfte für
Stallburschen, sowie eine Bäckerei und eine Konditorei.

1765 übernahm Carl von Gontard (* 1731; 1791) die Weiterführung der Planung und veränderte durch
Überarbeitung der architektonischen und dekorativen Gliederung das Erscheinungsbild.

Erst unter Friedrich Wilhelm III. (* 1770; 1840) erhielten die Communs eine
weitere Zweckbestimmung.


Das nördliche Commungebäude (rechts im Bild) wurde einem neu gebildeten Lehr- und
Infanteriebataillon überlassen und galt als eine der vornehmsten Kasernen des preußischen Staates.

Der Marstall, in dem sich heute das Auditorium Maximum der Universität Potsdam befindet,
fungierte bis 1918 als Reithalle.


Die Communs hatten über ihren praktischen Zweck hinaus aber auch die Funktion, dem Palais
ein wirkungsvolles Gegenüber zu sein und als Architekturkulisse das dahinter liegende Ödland
zu verdecken.

Auf dem großen denkmalgeschützten, nach holländischem Vorbild gepflasterten Platz,
zwischen den Communs und dem Neuen Palais, auch "Mopke" genannt,
wurde im 19. Jh. alljährlich ein Fest mit Reiterspielen in Ritterkostümen ausgerichtet.

Es war der ehemalige Exerzierplatz, auf dem im September 1848 der erste Soldatenaufstand
einer deutschen Armee stattfand.

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Der Name "Mopke" soll aus dem holländisch mundartlichen Sprachgebrauch stammen und
bezeichnet eine mit Ziegelsteinen, nach bestimmten Muster gepflasterte Platz- bzw. Wegefläche.

Steine der Mopke
Hierfür wurden die Steine mit der schmalen Längsseite nach oben in den Sandboden eingearbeitet.

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Communs - linkes Gebäude
Das linke Gebäude der Communs mit dem obeliskbekrönten Pavillon der Kolonnaden.



Die Communs im Park von Sanssouci
Heute werden die Communs von der Universität Potsdam genutzt, die 1991 gegründet wurde.

Sie ging u. a. aus der ehemaligen Pädagogischen Hochschule, der Juristischen Hochschule
Potsdam-Eiche und der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der
ehemaligen DDR hervor.
Sie ist inzwischen die größte Universität des Landes Brandenburg und gleichzeitig, nach dem
Mauerfall, eine der jüngsten akademischen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland.

Die Institute sind über die gesamte Stadt Potsdam verteilt.
Die einzelnen Standorte haben jeweils sehr unterschiedliche historische Hintergründe.



Schloss Lindstedt, von vielen Besuchern des Parks Sanssouci kaum beachtet,
da es sich
außerhalb - rechts (nördlich) neben dem Neuen Palais bzw. den Communs,
des Parkgeländes befindet.


Das kleine Schlösschen in spätklassizistischen Formen über asymmetrischem Grundriss
erinnert mit seiner Pergola und dem Portikus an Schloss Charlottenhof.
Den Bezug zur Landschaft stellt der Rundturm mit einem Belvedere her.



 
Schloss Lindstedt - Park Sanssouci
Es wurde unter König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; 1861) nach Plänen von
Ferdinand von Arnim (* 1814; † 1866) ab 1858 bis 1861 errichtet.


Zitat aus der Parkbeschreibung:

Der ca. 2 ha große Garten wurde von P.J. Lenné im Stil antiker Villengärten gestaltet
und durch dichte Anpflanzungen zur Umgebung abgeschirmt.
Von 1803 bis 1828 war das Gut im Besitz von Vorfahren des Vico von Bülow,
bekannt als Loriot.

Das Schloss kann nur im Rahmen von Veranstaltungen begangen werden, der Schlossgarten ist zugänglich.




 
Drachenhaus am Park von Sanssouci     Drachenhaus     Drachenhaus - Restaurant
Chinesisches Drachenhaus am Klausberg, 1770 von Unger entworfen,
von Baumeister Gontard errichtet.
Sie entstand nach dem Vorbild der Pagode Kew Garden.

Ehemaliges Gärtnerwohnhaus des Winzers, heute als Restaurant genutzt.



