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Schloss
und -park Charlottenburg
(seit 1705 - über 310 Jahre alt)
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*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                                                

Charlottenburg, vor einigen Jahrzehnten noch ein westliches Vorstädtchen von Berlin,
bildet mit ihren vielen Prachtgebäuden, dem vornehmen Schloss mit dem schönen
Schlosspark, den musterhaften kommunalen Einrichtungen und Anlagen eine der
schönsten Perlen im märkischen Städtekranze.


Auf derCharlottenburger Brücke - Torbauten - nach Berlin bzw. Charlottenburg
Die Charlottenburger Brücke, 1905-1908 nach Plänen von Heinrich Baucke (* 1875; † 1915) erbaut,
mit den kolonnadenartigen Torbauten von Bernhard Schaede (* 1855; 1943) auf der
einstigen Stadtgrenze
nach Berlin -
mit Sicht zur Siegessäule.

Die zum Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten und später abgerissenen 22 Meter hohen und reich
verzierten Kandelaber auf der westlichen Seite des Tores sind von 2007- 2010 rekonstruiert
und neu aufgebaut worden.
Die Galerien, als Kronen der Kandelaber ausgeführt, haben einen Durchmesser von fünf Meter.
Sie beleuchteten ursprünglich die Brücke über den Landwehrkanal.

Die Torbauten waren als Gegenstück zum Brandenburger Tor und zur Betonung des Weges
vom alten Zentrum Berlins nach Charlottenburg gedacht.

 

Koenig Friedrich I.
König Friedrich I.
(* 1657; † 1713),
mit Zepter und wallendem Königsmantel.
 

Koenigin Sophie Charlotte
Königin Sophie Charlotte (* 1668; † 1705),
in märchenhafter Robe, auf ein Modell
des Charlottenburger Schlosses weisend.


Standbilder an den kolonnadenartigen Torbauten der Charlottenburger Brücke,
ehem. Stadteingangsseite.

Sophie Charlotte
, die zweite Gemahlin Kurfürst Friedrich III., bat ihren Gemahl in dieser
Gegend ein Lustschloss zu erbauen.
Am 11. Juli 1699 fand die Einweihung des nach franz. Art ausgestatteten Schlosses statt.
Nach den Angaben des berühmten Gartenkünstlers Le Notré aus Paris wurde 1697 der
anstoßende Wald, von Siméon Godeau in einen Park mit französischen Barockformen verwandelt.

Zu dieser Zeit, Anfang des 17. Jh., begann die Geschichte des
preußischen Rechts- und Militärstaates, als Brandenburg einige unzusammenhängende
Gebiete im Osten und Westen erworben hatte.

Auf den Namen Königreich Preußen getauft wurde der Staat aber erst am 18. Januar 1701,
nachdem sich Kurfürst Friedrich III., der sich nach seiner Selbstkrönung in Königsberg (1)
König Friedrich I.
nannte und damit den zu seiner Herrschaft gehörenden Territorien,
die zerstreut zwischen Memel und Rhein lagen, den würdigen Rahmen gegeben hatte.

Die Königin nannte ihr Schloss die Lietzenburg. Hier hielt nun Sophie Charlotte ihren Hof.
Viele gelehrte Männer und Künstler, wie Leibnitz, Kanitz, Otto von Schwerin, Pierre Bayle,
Toland u. a. bildeten einen geistreichen Zirkel, dessen lebensvoller
Mittelpunkt die philosophische Königin war.

Im Jahre 1705 starb die schöne Burgherrin auf der Lietzenburg.

Zu Ehren der Königin wurde die Lietzenburg im Sommer 1705 von König Friedrich I.
in Schloss Charlottenburg umbenannt.

Im 19. Jahrhundert gestalteten die Gartenkünstler Johann A. Eyserbeck und
Peter Joseph Lenné die Gartenanlage zu einem englischen Landschaftsgarten um.


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(1)  Die Stadt wurde 1255 durch deutsche Ordensritter gegründet und war bis Ende
des Zweiten Weltkrieges die Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen.
Heute heißt sie Kaliningrad und ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes
(Förderationseinheit),
einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee.

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Schloss Charlottenburg
Schloss Charlottenburg
am Luisenplatz - hier der Blick über den Ehrenhof - ist heute das
einzige erhaltene Residenzschloss der Hohenzollern in Berlin.
Den höchsten Punkt des Schlosses bildet die Figur der römischen Glücksgöttin Fortuna.

Altes Schloss mit dem Ehrenhof und der Orangerie im Westflügel (links hinter der Baumallee),
1695 - 1713 in mehreren Phasen nach Plänen von A. Nering und J. F. Eosander von Göthe
erbaute Barockresidenz.
Erweitert und vollendet wurde es 1740 - 1742 von G. W. v. Knobelsdorff mit dem Anbau des
Neuen Flügels (rechts vom Alten Schloss), in dem Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters
bis zum Umzug nach Potsdam (Schloss Sanssouci) u. a. auch wohnte.

Anfahrt:
S-Bahn Ring - S41 / S42 – bis S-Bahnhof Westend, weiter mit dem
Bus M45 bzw. Bus 309 bis "Spandauer Damm / Schloss Charlottenburg".



Grosser Kurfuerst - älteste Großplastik Berlins
Reiterstandbild des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm
.
(* 16.2.1620 Schloss zu Cölln/Spree ; † 9.5.1688 Potsdamer Stadtschloss)
Begräbnisstätte: Berliner Dom

Berlins älteste Großplastik im Ehrenhof des Charlottenburger Schlosses,
1698 - 1703 von Andreas Schlüter gestaltet.

Der Große Kurfürst hatte 1675 die Schlacht bei Fehrbellin gewonnen und ist hier im Gewand
eines römischen Feldherrn dargestellt.

Unter ihm, am Sockel, sitzen vier angekettete Sklaven
, die 1708/1709 hinzu kamen.

Das erste im Freien aufgestellte Re
iterdenkmal in Deutschland stand ursprünglich weithin
sichtbar an der Nahtstelle zwischen den alten Schwesterstädten Berlin und Cölln (Nikolai-Viertel),
mit Blick zum Berliner Stadtschloss, auf einem Podestanbau an der früheren Langen Brücke,
die 1895 offiziell in Kurfürstenbrücke umbenannt wurde und heute Rathausbrücke heißt.

1952 wurde das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten im Ehrenhof aufgestellt.



 
Stueler Bauten
Auf dem Eingangsportal vor dem Ehrenhof stehen auf beiden Seiten die "
Borghesischen Fechter".
(Statue eines wahrscheinlich gegen einen Reiter ankämpfenden Kriegers)
Diese bestehen aus einem weiß getünchtem Zinkguss.

Hier der Blick vom Ehrenhof über den Spandauer Damm in die Schloßstraße, zu den Stüler Bauten
- ehemalige Kasernen von 1850 - heute als Museen genutzt.

Im ehemaligen Ägyptischen Museum - als Ausweichquartier während der Berliner DDR-Mauer im
östl. Stülerbau (links, Schloßstr. 70) untergebracht, befand sich bis zum 28. Febr. 2005 das
berühmteste Exponat, die Büste der Nofretete.

Aufgrund von geplanten Sanierungsarbeiten am Gebäude wurde
die Ägyptische Ausstellung in Charlottenburg geschlossen.
Nach dem Umbau wird dann hier, ab Juli 2008, das Museum
mit
der Sammlung Scharf-Gerstenberg neu eröffnet.
Sie zeigt "Surreale Welten", u. a. mit Werken von Salvador Dali,
Francisco de Goya und Max Ernst.

Die Büste der ägyptischen Königin Nofretete ist das Schmuckstück im Ägyptischen Museum.
Seit August 2005 war sie im Alten Museum (Bodestr. 1-3) auf der Museumsinsel im Obergeschoß
bis zu seinem Umzug ins Neue Museum im Jahr 2009 mit der Sammlung
des Ägyptischen Museums zu sehen.

Nach der Restaurierung und Rekonstruktion, aufgrund von Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg,
ist das Ägyptische Museum dann wieder zu Hause. 1850 erhielt das Ägyptische Museum seinen
Standort im eigens dafür erbauten Neuen Museum auf der Museumsinsel.

Das Museum (Sammlung) Berggruen befindet sich im westl. Stülerbau (rechts, Schloßstr. 1),
und wurde 1996 unter dem Titel "Picasso und seine Zeit" eröffnet.

Es ist der Sammelleidenschaft des 1914 in Berlin geborenen Heinz Berggruen zu verdanken.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zwang ihn, als Deutschen jüdischen
Glaubens, zur Emigration. In der Nachkriegszeit kam er als U.S.-Soldat ("GI") wieder nach Berlin.
Mit 93 Jahren verstarb er am 23. Februar 2007 in Paris.

Eine der bedeutendsten privaten Sammlungen der Welt des ehemaligen Kunsthändlers, war in
Berlin zunächst nur als Leihgabe zu sehen; doch entschloss sich Heinz Berggruen aufgrund des
überwältigenden Publikumszuspruchs, seine Sammlung im Wert von ca. 750 Mio. Euro
der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für einen symbolischen Kaufpreis zu übereignen.



 
Statuen Orangerie Schloss Charlottenburg
1688 wurde der Lustgarten in Berlin-Mitte, durch den Bau einer Orangerie erweitert.
Unter Friedrich Wilhelm I. wurde der Lustgarten 1713 zu einem Exerzierplatz ausgebaut.
Die Kleine Orangerie wurden nach Charlottenburg umgesetzt.

Die modernen Plastiken (ca. 2,20 m hoch), stellen
mythologische Figuren und Allegorien dar,
die von Berliner Bildhauern bis 1975 dem Barock nachempfunden wurden.
Wegen Absturzgefahr sind diese im Mai 1996 vom Dach der gartenseitigen Schlossbalustrade
abgenommen und hier im Garten neben der Kleinen Orangerie 10 Jahre lang gelagert worden.



 
Grosse Orangerie Charlottenburg
Die Kleine Orangerie, vom Lustgarten in Berlin-Mitte umgesetzt, links vor
dem Eingang des Charlottenburger Schlosses, in eine Baumallee eingebettet.
Heute teilweise als Restaurant "Kleine Orangerie" genutzt.



 
Neuer Pavillon - Schinkelpavillon
Neuer Pavillon (Schinkelpavillon)
am östlichen Ende des Charlottenburger Schlossgartens, parkseitig links vor dem Neuen Flügel
Friedrich des Großen, liegt in unmittelbarer Nähe zur Spree dieses italienisch anmutende Gebäude,
heute als Museum genutzt.
Die Kunstsammlung der Schinkelzeit umfasst bedeutende Gemälde von Carl Blechen, Schinkel und
Eduard Gaertner sowie Skulpturen von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch.

Friedrich Wilhelm III. von Preußen (* 1770; † 1840) ließ 1824 - 25 ein Sommerhaus als Pendant
der Villa Reale Chiatamone bei Neapel, die er 1822 während seiner Italienreise bewohnt hatte,
nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel erbauen.
Es sollte ihm und seiner zweiten Gemahlin Auguste Fürstin Liegnitz (* 1800; † 1873) als
Refugium (Zufluchtsort) dienen.



 
Charlottenburger Schlosspark
Sicht über das französisch barocke Parterre im Schlosspark zum Charlottenburger Schloss.

Der Garten wurde damals nach den Wünschen von Sophie Charlotte angelegt, wobei als
Vorbild der Versailler Schlosspark diente.

Die Gartenanlage ist 2001 restauriert und wieder hergestellt worden.



 
Schloss Charlottenburg - Parkansicht
Blick über den Karpfenteich im Schlosspark Charlottenburg.

Links der Anbau des Neuen Flügels, rechts die Große Orangerie und das Gebäude
des Museums für Vor- und Frühgeschichte (hinter der Baumallee).
- Gesamtlänge des Schlosses ca. 500 Meter -

Hinter dem Schloss sieht man die beiden Kuppeltürme der "Stüler Bauten".



 
Plastiken auf der gartenseitigen Balustrade.
20 moderne Plastiken, die 10 Jahre lang im Garten der Kleinen Orangerie standen,
wurden restauriert und am 23.1.2007 auf die komplett sanierte, gartenseitige
Dachb
alustrade wieder aufgesetzt.



 
Fortuna auf der Turmkuppel.
Die
vergoldete, auf einer Kugel balancierende und sich nach der Windrichtung
drehende Fortuna-Skulptur auf der Turmkuppel des Charlottenburger Schlosses.



 
Parkblick Schloss Charlottenburg
Ausblick über den heutigen Karpfenteich im Charlottenburger Schlosspark.

König Friedrich I. ließ dieses Gewässer eigentlich als Hafen für seine Barke anlegen, mit
der er über die Spree nach Berlin fuhr, um nicht die staubigen Wege benutzen zu müssen.


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Bereits 1704 verbanden auch ein schiffbarer Graben und die Panke Charlottenburg
mit Schloss Schönhausen in Pankow (Berlin) auf dem Wasserweg.

Friedrich I. ließ 1704 das Schloss Schönhausen zu einer prunkvollen Sommerresidenz ausbauen.

Von 1740 bis 1797 war Schloss Schönhausen im Sommer ständiger Wohnsitz
von Königin Elisabeth Christine, der Ehefrau König Friedrich II.

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Familienausflug der "Schwans" auf dem Karpfenteich Schloss Charlottenburg
Familienausflug der "Schwans" im Mai 2008 auf dem Karpfenteich.



 
Belvedere im Schlosspark Charlottenburg
Das Belvedere im hinteren, westlichen Gartenbereich, am Ufer der Spree,
1788 im Auftrag Friedrich Wilhelm II. von Gotthard Langhans
im Charlottenburger Schlosspark als Teehaus erbaut.

Es  diente Friedrich Wilhelm II. - im Volk auch "Der dicke Lüderjahn" genannt -
als Aussichtspavillon und Teehaus;  hier fanden u. a. die mystischen Geisterbeschwörungen
der Rosenkreuzer, einem Geheimorden, dem der König als Bruder Ormesus angehörte, statt.

Seine Geliebte war Wilhelmine Encke-Ritz, durch ihn 1796 in den Adelsstand
zur Gräfin Lichtenau erhoben
(siehe auch "Neuer Garten und Pfingstberg").

Heute wird es als Museum für die Königliche Porzellan Manufaktur (KPM) genutzt, gefüllt
mit den schönsten Werken der Porzellankunst, eine der weltweit wichtigsten ihrer Art.



 
Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg
Das Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg.
1812 von dem Architekten Gentz, nach den Entwürfen Schinkels erbaut.

Der plötzliche Tod der Königin Luise von Preußen am 19. Juli 1810 erschütterte weite
Teile der Bevölkerung zutiefst. Für seine 34jährig verstorbene, geliebte Gemahlin ließ der
trauernde Witwer Friedrich Wilhelm III. im Charlottenburger Schlossgarten, am Ende
einer dunklen Tannenallee, ein Mausoleum in Gestalt eines dorischen Tempels errichten.

Das Original der altgriechischen Säulenhalle wurde 1829 auf die Pfaueninsel versetzt und
von A. D. Schadow dort als Luisentempel neu errichtet. Hier im Schlosspark Charlottenburg
wurde der Mausoleumseingang durch eine Kopie aus roten Granit ersetzt.

Später wurde das Mausoleum noch mehrmals umgebaut und erweitert.
1841-42 unter Ludwig Ferdinand Hesse und 1890-91 von Albert Geyer.



 
Mausoleum Charlottenburg
Im Eingangsbereich der Gedächtnishalle auf einer Marmorsäule die
Büste der Königin Luise von Preußen.



 
König Friedrich Wilhelm III. und Kaiser Wilhelm I.
Die Gedächtnishalle im Mausoleum:

Rechts:                         König Friedrich Wilhelm III.                                    
* 3. August 1770
† 7. Juni 1840     

Links:                           Deutscher Kaiser Wilhelm I.                                     
und  
König von Preußen  
* 22. März 1797  
† 9. März 1888  



 
Königin Augusta und Kaiserin Luise
    Grabmonumente aus Carrara-Marmor:

Links oben:                Luise Auguste Wilhelmine Amalie                              
                       Königin von Preußen                  
        Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz    
* 10. März 1776
19. Juli 1810   

  Rechts:                       Augusta Marie Luise Catharina                                  
   Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen   
            Prinzessin von Sachsen-Weimar-Eisenach       
           Herzogin zu Sachsen      
* 30. September 1811
† 7. Januar 1890       


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Die Sarkophagskulpturen wurden von den Bildhauern Christian Daniel Rauch
(Königin Luise und König Friedrich Wilhelm III.)
und Erdmann Encke erschaffen (Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta).

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In der für die Öffentlichkeit nicht immer zugänglichen Gruft unterhalb
der Gedächtnishalle sind auch
Auguste Fürstin von Liegnitz, zweite Gemahlin Friedrich Wilhelm III.,
Prinz Albrecht, jüngster Sohn Königin Luises
und zu Füßen seiner Eltern, das Herz des in der
Potsdamer Friedenskirche beigesetzten Friedrich Wilhelm IV.
bestattet worden.

 
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Schloss Bellevue,
im Großen Tiergarten - Hansaviertel, direkt an der Spree gelegen.

Seit 1959 dient es als Amtssitz des Bundespräsidenten.
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Anfahrt:

S-Bahnhof Bellevue (kleiner Fußweg - Bellevueufer) oder Bus 100
vom S-Bahnhof Zoo oder Alexanderplatz - auch Bus 187.


Schloss Bellevue - Sitz des Bundespräsidenten
Bis 1918 wurde das Schloss Bellevue von der Familie der Hohenzollern genutzt.

Der dreiflügelige Gebäudekomplex wurde 1784 - 86 von Prinz August Ferdinand von Preußen (*1730; 1813),
dem jüngsten Bruder König
Friedrich II. (* 1712; 1786), als Sommerresidenz nach Plänen von
Philipp Daniel Boumann
(* 1747; † 1803) als erster Berliner Schlossbau im Stil des Klassizismus errichtet.

Der lang gestreckte Hauptbau ist von zwei Seitenflügeln flankiert,
der Damenflügel (links) und der Spreeflügel (rechts).

Im Innern befindet sich ein von Carl Gotthard Langhans (+ 1732; 1808) gestalteter ovaler Ballsaal aus dem
Jahr
1791, der von Kriegsschäden weitgehend verschont blieb und heute für offizielle Empfänge genutzt wird.

1832 bis 1840 erfolgten weitere Umgestaltungen.

Von 1935 bis 1938 war hier das Museum für Völkerkunde untergebracht.

Danach nutzten die Nationalsozialisten es als Staatsgästehaus bis Kriegsende.

Unter dem Schloss wurde sogar ein weitläufiger, großer Bunker gebaut, in dem dann
eventuell anwesende Staatsgäste bei einem Bombenangriff dort Schutz suchen konnten.


Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, 1954 - 59 wieder rekonstruiert.



 
Standarte des Bundespräsidenten - Schloss Bellevue
Die Standarte des Bundespräsidenten

Standarte des Bundespräsidenten.

ist ein gleichseitiges, rotgerändertes, goldfarbenes Rechteck,
darin der Bundesadler, schwebend, nach der (Fahnen-)Stange gewendet.

Die Standarte des Bundespräsidenten wird an dem Amtssitz gehisst, an dem sich der Bundespräsident aufhält.
Das "Schloss Bellevue" in Berlin ist der erste Amtssitz, die "Villa Hammerschmidt" in Bonn der zweite.

Wenn der Bundespräsident lediglich einen Termin in einer anderen Stadt hat, bleibt die Standarte auf dem Dach
von Schloss Bellevue gesetzt, auch wenn er sich gerade nicht in Berlin aufhält.

Die Standarte auf dem Dach des Schlosses Bellevue wird nur dann eingeholt,
wenn der Bundespräsident abwesend ist und er gleichzeitig an seinem neuen Aufenthaltsort
eine offizielle Residenz errichtet, beispielsweise bei einem Staatsbesuch im Ausland.


Zu Ende des Staatsbesuchs wird die Standarte am Quartier des Bundespräsidenten im Ausland eingeholt
und am Schloss Bellevue wieder gehisst, sobald er nach Berlin zurückgekehrt ist.

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- Beschreibung aus dem "Protokoll Inland der Bundesregierung" -

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Bundespraesidialamt
Das elliptische Bundespräsidialamt, dahinter das Schloss Bellevue,
eingebettet im Tiergarten an der Strasse Spreeweg 1.
 
Aufnahme von der Besucherplattform der Siegessäule auf dem Großen Stern.



 
Der Schlossparkblick zur Siegessäule im Tiergarten.
Der Blick aus dem Schlosspark Bellevue zur Siegessäule auf dem "Großen Stern" im Tiergarten.



 
Die Parkansicht vom Schloss Bellevue in Berlin.
Die Parkansicht zum Schloss Bellevue.

Das Schloss und den Park kann man als "Normalbürger" nur zum "Tag der offenen Tür" oder
zu besonderen Feierlichkeiten, zu denen der Bundespräsident einlädt, besichtigen.



An diesem Tag meines Besuches im Schloss Bellevue
Samstag, 10. September 2016, fand letztmalig in seiner Amtszeit

Bundespräsident Joachim Gauck am 10. Sept. 2016.
 
das "Bürgerfest des Bundespräsidenten" Joachim Gauck statt.



 
Der Blick vom Schloss Bellevue in den Schlossgarten.
Der Blick aus einem Fenster von Schloss Bellevue in den Schlossgarten.

Um das Schloss zu besichtigen musste man schon einige Zeit einkalkulieren.
Bei herrlichem "Spät-Sommerwetter" die Warteschlange am Parkrasen,
 in der "knallen Sonne", bei + 30 ° C im Schatten.



 
Libelle im Schlosspark Bellevue.
Auch diese "Blutrote Heidelibelle" war auf dem Bürgerfest und reihte sich neben mir
auf dem Absperrseil in die Warteschlange zur Schlossbesichtigung ein.

Sie ist wahrscheinlich vom Schlossteich herübergeflogen, da dort so viel Trubel war.

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Zur Information:

Es ist eine männliche "Blutrote Heidelibelle" mit einer Flügelspannweite von maximal sechs Zentimetern.
Der Kopf, der Brustabschnitt und der Hinterleib sind beim Männchen auffallend rot,
der Hinterleib des Männchens ist im hinteren Drittel verbreitert.

Diese Libellenart ist in den Monaten Juli bis November an kleinen Stillgewässern aller Art anzutreffen.

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Bürgerfest am 9. September 2016 im Schlosspark Bellevue.
Das "Bürgerfest des Bundespräsidenten" Joachim Gauck mit vielen Veranstaltungen im Schlosspark
kam beim zahlreichen Publikum sehr gut an.



 
Die Skulptur eines wasserspeienden Wales im Schlossteich Bellevue.
Die Skulptur eines "ausatmenden Wales" (Fontäne) im Schlossteich Bellevue.



 
Die "Brass Band Berlin" mit variationsreicher Musik im Schlosspark.
Die "Brass Band Berlin" spielte mit sehr guter, variationsreicher Musik und Witz, von Bach bis zu den Beatles,
zum Bürgerfest auf und "heizte" dem Publikum bei hochsommerlichen Temperaturen noch zusätzlich ordentlich ein.



 
Bundespräsident Joachim Gauck beim Talk mit dem RBB und Ehrenamtlichen Helfern.
Bundespräsident Joachim Gauck im Gespräch mit dem Sender "RBB" und ehrenamtlichen Helfern.



 
Der Bundespräsident in einer Konferenzschaltung nach Brasilien.
Der Bundespräsident Joachim Gauck in einer Konferenzschaltung mit dem Studio Rio de Janeiro,
zu den Paralympischen Sommerspielen in Brasilien (7. bis 18. September 2016).



 
Das Amtszimmer des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue.
Das Amtszimmer des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue.

In diesem Zimmer empfängt der Bundespräsident seine Gäste aus dem In- und Ausland zu Gesprächen.



 
Der Gartensalon im Schloss Bellevue.
Der Gartensalon,

in ihm finden kleinere Konferenzen und Arbeitsgespräche statt.



 
Der Damensalon im Schloss Bellevue.
Der Damensalon,

in diesem werden die Begleitung und die Delegation der offiziellen Gäste
empfangen und einander vorgestellt.


 
Im Treppenhaus Bellevue. Edle Vase, die der Zar Nikolaus I. Friedrich Wilhelm III. schenkte.
Im Treppenhaus befindet sich ein Gemälde auf dem Friedrich Wilhelm III. als Reiter dargestellt ist.

Auf dem Treppenabsatz steht eine sehr wertvolle Vase,
die
Zar Nikolaus I. (* 1796; † 1855) seinem Schwiegervater Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840) schenkte.



 
Der Langhanssaal im Schloss Bellevue.
Der Langhanssaal

ist nach dem Zweiten Weltkrieg als einziger Raum des Schlosses in seinem ursprünglichen,
klassizistischen Stil von 1791 wieder instand gesetzt und restauriert worden.

Er wurde nach dem Architekten Carl Gotthard Langhans (+ 1732; 1808) benannt,
der diesen
1791 ursprünglich als "ovalen Ballsaal" angelegt hatte.


Hier finden die Empfänge, Ordensverleihungen und Akkreditierungen ausländischer Botschafter statt.



 
Der Salon Ferdinand im Schloss Bellevue.
Der Salon Ferdinand,

in ihm finden Begegnungen, kleinere Essen und Gespräche statt.


Benannt ist der Salon nach dem Bauherrn des Schlosses,
Prinz August Ferdinand von Preußen (* 1730; 1813).





 
Der Salon Luise im Schloss Bellevue.
Der Salon Luise.

In diesem Raum begrüßen der Bundespräsident und sein Staatsgast
beim so genannten Defilee (feierliches Vorbeischreiten) alle Gäste
eines Staatsbanketts.

Der Salon ist nach Prinzessin Luise von Brandenburg-Schwedt (* 1738; 1820)
benannt, die 1755 den Bauherrn des Schlosses, Ferdinand von Preußen, heiratete.



 
Der Schinkelsaal im Schloss Bellevue.
Der Schinkelsaal.

Er wird als Foyer für den Großen Saal, aber auch für kleinere Empfänge,
Gespräche und Essen genutzt.

Benannt ist der Raum nach einem Gemälde des Malers und Architekten Karl Friedrich Schinkel (* 1781; 1841),
das hier als Leihgabe bis zum Sommer 2012 zu sehen war.



 
Der Große Saal im Schloss Bellevue.
Der Große Saal.

Er wird für Empfänge, Konzerte, Diskussionsrunden, Preis- und Ordensverleihungen genutzt.
Hier finden zudem die Staatsbankette statt.

Die Kunstwerke an den Stirnseiten des Saales tragen den Titel "Begegnungen".

Sie stammen von dem Maler Gotthard Graubner (* 1930; 2013),
der sie 1988 in Berlin geschaffen hat.



 
Tischdekor im Großen Saal.
Tischdekor im Großen Saal.

Gespeist wird im Schloss Bellevue von edlem Porzellan, deutschem, versteht sich.

Bei Staatsbanketten wird der Tisch für 200 Personen mit der "KPM"-Serie "Rocaille" und Bundesadler benutzt.

Für 250 Personen steht "Rocaille" ohne Adler zur Verfügung.

Für nur 15 Personen gibt es die besonders kostbare Serie "Kurland".

Das Besteck kommt von "WMF" und trägt den Bundesadler - ebenso wie die Gläser von "Schott und Zwiesel".



 
Der Salon Ehrenhof mit den Porträts.
Der Salon Ehrenhof

 gehört zum "Persönlichen Büro" des Bundespräsidenten.

Hier ist eine Galerie der bisher - Sept. 2016 - zehn Altbundespräsidenten zu sehen,
von links nach rechts:

Theodor Heuss (* 1884; † 1963) von 1949 - 1959.

Heinrich Lübke (* 1894; † 1972) von 1959 - 1969.

Gustav Heinemann (* 1899; † 1976) von 1969 - 1974.

Walter Scheel (* 1919; † 2016) von 1974 - 1979.

Karl Carstens (* 1914; † 1992) von 1979 - 1984.

Richard von Weizsäcker (* 1920; † 2015) von 1984 - 1994.

Roman Herzog (* 1934; † 2017)) von 1994 - 1999.

Johannes Rau (* 1931; † 2006) von 1999 - 2004.

Horst Köhler (* 1943) von 2004 - 2010 (Rücktritt)
und
Christian Wulff (* 1959) von 2010 - 2012 (Rücktritt).



 

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Jagdschloss Grunewald am Grunewaldsee,
im Berliner Forst Grunewald - Ortsteil Dahlem,
Hüttenweg 100, 14193 Berlin (Steglitz-Zehlendorf)


Anfahrt:
 
S-Bahn (Ring) Hohenzollerndamm, weiter mit dem Bus 115 bis Pücklerstraße
und ein ca. 8 min Spaziergang durch den Grunewald,
oder
U-Bahnhof Dahlemdorf (U3), weiter mit dem Bus X83 bis Endstation Königin-Luise-Str./Clayallee
und einem ca. 1,3 km langen Fußweg "Im Jagen" zum Jagdschloss Grunewald.


Geöffnet:
 Mitte Mai bis Mitte Oktober:   täglich außer Montag von 10:00 bis 17:00 Uhr.
Mitte Oktober bis Mitte Mai:   Samstag und Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr.


Während der Grunewaldsee selbst vollständig im Ortsteil Grunewald des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf liegt,
gehören ein Teil des südöstlichen Ufers mit dem Jagdschloss zum Ortsteil Dahlem des Bezirks Steglitz-Zehlendorf.


Ein Teil des Uferbereiches ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gleichzeitig bildet der Grunewaldsee das
beliebteste Berliner Auslaufrevier für Hunde - ein fortwährender Interessenkonflikt und Zankapfel in der Stadt.

Das Gebell der Hunde, welches auch im Schlosshof des Jagdschlosses zu hören ist
- oft sind auch hier viele Hundebesitzer mit ihren Tieren anwesend -
erinnert stark an eine stattfindende
"Hubertusjagd" mit Hundemeute.



Jagdschloss am Grunewaldsee.
Die Ansicht zum südöstlichen Ufer des Grunewaldsees - Jagdschloss Grunewald.

Es
war das Jagdschloss der Brandenburgischen Kurfürsten, später der preußischen Könige und deutschen Kaiser.

Das Schloss war ab Ende der Saison 2006 bis 2011 wegen Umbauarbeiten geschlossen.
Restaurierung und Modernisierung für ca. 2,5 Mio. Euro wurden durchgeführt.


Zur Zeit (Sept. 2016) wird im Schloss noch das zweite Obergeschoss restauriert.



 
Gemälde Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg. Gemälde Jagdschloss Grunewald.
Der begeisterte Jäger Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg (* 1505; † 1571)
gab
1542 den Auftrag zum Bau für das Jagdhaus "Zum grünen Walde".

Außerdem ließ er einen Dammweg (Knüppeldamm) zur Verbindung zwischen dem
Jagdschloss Grunewald
und dem Berliner Stadtschloss anlegen.

Dies waren die "Anfänge des Kurfürstendamms" in Berlin-Charlottenburg.
Noch heute erinnern die Seitenstraßen an die ehemaligen kurfürstlichen Nutzer dieses Weges
.

Unter der Regentschaft von Kurfürst Joachim II. erfuhr die Mark Brandenburg und Berlin
wesentliche Veränderungen.

Der Kurfürst
läutete am 1. November 1539 mit seiner Teilnahme am lutherischen Abendmahl
in der Nikolaikirche in Spandau die Reformation in Berlin und der Mark Brandenburg ein.


Standbild Kurfürst Joachim II in Spandau - Nikolaikirche.
Das Denkmal Joachims II. vor der Nikolaikirche in Berlin-Spandau erinnert an den
Übertritt des Kurfürsten zum evangelischen Glauben in dieser Kirche im Jahre 1539.



 
Jagdschloss Grunewald.
Das Jagdschloss im Stil der Renaissance wurde durch Caspar Theiß (* 1510; 1550) erbaut.

Es ist der älteste erhaltene Schlossbau im Berliner Stadtgebiet.



 
Im Hof Jagdschloss Grunewald. Im Hof Jagdschloss Grunewald.
Friedrich I. (* 1657;  1713) ließ es nach der Königskrönung (1701 in Königsberg)
im "barocken Geschmack" zwischen 1706 bis 1709 umbauen und erweitern.

Im Gegenüber - links - befindet sich das
"Jagdzeugmagazin".

Die dortige Ausstellung informiert über die Jagd- und Baugeschichte der Schlossanlage.



 
Skulptur Jadzene - Hundemeute mit Wildschwein.
Hier die Skulptur einer Jagdszene - Hundemeute stellt Schwarzwild - im Jagdschlosshof.

Kaiser Wilhelm II. (* 1859; 1941) modernisierte das Jagdschloss Anfang des 20. Jahrhunderts
und lud zu den letzten fürstlichen Jagden im Grunewald ein.

Ab 1932 wurde erstmals das Jagdschloss als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



 
Durchgang zum Schlosshof - Daueraustellung Cranach.
Tordurchgang zum Jagdschloss Innenhof.

Heute präsentiert Berlins ältestes Schloss auch Berlins größte
Cranach-Sammlung
als Dauerausstellung.

Hier wird das wissenschaftliche Cranach-Projekt erläutert, das
Maltechnik und Arbeitsweise
der Cranach-Werkstatt untersucht.

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Cranach gilt als ein bedeutender Maler der deutschen Reformation, der, neben der
Anfertigung zahlreicher Luther-Porträts
und Gemälde führender Persönlichkeiten, auch reformatorische Schriften mit seinen Grafiken illustrierte.

In seiner Werkstatt ließ er mehrere dieser Schriften und die "Übersetzung des Neuen Testaments" drucken.


Dass wir Luther heute so sehen, wie wir ihn sehen, ist zu großen Teilen Lucas Cranach dem Älteren zu verdanken.

Der große Reformator Martin Luther, der in Erfurt Theologie studierte und mehrere Jahre
im Augustinerkloster als Mönch verbrachte,
verband mit dem in Wittenberg wirkenden Lucas Cranach d. Ä. eine enge Freundschaft.



 
Cranach Austellung im Jagdschloss Grunewald.
Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine Gemäldegalerie für Werke
vom 16. bis 19. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt "Lucas Cranach".

Seit der Neueröffnung des Schlosses 2011 sind hier rund 30 Gemälde von
Lucas Cranach d. Ä.
(* 1472; 1553),
seinem Sohn
Lucas Cranach d. J.
(* 1515; 1586)
und deren Werkstatt vereint.




 
Galerie - Austellung im Jagdschloss Grunewald.
Gemäldesammlungen mit bedeutenden Werken deutscher und niederländischer Meister.

Auch eine Sammlung von Kunsthandwerk aus Renaissance und Barock
befinden sich in der Ausstellung im Jagdschloss Grunewald
.



 
Hirschgeweihschmuck im Jagdschlosszimmer.
Sitzmöbel und Kronleuchter mit Hirsch- und Elchgeweihen verziert.



 
Kaminzimmer im Jagdschloss.
Kaminzimmer mit Gemäldeausstellung.



 
Historisches Jagdgewehr ausgestellt  im Kaminzimmer des Jagdschlosses.
Historisches Bolzen-Jagdgewehr im Kaminzimmer des Jagdschlosses ausgestellt.



 
Wandteppich - Tapisserie- in der Schlossausstellung. Wertvolles Porzellan - Ausstellung im Schloss.
Die Darstellung der antiken Göttin der Jagd Artemis / Diana war ein beliebtes Thema der Ausstattung von Jagdschlössern.

Diana und ihr Gefolge jagten auf Gemälden, Tapisserien und seit dem 18. Jahrhundert auch als Porzellanfiguren.

Im 15. Jahrhundert kam die Bekehrungslegende des heiligen Hubertus auf,
der als Schutzherr der Jagd gilt - "Hubertusjagd".



 
JagdschlossAustellung Cadolzburger Altar im Jagdschloss Grunewald.
"
Cadolzburger Altar
".

1426 zog sich Kurfürst Friedrich I. (* 1371; 1440) auf die fränkische Cadolzburg zurück
und stiftete der Pfarrkirche
von Cadolzburg diesen Altar.
Die Mitteltafel zeigt ihn und seine Frau Elisabeth von Bayern-Landshut (* 1383; † 1442)
unter der Kreuzigungsgruppe.
Die frühchristlichen Märtyrer Cäcilie und Valerian nehmen die Seitenflügel ein,
eine Verkündigungsszene die Rückseite - zu sehen wenn zugeklappt.


Der Meister des Cadolzburger Altars war ein in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts tätiger deutscher Maler.

Der heute nicht mehr namentlich bekannte Maler erhielt seinen
"
Notnamen: Cadolzburger"
nach diesem 1426 entstandenen "Kreuzigungsaltar".

1873 wurde der Altar von der Gemeinde dem damaligen preußischen
Kronprinzen Friedrich III. (* 1831; † 1888) - 99-Tage-Kaiser,
geschenkt und befindet sich heute im Jagdschloss Grunewald in Berlin.



 
Austellung im Jagdzeugmagazin des Schlosses Grunewald.
Die Ausstellung im Jagdzeugmagazin des Jagdschlosses am Grunewaldsee.

Das Jagdzeugmagazin diente hier ab 1770 zur Aufbewahrung des königlichen Jagdzeuges.


Die Tradition einer solchen Einrichtung reicht in Berlin und Brandenburg bis in das 16. Jahrhundert zurück.

Die Dauerausstellung zeigt die verschiedenen Jagdarten am Standort Grunewald.



 
Austellung im Jagdzeugmagazin des Schlosses Grunewald.
Ein "Elchkopf im goldenen Rahmen" und -geweihe
 an der Wand des Jagdzeugmagazins.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts lebten in Brandenburgs Wäldern auch Elche.


 
Austellung im Jagdzeugmagazin des Schlosses Grunewald.
Symbole der Jagd.

Jagdhörner, Jagdschwerter und Jagdmesser.



 
Austellung im Jagdzeugmagazin des Schlosses Grunewald.
Im Mittelpunkt der 1680 aus Frankreich eingeführten "Parforcejagd"
stand die Jagd auf ein einzelnes Wildtier - meist Hirsch.



 
Austellung im Jagdzeugmagazin des Schlosses Grunewald.
"Vogeljagd" mit Armbrust.

"Auf den Leim gehen" oder "Auf den Busch klopfen" sind sprachliche
Überreste, die bis heute an die Zeiten der Vogeljagd erinnern.

 
Forsthaus Paulsborn am Grunewaldsee.
Das historische Jagdrestaurant und Hotel "Forsthaus Paulsborn" (Vorderfront) am Grunewaldsee,
zum Ortsteil Dahlem des Bezirks Steglitz-Zehlendorf gehörend.


Auch das in der Nachbarschaft zum Jagdschloss Grunewald weiter südlich am See
im Jahr 1800 angelegte Gehöft und spätere Forsthaus Paulsborn ist sehenswert.

1871 weihte Kaiser Wilhelm I. (* 1797; † 1888) hier ein Gasthaus ein.



 
Forsthaus Paulsborn - Rückfront - am Grunewaldsee.
"Forsthaus Paulsborn" - rückwärtige Ansicht - Hofseite.

1905 erhielt Paulsborn den heute noch bestehenden Gaststättenbau in prächtiger Neurenaissance,
mit vielen Anspielungen auf das Jagdschloss.

Antike Gemälde, bleiverglaste Fenster, Säulen und Geweihlampen vermitteln eine nostalgische Atmosphäre.

 
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Die Pfaueninsel
Seit 1924 steht die Insel unter Naturschutz - auf ihr befindet sich keine Gaststätte.
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Anfahrt:
S-Bahnhof Wannsee (S1,S7) – weiter mit dem Bus 218 (alle 60 min.)
.


Theodor Fontane (* 1819; † 1898)
Die Pfaueninsel

Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf:

ein Schloss, Palmen und Kängurus; Papageien kreischen;
Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad; Volièren, Springbrunnen,
überschattete Wiesen; Schlängelpfade, die überall hinführen und nirgends; ein
rätselvolles Eiland, eine Oase, ein Blumenteppich inmitten der Mark.