Blick durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg
Blick und Sichtachse vom linken (westlichen) Seiten-Doppelportal der Orangerie-Schlossanlage
durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg.



Sicht durch die Krimlindenallee zum Belvedere auf dem Klausberg
Blick durch die Krimlindenallee (Krim-Linden).



Belvedere - Schöne Aussicht - Klausberg - Sanssouci
Das Belvedere (schöne Aussicht) auf dem Klausberg (Foto 2002).
Letztes Bauwerk Friedrich des Großen in Sanssouci.

Angeregt durch eine Architekturzeichnung Bianchinis, die das Macellum des Augustus
im antiken Rom darstellen soll, entwarf Friedrich der Große auch dieses letzte von ihm
in Sanssouci errichtete Gebäude.

Das Belvedere ist im unteren Bereich auf einem umlaufenden Podest von zwanzig ionischen Säulen umgeben.
Diese stützen den darüberliegenden Umlauf mit zwanzig korinthischen Säulen.

Der Architekt Georg Christian Unger erarbeitete nach diesem Entwurf die Baupläne
und leitete von 1770 bis 1773 die Ausführung.

1903 ließ Kaiser Wilhelm II. das baufällig gewordene Belvedere grundlegend instand setzen.




Blick durch die Säulen des oberen Rundgangs zum Neuen Palais im Park Sanssouci.
Blick durch die korinthischen Säulen des oberen Rundgangs auf dem Belvedere (Juli 2015)
zur Kuppel des Neuen Palais im Park Sanssouci.




Im ausgebrannten,unteren Saal des Belvedere auf dem Klausberg - Potsdam
1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das Belvedere durch Artilleriebeschuss stark beschädigt,
Kuppel und Innenräume brannten aus - hier der Innenraum im unteren Saal (Juli 2015).


Jeweils acht rundbogige Fenstertüren belichten die zwei übereinander liegenden Säle.





Deckenbild im oberen Saal des Belvedere auf dem Klausberg - Potsdam.
Deckenbild mit der Darstellung von Wolken und verschiedenen Vögeln
im oberen Rundsaal des Belvedere (Juli 2015).




Rückseite - Belvedere über dem Weinberg In Sanssouci
Dank der Initiative des Vereins der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten hat
die Messerschmitt Stiftung München noch vor dem Mauerfall beschlossen, mit eigenen
Mitteln das Baudenkmal zu retten (Juli 2013).

Das Kuppelgeschoss umläuft eine Balustrade mit zwanzig Götterfiguren aus der antiken Mythologie,
die dem Gebäude noch einmal optisch an Höhe verleihen.




Altane am Belvedere Sanssouci in Potsdam
Dem Belvedere sind nach Westen und Osten Altane vorgesetzt,
eine offene, auf Stützen oder Mauern ruhende Plattform - Austritt.


Leider ist der Besuch ab November 2015 hier nicht mehr möglich,

wegen Besuchermangel wurde aus Kostengründen das Belvedere geschlossen.

 

Belvedere oberhalb des Weinberges - Park Sanssouci
Das Belvedere liegt oberhalb des Königlichen Weinberges auf dem Klausberg,
der schon im Jahre 1769 angelegt wurde (Foto: Februar 2013).


Am Südhang des Klausbergs wurde ein Weinberg mit Reben und Obstbäumen angelegt,
der den königlichen Hof mit Früchten versorgte.


Auf Veranlassung Kaiser Wilhelm II. sind von 1895 bis 1905 grundlegende Erneuerungs- und
Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Auf der unteren Terrassenebene entstanden zwei große Glashauskomplexe mit separaten Heiz-
und Kesselhäusern, aufgrund dessen in diesen Wein und Pfirsiche angebaut werden konnten.

im Zweiten Weltkrieg sind die Häuser - bis auf eines - zerstört worden. Dieses konnte bis in die
heutige Zeit erhalten bleiben.


Ideenskizze zur Neugestaltung des Klausberg um 1840 - Friedrich Wilhelm IV.
Ideenskizze zur Neugestaltung des Klausberges von Friedrich Wilhelm IV. um 1840.