 
Pfaueninsel mit Schloss
Blick zur Pfaueninsel und zum "Ruinen-Lustschloss" in der Havel.

Rechts hinter dem Segelboot, das Schweizer Haus,
1829-30
nach Schinkels Entwurf von A. D. Schadow erbaut,
war der Wohnraum für das Gartenpersonal und der Dienerschaft.


Ihre Glanzzeit erlebte die Insel unter
Friedrich Wilhelm III. (* 1770; 1840, König ab 1797) und seiner Frau Luise (* 1776; 1810).
Sie wählten das Schlösschen auf der Pfaueninsel zu ihrem Sommer- und Lieblingssitz.



 
Faehre zur Pfaueninsel
Fährstelle Pfaueninsel.

Die 98 ha große Insel in der seenartig verbreiterten Havel ist nur mit der Fähre zu erreichen.



 
Fähre an der Pfaueninsel.
Überfahrt und Inselbesuch kosten zwischen 1,50 bis 3,00 Euro.

Die Insel wurde im 18. und 19. Jh. von den preußischen Königen unter Beteiligung von Schinkel und
Lenné zum englischen Landschaftspark umgestaltet und mit verschiedenen Bauten ausgestattet.



 
Lustschloß auf der Pfaueninsel
Blick durch den Park zum Schloss, am Westufer der Pfaueninsel.

Das Schloss entstand ursprünglich als "Liebesnest" für Friedrich Wilhelm II.,
König von Preußen (17.8.1786 bis 16.11.1797) und seine damalige bürgerliche
Geliebte Wilhelmine Encke
- später Gräfin Lichtenau.


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*) Beschreibung aus dem Jahr 1900:                                             
     
Der bisherige Name Kaninchenwerder veränderte sich nach und nach in die
jetzige Bezeichnung Pfaueninsel, da zur Belebung der Anlagen seltenes Federvieh,
namentlich viele Pfauen, angekauft wurden. Seit 1795 sind sie hier heimisch.
    
Ungefähr eine gute Wegstunde von der schönen Residenzstadt Potsdam entfernt,
liegt sie mitten in dem seenartig erweiterten Havelbecken. Wie ein schwimmender
Hain hebt sich dieselbe vom hellen Scheine der Havel ab. Das Eiland ist ungefähr
2000 Schritte lang und 500 Schritte breit.
Mächtige, uralte Eichen, allerlei Laub- und Nadelhölzer, sowie schön blühende
Sträucher zieren die Anlagen, aus welche ein eigenartiges Schlösschen hervorragt.

Wer gedächte bei Nennung ihres Namens nicht der edlen Königin Luise,
welche hier an der Seite ihres geliebten Gemahls Friedrich Wilhelm III.
und im Kreise ihrer Kinder die glücklichsten Tage ihres Lebens verbrachte.



 
Blauer Pfau auf der Berliner Pfaueninsel
Blauer Pfau
(Hahn) mit seiner bis zu 2 Meter langen Schleppe und kleiner Federkrone auf dem Scheitel.

Er ist ein Vogel aus der Familie der Fasane und gehört zur Ordnung der Hühner und Vögel.
Ursprünglich waren diese Hühnervögel in Indien und Sri Lanka beheimatet.

Die Pfauen gelten als sehr standorttreu und bewegen sich daher auch frei auf der Pfaueninsel.




 

Er ist sehr wachsam und warnt mit seinen lauten, durchdringenden Schreien
auch andere Tiere frühzeitig vor Gefahren.



 
Blauer Pfau in seiner ganzen Schönheit auf der Pfaueninsel in Berlin
Balzender blauer Pfauenhahn mit seiner ausgebreiteten Federschleppe - dem Federfächer
und einer seiner Pfauenhennen vor der Volière auf der Pfaueninsel.

Dabei setzt der Hahn die gefächerten Schwanzfedern manchmal in eine laut
rasselnde Bewegung, um seiner Henne zu gefallen -
aber auch zur Abschreckung um evtl. Angreifer in die Flucht zu schlagen.



 
Weißer Pfau auf der Pfaueninsel
Weißer "königlicher" Pfau, auch als Hochzeitspfau bezeichnet, in der Volière auf der Pfaueninsel.

1824 wurde die Volière als zwölfeckiger Holzbau errichtet.


 
Hochzeitspfau - Königlicher Pfau auf der Pfaueninsel
Er ist kein Albino, sondern eine Mutation - dauerhafte Veränderung des Erbgutes - des blauen Pfaues.



 
Papagei auf der Pfaueninsel
- Gelbbrustara -
Papagei Pfaueninsel
- Gelbhaubenkakadu -
Exotische Vögel auf der Insel in der Volière.
 
Frecher Papagei - Pfaueninsel
- Kongo-Graupapagei -

Dieser Papagei flog sofort neugierig an das Gitter, als ich mich der Volière näherte.

Mit meinem Zeigefinger kraulte ich dessen gefiederten Bauch.
Daraufhin sagte er kernig, mit rauchiger Stimme, durchdringend und laut:
"Na, na, na"
.
Erschrocken zog ich sofort meinen Finger zurück.
Es war bestimmt ein weiblicher Papagei.

Meine Erkenntnis daraus:

"Kraule einem Weibchen nie unerlaubt das Leibchen, auch wenn es Dich verführt, bleib´ ungerührt".



 
Pfaueninselschloss
Das Schloss am Westufer der Pfaueninsel wurde 1794 - 1796 als
Holzkonstruktion / Fachwerkbau und künstliche Ruine von Brendel erbaut.

Die Wandfläche zwischen den Türmen zu ebener Erde war 1796 von P. L. Burnat
illusionistisch ausgemalt worden, als Ausblick in die freie Landschaft durch ein
Burgtor mit Fallgitter.

Aus Anlass der Fassadenerneuerung wurde 1975 durch den Kunstmaler Thomas Harndt (* 1932)
die erste Version der Nischenausmahlung wiederholt.
 
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1793 gab Friedrich Wilhelm II., (* 25.9.1744 in Berlin; † 16.11.1797 in Potsdam)
im Volk auch "Der dicke Lüderjahn" genannt,
seiner bürgerlichen Geliebten die Anweisung zum sofortigen Bau eines Lustschlosses auf der
Pfaueninsel
in der Havel.
Doch im Jahr der Fertigstellung starb der Monarch.

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Der musische Prinz Friedrich Wilhelm (II.), er spielte Cello, hatte schon als Halbwüchsiger
Liebschaften mit den Wäschermädchen und anderen "Weibsbildern" niederen Standes.

Als er beim Musizieren die  Tochter des Hofmusikanten Encke kennen lernt, verliebt er
sich in die 13jährige Wilhelmine und sie werden ein Liebespaar.
Er kümmert sich auch um Bildung und Geschmack des bürgerlichen Mädchens, schickt
sie dazu sogar nach Paris. Als Mätresse an seiner Seite wird sie ihm eine kluge Beraterin.

1781 "beendet" Friedrich Wilhelm auf Druck der Rosenkreuzer, denen er angehört,
den Umgang mit Wilhelmine, bleibt aber mit ihr befreundet.

Aus dieser Verbindung entstammen vier uneheliche Kinder, das dritte war sein abgöttisch
geliebter Sohn Friedrich Wilhelm Moritz Alexander.
Er verstarb im Alter von achteinhalb Jahren aus ungeklärter Ursache -
man vermutet aber, dass er vergiftet wurde.

Noch von seinem Großonkel, Friedrich II., zum "Grafen von der Mark" ernannt.

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Das "Grabmal des Grafen Alexander von der Mark", 1790 von Gottfried Schadow erschaffen,
ist in der Berliner "Alten Nationalgalerie" (Museumsinsel).
 
Grabmal Alexander von der Mark - von Gottfried Schadow
als Dauerleihgabe der Dorotheenstädtischen Kirche - auf der Empore des dritten
Ausstellungsgeschosses zu sehen und gilt als bedeutendes Zeugnis des Frühklassizismus.

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Friedrich Wilhelm II. bürgerliche Geliebte, Wilhelmine Encke-Ritz (* 1753; † 1820),
auch "schöne Wilhelmine" genannt, wurde später durch ihn 1796 in den Adelsstand
zur Gräfin Lichtenau erhoben.

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Sein Sohn und Thronfolger Friedrich Wilhelm III., aus der Ehe mit
Friederike Luise von Hessen-Darmstadt,
ließ Gräfin Lichtenau sofort nach der Thronbesteigung in Festungshaft werfen.


Ihr wird der Prozess wegen Bereicherung, Betruges, Landesverrats etc. gemacht.
Die gegen sie erhobenen Vorwürfe erwiesen sich aber als unbegründet.
1809 darf die Gräfin Lichtenau wieder nach Berlin zurückkehren,
sie wird rehabilitiert und erhält, hauptsächlich durch Intervention Napoleons,
einen Teil ihres Vermögens zurück.


Seinen bürgerlichen Untertanen lebte Friedrich Wilhelm III. statt dessen in Eintracht mit Luise,
Herzogstochter von Mecklenburg-Strelitz, die bürgerliche Ehe vor.



 
Lustschloss - Pfaueninsel
Die zierlich, gotisierende Eisenbrücke zwischen den Türmen wurde 1806 in der Berliner
königlichen Eisengießerei gegossen und Anfang 1807 auf der Pfaueninsel montiert; als
Ersatz für die baufällig gewordene erste, aus rohen Rüsterstämmen gezimmerten Brücke.

Vollständig erhaltene Ausstattung des Schlosses, aus der Zeit um 1800.

1974 - 75 ist das Schloss, wie ursprünglich, mit Holzbohlen verkleidet worden,
die man durch Einwerfen von geglühtem Quarzsand in die weiße Farbe nach
altem Rezept versteinert hat.
Dadurch erhielt das Schloss das Unwirklich-kulissenhafte zurück, das es eingebüßt hatte,
als man es um 1830 mit gequadertem Putz und schließlich 1908 - 11 mit grauem
Zementputz ummantelte.



 
Auf der Havel vor der Pfaueninsel und dem Festland
Die Miniaturfregatte Royal Louise (Nachbau von 1996 - Jungfernfahrt 1998).
Blick von der Pfaueninsel zum Zehlendorfer Festland (Alter Hof).

Fast an ihrem ehemaligen und neuen Liegeplatz, dem Fregattenhafen an der Pfaueninsel,
fährt hier zufällig die Miniaturfregatte Royal Louise (Nachbau) auf der Havel vorbei.
Aufnahme am Tag der Einheit - 3. Oktober 2004.


Sie war ein Geschenk des Königs von England und Irland Wilhelm IV.,
an den preußischen König und späteren Kaiser Wilhelm I.
Der englische König ließ dafür 1831 eine englische Fregatte im Maßstab 1:3 nachbauen.

Leider ging das Original nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.

Das Schiff hatte die Maße: L. ü. Deck 15 m, Breite 4,20 m, Tiefgang 1,40 m.
Das Vorgeschirr war 7 m lang. Der Top des Hauptmastes ragte 13 m über den Wasserspiegel.



 
Matrosenstation Pfaueninsel
Der Fregattenschuppen wurde 1832 an der Pfaueninsel nach Plänen von Schadow
errichtet und schützte bis 1920 die Miniaturfregatte vor den Unbilden des Winters
und heute, seit 2004, den Nachbau von 1996.



 
Kavalierhaus - Pfaueninsel
Das Kavalierhaus (Danziger Haus), 1824 nach Plänen von K. F. Schinkel
in der Mitte der Pfaueninsel aufgebaut.

Der Abbruch eines spätgotischen Patrizierhauses in der Danziger Brodbänkengasse
im Jahr 1823 war Anlass, das Thema Gotik auf der Insel erneut zu inszenieren.
Diesmal unter Verwendung der aus Danzig mit dem Schiff zur Pfaueninsel
gebrachten Architekturteile.
Auf  Schinkels Vorschlag wurde die Danziger Fassade dem südlichen Turm des
Kavalierhauses von 1803 - 04, erbaut von F. L. C. Krüger, vorgeblendet.
Das Gebäude erhielt so das Aussehen eines engl. Landsitzes im "castellated style".

Der Grossteil der Räume des neuen Kavalierhauses wurden als Sommerwohnung
für die Prinzen und Prinzessinnen der königlichen Familie eingerichtet.



 
Portikus - Luisentempel auf der Pfaueninsel
Luisentempel von A. D. Schadow auf der Pfaueninsel, ist der
dorische Portikus (altgriech. Säulenhalle) des Mausoleums der Königin Luise aus dem
Schlosspark in Charlottenburg, den man 1829 dort durch eine Kopie aus roten Granit ersetzte.
Die Rückwand zierte die Marmorbüste der Königin Luise,

Bueste Koenigin Luise von Christian Daniel Rauch

des Bildhauers Christian Daniel Rauch, heute durch eine Kopie in Gips ersetzt.



 
Schalenbrunnen auf der Pfaueninsel
Die Fontäne, Römischer Schalenbrunnen (Candelabre), auf der Anhöhe der Pfaueninsel
(nach einer Idee von Lenné und Fintelmann),
wurde 1825 in der Eisenhütte zu Reinerz in Schlesien gegossen.

Über deren Schalen strömt das aus der Havel gepumpte Wasser in ein Reservoir (Rundbecken)
zu ihren Füßen und dient zur Bewässerung der Insel.

Ab 2006 bis Mai 2009 wurde die Fontäne und das Rückhaltebecken restauriert.



 
Candelabre
Der Umstand, dass das Fontänenrund bei seiner Anlage von hohen, knorrigen Eichen
umstanden war, erklärt die ungewöhnliche Höhe des Brunnens, der sich aus der Ferne
wie ein konkurrierender kristallener Wasser-Baum vor der grünen Laubwand abhebt.

Aus Anlass des 55sten Geburtstages von Friedrich Wilhelm III.
wurde der Candelabre 1825 in Betrieb genommen.



 
Meierei auf der Pfaueninsel
Die Meierei am Ostufer der Pfaueninsel, 1794 - 95 unter der Leitung von Brendel errichtet,
diente der Land- und Milchwirtschaft.
Friedrich Wilhelm II. wollte sich mit dem Bau der Meierei seine romantische Vorstellung
eines friedlichen Landlebens verwirklichen.
Sie sollte ein eingefallenes gotisches Gebäude (Kapelle) vorstellen. Der gotische Saal in der
Meierei wurde 2002 restauriert. Die Gotik galt dem englischen Landschaftsgarten als ein
Symbol der mittelalterlichen Tugend und der Freiheit.


Die Meierei auf der Pfaueninsel ist seit Ende Dezember 2002 wieder für Besucher zugänglich
und auch in den Wintermonaten, an den Wochenenden jeweils von 11:00 bis 15:30 Uhr geöffnet.



 
Aussicht vom Ostufer der Pfaueninsel
Die Aussicht vom Ostufer der Pfaueninsel über die Havel zum Grunewaldturm (links)
und zum Teufelsberg (rechts), mit der ehemaligen Radarstation der USA (Aufnahmen Okt. 2003).

 
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Nikolskoe
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Nikolskoe ist eine Ortslage im Berliner Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf.
Sie liegt an der unteren Havel im Düppeler Forst, zwischen dem Park Klein-Glienicke
und der Pfaueninsel.

Der Ort ist geschichtlich der Pfaueninsel zugehörig, die seit Ende des 18. Jahrhunderts
Lieblings-Sommersitz König Friedrich Wilhelms III. war.

Der Name Nikolskoe ist diesem Teil der Havellandschaft vom russischen Blockhaus gegeben worden.


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Friedrich Wilhelms III. älteste Tochter Prinzessin Charlotte hatte den russischen Großfürsten Nikolaus Pawlowitsch
während der Siegesfeiern der Alliierten über Napoleon 1814 und 1815 in Berlin kennen gelernt.

Auf Wunsch von Friedrich Wilhelm III. und seines (nun) Freundes Kaiser Alexander I. fand
am 13. Juli 1817 in Russland die Hochzeit statt.

In diesem Zusammenhang trat sie zur russisch-orthodoxen Kirche über und bekam den Namen Alexandra Feodorowna.
Ihr Mann wurde nach dem Tod seines Bruders Alexander I. und Thronverzicht des zweitältesten Bruders Konstantin
1825 als Nikolaus I. russischer Zar.

Im Jahre 1818 besuchte der König seine Tochter und den Schwiegersohn in St. Petersburg.
Bei dieser Gelegenheit unternahm die Familie einen gemeinsamen Ausflug aufs Land zu einem russischen Bauernhaus.

Nach seiner Rückkehr ließ der König hier
ein russisches Blockhaus bauen und nannte es "Nikolskoe".

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Auf Nikolskoe befinden sich vier denkmalgeschützte Anlagen:

das russische Blockhaus Nikolskoe (Gasthaus) mit Nebengebäude sowie die Evangelische Kirche St. Peter und Paul,
die ehemalige königliche Freischule (heute ein Wohnhaus) und
gegenüber der Kirche, ein kleiner Waldfriedhof für die Pfaueninsel.

 
Ansicht nach Nikolskoe zur Kirche St. Peter und Paul.
Der Blick nach Nikolskoe über die Havel zur Evangelischen Kirche St. Peter und Paul.

Ein wenig rechts von der Kirche - im Forst eingebettet, daher im Foto etwas schwer zu erkennen,
steht das dunkelbraune
Blockhaus Nikolskoe (Gasthaus).


Seit 1990 sind Nikolskoe und der es umgebende Wald zwischen dem
Forsthaus - Gasthaus - Moorlake
und der Pfaueninsel-Fährstelle

Teil des
UNESCO-Weltkulturerbes
"Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg"
und seit 1992 Bestandteil des EU-Vogelschutzgebiets Westlicher Düppeler Forst.



 
Forsthaus Moorlake
Forsthaus - Gasthaus - Moorlake, gemütlich auch im Winter.

Das Wirtshaus Moorlake hat eine 120-jährige Tradition als Berliner Ausflugsgaststätte.

Das um 1840 erbaute Forsthaus im bayerischen Stil ist idyllisch an einem Ufer- und Wanderweg
zwischen der Glienicker Brücke und der Pfaueninsel gelegen.

Es wurde im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV.
(* 1795; † 1861)
für seine Gemahlin Elisabeth von Bayern (* 1801; † 1873) erbaut.

1896 verpachtete das Königshaus einen Teil der Anlage als Gaststätte.



 
St. Peter und Paul Kirche auf Nikolskoe.
Die "Ausflugs- und Heiratskirche" St. Peter und Paul auf Nikolskoe mit Ansicht der Vorderfront ,
eingebettet im
umgebenden Wald, der ein eingetragenes Gartendenkmal ist.



 
St. Peter und Paul Kirche auf Nikolskoe.
Seitenansicht der Kirche St. Peter und Paul.

Die Evangelische Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe wurde zwischen 1834 und 1837
für die Bewohner der Pfaueninsel und von Klein-Glienicke
auf Erlass des Königs Friedrich Wilhelm III.
(* 1770; 1840) im Stil einer russischen Kirche,
aber nur mit einem "Zwiebelturm" und
grünen Anstrich sowie sparsamer Vergoldung, erbaut.



 
Im Kirchenschiff der St. Peter und Paul Kirche.
Im Kirchenschiff der St. Peter und Paul Kirche mit Blick zum Altar in der Apsis.

Auf dem Altar steht ein Kruzifix mit den Leib des Gekreuzigten.
Der
weiße Alabasterkorpus des gekreuzigten Christus wirkt
besonders auf dem einfachen Kreuz aus schwarzen Eisen.

Links und rechts am Altar wurden
1884 durch Einfügung zweier Bronzestatuetten der
Namensapostel der Kirche Petrus und Paulus verziert.
Diese Figuren hat Prinz Carl v. Preußen 1883 nach seinem Tode der Kirche vermacht.


Die original erhaltene Ausmalung der Altarapsis wurde von Karl-Friedrich Schinkel gestaltet.


Links vor dem Altarraum steht in Emporenhöhe die historische,
hölzerne Kanzel auf vier Achtkantpfeilern mit korinthischen Kapitellen.