Entwurf zu einer Gestaltung des Weinberges um 1890 - Persius
Entwurf zu einer Gestaltung des Weinberges.
Ansicht und Querschnitt von Reinhold Persius um 1890.

Fotografiert von einer Ausstellung im alten historischen Heizhaus.


2019 feiert der "Königliche Weinberg" sein 250jähriges Bestehen.


Es ist geplant bis dahin den Weinberg zu sanieren und rekultivieren, in Zusammenarbeit mit den
 
Berliner Mosaik-Werkstätten für Behinderte
(hier anklicken)


wurde im Jahr 2006 mit der schrittweisen Wiederherstellung des Weinberges begonnen.

In den nächsten Jahren soll auch das alte Heizhaus saniert und zu einem Besucherzentrum
umgestaltet werden.
Nach der Sanierung der Anlage wird dann die anstehende Pflege von Menschen mit
Behinderungen übernommen, die damit ein anspruchsvolles Betätigungsfeld erhalten sollen
und den langfristigen Erhalt des Weinberges sichern.

Die Rekultivierung wird ca. 2,5 Millionen Euro kosten - hierfür werden dringend Spender gesucht.


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5. Königliches Weinfest - Königlicher Weinberg am Klausberg, fand am 08. - 09. Juli 2016 statt.
(hier anklicken)



Das 5. Königliche Weinfest in Sanssouci am Königlichen Weinberg - Klausberg
fand am
Freitag den 8. Juli 2016 ab 16:00 bis 22:00 Uhr
und
Samstag den 9. Juli 2016 ab 12:00 bis 21:00 Uhr

mit Weinverkostung aus mehreren Bundesländern statt.


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Haupteingang zum Königlichen Weinberg auf dem Klausberg in Potsdam.

Alle Königlichen Weinfeste finden mit Wein-Auktion und Versteigerung des jeweiligen Jahrgangs
"Phoenix" - Brandenburger Landwein vom Königlichen Weinberg - limitierte Edition (ca.200 Fl.) statt.
Abfüller Fa. Mosaik, gekeltert im Klosterhof Töplitz / Werder.




Lepère´sche Mauern mit Freispalieranlage _ Königlicher Weinberg Potsdam
Lepère´sche Mauern mit, von den Gärtnern der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte,
neu angelegter Freispalieranlage, Fläche ca. 40 x 17,5 Meter (Foto Juli 2015).

Der Gärtner Alexis Lepère (* 1799; † 1882) aus der Stadt Montreuil bei Paris,
ein berühmter Pfirsichzüchter, baute 1862 diese nach Süden geöffneten Quartiere
und bekamen somit seinen Namen.




Neu gepflanzte Apfelbäume auf dem Königlichen Weinberg von bekannten Persönlichkeiten.
Neue junge Apfelbäume auf dem Königlichen Weinberg,
die von "Baumpaten", öffentlich bekannten Persönlichkeiten, hier gepflanzt wurden:

Marion & Andreas Kramp zur Hochzeit, am 1. August 2011

Dr. Hans Peter Friedrich - Bundesminister des Innern - am 10. August 2011

Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Preußen,
Prinzessin von Isenburg, am Tage Ihrer Vermählung,  27. August 2011.

Matthias Platzeck - Ministerpräsident des Landes Brandenburg -
zum 150jährigen Bestehen der Lepère´sche Mauern, am 22. November 2012.

Botschafterin des Königlichen Weinberges - Dagmar Reim - und Intendantin des "rbb",
am 3. Mai 2013.




Königlicher Weinberg auf dem Klausberg und Weinfest im Juli.
Der Blick von der Balustrade vor dem Belvedere,
zum schon sichtbar, von den Gärtnern der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte,
rekultiviertem Königlichen Weinberg
(Juli 2015).

Links das Chinesische Drachenhaus, die neuen Rebstöcke sowie Lepère´sche Mauern und Stände der Weinverkostung.
Noch zu sehen, die zwei historischen Schornsteine des im Zweiten Weltkrieg zerstörten ersten Heizhauses.




Historisches Heizhaus auf dem Königlichen Weinberg in Potsdam.
Der Blick vom Belvedere (Juli 2015) zum Gebäude des im Zweiten Weltkrieg zerstörten,
aber noch mit den Grundmauern erhalten gebliebenem historischen zweiten Heizhaus.




Im historischen Heizhaus auf dem Weinberg mit Austellung.

Im historischen Heizhaus,
mit einer Ausstellung von gefundenen Gegenständen, die bei den Umgrabungen auf dem
Königlichen Weinberg geborgen wurden und historischen Fotos der früheren und
dann im Zweiten Weltkrieg zerstörten Anlagen.

Im historischen Heizhaus auf dem Weinberg mit Austellung.



Weinverkostung mehrerer Bundesländer auf dem Königlichen Weinfest am Klausberg.

Die Mosaik-Werkstätten für Behinderte und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
laden jährlich zum Königlichen Weinfest ein.

Auch der deutschen Weinprinzessin kann man hier auf dem Fest begegnen.
Der Höhepunkt des Festes ist immer die Versteigerung des streng limitierten Weines des Vorjahres.
Der Erlös dieser Versteigerung kommt der Rekultivierung des Königlichen Weinberges zugute.



2. Königliches Weinfest am Klausberg - Sanssouci
"Belvedere" auf dem Klausberg über dem Königlichen Weinberg.
 
 
2. Königliches Weinfest - Sanssouci    2. Königliches Weinfest - Sanssouci
  Weinverkostungsstände aus mehreren Bundesländern unterhalb vom "Belvedere" und "Drachenhaus".
 

Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013    Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013

Stände der Fa. Mosaik-Werkstätten für Behinderte"Phoenix" - Brandenburger Landwein.

Stand der Fa. Mosaik - Weinbergfest 2013




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Der "Kaiserbahnhof" für Wilhelm II.
     

"Kaiserbahnhof" am Park Sanssouci
wurde 1905-1909 von dem Hofarchitekten Ernst Eberhard v. Ihne
(auch Erbauer des Bode-Museums)

als "Hofstation im Wildpark" in der Nähe (links - südlich) der kaiserlichen Sommerresidenz
Neues Palais
erbaut.

Man sah dieses Bahnhofsempfangsgebäude auch als eine idyllisch gelegene
englische Landvilla mit privatem Bahnanschluss für den "Reisekaiser" Wilhelm II.




"Kaiserbahnhof" - Regio Station Park-Sanssouci
Das Bahnhofsgebäude der privaten Eisenbahnhaltestelle des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.

Davor der heutige Regionalzug Bahnhof "Potsdam-Park Sanssouci" (Bahnhof Wildpark) der
DB.

1910 wurde hier Zar Nikolaus II. mit seinem Hofzug empfangen.
Auguste Viktoria, die Ehefrau Kaiser Wilhelms II., fuhr von hier aus im November 1918
ins Exil in die Niederlande.
Im Zweiten Weltkrieg stand hier der Kommandozug von Hermann Göring.

Ab 1945 nutzte die sowjetische Militärkommandantur den Bahnhof als Endstation für den
"Blauen Express", einen zweimal wöchentlich zwischen Berlin und Moskau verkehrenden
Urlaubszug für Offiziere der Sowjetunion. 1952 verließ der letzte Zug das Gebäude.

Das Empfangsgebäude diente dann vorübergehend der Reichsbahn der DDR als Betriebsfachschule.

1977 wurde er wegen Einsturzgefahr gesperrt. Seitdem wartete der Bau auf seine Restaurierung.
1999 wurde das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz gestellt und bekam von der UNESCO
den Status Weltkulturerbe verliehen.

Im Jahr 2003 begannen die ersten Sanierungsarbeiten. Am 16. Juni 2005 wurde der Bahnhof nach
der vollständigen Restaurierung nur für die Akademie der Deutschen Bundesbahn wieder eröffnet.
Das Gebäude wird seitdem als Akademie für Führungskräfte der Deutschen Bahn genutzt,
ist aber nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.


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Kaiser Wilhelm II. ließ im Park von Sanssouci August 1893
auch ein "Bauwerk" errichten, welches aber sehr umstritten ist:

Das Modell eines Panzerforts,
 fälschlicherweise
"Prinzenspielplatz" oder auch "Prinzenspielburg" genannt.