Eine neue (1970), zweite Kanzel mit einer Brüstung aus senkrechten eisernen Rundstäben steht
eingebaut am Fuß der alten Kanzel und ermöglicht dem Prediger somit eine größere Nähe zur Gemeinde.



 
Im Kirchenschiff der St. Peter und Paul Kirche.
Im Kirchenschiff der St. Peter und Paul Kirche mit Blick zur Orgel.

Die Orgel aus dem Jahr 1837 steht, wie der Altar, unter einem Rundbogen und
ist in
ihrem Grundbestand die älteste Orgel an Ort und Stelle in Berlin.

1937 wurde sie von der Potsdamer Orgelbauanstalt Alexander Schuke erneuert.

1985 wurde das Instrument unter Einhaltung des historischen Bestandes
von der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke grunderneuert.



 
Ausblick vom Kirchen Vorplatz der St. Peter und Paul Kirche.
Der Ausblick vom Vorplatz der St. Peter und Paul Kirche auf Nikolskoe über die Havel.

Bei der Gestaltung des Vorplatzes hat der Architekt Karl Friedrich Schinkel Anregungen gegeben.



 
Das russische Blockhaus - Gasthaus - Nikolskoe.
Das russische Blockhaus - Gasthaus - Nikolskoe steht ca. 100 Meter neben der Kirche St. Peter und Paul,
mit großer Terrasse und schönem Ausblick über die Havel.


Das Blockhaus Nikolskoe ist ein Baudenkmal im Berliner Ortsteil Wannsee und wird als Gaststätte genutzt.

Es wurde 1819 von König Friedrich Wilhelm III. anlässlich des Besuchs seiner Tochter Charlotte und ihres
Mannes Nikolaus (des späteren russischen Zaren) im Stil eines russischen Bauernhauses errichtet.



 
Das russische Blockhaus - Gasthaus - Nikolskoe.
Am 19. Juni 1984 brannte der Holzbau frühmorgens aus.

Er ist wieder restauriert worden und wurde am 29. November 1985 für die Berliner und die Gäste Berlins neu eröffnet.

 
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Schloss und -park Glienicke
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Der 116 ha große Volkspark an der Havel liegt im Südwesten Berlins an der Grenze zu Potsdam,
nahe der Glienicker Brücke (Königstraße) im Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf
und ist eine Schöpfung Peter Joseph Lennés.

Anfahrt:
S-Bahnhof Wannsee (S1,S7) – weiter mit dem Bus 316 (alle 40 min).


Eine Villa für Prinz Carl von Preußen (* 1801; † 1883):

Drittältester Sohn Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840) und Königin Luise (* 1776; † 1810),
seine Brüder Friedrich Wilhelm (IV.) (* 1795; 1861) und Wilhelm (I.) (* 1797; † 1888).

Mit dem Sommersitz an der Havel verwirklicht Prinz Carl seinen Traum von Italien,
nachdem er am 1. Mai 1824 das Landgut Klein-Glienicke an der Chaussee
zwischen Berlin und Potsdam
erworben hatte.

Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841) und Peter Joseph Lenné
(* 1789; † 1866) entwarfen
nach italienischen Eindrücken die Park- und Schlossanlage, die auch
Teil der Potsdamer Kulturlandschaft
ist und von der UNESCO als Kulturerbe anerkannt wurde.

In seiner Vielfalt als fürstliches Sommerschloss, durch großartige Landschaftsgestaltung
und weite Waldgebiete nahm Klein-Glienicke bis zum Tode des Prinzen Carl
in Deutschland einen einzigartigen Platz ein.
  

Beschreibung um 1841:

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Gewiss ist der Glienicker Park einer der schönsten in Deutschland.
Es ist unglaublich, was die Kunst aus diesem dürren Boden zu machen gewusst hat.
Eine Dampfmaschine arbeitet vom Morgen bis zum Abend, das Wasser aus der
Havel auf die Sandhöhen hinaufzuheben und üppige Wiesen da zu schaffen,
wo ohne sie nur Heidekraut fortkommen würde.

 
Eingang Schloss und Park Glienicke - Greifentor
Das Greifen- oder Johannitertor, mit dem Pförtnerhaus, Haupteingang zum
Schlosspark Glienicke
- südlich der Königstraße - neben dem Volkspark Klein-Glienicke.


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1853 wurde Prinz Carl von seinem Vater König Friedrich Wilhelm III. (* 1770; 1840) zum
Herrenmeister der Ordensprovinz Brandenburg
des wiederbegründeten Johanniterordens ernannt.

1854 wurde Carl als wichtiger politischer Vertrauter des Königs zum Generalfeldzeugmeister
im Rang eines Feldmarschalls berufen.

Diese beiden neuen Ehren wurden als Motiv in das neubarocke Gittertor
mit den goldfarbenen, verschlungenen C-Lettern des Haupttores
durch "Johanniterkreuze" und "flammende Granaten" eingefügt.

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Mit den Greifenfiguren (Fabeltiere) auf den Mauertorwangen sollte
Glienicke als ein nördliches Paradies
charakterisiert werden.

 
Kavalierflügel - Schloss Glienicke
Schloss Glienicke mit dem Kavalierflügel, wurde von Karl Friedrich Schinkel
1825 - 1828
im ital./klassizistischen Stil für den Prinzen Carl von Preußen erbaut.



 
Der Hof im Kavalierflügel Schloss Glienicke.
Der Gartenhof am Kavalierflügel des Schlosses, an dem dahinter
1832 ein fünfgeschossiger Turm mit schmalen, hochrechteckigen Fensteröffnungen
und einem damals üblichen Belvedere im obersten Geschoss,
errichtet wurde.



 
Im Schlosshof Glienicke.
An den Wänden der Gebäude im Gartenhof hat Prinz Carl teils originale antike Bauteile
und andere Überreste wie Teile von Reliefs oder Skulpturen, Friese und Architravsteine,



 

Säulen- oder Kapitellreste, die aus Bauten der italienischer Antike stammen,
 aber auch nachempfundene Bruchstücke unter der gusseisernen Pergola anbringen lassen.



 
Remise - Schloss Glienicke.
Die Remise und der Remisenhof am Kavaliergebäude des Schlosses.

Die ehemals eingeschossige Wagenhalle hatte Platz für zwölf Kutschen.

Eine Figur des Neptuns in der Mitte des Gitters zum Hof wurde am 23. Juni 1838 aufgestellt,
sie war ein Geburtstagsgeschenk Friedrich Wilhelms III. an seinen Sohn Prinz Carl.

Nach jahrzehntelanger Verwahrlosung wurde die baufällige Remise in den 1950er Jahren abgerissen
und nur das Untergeschoss wieder aufgebaut, seit 1986 wird die Remise gastronomisch genutzt.



 
Namenlose antike Figuren im Schlosspark Glienicke.
Vor dem Remisenhof des Schlosses befindet sich auf einer kleinen Anhöhe mit Laubwäldchen,
eine antike korinthische Säule, hinter der antike Figuren "dekorativ  abgelegt" wurden.



 
Antike Säule im Schlosspark Glienicke.
Der Glienicker Schlosspark wird mit allerlei antiken Trümmern bewusst garniert.
Damit soll die Naturstimmung "geistig bereichert" werden.



 
Namenlose antike Figuren im Schlosspark Glienicke. Namenlose antike Figuren im Schlosspark Glienicke.
So trifft man im Schlosspark immer wieder auf verwitternde Brunnenbecken,

 
Namenlose antike Figuren im Schlosspark Glienicke.
bemooste Sphinxe, antike Säulen mit Greifen und Löwen, sowie Bruchstücke
namenloser
altersgrauer Figuren.



 
Schloss Glienicke in Berlin.
Blick vom Pleasureground zur Frontseite des Hauptgebäudes von Schloss Glienicke.



 
Loewenfontäne in Glienicke, Blick von der Königsstraße.
Die Ansicht zum
Glienicker Schloss aus dem
Pleasureground
über die Löwenfontäne - von der Königstraße.



 
Loewenfontäne in Glienicke.
Löwenfontäne von K. F. Schinkel im Pleasureground,
zwischen dem Schloss Glienicke und der Königstraße
mit Blick zum gegenüberliegenden Park Jagdschloss Glienicke.



 
Stibadium in Glienicke
Stibadium im Pleasureground mit Sichtbeziehung nach Potsdam.

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Stibadium - lat.: "halbkreisförmiges Speisesofa", eine Marmorbank, gedacht
als Ruheplatz, an dem auch Speisen und Getränke gereicht wurden.

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Pleasureground
- Rasenplatz, der durch Rabatten, Gartenplastik oder Wasserspiele aufwendig gestaltet ist.

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1840
von Ludwig Persius, dem Mitarbeiter und Nachfolger Schinkels,
neben der Löwenfontäne geschaffen.

Sie besteht aus einer überdachten Rundbank, deren tragender Pfeiler eine marmorne
Frauengestalt darstellt, gestaltet von dem Bildhauer Christian Daniel Rauch.

Die Granitschale wurde nach Entwurf des Baumeisters und -inspektors Cantian angefertigt,
wie auch die "riesige Granitschale" vor dem Portal des Alten Museums auf dem Lustgarten.



 
Stibadium -  Blick nach Potsdam
Einst war der berühmte Ausblick vom Stibadium, die Sichtbeziehung (Tunnelblick)
auf die Silhouette von Potsdam, einmalig.

Die stattlichen Turmbauten der ehemaligen Heilig Geist-, St. Nikolai- und der  gesprengten
Garnisonkirche hatten eine städtebauliche Bedeutung. Ihre charakteristischen Silhouetten,
in ungefähr gleichem Abstand voneinander auf die Ost-West-Achse der Stadt Potsdam verteilt,
prägten - bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von Heilig Geist- und Garnisonkirche -
den unverwechselbaren Potsdamer "Dreikirchenblick".



 
Kleine Neugierde an der Königstrasse
Die Kleine Neugierde wurde 1827 von Karl Friedrich Schinkel im Pleasureground,
neben dem Schloss, direkt an der Königstrasse gebaut.

Es ist ein zweifenstriges Gartenhaus, wo einst die Schlossbewohner aus dem vormals....
 
Kleine Neugierde in Glienicke.
..... mit Schinkelschen Wandmalereien gezierten Innern
den Verkehr auf der Landstraße beobachten konnten.



 
Saeuleneingang - Kleine Neugierde
Der Säuleneinbau nach der Parkseite wurde später hinzugefügt.



 
Vorraum - links - der Kleinen Neugierde. Vorraum - rechts - der Kleinen Neugierde.
 In die Wände des Vorraums ließ Prinz Carl zur Dekoration viele antike Inschriften einmauern.



 
Grosse Neugierde in Glienicke
Die Große Neugierde.

Aussichtspavillon als Rundtempel an der südwestlichen Parkecke,
dicht an der Glienicker Brücke, 1835 von Karl Friedrich Schinkel erbaut.



 
Dreifuß-Oberteil der Großen Neugierde
Das zylindrische Oberteil mit dem Dreifuß, ist dem antiken Monument des
"Lysikrates in Athen" nachgebildet.

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Im antiken Athen wurden jedes Jahr während der Feierlichkeiten zu Ehren des Gottes Dionysos
(Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase)
musische Wettkämpfe abgehalten.

Dem Chor
leiter des siegreichen Chors stiftete der Staat einen vergoldeten Dreifuß,
mit der Auflage, diesen an einem öffentlichen Platz innerhalb der Stadt aufzustellen.

"Lysikrates", der im Jahr 335 bis 334 v. Chr. den Sieg errang, ließ zu diesem Zweck ein Monument an
der Tripodenstraße errichten, die im Altertum von zahlreichen solchen Dreifußmonumenten gesäumt war.

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Grosse Neugierde in Glienicke
Die Große Neugierde diente als Ruhe- und Teeplatz, von dem man einen Blick über
die Glienicker Brücke und das gegenüberliegende Schloss Babelsberg genießen konnte.



 
Grosse Neugierde - Blick zur Glienicker Bruecke
Blick von der Großen Neugierde zur Glienicker Brücke.



 
Grosse Neugierde - Blick zum Schloss Babelsberg
Sichtbeziehung von der Großen Neugierde über die Glienicker Lake (Havel) zum Schloss Babelsberg.



 
Milchmädchen mit zerbrochenem Krug im Glienicker Schlosspark
Im Schlosspark Glienicke, auf dem Großen Wiesengrund, Nähe der Großen Neugierde,
sitzt auf einem großen Findling die bronzene Brunnenfigur "Laitiere".

Sie stellt ein Milchmädchen dar, das bekümmert auf dem Findling sitzt und auf ihren zerbrochenen Milchkrug schaut,
aus dem die Milch ausläuft, symbolisiert durch das Wasser.

Die Gestalt geht auf die Figur des "Milchmädchens Perrette" in der Fabel “La laitière et le pot au lait”
des Dichters La Fontaine
(* 1621; † 1695) zurück.

Der Original wurde um 1810 von dem Bildhauer Pawel Sokolow (* 1765; † 1832) für den
Park von Zarskoje Selo in St. Petersburg (ehemalige Sommerresidenz der Zaren) modelliert.


Das frühere Zarskoje Selo trägt heute den Namen Puschkin und das
Original der Laitière
steht heute im Park von Puschkin.


Der Bronzeabguss steht seit 1827 im Glienicker Schlosspark, den die
Zarin Alexandra Feodorowna (* 1798; † 1860),
die mit dem Zaren Nikolaus I. (* 1796; † 1855) verheiratete deutsche Prinzessin Charlotte,
ihrem Bruder
Prinz Carl von Preußen ( * 1801; † 1883 ) zum Geburtstag schenkte.

Prinz Carl lies sie in der Nähe der Großen Neugierde in seinem Schlosspark in Glienicke in einer Hügelnische aufstellen.
Bereits damals rann Wasser den Findling herab.


Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Skulptur und der Felsstein nicht mehr aufzufinden.


Ab 1979 bemühte sich die Stadt Berlin, von dem bei St. Petersburg erhalten gebliebenen Original
einen neuen Abguss zu erhalten.
Die Bemühungen dauerten viele Jahre und waren im Jahr 1988 schließlich erfolgreich.

Ein
neuer Abguss wurde in Auftrag gegeben, 1989 geliefert und im Glienicker Schlosspark wieder aufgestellt.



 
Antike Säule als antike Trümmer dekoriert - Glienicker Schlosspark.
Säulentrümmer-Arrangement mit Blick zum Casino, im Glienicker Schlosspark dekoriert.



 
Casino in Glienicke
Das Casino - ehemaliges Billardhaus - im ital. Pavillon-Stil, 1824 bis 1825
am Havelufer im Schlosspark, von Karl Friedrich Schinkel erbaut.



 
Casino im Schlosspark Glienicke.
1824 bis 1825 errichtet Schinkel zuerst das Casino, hier die Ostseite,
indem er das ehemalige Billardhaus am Havelufer im italienischen Stil umbaut.



 
Asklepios am Casino.
Die Antikenbank an der Ostseite des Casinos,
vor dem Wandbild und der Statue des Asklepios (Äskulap).

Asklepios
ist in der griechischen Mythologie der Gott der Heilkunst.
Die Schlange, die sich um den Äskulapstab windet, weist ihn den Erdgottheiten zu.



 

Nahe dem Casino (hinter dem Schloss) befindet sich der Klosterhof.

1850 von Ferdinand v. Arnim (* 1814; † 1866) erbaut.

Einem fast fensterlosen Bau von kubischer Gestalt, ist eine Art von Vorhof mit Eisengittern und kleinen,
offenen Seitenhallen vorgelagert.



 
Klosterhof in Glienicke
In ihm steht vor dem, in reichen gotischen Formen gehaltenen Eingangsportal, eine hohe
Säule mit dem Löwen von San Marco / Venedig.

Prinz Carl hatte in Venedig Bogenstellungen auf  Doppelsäulen aus einem 1810 aufgehobenen
Karthäuserkloster erworben, die von Armin für den Kreuzgang um den kleinen quadratischen
Gartenhof verwendete.



 
Klosterhof innen - Glienicke
Blick in den Klosterhof, mit Kunstwerken venezianischer Herkunft.

Die Mitte der Rückwand des Klosterhofes nimmt eine Art überhöhte, halbrunde Altarnische ein,
deren Rückwand neben Säulen, Mosaiken und Reliefplatten den marmornen Wandsarkophag des
italienischen Philosophen Pietro d`Abano (* 1250; 1316) zeigt.
Er stammt aus der Grabeskirche des heiligen Antonius in Padua.



 
Maschinen- und Gärtnerhaus in Glienicke
Maschinen- und Gärtnerhaus mit einem Wasserreservoir im Turm,
für das Schloss und die Parkanlage Glienicke.



 
Teufelsbruecke von Ludwig Persius
Erst mit der Fertigstellung des Glienicker Wasserwerkes im Jahr 1838 erhielt auch die von
Ludwig Persius (*1803 / †1845) entworfene und einem künstlichen Bachlauf
überspannende Teufelsbrücke ihren Sinn.

Die im Sinne der Romantik absichtlich angebrachten Schäden, ein fehlender Mauerbogen
mit einem Notsteg darüber und Lücken im Mauerwerk erbaute Bogenbrücke.

Herzlichen Dank für die Anfrage von Herrn Knaps, aufgrund dessen sich
folgende Information und Beschreibung ergeben hat:


Zur NS-Zeit wurde die Steinbrücke "verfälscht", denn den dafür verantwortlichen Stellen
gefiel dieser künstliche Zustand des Verfalls nicht.
Der provisorische Holzsteg wurde durch Mauerwerksbogen, in gleicher Bauart wie schon
die vorhandenen, ersetzt.
Die künstlichen Schäden im Brüstungsmauerwerk wurden zusätzlich ausgebessert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde später der ursprüngliche Zustand, auf der Grundlage
des historischen Entwurfs von Ludwig Persius, wieder angepasst und restauriert.



 
Jagdschloss Glienicke
Jagdschloss Glienicke,
nördlich der Königstraße in Klein-Glienicke (damals noch West-Berlin),
zwischen den Schlössern
Glienicke und Babelsberg (Potsdam) gelegen.

Anfahrt:
S-Bahnhof Wannsee (
S1, S7) – weiter mit dem Bus 316 (alle 40 min.).
 

1677 erwarb der Große Kurfürst den Ort Klein-Glienicke mit dem dazugehörigen Gut
und erbaute dort für seinen Sohn, den späteren ersten preußischen König Friedrich I.,
ein Jagdschloss.
1682 - 1684 unter der Leitung des Architekten Charles-Philippe Dieussart (* 1625; † 1696),
im Barock-Stil erbaut. 1859 wurde es umgestaltet.

Das Jagdschloss Glienicke und seine Parkanlagen werden heute von zwei
Bildungseinrichtungen des Landes Berlin genutzt.
Die Internationale Begegnungsstätte dient der außerschulischen Jugendbildung
mit Begegnungen und Seminaren für in- und ausländische Jugendliche.
Die Heimvolkshochschule dient der politischen, beruflichen und kulturellen
Weiterbildung von Erwachsenen.

Der südliche Seitenflügel (rechts) wurde im März 2003 durch einen Großbrand bis auf
die Außenmauern zerstört, als der Dachstuhl durch einen Kabelbrand in Flammen aufging.



 
Eichhoernchen im Glienicker Park        Eichhoernchen auf dem Weg in die Baumwipfel
Auf dem Weg zum Park Jagdschloss Glienicke lief mir dieses neugierige Eichhörnchen
über die Waldstraße. Es posierte und wartete, bis ich meine Kamera "schussbereit" hatte.
Anschließend verschwand es in den Baumwipfeln.



 
Jagdschlosspark - Klein Glienicke
Der Park vom Jagdschloss in Glienicke.



 
Klein Glienicker Kapelle
Die Klein-Glienicker Kapelle
- zu DDR-Mauerzeiten
noch in Ost-Berlin -
ein Kleinod märkischer Neugotik.

Anfahrt:
S-Bahnhof Wannsee (S1, S7) – weiter mit dem Bus 316 (alle 40 min.).
Fußweg, links am Jagdschloss Glienicke vorbei.