In alten Stadtplänen auch als Festung oder Prinzenspielburg bezeichnet.

 
Zeichnung der Fortanlage im Park Sansouci
Hier die fotografierte Zeichnung der Festung von der neuen Park-Hinweistafel.

Da die Anlage ausschließlich militärischen Zwecken diente, ist sie bisher wahrscheinlich in keinem
Prospekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erwähnt worden.

Direkt gegenüber dem Chinesischen Drachenhaus (Bus-Haltestelle, Linie 695), gelangt
man durch eine Pforte (Drachenhaustor) in den Park Sanssouci.

 
Modellfort unter einem Grashügel verborgen
Etwa 50 Meter entlang des Weges in Richtung Antikentempel, erkennt man auf der rechten
Seite heute nur noch einen grasbewachsenen längeren Hügel, der die Bruchstücke von
zerstörten Mauerresten des Modell-Festungswerks bedeckt.

Nach meinen Aufnahmen im September 2003 (siehe unten), wurde die teilweise zerstörte
Modell-Fortanlage 2004 zugeschüttet und mit hohen Gräsern bepflanzt, da die
Instandhaltung der kriegerischen Anlage eventuell zu teuer und aufwendig gewesen wäre (?).

Damit wurde aber ein Teil der preußischen Militärgeschichte "versteckt".
 

Hinweistafel - Modellfort - im Park Sanssouci
Aufgrund von Protesten einiger - auch geschichtswissenschaftlicher - Organisationen
wurde nun erstmals am 12.09.2008 ein Hinweisschild von der Parkverwaltung aufgestellt,
auf dem u. a. folgende Informationen zu lesen sind:


"Zur Sicherung ist sie (die Fortanlage) seit 2004 unter einer konservierenden
Abdeckung aus Geovlies, Sand und Rasen verborgen.
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die
Arbeitsgemeinschaft Modellfort Sanssouci e.V. möchten diese für das
Verständnis der europäischen Militärgeschichte bedeutsame Anlage
zukünftig wieder der Öffentlichkeit präsentieren."




 
Modellfort im Park von Sanssouci
Das Fort im Park von Sanssouci, so nannten Eingeweihte die Mini-Festungsanlage,
wurde im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1893 als Modell im Maßstab 1:10
testtauglich errichtet, um die militärische Verteidigung auf den neuesten Stand zu bringen.

Hier der Blick über das Zentralwerk (Aufnahme 2003).

Die damaligen Festungsanlagen drohten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im
Wettkampf mit der Artillerie zu unterliegen.
Um die Frage zu klären, welche der vorgeschlagenen Geschützpanzer am Besten geeignet sind,
wurde beschlossen, hier an dieser Stelle im Park von Sanssouci, ein Fort-Modell zu bauen,
an dem diese Frage mit allen Verantwortlichen, einschließlich Kaiser Wilhelm II.,
entschieden werden konnte.




Modellfort Sanssouci
Die kleinen Mauerwerke mit Kanonenhalterungen (Geschütztürme), die wirklich
Einfassungen für Panzerturmgeschütze sind (Aufnahme 2003).

Kaiser Wilhelm II. war von den Ideen des damals führenden, belgischen Festungsbaumeisters
Briamont stark beeinflusst. Dieser hatte als Idealform eines sparsamen Befestigungsbauwerkes
das Dreiecks-Fort vorgeschlagen.
Daher hatte Wilhelm II. schon 1892 den alten, noch an dem französischen Festungsbaumeister
Vauban (*1633 / †1707) orientierten Bauformen eine Absage erteilt und angeordnet, dass bis zur
Klärung der Panzerabwehrfrage
"keine Entscheidungen über den weiteren Ausbau der bestehenden Festungen getroffen werden"
sollten.




Kaiser Wilhelm II. Modellfort in Sanssouci
Militärische Fachpersonen bezeichnen das Fort-Modell als außerordentlich
bedeutsames Denkmal der deutschen Militärgeschichte und bedauern
den Verfall dieser Anlage (Aufnahme 2003) .