Das Dorf Klein-Glienicke gehört nicht zum Land Berlin,
sondern zu Brandenburg/Potsdam-Babelsberg.
Auf dem Weg (Mövenstraße) von der Königsstraße zum Schloss Babelsberg,
nördlich hinter dem Park und Jagdschloss Glienicke, zu erreichen.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Klein-Glienicke zur SBZ (DDR), die angrenzenden
Schlösser und Gärten sowie der Böttcherberg waren Teil von West-Berlin.
Als Exklave der DDR auf West-Berliner Gebiet, lag Klein-Glienicke im Grenzgebiet
und war nur von Babelsberg über die Parkbrücke zu erreichen.
Die Kapelle Klein-Glienicke musste 1979 geschlossen werden.

Im Juli 1973 gelang zwei Familien durch einen 19m langen, selbst gegrabenen
Fluchttunnel vom Keller ihres Hauses die Flucht nach West-Berlin.

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Das 1881 am Reformationstag eingeweihte und nach Plänen von
Reinhold Persius (* 1835; † 1912 - Sohn von Ludwig Persius)
erbaute kleine Gotteshaus war während 40 Jahren im Grenz-Sperrgebiet unter der
SED-Diktatur völlig in Verfall geraten.
Im Wendejahr 1989 dem Einsturz nahe, wurde sie ab 1990 restauriert und zum
Reformationstag 1999 wieder von der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg
und dem Förderkreis Klein-Glienicker Kapelle in Gebrauch genommen.

Von den 2,4 Mio. DM Wiederherstellungskosten wurden
72 % durch private Spenden aufgebracht !

Die neue Orgel, wurde von einem Berliner Ehepaar gestiftet und 1999
von der bekannten Potsdamer Firma Schuke erbaut.

Veranstaltungshinweise und Anmeldung von Führungen unter:

Infotelefon:  0331 / 70 57 94



 
Loggia Alexandra auf dem Boettcherberg
Die Loggia Alexandra auf dem Böttcherberg im Landschaftspark Klein-Glienicke,
nördlich vom Dorf Klein-Glienicke, aber noch innerhalb der Landesgrenze von (West-)Berlin gelegen.

Anfahrt:
S-Bahnhof Wannsee (S1, S7) – weiter mit dem Bus 316 (alle 40 min.).
Fußweg, links am Jagdschloss Glienicke vorbei.

Oben, von der Besucherplattform, hatte man bestimmt eine fantastische Sichtbeziehung,
durch eine Waldschneise, zum Babelsberger Schloss und nach Potsdam.

Durch den hier ungünstigen Landesgrenzverlauf von Berlin und Brandenburg/Potsdam-Babelsberg,
war diese Anhöhe zu Zeiten des hässlichsten Bauwerkes der Welt, der ehemaligen DDR-Mauer,
nur von (West-)Berlin aus zu erreichen.

Bis 1996 wurde die offene Säulenhalle durch einen schmiedeeisernen Tor-Zaun
vor dem Betreten geschützt.

Leider fand auch hier, in den 90er Jahren des 20. Jh., Vandalismus und Diebstahl statt, der eine
Restaurierung und Sanierung mit hohem Kostenaufwand (ca. 1,7 Mio. DM) erforderlich machte.
Sie wurde jetzt mit Überwachungseinrichtungen und Glasfronten, nun auch etwas besser gegen
Witterungseinflüsse, geschützt und ist seit Oktober 2001 wieder zu besichtigen.



 
Loggia Alexandra
Hier die Seitenansicht der Loggia Alexandra,
die mit Hilfe der Cornelsen Stiftung,
Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Landesdenkmalamtes restauriert wurde.

Prinz Carl von Preußen, der Besitzer vom Landgut Klein-Glienicke, ließ 1869
von Ernst Petzholtz und dem Bildhauer Alexander Gilli
auf dem Böttcherberg die Loggia Alexandra als Aussichtsturm und Teesalon
mit kleinem Treppenturm und Besucherplattform in spätklassizistischem Stil errichten.

Die halbrunde Wand, im Innern der offenen Säulenhalle,
ist mit pompejanischen Wandmalereien geschmückt.

Er benannte das Bauwerk zur Erinnerung an seine Lieblingsschwester Charlotte von Preußen,
die älteste Tochter von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, die bei ihrer Heirat 1817
mit dem späteren Zaren Nikolaus I. zum russisch-orthodoxen Glauben über trat und dann den
Namen Alexandra Feodorowna annahm.

Als Nikolaus von Russland 1825 den Zarenthron bestieg, wurde sie als Preußin die "erste Frau"
(First Lady) im damals mächtigsten Reich Europas.

 
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Schloss und Gutshof Britz im Bezirk Neukölln
am Stadtrand gelegen.
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Anfahrt:
Vom U-Bahnhof Parchimer Allee (U7) weiter mit dem Bus der Linie M46 bis Fulhamer Allee.

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Im 16. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Schlosses Britz ein Gutshof der "Adelsfamilie Britzke",
die seit dem frühen Mittelalter in "Britz" ansässig war.

Während und nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) gelangten
große Anteile des Gutes an andere Eigentümer.

Unter anderen auch an Heinrich Rüdiger Ilgen - ab 1701 "von Ilgen" (* 1654; † 1728),
der das Gut und Schloss im Jahr 1719 gekauft hatte, auf dem er dann auch verstarb.

 
Schloss Britz in Berlin-Neukölln
Schloss Britz - Straßenfront,
ein prächtiges Gutshaus mit einer Fassade im Stil der Neorenaissance,
heute als Schloss-Hotel und Schloss-Restaurant genutzt,
im Haus befindet sich auch ein Museum,


1971 wurde das Schloss unter Denkmalschutz gestellt.



 
Büste Rüdiger von Ilgen - Schloss Britz in Berlin-Neukölln.
Die Büste Heinrich Rüdiger von Ilgen im Gutspark Britz.

Nach der Königskrönung von Friedrich I. zum König von Preußen 1701 wurde Ilgen für seine Verdienste
in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben und zum wirklichen Geheimen Rat ernannt.

Er war an den außen- und innenpolitischen Vorbereitungen der Krönung unmittelbar beteiligt.

Die Büste ist seit 1988 eine Kopie des Originals, das von dem Bildhauer Rudolf Siemering (* 1835; † 1905)
erschaffen wurde.
Das beschädigte Original stand längere Zeit im "Lapidarium Kreuzberg" und ist mit anderen Statuen seit
Mai 2009 in die Zitadelle Spandau umgezogen.


 
Schloss Britz - Parkfront - in Berlin-Neukölln.
Seit 1924 ist das Schloss Britz - hier die Parkansicht - im Besitz der Stadt Berlin.

Von 1985 bis 1988 im Auftrag des Bezirksamtes Neukölln in der heutigen Form wiederhergestellt,
wird das Schloss Britz seitdem für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der Gutsgarten wurde am 8. Mai 1990 unter Denkmalschutz gestellt.



 
Gartenrestaurant am Kulturstall - Gutshof Britz.
Das Restaurant Buchholz an der Stirnseite des Gebäudes vom Kulturstall
mit Garten im Gutshof Britz.



 
Museum und Ochsenstall - Gutshof Britz
Die vordere Seitenansicht des historischen Ochsenstalls, der auch ein Museum beherbergt.



 
Gebäude historischer Ochsenstall im Gutshof Britz.
Für Veranstaltungen und Feierlichkeiten steht das historische Gebäude des Ochsenstalls
auf dem Gutshof Britz zur Verfügung.


 

Der Festsaal im Ochsenstall wurde authentisch aber modern gestaltet
und bietet auf 229 qm Platz für bis zu 120 Personen.



 

Der Kulturstall dient heute zahlreichen Musik- und Theaterveranstaltungen.



 
Freilichtbühne im Gutshof Britz - Berlin-Neukölln.       in der Freilichtbühne Gutshof Britz - Berlin-Neukölln.
Die im Jahr 2011 fertig gestellte,
überdachte Freilichtbühne im Gutshof Britz mit 300 Sitzplätzen und Bühnenfläche
als Ausweichquartier des Kulturstalls bei schönem Wetter.

Sie wurde im Gegenüber der efeubepflanzten Stirnseite des Kulturstalls errichtet.



 
Tierställe im Gutshof Britz
Im hinteren Bereich des Gutshofes Britz befinden sich die Tierställe und -gehege
für die folgenden Tierarten:

 
Pferdekoppel Gutshof Britz
Koppel der Kaltblutpferde.

Kaltblutpferde waren vor allem als Zug- und Arbeitstiere
in der Landwirtschaft sehr verbreitet.



 

Altdeutsches Schwarzbuntes Niederungsrind.

Diese robuste Rinderrasse ist sehr widerstandsfähig gegenüber
ungünstige Witterung und Krankheiten.



 

Weiße Deutsche Edelziege.

Ziegen sind sehr gute Futterverwerter und kommen
selbst in sehr kargen Landschaften gut zurecht.



 

Rauhwolliges Pommersches Landschaf.

Ihre dichte, grobe Wolle hält die Tiere warm und trocken.
Sie sind wenig krankheitsanfällig und können das ganze
Jahr im Freien verbringen.


 

Pommerngänse.

Sie wurden in Norddeutschland, vor allem auf Rügen und in Pommern als Rasse herausgezüchtet.
Die Gänse zeigen, wie ihre wilden Vorfahren, ein ausgeprägtes Sozialverhalten untereinander,
sind sehr gute "Naturbrüter" und verteidigen ihr Territorium gegen Eindringlinge.



 
Gutspark am Schloss Britz
Hinter dem Schloss Britz befindet sich der Gutspark,
angelegt als englischer Landschaftsgarten .

In der wilhelminischen Zeit entstanden neue kurvig geführte Wege.
Teppichbeete, ein Brunnen am Beginn und ein Gartenpavillon am Ende der zentralen Lindenallee.



 
Brunnen - Milchmädchen mit zerbrochenem Krug im Britzer Schlosspark
Im Britzer Gutspark sitzt seit 1998 auf einem großen Findling die bronzene Brunnenfigur ´Laitiere`.

Sie stellt ein Milchmädchen dar, das bekümmert auf dem Findling sitzt und auf ihren zerbrochenen Milchkrug schaut,
aus dem die Milch ausläuft, symbolisiert durch das Wasser, das in
einen von Stauden umgebenen Auffangbecken
unter dem Findling rinnt.

Die Gestalt geht auf die Figur des "Milchmädchens Perrette"
in der Fabel “La laitière et le pot au lait”
des Dichters La Fontaine
(* 1621; † 1695) zurück.

Der Original wurde um 1810 von dem Bildhauer Pawel Sokolow (* 1765; † 1832) für den
Park von Zarskoje Selo in St. Petersburg (ehemalige Sommerresidenz der Zaren) modelliert.


Das frühere Zarskoje Selo trägt heute den Namen Puschkin und das Original der Laitière steht heute im Park von Puschkin.


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Schon 1827 befand sich ein gleicher Bronzeabguss im Glienicker Schlosspark, den die
Zarin Alexandra Feodorowna (* 1798; † 1860), die mit dem Zaren Nikolaus I. (* 1796; † 1855) verheiratete
deutsche Prinzessin Charlotte
, ihrem Bruder
Prinz Carl von Preußen ( * 1801; † 1883 ) zum Geburtstag schenkte.

Brunnen - Milchmädchen mit zerbrochenem Krug im Glienicker Schlosspark

Prinz Carl lies sie in seinem Schlosspark in Glienicke in einer Hügelnische aufstellen.
Bereits damals rann Wasser den Findling herab.


Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Skulptur und der Felsstein nicht mehr aufzufinden.


Ab 1979 bemühte sich die Stadt Berlin, von dem bei St. Petersburg erhalten gebliebenen Original
einen neuen Abguss zu erhalten.
Die Bemühungen dauerten viele Jahre und waren im Jahr 1988 schließlich erfolgreich.

Ein
neuer Abguss wurde in Auftrag gegeben,
1989 geliefert und im Glienicker Schlosspark wieder aufgestellt.



 
Blick durch die Lindenallee im Gutspark Britz
Blick durch die zentral angelegte Lindenallee im Gutspark.



 
Teepavillon am Ende der Lindenallee - Gutspark Britz
Am Ende der Lindenallee befindet sich ein Teepavillon.

 
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Schloss Tegel / Humboldt-Schloss
in Berlin-Reinickendorf - Ortsteil Tegel.

Das Schloss Tegel ist das bedeutendste, in Privatbesitz befindliche Baudenkmal im Bezirk Reinickendorf,
am Anfang des Tegeler Forstes - ein wenig im Wald versteckt,
in der Adelheidallee 19-21 - abgehend von der Gabrielenstraße
an der ehemaligen Humboldtmühle.

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Benannt wurde die Allee bzw. Straße nach "Adelheid" von Bülow (* 1823; † 1889), der Tochter
"Gabrieles" von
Bülow - geb. von Humboldt (* 1802; † 1887),
verheiratet mit
Heinrich von Bülow (* 1792; † 1846) - ehemaliger preußischer Außenminister.

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Das Schloss Tegel in Berlin ist auch als Humboldt-Schloss bekannt.

Heute wohnt die Familie von Heinz - direkte Nachfahren der Familie von Humboldt - in dem Schloss.

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Wilhelm von Humboldt (* 1767; 1835) - Philosoph, Sprachforscher und "Begründer der Berliner Humboldt-Universität",
sowie sein Bruder,
Alexander von Humboldt
(* 1769; 1859) - Naturforscher, verbrachten auf dem, vom Vater übernommenen Besitz, ihre Kindheit.

Der Vater war Major Alexander Georg von Humboldt
(* 1720 ; † 1779).

Er
war einer der Kammerherren der Kronprinzessin Friederike Luise von Hessen-Darmstadt (* 1751; † 1805),
der zukünftigen Frau Friedrich Wilhelm II. (* 1744; † 1797)
und wirkte in Potsdam
bis 1769 im Hause des Kronprinzen, dem heutigen
"
Kabinetthaus" in der "Strasse Am Neuen Markt 1" (hier anklicken),
wo der Sohn von
Friedrich Wilhelm II. - der
spätere König Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840), das Licht der Welt erblickte.

Aber es war auch das Geburtshaus von Wilhelm von Humboldt, der am 22. Juni 1767 dort in Potsdam geboren wurde.


Anfahrt:

U-Bahnhof Alt-Tegel (U6)
und kurzer Fußweg zur
Adelheidallee 19-21
- an der Humboldt-Mühle -



Schloss Tegel / Humboldt-Schloss in Berlin.
Das ursprüngliche Renaissance-Herrenhaus aus dem Jahre 1558, wurde zum
Jagdschloss für Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (* 1620; † 1688) umgebaut.

Führungen durch das Humbold-Schloss sind von Mai bis September
nur montags um 10, 11, 15 und 16 Uhr möglich.

 Ansonsten ist das Schloss für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.



 
Schloss Tegel / Humboldt-Schloss in Berlin.
1766 gelangte das Schloss in den Besitz der Familie von Humboldt.

Das Gebäude umfasst unter anderem den Blauen Salon, den Antikensaal und das Blaue Turmkabinett.



 
Schloss Tegel - Ansicht vom Schlosspark.
Hier die Ansicht vom Schlosspark.

1820 bis 1824
wurde es nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel
(* 1781; 1841)
im Stil des Klassizismus mit vier Türmen umgestaltet.

Die vier Marmorkopien berühmter antiker Statuen in den seitlichen Nischen,
zu ebener Erde und in der ersten Etage der Parkseite des Gebäudes,
werden zur Zeit restauriert und wieder aufgestellt (Mai 2017).

Die acht Reliefs an den oberen Turmgeschossen sind antiken griechischen Vorbildern entlehnt.
Als Vorlage dienten der Werkstatt von Christian Daniel Rauch (* 1777; † 1857)
Reliefs vom Athener "Turm der Winde", der aus dem l. Jahrhundert v. Chr. stammt.

An jedem Turm befinden sich zwei Reliefs der griechischen "Windgötter".
Jede Figur zeigt durch ihre Attribute den Charakter des jeweiligen Windes aus,
 z. B. Regen, Hagel, Früchte etc.



 
Relief an den Fensterstürzen - Schloss Tegel.
Am linken, parkseitigen Schlossturm des vorhergehenden Fotos
ist der griechische Windgott
"Zephyros" dargestellt, der "Westwind",
er brachte den Frühling mit den frühen Sommer-Brisen
.

Er wurde als "Frühlingsbote" und "Reifer der Saaten" verehrt.

"Zephyros", hier als
Knabe abgebildet, der ein mit Blumen gefülltes Manteltuch trägt.



 
Das Gehöft vom Humboldtschloss in Tegel.

Das "Gehöft" auf dem Anwesen des Humboldt-Schlosses in Tegel.

 
Das Gehöft vom Humboldtschloss in Tegel. Das Gehöft vom Humboldtschloss in Tegel.

 
Rinderherde im Schlosspark Tegel.
Auch eine kleine Rinderherde zum Abgrasen der Wiesen gehört zum Gut des Humboldt-Schlosses.



 
Humboldt-Eiche im Schlosspark Tegel. Humboldt-Eiche im Schlosspark Tegel.
Mitten im Schlosspark steht die rund 400 Jahre alte Wilhelm-von-Humboldt-Eiche.

Sie hat eine Höhe von ca. 29 Meter und einen Stammumfang von fast 8,20 Meter,
entspricht einem Durchmesser von rund 2,60 Meter.


Die "Humboldt-Eiche" ist im Wurzelbereich stark geschädigt und hat einen
mindestens 3 Meter hohen senkrechten Riss an einer Seite - rechtes Foto.


Damit besteht die Gefahr, dass sie auseinanderbricht oder in sich zusammenfällt.

Es wird deshalb dringend geraten Abstand zu halten!



 
Lindenallee im Schlosspark Tegel.
Die in Ost-West-Richtung verlaufende 1792 angelegte Lindenallee
 im Schlosspark Tegel führt auch zur Familienbegräbnisstätte der von Humboldts.
 
Schlosspark in Tegel.
Der große Schlosspark in Tegel, mit Sichtbeziehung zu der 1829 nach Plänen
Karl Friedrich Schinkels im hinteren Parkbereich angelegten Familiengrabstätte.
 
Im Jahr 1983 wurde der Schlosspark Tegel unter Denkmalschutz gestellt.

Die Anlage des Schlossparks um 1820 geht auf die Pläne Gottlob Johann Christian Kunth (* 1757; † 1829) zurück.
Er war auch der Erzieher der Humboldtbrüder, später der Gutsverwalter der gesamten Schlossanlage.


Der Park grenzt bis an das Nordufer des Tegeler Sees (Große Malche).

Obwohl der Park Privatbesitz ist, war er in den vergangenen Jahrzehnten doch stets für Besucher geöffnet.

"Gäste sind uns immer willkommen, aber wir wollen nicht zusätzlich einen Massenandrang haben",
sagt die Familie von Heinz.


Die Besichtigung des Parks - täglich auf Widerruf - bis Sonnenuntergang bei freiem Eintritt.
Das Betreten des Parks - Astbruchgefahr (!) - geschieht auf eigene Gefahr.

Am Eingang des Schlossparks wird um eine Spende - zum Erhalt desselben - gebeten.



 
Familiengrabstätte der Familien von Humboldt und von Heinz.
Am Ende des Parks, mit direkter "Sichtbeziehung" zum Humboldt-Schloss, am Waldrand gelegen,
befindet sich die 1829 nach Plänen Karl Friedrich Schinkels angelegte Familiengrabstätte der Familie von Humboldt,
in der auch Alexander und Wilhelm von Humboldt ihre letzte Ruhe fanden.

Auch
Gabriele von Bülow (* 1802; † 1887), die Tochter Wilhelms von Humboldt,
die das Anwesen erbte und mit dem preußischen Außenminister
Heinrich von Bülow (* 1792; † 1846) verheiratet war und weitere derer von Bülow
haben hier ihre Begräbnisstätte.

Nach Gabriele von Bülows Tod ging der Tegeler Besitz in die Hände von Tochter
Constanze von Heinz (* 1832; † 1920) über,
deren Nachkommen das Haus noch heute bewohnen.

Die Grabstätte wird auch von den direkten Nachfahren, der Familie von Heinz, genutzt.




 
Statue "Spes" - "Hoffnung" - Grabsäule der Humboldt-Gabstätte in Tegel.
Auf
 der ionischen Grabsäule steht die Kopie einer 1818
von dem dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (* 1770; † 1844)
geschaffenen Statue der "Spes".

"Spes" (lateinisch: Hoffnung) ist in der römischen Mythologie die Personifikation
der "Hoffnung", besonders auf Kinder und gute Ernte.



 
Dicke Marie, Berlins ältester Baum im Forst Tegel. Dicke Marie, Berlins ältester Baum im Forst Tegel.
Im Tegeler Forst, am Nordufer der Großen Malche (Tegeler See) - direkt am Ende, aber außerhalb des Schlossparks Tegel (Zaun),
steht noch eine Stieleiche, Berlins ältester Baum, die "Dicke Marie", ihr Alter wird auf über 800 Jahre geschätzt.

Sie hat eine Höhe von ca. 18,5 Meter und einen Stammumfang von fast 6 Meter,
entspricht einem Durchmesser von rund 1,90 Meter.

Der Baum ist ein eingetragenes Naturdenkmal.


Die Legende besagt, dass sie ihren Namen von den Gebrüdern von Humboldt erhalten hat,
in Anspielung der wohlbeleibten Köchin der Familie von Humboldt,
die im Schloss Tegel zu dieser Zeit tätig war.

Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte 1778 diesen Standort der "Stieleiche".


 
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Schloss Köpenick
im gleichnamigen Berliner Bezirk, an der Dahme/Spree
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Anfahrt:
S-Bahn Adlershof (S8, S85, S9, S45 oder  S46) weiter mit
der Straßenbahn Tram 61 oder Bus 164 bis Schlossplatz Köpenick.

 
Tor zum Schlosshof Köpenick
Tordurchgang zum Schloss, Blick vom Schlosshof.

Zitate aus der Beschreibung des Berliner Kunstgewerbemuseums:

Kurfürst Joachim II. von Brandenburg ließ ab 1558 an Stelle einer spätmittelalterlichen
Kastellburg ein Renaissanceschloss mit zwei Wohnflügeln und zwei Wehrmauern auf der
durch einen Kanal getrennten Insel in der Dahme/Spree errichten.

Ab 1677 - 1690 wurde die Anlage nach mehrfach geänderten Plänen des Architekten
Rutger van Langerfelt und Johann Arnold Nering als Barockresidenz für den
brandenburgischen Kurprinzen, dem späteren Kurfürsten Friedrich III. -
ab 1701 König Friedrich I. in Preußen, erneuert und erweitert.

1804 - 1806 wurden die beiden Torhäuser errichtet und der Schlosshof umgestaltet.
Schloss Köpenick diente zunächst als Wohnsitz für den Kurprinzen Friedrich.
In der Folgezeit wurde es als Jagdschloss und später als Witwensitz genutzt.
Es ist Preußens einziges erhaltenes Barockschloss.

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Im Oktober 1730 tagte hier das Kriegsgericht über Kronprinz Friedrich und seinen
Vertrauten Leutnant von Katte und Freund Keith.
Der ewige Vater-Sohn Konflikt führte dazu, dass ein Fluchtversuch nach England
unternommen werden sollte, der aber wegen eines Verrates scheiterte.
Der 18jährige Prinz und seine Freunde wurden der Fahnenflucht angeklagt.
Der Vater des Prinzen, König Friedrich Wilhelm I. - der Soldatenkönig,
forderte die Todesstrafe.
Den Prinzenmord verhinderten die Proteste der europäischen Fürsten und hoher Militärs.
Die Todesstrafe für Kronprinz Friedrich wurde in Festungshaft in Küstrin umgewandelt.

von Keith konnte fliehen, Leutnant Hans Hermann von Katte wurde in der Festung Küstrin
mit einem Schwert enthauptet.
Auf Befehl seines Vaters musste Prinz Friedrich - später Friedrich der Große, der Hinrichtung
seines Freundes von seinem Zellenfenster aus zusehen.

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Im 19. Jh. sperrte man in den Kellerräumen vermeintliche Staatsfeinde ein.
Auch der Dichter Fritz Reuter war hier eingekerkert.


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Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde entschieden, Schloss Köpenick als
zweites Haus für die Sammlung des Berliner Kunstgewerbemuseums zu bewahren,
die nun wieder weltweit eine der bedeutendste ihrer Art ist.



 
Schloßinsel Koepenick
Es wurde Ende Mai 2004 nicht als Museumsschloss, sondern als Museum im Schloss
wieder eröffnet.
Der Hauptsaal des Köpenicker Schlosses mit seinen beeindruckenden Stuckaturen
demonstrieren den herrschaftlichen repräsentativen Charakter einer Raum- und Wandgestaltung.

Dort ist auf einer Festtafel das für Friedrich II. (Der Alte Fritz) von der
Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin
für das Breslauer Stadtschloss angefertigte Tafelservice ausgestellt.

Die Üppigkeit der Stuckaturen und Deckengemälde sowie das moderne Ausstellungsdesign
bestimmen die Wirkung der Schlossräume.
Das Konzept der Ausstellung:
"Werke der Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko".



 
Schloßhof von Koepenick
Schloss Köpenick und der Schlosshof.
Im Schlosshof steht noch das Bühnenzelt von der Wiedereröffnungsfeier ( Mai 2004 ).



 
Auf dem Schlosshof Köpenick
Rekonstruiert nach der umgestalteten Form von 1804 - 1806.



 
Köpenicker Schloßkirche
Die historische Köpenicker Schlosskirche, links und rechts mit den ehemaligen
Wirtschaftsgebäuden des Barockschlosses auf der Schlossinsel - nicht weit von
der Köpenicker Altstadt entfernt.
Im Gebäude rechts der Schlosskirche befindet sich das Schloss Café Köpenick mit
Außenterrasse, direkt am Ufer der Dahme/Spree.

Die Insel war auch Zufluchtsort für Emigranten. In der reformierten Gemeinde der
Schlosskirche, die 1684 Deutsche und Niederländer gemeinsam gründeten, wurden
französische Religionsflüchtlinge aufgenommen. Nach dem Edikt von Potsdam, das
den Hugenotten Religionsfreiheit zusicherte, baten so viele Franzosen um Aufnahme
in die Gemeinde, dass der Gottesdienst in zwei Sprachen gehalten werden musste.



 
Schlosskirche Koepenick, der Altar      Schlosskirche Koepenick, die Orgel
Die Kirche steht am Sonntagnachmittag, von April bis Oktober, allen Gästen offen.
Ansonsten kann man die Kirche nur in den sonntäglichen Gottesdiensten bewundern.

 
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Schloss Schönhausen
an der Panke
im Bezirk Pankow - Stadtteil Niederschönhausen.

Der Parkteil am Schloss ist heute von einer Mauer umgeben, die errichtet wurde, als das Schloss nach
dem Zweiten Weltkrieg
1949 Sitz des ersten und einzigen Staatspräsidenten der DDR, Wilhelm Pieck
und später Gästehaus der Regierung der DDR wurde.


Anfahrt:
S+U Pankow (
S8, S9) / (U2 vom Alex) weiter mit der Straßenbahn Tram M1 (Richtung Schillerstr.)
bis Tschaikowskistr., kurzer Fußweg zum Schloss Schönhausen.

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1691 erwarb Kurfürst Friedrich III. (*1657; 1713) Dorf und Gut Niederschönhausen.
1693 begann Johann Arnold Nering (* 1659; † 1695) mit dem Ausbau
des zweigeschossigen Wohnhauses zum Sommersitz.

Um 1700 war Schloss Schönhausen Schauplatz eines diplomatischen Kabinettstücks:

Hier fanden die geheimen Verhandlungen über die Schaffung einer neuen Krone in Europa statt.
Da ein Königreich Brandenburg auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
unmöglich war, Preußen hingegen außerhalb des Reiches lag, einigte man sich in
Schönhausen mit den kaiserlichen Abgesandten auf den Titel eines "Königs in Preußen".

In Schönhausen bereitete der Kurfürst maßgeblich seine Selbstkrönung zum ersten König in Preußen vor,
die am 18. Januar 1701 in seiner Geburtsstadt Königsberg (Ostpreußen) stattfand, zum König Friedrich I.

Nach dem Zweiten Weltkrieg
(1939-45) heißt sie heute Kaliningrad
und ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebietes (Förderationseinheit),
einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee.


Außenansicht Schloss Schönhausen zu Lebzeiten der Königin.

Als König Friedrich I. ließ er 1704 das Schloss unter der Leitung des
Hofbaumeisters J. F. Eosander von Goethe (* 1669; 1728) zu einer prunkvollen
Sommerresidenz ausbauen und den Garten im Stil des französischen Barock anlegen.


Bereits 1704 verbanden ein schiffbarer Graben und die Panke Schönhausen mit
Schloss Charlottenburg auf dem Wasserweg.


Nach dem Tod Friedrich I. nutzte sein Sohn und Nachfolger,
König Friedrich Wilhelm I. (* 1688; 1740) - der Soldatenkönig,
das Anwesen nicht mehr.



 
Initialien Königin Elisabeth Christine am Schloss Schönhausen.
Die Initialen von Königin Elisabeth Christine (* 1715; 1797) im Giebel der Ostfassade.



 
Schloss Schönhausen
Das Schloss vor der Sanierung, noch im "DDR-Design" - Foto: 2005.

Wiederbelebt wurde das Gut Niederschönhausen, als König Friedrich II. (* 1712; 1786)
das Schloss - hier die Ostfassade / Schlosspark,
nach seinem Regierungsantritt im Jahr 1740 seiner (ungeliebten*) Gemahlin
Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern schenkte.

Zwischen 1740 bis 1797 wurde Schloss Schönhausen meist von Juni bis August
von der
Königin Elisabeth Christine genutzt.
Sonst wohnte sie in Ihrer repräsentativen Wohnung im Berliner Schloss,
wo sie vor allem offiziellen Pflichten diente. 


Sie ließ auf dem Gelände ihres Schlosses Schönhausen Leineweber aus Sachsen ansiedeln.
1753 entstand in der Umgebung die "Königin-Plantage", das spätere Schönholz,
als Garten und Maulbeerplantage.

Sie verstarb 11 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Friedrich dem Großen.

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*) Kronprinz Friedrich musste auf Befehl seines Vaters, König Friedrich Wilhelm I.,
die Prinzessin heiraten.
Trotzdem verlebten beide bis 1740 einige schöne Jahre auf Schloss Rheinsberg bei Neuruppin.



 
Schloss Schönhausen an der Panke
Nach Verwüstungen im Jahr 1763 bis 64 ließ die Königin das Schloss durch Jan Boumann d. Ä. (* 1706; † 1776)
grundlegend umbauen, wobei es seine heutige Gestalt erhielt.

Im 19. Jahrhundert gestaltete Peter Joseph Lenné (+ 1789; 1866) für die Herzogin Friderike von Cumberland,
geb. Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz (* 1778; 1841) und ihrer Familie den Schlosspark um.

1920 ging das Schloss in preußischen Staatsbesitz über und war mehrere Jahre lang
Ort für Kunstausstellungen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 beschlagnahmte die Sowjetische Militär-Administration
das Schloss Schönhausen und richtete dort eine nicht öffentliche Internatsschule ein.

Nach Gründung der DDR nutzte
als einer der beiden Parteivorsitzenden der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)
der erste und einzige Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, von 1949 bis 1960 das Schloss als Amtssitz.



 

Amtszimmer des einzigen und letzten Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck. Amtszimmer des einzigen und letzten Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck.
Das ehemalige Amtszimmer von Wilhelm Pieck (* 1876; † 1960)
im Obergeschoss von Schloss Schönhausen.


Nach dem Tode Wilhelm Piecks im September 1960 wurde das Amt des Präsidenten der DDR nicht neu besetzt.


Später
war das Schloss Gästehaus der Regierung.

Im Festsaal konstituierte sich am 12. September 1960 nach sowjetischem Vorbild
der mit neuen Funktionen ausgestattete Staatsrat unter Vorsitz von Walter Ulbricht.

Walter Ulbricht (* 1893; † 1973)
- linkes Bild, Dias Foto an der Wand -
war der zweite Parteivorsitzende sowie dann Vorsitzender des Staatsrats der DDR
von 1949 bis zu seiner Entmachtung 1971

und "Lügenbaron":

 "niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten".

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Zwischen dem 27. Dezember 1989 und dem 12. März 1990 wurde im linken Gebäude am Eingang des Schlossparks am
"Zentralen Runden Tisch" über das Ende der DDR verhandelt und 1990 bei den "Zwei-Plus-Vier-Gesprächen"
mit den Alliierten der Grundstein für die Deutsche Einheit gelegt.

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Seit der Wiedervereinigung 1990 stand das Schloss leer, seine weitere Nutzung wurde vom Land Berlin
im Juni 2005 auf die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg übertragen.

 
Instandgesetztes Schloss Schönhausen März 2010
Das Schloss Schönhausen - Rückfront Ostfassade Parkansicht - wurde, bis auf wenige Räume,
gründlich saniert und instand gesetzt, im Dezember 2009 ist es als Schlossmuseum
komplett der Öffentlichkeit übergeben worden.



 
Schloss Schönhausen - Vorderfront.
Schloss Schönhausen - Vorderfront - Fotos: 2016.

Die Sanierungskosten von Schloss und Garten Schönhausen wurden aus Mitteln der
Deutschen Klassenlotterie Berlin, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung,
der Cornelsen-Kulturstiftung, des Mauerfonds, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
und aus dem Programm zur Förderung national wertvollen Kulturgutes finanziert.



 
Treppenhaus im Schloss Schönhausen. Treppenhaus im Schloss Schönhausen.

Der Treppenaufgang im noch nicht komplett restaurierten Schloss Schönhausen.


Treppenhaus im Schloss Schönhausen.


 
Audienzkammer Königin Elisabeth Christine Schloss Schönhausen. Audienzkammer Königin Elisabeth Christine Schloss Schönhausen.
Audienzkammer von Königin Elisabeth Christine im Schloss Schönhausen.

Sie nutzte diesen Raum im Alter als Audienzkammer, nachdem ihr der Aufstieg zu
den Repräsentationsräumen im ersten Stockwerk zu beschwerlich geworden war.


Aus dieser Zeit ist ein Teil der Papiertapete nach einem französischen Vorbild erhalten,
die um 1796 angebracht wurde.



 
Vorkammer zu Zeiten der Königin im Schloss.
Die Vorkammer im Schloss

vermittelt einen authentischen Eindruck davon, wie die Königin am Ende ihres Lebens eingerichtet war.

Bis auf drei Spieltische und eine Uhr konnten die ursprünglichen Möbel, die Gemälde und sogar die
Tapete wieder aufgefunden werden.

Das war möglich, weil Schloss Schönhausen nach dem Tod der Königin 1797
über hundert Jahre weitgehend unangetastet blieb.


Die große Zahl von Stühlen in diesem Raum erklärt sich aus seiner Funktion.
Schönhausen war in den Sommermonaten die offizielle Residenz der Königin.

An ihren wöchentlichen "Cour-Tagen" (franz.: Hofgesellschaft/Hofstaat)
empfing sie bis ins hohe Alter den Hof und ausländische Gesandte.

Die Vorkammer diente dabei als Aufenthaltsraum für Gäste, die auf ein Treffen mit Elisabeth Christine warteten.



 
Weiße Kammer im Schloss Schönhausen.
In der Weißen Kammer.

Von den Möbeln in der Weißen Kammer ist nichts erhalten.
Heute sind hier Kunstwerke ausgestellt, die sich unter Elisabeth Christine im Schloss befanden,
aber nicht am ursprünglichen Ort gezeigt werden können.

Die Königin besaß vor allem Kunstwerke, die einen Erinnerungswert hatten.

Dabei spielten Schauplätze wie Rheinsberg, Magdeburg oder ihre Heimat Braunschweig eine wichtige Rolle.



 
Chinesische Intarsien-Truhe im Schloss.
Chinesische Truhe mit reich verzierten Intarsien.



 
Zedernholzgalerie im Schloss Schönhausen.
Die Zedernholzgalerie

ist der einzige erhaltene Raum des persönlichen Wohnbereichs der Königin.
Ursprünglich war er direkt mit ihrem Schlafzimmer verbunden.

Die Holzvertäfelung an den Fensterwänden stammt noch aus dem Jahr 1764.
An den Innenwänden erneuerte man sie 1964 in Anlehnung an das historische Vorbild.

Den wichtigsten Personen in ihrem Leben räumte die Königin hier einen Ehrenplatz ein:
Eine kleine Büste (links unter Glashaube) zeigt ihren jüngeren Bruder Ferdinand von Braunschweig.

Die Marmorbüste und das Gemälde stellen Friedrich II. dar, den Elisabeth Christine zeitlebens verehrte.
Sie litt zwar darunter, dass der König den Kontakt in 50 Ehejahren auf offizielle Anlässe beschränkte.
Dennoch entschuldigte sie sein Verhalten stets mit den Pflichten eines großen Königs.



 
Die Gips-Marmor Galerie - Schloss Schönhausen.
Die Gipsmarmorgalerie entstand 1764.

Die Stuckaturen des späten Rokoko stammen, wie im großen Saal,
von dem Stuckateur Johann Michael Graff
(* 1714;  1782).

Die aufwändigen Restaurierungen der Stuckmarmoroberflächen wird noch einige Jahre andauern.
Auch die Vitrinen zeigen einen Vorgeschmack der zukünftigen Entwicklung.



 
Großer Saal - Schloss Schönhausen.
Der große Saal ist das Ergebnis des Umbaus von 1764.

Durch die Einziehung einer Zwischendecke wurde er von dem darunter liegenden Gartensaal getrennt,
der zuvor durch alle Etagen reichte.

Er ist heute der letzte original erhaltene Festsaal im Stil des Rokoko in Berlin.

Der Saal blieb stets der wichtigste Repräsentationsraum des Schlosses.
Elisabeth Christine hielt hier regelmäßig Konzerte oder große Empfänge ab.

Wilhelm Pieck nutzte ihn in den 1950er Jahren für Staatsempfänge und Ordensverleihungen.

Schließlich tagte hier zwischen 1960 und 1964 der Staatsrat der ehemaligen DDR
unter Vorsitz von Walter Ulbricht.



 
Gartensaal der Königin - Schloss Schönhausen. Gartensaal der Königin - Schloss Schönhausen.
Die heutige Form des Gartensaals entstand 1764.

Der Saal diente alltäglichen Mahlzeiten oder kleinen Konzerten des Hofes.
Es war lediglich mit einfachen Stühlen möbliert und wurde nur bei Bedarf
mit Tischen ausgestattet.

Das freundschaftliche Verhältnis der Königin zu ihren Hofdamen drückt sich
in der hier versammelten Serie von Hofdamen-Portraits aus, die ursprünglich
in der Wohnung Elisabeth Christines im Berliner Schloss hingen.



 
Kaminzimmer Schloss Schönhausen.
Das Kaminzimmer besitzt noch die Stuckdecke von ca. 1695.

Elisabeth Christine behielt die altmodische Decke bei, als sie beim Umbau 1764
hier die Vorkammer zu ihrer ersten Audienz einrichtete.

Der jetzige Zustand des Raumes führt die letzte Phase von Schloss Schönhausen
als Staatsgästehaus der ehemaligen DDR vor Augen.

1978 wurde das Schloss für einen geplanten Besuch des Schah von Persien neu eingerichtet.



 
Damenschlafzimmer - Schloss Schönhausen.
Das Damenschlafzimmer.

Aufgrund der gemalten Liebesszenen in diesem Raum fand man ihn 1964 geeignet für die
Einrichtung des Damenschlafzimmers.


Die Wandbilder entstanden in der Zeit Elisabeth Christines für ein Kabinett im Erdgeschoß.

1989 wurde das Zimmer von Raissa Gorbatschowa benutzt.

1991, als letzter Staatsgast - des nun wiedervereinten Deutschlands,
verweilte hier in Schönhausen Königin Beatrix der Niederlande.