Die Idee der damaligen deutschen Militärstrategen:

Man muss um die Reichshauptstadt einen Festungsring bauen, dann wäre Berlin
uneinnehmbar.
Die Forts - ein System von Bastionen, Geschützstellungen, Gräben und Kasernen -
bildeten die Hauptverteidigungslinie. Der Feind sollte sich daran die Zähne ausbeißen.


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Textquelle teilweise aus:
 
"Die Festung - Heft 6" (von 1992)
Verlag I. M. Braun, Inhaber V. Braun, 46487 Wesel
Autoren: Volkmar Braun / Herbert Jäger / Dr. phil. Hartwig Neumann († 7.02.1992)
Kaiser Wilhelms Modellfort von 1893 im Park von Sanssouci und die Panzerfrage für die Festungen.


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Das Krongut Bornstedt
war einst der Musterhof der Hohenzollern.

In unmittelbarer Nachbarschaft von Park Sanssouci, hinter der Orangerie-Schlossanlage,
am Bornstedter See gelegen.
                
Krongut Bornstedt in Potsdam
Mit dem Herrenhaus, Handwerkshof, Schänken, Barbier und Standesamt
ist es eine Abrundung des Schlösser-Ensembles von Potsdam.

Nach der Restaurierung war die Wiedereröffnung am 1. Juni 2002.

Die Besucher können ganzjährig, täglich  ab 10 Uhr, das Krongut erleben.
Der Eintritt ist frei, wenn keine Veranstaltung stattfindet.

Info-Telefon:    0180 - 576 64 88

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Krongut_Symbol.jpg (5248 Byte)
Die Bindung von Bornstedt an die Stadt Potsdam waren immer eng.
1664 kaufte Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, das
Gut und wies es dem Amt Potsdam zu.
Ab 1744 entstand Sanssouci auf dem Bornstedt´schen Grunde.
1844 wurde Bornstedt Kronfideikommißgut, kam unter den
direktem Einfluss der Landesherrn (König Friedrich Wilhelm IV.)
und wurde zum unveräußerlichen Familienbesitz der Krone erklärt.
1846 erfolgte, nach einem Brand, der erste Wiederaufbau, durch den
Architekten Heinrich Haeberlein.
1864 erhielt das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm (Kaiser Friedrich III.)
mit seiner englischen Frau Victoria das Gut Bornstedt zum
Natural- und Nießgebrauch.
Das Paar entwickelte ein Mustergut und führte die damals modernsten
Produktionsmethoden in der Landwirtschaft mit Hühnerzucht,
Milchwirtschaft und Verarbeitung ein, die für Preußen modellhaft war.

Mit dem Tod Friedrich Wilhelm, der als "99-Tage-Kaiser" Friedrich III. vom
09.03.1888 bis 15.06.1888 in die Geschichte einging, und der Abdankung
der Hohenzollern begann der Zerfall.
Zu DDR-Zeiten war in der heruntergekommenen Anlage ein Lager
für Dünger, Unkraut und Schädlingsbekämpfungsmittel untergebracht.

1999 begann man mit dem zweiten Wiederaufbau und der Restaurierung.




Gebäude vom Krongut Bornstedt
Blick vom Turmdach der Orangerie im Park Sanssouci auf die
Gebäude von Krongut Bornstedt.




Krongut Bornstedt - Strassenseite
In der Ribbeckstrasse 6/7 - 14469 Potsdam,
die Straßenfront und Eingang von Krongut Bornstedt.




Im Krongut Bornstedt
Blick vom Gutshof auf das Herrenhaus (rechts) des Krongutes.
Im linken Gebäude befindet sich ein Friseur- und Buchladen.

Im Herrenhaus, dem zentralen Gebäude des Ensembles, ist ein
Standesamt eingerichtet. Räume für Festlichkeiten gibt es nebenan,
auch an ein Zimmer für die Hochzeitsnacht wurde gedacht.




Krongutshof von Bornstedt
Neben dem Herrenhaus wird in den restaurierten Manufakturen,
in der Gutsschänke, der "Bornstedter Büffel" gebraut,
ein dunkles würziges Bier nach altem Rezept.

In den Gebäuden wurden, nach der Restaurierung auch mehrere Geschäfte integriert,
wie die Königliche Hofbäckerei, Historischer Weinkeller, Brau- und Brennhaus,
Floristik-Laden, einen Handwerkermarkt, sowie Glashütte/Glasbläserei (Goldrubinglas)
und Porzellanausstellung.
Man kann auf einer historischen Presse Souvenirmedaillen prägen oder den
Zinngießern bei der Herstellung von Gefäßen und Figuren zusehen.

Außerdem gibt es eine Weinstube Habel - Habel´s Weinscheune mit Raritäten
wie dem
"Werderaner Wachtelberg",
vom wohl nördlichsten Weinbaugebiet der Welt, im Brandenburgischen Werder.

Siehe auch die Seite "Werder an der Havel" (hier klicken).




Krongut Bornstedt - Gutshaeuser
Mehrere Restaurants im Innern des sehr schön angelegten Krongutshofes
sowie auch Imbissmöglichkeiten stillen Hunger und Durst am Ufer des
Bornstedter Sees, mit Seeterrasse und Seebühne.




Bornstedter Kirche
Die Bornstedter Kirche, 1855 - 56 von Friedrich August Stüler (* 1800; † 1865) erbaut,
hier mit dem Arkadengang und freistehenden hoch aufragenden Glockenturm - italienischer
Campanile - zu sehen, als Pendant zum gegenüberliegenden Turm des Krongutes.

Hinter dem Arkadengang die eigentliche Kirche und der Kirchhof mit dem Friedhof,
der seit dem 18. Jh. die Grabgewölbe vornehmer Familien aufnahm und bis in das 19. Jh.
ein beliebter Bestattungsort der Potsdamer Bürger, Beamten und Militärpersonen war.

Bei einem Gang über den Friedhof findet man u. a. die Grabstellen
so berühmter Künstler, Architekten und Baumeister wie:

Carl Friedrich Vogel (* 1736; 1802), Mühlenbauer, erbaute die heutige Historische Mühle.

Friedrich Ludwig Persius (* 1803; 1845), Architekt - Schüler Schinkels, Römische Bäder,
Friedenskirche, Heilandskirche Sacrow, Moschee- Dampfmasch.-Haus,
Belvedere auf dem Pfingstberg.

Peter Joseph Lenné (* 1789; 1866), Garten- und Landschaftsgestalter.

Ferdinand Heinrich Ludwig von Arnim (* 1815; 1866), Friedenskirche, Flügelbauten des
Schlosses Sanssouci etc., seit 1864 als Hofbaurat und Professor an der Bauakademie zu Berlin.

Samuel Rösel (* 1769; 1843), Landschaftsmaler und Professor an der Berliner Kunstakademie,
der auch Zeichenlehrer Felix Mendelssohn-Bartholdys und König Friedrich Wilhelm IV. war.

Johannes Götz (* 1865; 1934), Bildhauer, Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm I., Neptunbrunnen,
Berliner Dom, etc.

Letztendlich ist die Kirche, zusammen mit dem Krongut, der Schule und den Wohnhäusern,
Teil eines größeren Kunstwerkes in der Art eines italienischen Dorfes,
das der von immenser Italiensehnsucht beseelte König Friedrich Wilhelm IV.
zusammen mit seinen Architekten und dem
Königlichen Gartendirektor Peter Joseph Lenné
in unmittelbarer Nähe zum Park Sanssouci plante.


Beschreibung aus Prospekten der Evangelischen Kirchengemeinde Potsdam-Bornstedt.



Kirche Bornstedt - Altar
Der Altar und die Kanzel der Bornstedter Kirche.



Kirche Bornstedt - Orgel
Die Orgel der Bornstedter Kirche.



Blick vom Krongut Bornstedt zum Orangerie Schloß Sanssouci
Blick vom Krongutshof zum Orangerie-Schloss am Park Sanssouci.


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Angaben der Erbauer, Jahreszahlen und Beschreibungen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem "Falk Plan" Berlin mit Potsdam,
gängigen Lexika und Zeitungsartikeln,
aus Prospekten bzw. ausgestellten Tafeln - Parkbeschreibungen - der
"Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg",
*) sowie aus dem Buch
"Die Provinz Brandenburg",  vom Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahr 1900.

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Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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