 
Herrenschlafzimmer - Schloss Schönhausen.
Im Herrenschlafzimmer

wurden 1964 die Stuckdecke von ca. 1695, sowie Kamin und Spiegelrahmen aus der Zeit Elisabeth Christines einbezogen.

Diesen Raum bewohnten die wichtigsten Staatsgäste der ehemaligen DDR in der Ära Honnecker:
 
Der kubanische Staatspräsident Fidel Castro (1972/1976),
der lybische Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi (1978),
der "Große Führer" Nord Koreas, Kim il Sung (1984),
der rumänische Diktator Nicolae Ceausescu (1985),
der PLO-Vorsitzende Yasser Arafat (1988) und
der Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow (1987/1989).

Als wahrscheinlich letzter Staatsgast der ehemaligen DDR übernachtete hier der
sowjetische Außenminister Shewadnadse 1990 während der Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen.



 

Schlossansicht durch den Park.
Der Blick vom rückseitigen Schlosspark zum Schloss Schönhausen.



 
Rückseitiger Schlossgarten von Schönhausen.
Der rückseitig sanierte Schlossgarten von Schönhausen.

Mächtige, uralte Platanen (Platanus-Hybrida = Bastard-Platanen) wachsen im Schlossgarten.



 
Ehemaliges Gästehaus der ehemaligen DDR vor dem Schloss Schönhausen.
Ehemaliges Gästehaus der ehemaligen DDR vor dem Park von Schloss Schönhausen.

Es wurde nach neuen Gesichtspunkten 1967,
abweichend von den stalinistischen Monumentalbauten der 1950er Jahre,
von dem renommiertesten Architekten in der ehemaligen DDR,
Walter Schmidt (* 1899; † 1993) erbaut.

Das Bauwerk war Ende der 1960er Jahre ein Novum in der Architektur der ehemaligen DDR
und diente als Vorreiter für weitere Gesellschaftsbauten der Folgejahre.

Einst gaben sich hier Castro, Breschnew und Tito die Klinke in die Hand.

Aus dem ehemaligen "Hotel der DDR-Führung" wurde ein modernes Appartementhaus
mit 39 sanierten Eigentumswohnungen.


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Überwiegend stammen die Beschreibungen der jeweiligen Räume
von Schloss Schönhausen
aus den dort aufgestellten Hinweistafeln.

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Schloss Friedrichsfelde
im gleichnamigen Tierpark Berlin
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Anfahrt:
S -Bahnhof Friedrichsfelde Ost (
S5, S7, S75) weiter mit
den Bussen M17, M27 oder M37 bis "Am Tierpark" – Schloss Eingang.


Das 1695 für den Generaldirektor der kurfürstlichen Marine, Benjamin Raule (* 1634; † 1707),
in Anlehnung an ein holländisches Landhaus erbaute Schloss Friedrichsfelde trug bis 1699
den Namen Rosenfelde.
Als Raule in Ungnade fiel, ließ Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740) das Schloss,
ebenso wie das dazugehörende Dorf, in Friedrichsfelde umbenennen.

 
Schloss Friedrichsfelde in Berlin - Vorderfront
Schloss Friedrichsfelde - Parkansicht.

Nachdem der Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt (* 1672; † 1731) den ursprünglichen,
vermutlich nach Plänen von Johann Arnold Nering (* 1659; † 1695) errichteten Bau 1719 an beiden
Seiten mit je drei Achsen erweitern ließ, wurde das Innere 1786 im frühklassizistischen Stil umgestaltet.

Bis 1785 bewohnte das Schloss Prinz August Ferdinand, der jüngste Bruder Friedrich des Großen.



 
Schloss Friedrichsfelde in Berlin - Rückfront
Schloss Friedrichsfelde - rückseitige Ansicht.

Sein heutiges Aussehen erhielt das Lustschlösschen um 1800, den zugehörigen Garten
ließen die letzten Besitzer (bis 1945), die Familie von Treskow,
1821
von Peter Joseph Lenné (* 1789; † 1866) anlegen.



 
Erbbegräbnisstätte der Familie von Treskow.           Erbbegräbnisstätte der Familie von Treskow.
Die Erbbegräbnisstätte der Familie von Treskow befindet sich auf dem Gelände des heutigen Tierpark Berlin.


Der Friedhof der Familie von Treskow wurde von 1821 bis 2015 genutzt.
Peter Joseph Lenné (*1789; 1866) hatte ihn 1821 zu Beginn der Umgestaltung
des Parks in einen englischen Landschaftsgarten seinen Platz zugewiesen.
 
Erst 1816 waren Schloss und Gut Friedrichsfelde zu einem Rittergut vereinigt worden.
Die zentrale Grabstätte wurde für den ersten Rittergutsbesitzer
Carl von Treskow (*1787; † 1846) und seine Ehefrau Julie (* 1791; † 1852) geschaffen.


Den Zweiten Weltkrieg überstand das Anwesen fast ohne Schäden, doch wurden mit der Eröffnung
des benachbarten Tierparks Friedrichsfelde 1955 Teile des Gebäudes als Stallungen genutzt.
Der aufgrund des Zustandes der Bausubstanz geplante Abriss konnte verhindert werden.
1970 - 81 wurde im Zuge einer Gesamtrekonstruktion der Zustand von 1800 wiederhergestellt.

In 14 Räumen ist heute bildende und angewandte Kunst des 18. und frühen 19. Jahrhunderts zu sehen.



 
Der 1955 eröffnete Tierpark Friedrichsfelde - 50jähriges Jubiläum in 2005,
ist ein einmaliger Landschafts-Zoo. In den großzügigen und artgerechten
Freigehegen gelingen immer wieder spektakuläre Zuchterfolge.

Anfahrt:
Mit der
U5 (vom Alex) bis U-Bahnhof Tierpark, Eingang "Bärenschaufenster".


Tierpark Berlin - Eingang Bärenfenster.
Der Eingang zum Tierpark Berlin - am Bärenschaufenster.



 
Flamingos und Kamelfreigelände.
Im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, Gruppe der Flamingos im Park und das Kamelfreigelände.



 
Blonder Ameisenbär aus dem nördlichen Südamerika.
"Blonder Ameisenbär" aus dem nördlichen Südamerika.



 
Rothandtamarin im Tierpark Berlin.
Rothandtamarin mit zwei Kindern auf dem Rücken, aus den Regenwäldern nördlich des Amazonas.
Er gehört zur Familie der "Krallenaffen".

Die Kinder werden überwiegend vom Vater und den älteren Geschwistern herumgetragen und
bringen sie lediglich zum Säugen der Mutter, nach ca. 5 Monate ist die Tragzeit zu Ende.



 
Giraffengazellenbock - Tierpark Berlin. Giraffengazelle mit Jungtier - Tierpark Berlin.
Auch eine sehr seltene Tierart wird zur Zeit in Europa - nur im Tierpark Berlin - in einem Zuchtprogramm gehalten,
die "Südliche Giraffengazelle".

Es ist eine kleine Gazellenart (Antilopen), mit langem Hals und Extremitäten.
Das Männchen mit starkem Gehörn und auffallend flachem Schädel.

Diese Tiere stammen aus Ostafrika - Tansania bis Somalia.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, worüber sie auch ihre Flüssigkeit beziehen.
Sie kommen mit sehr wenig Wasser aus und nutzen die Feuchtigkeit in ihrer Nahrung sehr gut
und
verbrauchen sie sparsam.
W
eil ihre Nieren auf einen sehr geringen Flüssigkeitsbedarf eingerichtet sind, sind Giraffengazellen
gegenüber vielen anderen Tieren der Trockensavannen nicht darauf angewiesen Wasserstellen zu suchen.


Um hochgelegene Blätter zu erreichen, stellen sich die Tiere auf ihre langen Hinterbeine (Extremitäten) und
greifen die Blätter mit ihrer langen Zunge und Lippen.

Im linken Foto wird der Giraffengazellenbock getrennt von "Mutter und Kind" gehalten.

Ein schöner Zuchterfolg, denn hier hat zum ersten Mal ein junger Giraffengazellenbock das Licht der Welt erblickt,
im rechten Foto - links.



 
Ungarisches Steppenrind im Tierpark Friedrichsfelde.
Das Gehege der ungarischen Steppenrinder.



 
Schottische Hochlandrinder im Tierpark Friedrichsfelde.
Schottische Hochlandrinder.



 
Nordeuropäisches Rentier im Tierpark Berlin.
Nordeuropäisches Rentier
mit mächtigem Geweih im Tierpark Berlin.



 
Tierpark Friedrichsfelde - Tiegerfamilie
Tigerfamilie im Freigehege des Tierparks.



 
Tierpark Friedrichsfelde - König der Tiere
Der "König der Tiere", indischer Löwe im Brehm-Tierhaus.

 
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Der Volkspark Friedrichshain
im heutigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Anfahrt:
Vom Bahnhof
S+U Alexanderplatz mit der Straßenbahn (Tram) M5
bis "Am Friedrichshain" -  Eingang zum Märchenbrunnen.


Der älteste Berliner Volkspark ist der Friedrichshain.

Mit einer Größe von ca. 49 ha ist er die erste kommunale Parkanlage Berlins,
die zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Thronbesteigung Friedrichs des Großen
geplant
und ca.1846 auch für die zunehmend in beengten Wohnverhältnissen
lebenden Menschen zur Erholung angelegt wurde.

 

Säule mit der Büste Friedrich II. im Volkspark Friedrichshain
 Der im landschaftlichen Stil errichtete Park entstand aus der Vorlage des preisgekrönten Entwurfs
von Gustav Meyer (* 1816; † 1877), einem Schüler von Peter Joseph Lenné (* 1789; † 1866).



 
Büste Friedrichs des Großen im Volkspark Friedrichshain
Die Büste Friedrichs des Großen (* 1712; † 1786)
auf der Säule im Volkspark Friedrichshain.

Der Volkspark bietet eine Vielfalt an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Im nordöstlichen Teil des Parks gibt es Liegewiesen, große und gut ausgestattete Spielplätze,
eine Sportgeräteausleihe, einen Ententeich und eine Cafeteria, die von den Besuchern und
Hobbysportlern gern und zahlreich genutzt werden
.

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Volksparks liegt ein Schwimm- und Freibad.



 
Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain - Berlin
Eine Hauptattraktion am westlichen Parkeingang ist die halbkreisförmige Bogengalerie im neubarocken Stil,
mit dem großen
Märchenbrunnen, der 1913 von Stadtbaurat Hoffmann (* 1852; † 1932) errichtet wurde
und
zu den schönsten Brunnenanlagen Berlins gehört.



 
Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain - Berlin
Vier terrassenförmig angelegte Wasserspiele werden von den beeindruckenden Arkaden umrahmt.

Am Beckenrand sind Skulpturen, steinerne Frösche und Schildkröten sowie bekannte Figuren
wie
Hänsel und Gretel, der Gestiefelte Kater, Hans im Glück, Aschenbrödel, Rotkäppchen,
Schneewittchen mit den 7 Zwergen und Dornröschen
aus den Grimmschen Märchen aufgestellt.



 
Vor dem Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain.
Jedes Jahr findet Anfang September das Märchenbrunnenfest statt.


Öffnungszeiten:


Montag bis Freitag: von 8 bis 22 Uhr,
Wochenende und Feiertage: von 9 bis 22 Uhr;
die Brunnenanlage wird täglich von 9 bis 20 Uhr betrieben.



 
Westlicher Zugang zum Volkspark Friedrichshain in Berlin
 
Hinter der halbkreisförmigen Bogengalerie im Park Friedrichshain steht der Delphinbrunnen,
ein im Durchmesser von 8 Metern großes
Rondell mit einer mehrstrahligen Mittelfontäne,
auf deren Bassinrand
vier Gruppenplastiken mit niedrigen Sockeln stehen.

Sie stellen Kinder mit Delphinen dar, die als Wasserspeier ausgebildet sind.

 
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Der Botanische Garten
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in Berlin Steglitz-Zehlendorf (Dahlem),
die größte Anlage dieser Art in Deutschland.

Anfahrt:
Mit der U3 bis U Dahlem-Dorf weiter mit dem Bus X83 bis "Königin-Luise-Platz/Botanischer Garten".


Der 43 ha große Botanische Garten ist der artenreichste in Mitteleuropa.
Rund 23.000 verschiedene Pflanzenarten können hier entdeckt werden und
mit dem Botanischen Museum stellt er eine besondere Sehenswürdigkeit mit
hohem wissenschaftlichen Rang dar.


Inmitten des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, Bezirksteil Dahlem, breitet sich der Garten
zwischen den Wohnhäusern aus.
Er wirkt wie eine exotische grüne Oase in der Bundeshauptstadt,
ein Pflanzenparadies mit über 300jähriger Tradition.

1679 wurde auf Anordnung des Großen Kurfürsten ein landwirtschaftlicher
Mustergarten in Berlin-Mitte (Lustgarten) angelegt.

Der Garten wurde immer größer und entwickelte sich zu einem Botanischen Garten,
der dann auf ein Gelände nach Berlin-Schöneberg, heute Heinrich- v. -Kleist-Park, verlegt wurde.

Auch dieses Areal wurde für die Vielfalt der dortigen Pflanzen zu klein, so ist 1897-1910 nach
Plänen des Architekten Alfred Koerner (* 1849; † 1926) unter der Leitung des
Gartendirektors Adolf Engler
(* 1844; † 1930) ein neues Quartier
für den Botanischen Garten in Dahlem angelegt worden.

Einmalig sind hier der Riesenbambus, die Schraubenbäume, bis zu
20 m hohe Palmen sowie die größte Seerose der Welt.

 
Botanischer Garten - Tropenhaus
Großes Tropenhaus, davor das Viktoriahaus und der Eingang zu den Schaugewächshäusern.
(Aufnahme Okt. 2003)


Das Große Tropenhaus, ein 60 m langer, 25 m hoher und 29 m breiter frei tragender Hallenbau,
ist eines der größten Gewächshäuser der Welt.
Mit seinen Palmen, Lianen, dem Riesenbambus und attraktiven Blattpflanzen bietet es
ein besonderes Tropenerlebnis.

Ab August 2006 wurde es umfassend erneuert und bekam eine sparsamere Energietechnik.
Eine neue Heizung, integriert in die dafür umgebauten Fensterrahmen, sorgt nun dafür,
dass die neue Hülle aus Wärmeschutzglas im Winter nicht mehr beschlägt.



 
Im Botanischen Garten
(Aufnahme Okt. 2009)
Die Baukosten lagen bei ca. 16 Millionen Euro,
die Wiedereröffnung fand am 16. September 2009 statt.


Einer der Hauptanziehungspunkte des Gartens ist im Sommerhalbjahr das Viktoriahaus
mit den Riesenseerosen der Gattung Victoria und weiteren Seerosengewächsen wie
Nymphaea gigantea, einer großen, blaublütigen Seerose aus Australien und Neuguinea
sowie der wehrhaften Euryale ferox aus dem tropisch-subtropischen Ostasien.



 
Seerosen im Viktoriahaus
Seerosen im Viktoriahaus.

Ein Wasserbecken mit ein oder zwei Exemplaren der berühmten, nach der Königin Victoria
von England benannten Amazonas-Riesenseerosen gehört zum Stolz jedes größeren
Botanischen Gartens.


Sie werden jedes Jahr im Februar/März neu aus Samen herangezogen.
Etwa fünf Monate dauert die Entwicklung vom Samenkorn bis zur ausgewachsenen
Pflanze mit den kuchenblechförmigen, auf der Unterseite gerippten und bestachelten
Schwimmblättern, die im Viktoriahaus bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen.
Die großen Blüten erscheinen regelmäßig bis in den Herbst hinein.



 
Berlins schwerster Kuerbis
Amerikanische Versteigerung zugunsten des Botanischen Gartens,
mit dem schwersten Kürbis von Berlin !

(Stattgefunden im Botanischen Garten am Sonntag, den 19. Oktober 2003, 15:00 Uhr)

Er stammt aus der Kleingartenkolonie Berlin-Steglitz, von dem Züchter Herrn Krüger:

Gewicht 123 kg
Umfang 252 cm
Durchmesser 82 cm
Sorte "Atlantic Giant"
Name "TANA"


Ernährung mit handelsübliche organische-, mineralische- und Flüssigdünger.
Zusätzlich Gaben von Kompost, "Pferdeäppeln" und Brennesseljauche.
Zusammensetzung, Dosierung und Zeitpläne = Top Secret des Züchters!

 
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Schloss und Park Biesdorf
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Das Ensemble Schloss und Park Biesdorf
mit einer Turmvilla im italienischen spätklassizistischen Stil,
befindet sich im Berliner Ortsteil Biesdorf, Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Wuhletal),
in
Alt-Biesdorf, 55 - 12683 Berlin

Anfahrt:

Mit der
S5 bis S-Bahnhof Biesdorf
oder

vom Alexanderplatz mit der
U5 bis Bahnhof Elsterwerder Platz

 weiter mit
dem Bus 154 - eine Station - bis Schlosspark Biesdorf
und kurzer Fußweg durch den Park
.

Öffnungszeiten:
Park:
täglich 6.30 bis 23 Uhr

Schloss:
Di., Mi., Fr. bis So. von 10:00 bis 18:00 Uhr
Do. von 13:00 bis 21:00 Uhr
Montag: Ruhetag


 
Modell Schloss Biesdorf. Modell Schloss Biesdorf.

Hier das Modell von Schloss Biesdorf in vier Ansichten,
welches im Jahr 2003 in dem noch nicht restaurierten Schloss in einem Ausstellungsraum zu sehen war.
 
Modell Schloss Biesdorf.



 
Modell Schloss Biesdorf.



 
Turmvilla im Park Biesdorf.
Das restaurierte Schloss Biesdorf,
Wiedereröffnung war am 9. September 2016.



Bildnis von Heino Schmieden - Schloss Biesdorf.
Es wurde nach Plänen des Architekten Heino Schmieden (* 1835; 1913)

von 1867 bis 1868 im Auftrag von Hans-Herrmann Freiherr von Rüxleben (* 1841; 1895) errichtet.


Das Bildnis von Heino Schmieden ist eine Dauerleihgabe der Familie Schmieden
- Künstler unbekannt -
an die Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V. und ist im Schloss ausgestellt.



 
Büste Werner von Siemens im Park Biesdorf.
Nachdem Werner von Siemens (* 1816; 1892) das gesamte Gut 1887 erwarb,
ließ er das Schloss sanieren und nahm zahlreiche bauliche Veränderungen vor.


Der Abguss dieser Büste steht am südlichen Eiskellerhang auf der originalen Sandsteinstele.
Hier erkennt man noch die "Einschusslöcher" - Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945).



 
Schloss / Turmvilla Biesdorf.
Der königliche Baumeister Theodor Astfalck (* 1852; † 1910) übernahm die
damalige Sanierung im Auftrag von Werner von Siemens und veränderte
die Terrassen an der Süd- und Ostfassade durch Erweiterung.

Vor dem westlichen Haupteingang (links) befindet sich eine überdachte Anfahrt
- Portikus - i
n Form einer Säulenvorhalle.

Die Süd- und Ostseite ist durch säulengeschmückte Loggien und Pergolen aufgelockert.
An der Südostseite steht ein hoher achteckiger Turm mit abschließendem Belvedere.



 
Schloss / Turmvilla Biesdorf - Blick vom Pleasure Ground.
Die asymmetrische Gebäudegruppierung der Villa mit Turm - hier der Blick vom
"Pleasureground",
Giebelfronten, Pergolen und Loggien,
wie auch deren klassisch strenge architektonische Ordnung und Proportion,
gab dem Gebäude eine ausgewogene, anmutige Wirkung nach allen Seiten.



 
Schloss / Turmvilla Biesdorf.
Bei der Erweiterung des Gebäudes durch den königlichen Baumeister Theodor Astfalck (* 1852; † 1910)
wurde auch die repräsentative Freitreppe vor der Terrasse angebaut.



 
Blick in den Park Biesdorf von der Schlossterrasse. Im Park Biesdorf.
1889 übernahm Wilhelm von Siemens (* 1855; † 1919) das Ensemble der Turmvilla mit der 14 Hektar großen Parkanlage,
die bis an die Bahnstrecke reicht, von seinem Vater und ließ den Park Biesdorf durch den königlichen
Gartenbaudirektor Albert Brodersen (* 1857; 1930) umgestalten.

Links im Foto der "
Pleasureground" - mit Blick von der Schlossterrasse;
rechts, ein kleiner Teil der bis 2016 wieder instand gesetzten, gepflegten Parkanlage.

Der heutige gute Zustand des Parks ist das Ergebnis der nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung 1990 begonnenen
fruchtbaren Arbeit des Landesdenkmalamtes Berlin, Gartendenkmalpflege, mit dem Natur- und Umweltamt Marzahn-Hellersdorf.



 
Treppenanlage am Eiskeller - Park Biesdorf.
Im Norden des Parks, nahe dem Schloss Biesdorf, befindet sich der Eingang des "Eiskellers".

Das
Eis kam im Winter von der in der Nähe fließenden "Wuhle" (Wuhletal) - kleiner rechter Nebenfluss der Spree,
zur Einlagerung in den Eiskeller.
Bis September/Oktober konnten hier die Lebensmittel frisch gehalten werden.

Die
Anpflanzung schattenspendender, schnellwüchsiger Bäume und Sträucher sollte den Eiskeller
vor der Einwirkung der Sonnenstrahlen schützen.

Der Eiskeller ist heute verschlossen, weil er ein Quartier der Fledermäuse im Park Biesdorf ist.

Die geschwungene zweiläufige Treppenanlage wurde von dem
Architekten Paul Henschel (* 1853;  1914) im 19. Jh. am Eiskeller gestaltet.


Verziert mit eigentlich 12 Kugelaufsätzen führt sie hinauf zu einem Aussichtsplateau.

 
Im Park Biesdorf - Pleasure Ground. Teich, Springbrunnen und Parasol im Park Biesdorf.
Von dem Aussichtsplateau (links) hat man den Blick auf den künstlichen Teich mit der Fontäne
und seit 2009 auch wieder zum aufgestellten "Parasol" (großer Sonnenschirm), rechts im Foto.



 
Teehaus im Park am Schloss Biesdorf.
Als herausragender Blickfang prägt das detailgetreu restaurierte "Teehaus"
wieder diese Gartenbereiche.

Elly von Siemens
(* 1860; † 1919) entwarf damals das überaus reizvoll wirkende Teehaus.

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Nach der Restaurierung des Schlosses - von 2002 bis 2016 - durch die Initiative
der
Stiftung OST-WEST-BEGEGNUNGSSTÄTTE Schloss Biesdorf e.V.

steht das Schloss ab Februar 2016 unter der Trägerschaft der Grün Berlin GmbH
(wie auch schon die "Gärten der Welt", "Britzer-Garten", "Tempelhofer Feld" etc.)

Im Schloss Biesdorf befindet sich der neue Kunststandort Marzahn-Hellersdorf
 
"Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum Schloss Biesdorf"
ZK " R
 


Zur Zeit wird hier die erste Ausstellung "Auftrag Landschaft" gezeigt.


Einige Kunstobjekte von zeitgenössischen Künstlern in den folgenden Fotos:

 
Kunstobjekt - Wolken aus LKW-Reifen - im Schloss Biesdorf. Kunstobjekt - Wolken aus LKW-Reifen - im Schloss Biesdorf.
Die mittige Eingangshalle führt zu einem achteckigen Dielenraum, der über zwei Geschosse hochreichend
und durch ein Oberlicht im Dach belichtet ist, um den sich die Räume der zwei Geschosse gruppieren.

Hier zeigt der Künstler Michael Sailstorfer sein Projekt:
"Clouds" - "Wolken"
aus LKW-Schläuche.



 
Kunstaustellung - Schloss Biesdorf.
Kunstvoll gestaltete Raumwände - neben dem im Schloss befindlichen Cafè.

"Vergangene Ereignisse erobern sich ihren Raum",
zeichnen sich auf Wänden ab und illustrieren Schwarz auf Weiß die Geschichten des Schlosses.
Archivnotizen bilden den Ausgangspunkt der Zeichnungen.



 
Kunstobjekt "Fahrradskulptur Saab 900" im Schloss Biesdorf. Kunstobjekt "Fahrradskulptur Saab 900" im Schloss Biesdorf.

In einem Ausstellungsraum u. a. das Kunstobjekt von den Künstlern Köbberling / Kaltwasser:
 
Kunstobjekt "Fahrradskulptur Saab 900" im Schloss Biesdorf.
"Fahrradskulptur aus Original Elementen eines gebrauchten Saab 900 Turbo". 



 

Kunstobjekte von Jeanne van Heeswijk:
"Modell mit Bildschirmen und Video"
und
von Erik Göngrich:
"Super Studio" mit 21 Siebdrucke und 14 Fotografien.



 

Kunstprojekt - Eindruck einer Vitrine - von der Künstlerin Janet Laurence:

"40 Plexiglaskuben, Acrylglas-Spiegel, transparentes Netz, Reagenzgläser, Wasserkristalle, Pflanzenproben, Öl"


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Gärten der Welt
im Erholungspark Marzahn

Unter anderen mit folgenden Gärten:
Chinesischer-, Japanischer-, Balinesischer-, Orientalischer-,
Koreanischer- und Ital. Renaissancegarten.
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Anfahrt:
Mit der
S7 bis S Bahnhof Marzahn, weiter mit dem BUS 195 bis "Gothaer/Eisenacher Str."
oder mit der
U5 bis U Cottbusser Platz, weiter mit dem BUS 195 bis "Gothaer/Eisenacher Str.".

 
Erholungspark Marzahn
Baumblüte bei den Zieräpfeln (April/Mai) im Erholungspark Marzahn.

Diese standen einst am Eingang Blumberger Damm.

Öffnungszeiten täglich ab 9:00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.
Eintritt pro Person = 3,00 Euro.

Nur im Sommer, am Wochenende und an Feiertagen (ab Juli 2006)
mit der
S-Bahn Linie 7 bis S Bahnhof Mehrower Allee,
weiter mit dem BUS  X 69 bis Blumberger Damm.



 
Chinesischer Garten
ca. 2,7 ha groß.
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Konfuzius_Marzahn_Chin_Garten.jpg (22259 Byte)
Standbild des Konfuzius (* 551; 479 v. Chr.)
vor dem Eingang zum Chinesischen Garten.

Am Sockel des Standbildes ist zu lesen:


WAS DU NICHT WILLST, DAS MAN DIR TU ',
DAS FÜG ' AUCH KEINEM ANDERN ZU.

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Bei der Benennung eines Chinesischen Gartens ist auch immer der Name
des Besitzers oder seines Lebensschicksals verschlüsselt enthalten.
So hat ebenfalls der Berliner Garten eine Botschaft:

"Garten des wieder gewonnenen Mondes"

und steht für die Wiedervereinigung der ehemals geteilten Stadt Berlin.

Als Berlin und Bejing (Peking) 1994 den Vertrag einer Städtepartnerschaft
unterzeichneten, war dies gleichzeitig die Geburtsstunde dieses Chinesischen
Gartens. Er ist keine Nachbildung, sondern eine Neuschöpfung, deren
Form und Gestalt dem entspricht, was Chinas Jahrtausende alte Gartenkunst
hervorgebracht hat.
In diesem Sinn entstand der Garten nach einem Plan des Pekinger Instituts
für klassische Gartenarchitektur als Geschenk der Stadt Peking an Berlin.
Der gesamte Bau wurde von Facharbeitern aus Peking mit
Materialien aus China
ausgeführt. In rund 100 Seecontainern wurden alle kostbaren Hölzer,
Steine, Felsen, Skulpturen und Möbel aus Peking nach Berlin gebracht.

Dieses Vorhaben wurde von der Europäischen Union kofinanziert.

(Beschreibung aus einem Prospekt der "Grün Berlin Park und Garten GmbH")



 
Eingangshalle Chin. Garten
Der Eingang vom Chinesischen Garten:
"Stube des heiteren Wetters".



 
Pavillon des ruhigen Mondscheins
Blick über den Parksee zum "Pavillon des ruhigen Mondscheins".



 
Oktogonalpavillon im Chin. Garten
Der Oktogonalpavillon im Chinesischen Garten.



 
Berghaus zum Osmanthussaft
Das Teehaus:  "Berghaus zum Osmanthussaft",
als Restaurant genutzt.



 
Steinboot im Chin. Garten
Das Steinboot:  "Blick auf den Mond".



 
Seerosen und Wetterfrosch im Chin. Garten
"Froschkönig"           oder            "Wetterfrosch" ?

Im Parksee des Chinesischen Gartens
.

Nach meinem Besuch im Chinesischen Garten verließ der "Wetterfrosch" des Parksees
anscheinend die "Stube des heiteren Wetters" und legte leider,
zum darauf folgenden 1. Pfingstfeiertag 2002 , eine Ruhepause ein (verregneter Feiertag).
   
Daher eine Erkenntnis von mir:
    
Faulenzt der Wetterfrosch auf Blättern der Seerose mit Wonne,
scheint eventuell am nächsten Tag nicht die Sonne.



 
Der Orientalische
"Garten der vier Ströme"

misst 63 x 36 Meter und ist von allen Seiten durch Eingangstore erreichbar.

Folgende Beschreibungen stammen aus dem Prospekt
Erholungspark Marzahn / Grün Berlin Park und Garten GmbH.

Webseite: https://gruen-berlin.de/de/unsere-parks/gaerten-der-welt


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Das Wort "para-deiza", von dem sich unser "Paradies" herleitet, taucht in der Avesta auf,
einer Sammlung religiöser Lehren und Vorschriften aus dem alten Persien, und bedeutet
umfriedetes Land, Gehege.
Der Koran, in den alle mündlichen und schriftlichen Traditionen - aus dem größtenteils
im Orient liegendem Verbreitungsgebiet - des Islams Eingang gefunden haben, ist das
jüngste heilige Buch mit einer Beschreibung des Paradieses, eines Ortes vollkommener
Zufriedenheit, der ewigen Bleibe der Getreuen, die als die "Gefährten des Gartens"
bezeichnet werden.

 
Orientalische Garten - Erholungspark Marzahn
Man betritt den Gartenhof oder Riyâd durch das große verzierte "BAB-AL-JANAN",
das "Tor des Gartens" mit mächtigen Türen aus Holz (links).


Der Riyâd ist ein Raum unter freien Himmel, in dem der Gast empfangen und zu
verschiedenen Eingängen des Hauses geleitet werden kann.



 
Orientalische Garten
Neben dem Sehen und dem Riechen befriedigt dieser Garten auch unsere anderen Sinne:
das Hören durch die plätschernden Quellen, . . . . . .



 
Orientalischer Garten -  im Riyâd
. . . . . .   das Schmecken der köstlichen Früchte,
das Tasten durch das Eintauchen der Hände in das kühle Wasser.



 
Orientalische Innenhof
Immer ist der Riyâd um einen Springbrunnen angelegt.
Vier weitere Wasserbecken mit 150 Fontänen geben diesem Riyâd seinem Namen:
"Garten der vier Ströme".



 
Im Gartenhof - Orientalische Garten
Im Osten und Westen bilden Arkaden mit Steinreliefs, Rundbögen und Säulen den Raumabschluss.
Zwei Portale ("BAB") setzen Akzente innerhalb dieser Arkaden, die im Sommer Schatten spenden.



 
Orientalische Garten - Arkaden mit Brunnen
Unter den schattigen Arkaden befinden sich in allen Ecken Trinkbrunnen.

 
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Sowjetisches Ehrenmal in Treptow
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Anfahrt:
Mit der
S41, S42, S8, S85 oder S9 bis S Bahnhof Treptower Park, weiter mit
dem BUS 166/177 bis "Sowjetisches Ehrenmal".



Der am 23. August 1939 von Stalin und Hitler unterschriebene
"Nichtangriffspakt" - "Hitler-Stalin-Pakt", wurde am 22. Juni 1941 von Hitler
mit dem Überfall auf die Sowjetunion - Deckname "Unternehmen Barbarossa" - gebrochen.
In knapp vier Jahren starben hierbei 40 Millionen Menschen, davon ca. 20 Millionen Russen.


Hier im Treptower Park, im ehemaligen Ost-Berlin - "Sowjetische Besatzungszone" (SBZ / DDR),
wurde zwischen 1947 bis 1949 das
größte Ehrenmal für sowjetische Soldaten des Zweiten Weltkrieges
außerhalb der Grenzen der Sowjetunion errichtet.

Die Einweihung fand am 8. Mai 1949 statt.


Beschreibung von der Park-Ehrenmal-Informationstafel:
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Das monumentale Ensemble des 1949 fertig gestellten Ehrenmals im Treptower Park
ist von zwei Aussagen bestimmt:

Von der Trauer und Totenehrung führt der Weg des Besuchers
zur Ehrung der Sieger als Helden und Befreier.
 
Rundbogenportale (Triumphbogen) aus Granit öffnen von den beiden Eingangsbereichen an der
Puschkinallee
und der Straße Am Treptower Park den Zugang zum 10 Hektar großen Ehrenmal.

 
Mutter Heimat - Sowjetisches Ehrenmal Treptow
Die Zugangsalleen führen durch die Triumphbogen von beiden Seiten zur drei Meter hohen Skulptur der
"Mutter Heimat", die um ihre Söhne trauert.

Diese Sitzskulptur bildet einen Abschluss der Längsachse der Ehrenmalanlage,
ihr gegenüber steht am anderen Ende die Bronzefigur des "Großen Soldaten".



 
Ehrenmal in Treptow - Blick zum "Großen Soldaten".
Eine von Trauerbirken begrenzte Promenade führt von der "Mutter Heimat" durch zwei
- als gesenkte Fahnen stilisierte -



 
Ehrenmal in Treptow - Pylon aus rotem Granit
mächtige Pylonen (Pfosten oder Toranlage) aus rotem Granit,



 
Treptower Ehrenmal - Pylone aus rotem Granit
 vor deren Stirnseiten sich Bronzestatuen zweier kniender Soldaten befinden.

Laut einer Legende soll hierfür auch Granit von Hitlers Reichskanzlei
als Baumaterial verwendet worden sein.



 
Sowjetisches Ehrenmal mit 7000 Gefallenen
Beherrscht wird die Ehrenmalanlage durch das 30 Meter hohe Hauptmonument:

Auf einem 8 Meter hohen Hügel, unter dem weitere 200 tote Soldaten beigesetzt sind,
steht ein Mausoleum, das zugleich Sockel ist für die 11 Meter hohe Bronzeskulptur des
siegreichen sowjetischen Soldaten.



 
Mausoleumskuppel Ehrenmal Treptow
Die Kuppel im Mausoleum.



 
Mosaikfries im Mausoleum Ehrenmal Treptow
Im Innenraum zeigt ein Mosaikfries Vertreter der 16 Sowjetrepubliken bei der Totenehrung.



 
Ehrenmal Treptow - sowjetischer Rotarmist
Das Standbild des Sowjetsoldaten
mit gesenktem Schwert über dem zerschlagenen Hakenkreuz
und einem geretteten Kind auf dem Arm.

Die 11 Meter hohe und etwa 70 Tonnen schwere Bronzefigur des Rotarmisten wurde im Frühjahr
1949 im Werk "Monumentalskulptura" in Leningrad gefertigt und in 6 Segmenten auf dem
Wasser- und Landweg nach Berlin gebracht, wo sie am 10. April 1949 eintraf.



 
Blick zu den Pylonen
Die Sicht vom Hauptmonument über das tiefer liegende Friedhofsparterre,
bestehend aus fünf rechteckigen Grabfeldern.

Hier wurden über 7.000 Gefallene beigesetzt.

Links und rechts an den Grabfeldern vorbeiführenden Wege erheben sich als Symbole der
16 damaligen Unionsrepubliken der UdSSR je 8 Sarkophage aus Kalksteinblöcken, deren
Reliefs Szenen aus dem "Großen Vaterländischen Krieg" von 1941 bis 1945 zeigen.




 
Sowjetisches Ehrenmal Schönholz
in der Schönholzer Heide,
Berliner Bezirk Niederschönhausen
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Anfahrt:
S- und U-Bahnhof Pankow mit der S2, S8, S9 oder U2Tram M1,
weiter mit dem BUS 155 bis zur Haltestelle "Ehrenmal Schönholz".

 

Beschreibung von der Park-Informationstafel:
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Im Zweiten Weltkrieg unterhielten die Nationalsozialisten in dem Pankower Vorort Niederschönhausen,
mit der Schönholzer Heide,
eines der größten Berliner Zwangsarbeiterlager.


Nach den Entwürfen der sowjetischen Architekten Konstantin A. Solowjew, M. Belarnzew und W.D. Koroljew
und des Bildhauers Iwan G. Perschudtschew (Skulptur "Mutter Heimat") wurde im nordwestlichen Teil des
Parks Schönholzer Heide zwischen Mai 1947 und November 1949 ein sowjetischer Soldatenfriedhof errichtet.

Das Gedenken an die Gefallenen steht im Vordergrund dieses Sowjetischen Ehrenmals.

Auf dem knapp drei Hektar großen Gelände des Soldatenfriedhofs sind mehr als 13.000 der etwa 80.000 beim
Kampf um Berlin im März und April 1945 gefallenen Offiziere und Soldaten der Roten Armee beigesetzt worden.


Die Anlage steht unter Denkmalschutz und es sind jedwede Veränderungen verboten.

Deshalb müssen auch die überall über die Gedenkstätte Schönholz verteilten Heldenbilder
und die "goldenen Worte" des sowjetischen Diktators Josef Stalin respektiert werden,
heißt es im Berliner Landesdenkmalamt.


 

Eingang zum Sowjetischen Ehrenmal Schönholz in Berlin
Der Zugang zum Ehrenmal Schönholz
wird von zwei Granitpfeilern mit symbolischen Kränzen sowie Bronzeschalen mit der Ewigen Flamme flankiert.



 
Torgebäude, die mit roten Granitplatten verkleidet sind.
Weiter geht es durch das Eingangsmonument mit zwei Torgebäuden, die mit roten Granitplatten verkleidet sind.



 
      
 Zwei Bronzereliefs erinnern an das kämpfende und trauernde Volk, außerdem ehren Wappenschilder die sowjetischen Waffengattungen.



 
Zentrum der insgesamt etwa 30.000 Quadratmeter großen Anlage.
Das Zentrum der insgesamt etwa 30.000 Quadratmeter großen Anlage bildet ein 33,5 Meter hoher Obelisk aus hellgrauem Syenit.



 
Ehrenhain mit 100 Bronzetafeln.
Der Ehrenhain ist von einer rund 560 Meter langen Ehrenmauer umgrenzt, welche 100 Bronzetafeln mit den Namen,
Dienstgraden und Geburtsjahren von 2.647 gefallenen Sowjetsoldaten trägt – knapp ein Fünftel der Bestatteten,
die Übrigen bleiben ungenannt.



 
Statue der russischen "Mutter Heimat".
Vor dem Obelisken befindet sich als Hauptdenkmal eine Statue der russischen "Mutter Heimat",
die um ihren gefallenen Sohn trauert.



 
"Mutter Heimat" vor dem Obelisk.
Der Sockel des Obelisken im hinteren Teil des Friedhofs ist als Ehrenhalle gestaltet.




 
Gedenkstein hinter dem Obelisken.
 Eine kleine Gedenkstätte hinter dem Obelisken
ist den sowjetischen Kriegsgefangenen und KZ-Opfern gewidmet.



 
Blick vom Obelisken mit der Gedenkhalle und der "Mutter Heimat".
Der Blick vom Obelisken mit der Gedenkhalle und der "Mutter Heimat" über den
Ehrenhain zum monumentalen Eingang des sowjetischen Ehrenmals Schönhausen.


 
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Angaben der Erbauer, Jahreszahlen und Beschreibungen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem "Falk Plan" Berlin mit Potsdam,
gängigen Lexika, Zeitungsartikeln und aus Prospekten bzw.
ausgestellten Park-Tafeln der
"Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg",
*) sowie aus dem Buch
"Die Provinz Brandenburg",  vom Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahr 1900.

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Berliner BZ Foto-Bärchen
  
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