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für Quereinsteiger
     
pfeil.gif (272 Byte) Fotoarchiv
Neuer Garten in Potsdam
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Friedrich Wilhelm II. (* 1744; † 1797), der Neffe Friedrich des Großen (* 1712; † 1786),
ließ ab 1786 auf ehemaligen Wein- und Obstgärten nordöstlich des Parks Sanssouci durch den
Landschaftsgärtner J. A. Eyserbeck
(* 1762; † 1801) einen Englischen Park anlegen
 Den Mittelpunkt bildet das Marmorpalais am Ufer des Heiligen Sees.


               
Marmorpalais im Neuen Garten
Das Marmorpalais als Sommerresidenz,  1787 - 1793 für Friedrich Wilhelm II.,
König von Preußen vom 17.8.1786 bis 16.11.1797,
von den Architekten Carl Gotthard Langhans (* 1732; † 1808) und Carl von Gontard (* 1731; † 1791)
errichteter Hauptbau des Neuen Gartens, ein Meisterwerk des Frühklassizismus in Preußen.

Friedrich Wilhelm II. distanzierte sich damit deutlich von den Architektur- und
Gartenideen seines Onkels, Friedrich des Großen.

Das aus rotem Backstein errichtete Gebäude am Heiligen See war dem Privatleben des Königs
vorbehalten. Prachtvolle Ausstattung sind die Wohnräume Friedrich Wilhelm II., mit kostbarer
englischer Wedgwood Keramik, der Konzertsaal und ein orientalisches Zeltzimmer. 

Umgestaltet wurde das Marmorpalais 1797, zur Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861),
durch Georg Friedrich von Boumann (* 1737; † 1812) - vollendet 1843 bis 1848
von Ludwig Ferdinand Hesse (* 1795; † 1876), nach Plänen von Ludwig Persius (* 1803; † 1845).


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Karte - Neuer Garten in Potsdam
Übersicht-Tafel als Foto aus der Parkanlage Neuer Garten.

Fotos der aufgeführten historischen Gebäude hier anwählbar.
Weitere Fotos siehe unten !

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Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861), ein künstlerisch begabter Monarch und Romantiker
seiner Zeit, hatte die Idee, die ganze Insel Potsdam einschließlich Babelsberg, Glienicke,
Pfaueninsel und Sacrow als Landschaft zu gestalten.
In dieses Vorhaben bezog er alle bereits bestehenden Schloss- und Parkanlagen ein, ließ die
Hügellandschaft um Potsdam mit kleineren Schlössern bebauen und durch
Sichtbeziehungen verbinden.

1816 und 1828 gestaltete Peter Joseph Lenné (* 1789; † 1866) den Park Neuer Garten zu einem
einheitlichen Landschaftsbild mit weiten Rasenflächen um.

Ab 1847 ließ Friedrich Wilhelm IV. auf dem Pfingstberg das Belvedere, eine große
Aussichtsschlossanlage im italienischem Stil, von Ludwig Persius erbauen.
Ausgangspunkt für seine Planungen war die die nördlich von Rom gelegene Villa Casino Caprarola (1585).

Durch seine Romreise 1828 inspiriert, gibt es zahlreiche Handskizzen und Entwürfe von ihm.
Peter Joseph Lenné vervollständigte dieses landschaftsarchitektonische Ensemble.
Er fasste 1862  beide Gelände als Landschaftspark zusammen.
 
1990 - 93
wurde der Neue Garten nach den historischen Plänen des
Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné rekonstruiert.




Heiliger See
Vom Neuen Garten am Heiligen See, der Blick zum Ostufer des Sees, wo an
der nördlichen Spitze einige Liegewiesen und kleinere Badestellen vorhanden sind.

Im Hintergrund der Fernmeldeturm der Deutschen Bundespost
auf dem
Schäferberg, in Berlin/Zehlendorf.

Postturm auf dem Schäferberg in Berlin-Zehlendorf



 
Kormorane auf dem Heiligen See
Auch für Kormorane lohnt sich ein Besuch am Heiligen See.



Palais Ritz-Lichtenau
Das Palais Lichtenau in der Behlertstr. 31, gegenüber der Gotischen Bibliothek,
in Sichtverbindung zum Marmorpalais.
Zum Palais gehören noch ein Kutscher- und Gartenhaus.

 2005 wurde es zum Verkauf angeboten.

1796 - 97 wurde das legendenumwobene Schlösschen von dem Architekten Michael Philipp Daniel Boumann (* 1747; † 1803)
für den Geheimen Kämmerer von Friedrich Wilhelm II.,  Johann Friedrich Ritz (* 1755; † 1809) und dessen Gemahlin (Scheinehe),
Wilhelmine Encke (* 1753; † 1820) - ab 1794 Gräfin Lichtenau, erbaut.

Die Innenarchitektur wurde durch Carl Gotthard Langhans (* 1732; † 1808) ausgeführt.

Friedrich Wilhelm II. hatte es für seine bürgerliche Geliebte Wilhelmine Encke,
ab 1794 Gräfin Lichtenau, in Auftrag gegeben und in Sichtverbindung zu seinem Domizil,
dem Marmorpalais im Neuen Garten bauen lassen.

Die Gräfin Lichtenau hat aber nur kurz im Palais gelebt, denn zwei Monate nach der Einweihung,
die am 25. September 1797 stattfand, starb Friedrich Wilhelm II.

Nach dem Tod des Königs wurde der gesamte Lichtenauesche Besitz konfisziert.


Gotische Bibliothek - Seeblick
Die Gotische Bibliothek an der Südspitze des Heiligen Sees,
mit Blick zum Marmorpalais.

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Der musische Prinz Friedrich Wilhelm (II.), er spielte Cello, hatte schon als Halbwüchsiger
Liebschaften mit den Wäschermädchen und anderen "Weibsbildern" niederen Standes.

Als er beim Musizieren die  Tochter des Hofmusikanten Encke kennen lernt, verliebt er
sich in die 13jährige Wilhelmine und sie werden ein Liebespaar.
Er kümmert sich auch um Bildung und Geschmack des bürgerlichen Mädchens, schickt
sie dazu sogar nach Paris. Als Mätresse an seiner Seite wird sie ihm eine kluge Beraterin.

Am 8. August 1781 "beendet" Kronprinz Friedrich Wilhelm auf Druck des
Rosenkreuzer-Ordens,
http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkreuzer
denen er an diesem Tag als Bruder Ormesus beitrat, den Umgang mit Wilhelmine,
bleibt aber mit ihr "tief befreundet".

Aus dieser Verbindung entstammen vier uneheliche Kinder, das dritte war
sein abgöttisch geliebter Sohn Friedrich Wilhelm Moritz Alexander (* 1779; † 1787)

Er verstarb im Alter von achteinhalb Jahren aus ungeklärter Ursache -
man vermutet aber, dass er vergiftet wurde.

Noch von seinem Großonkel, Friedrich II., zum "Grafen von der Mark" ernannt.

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Grabmal Alexander von der Mark - von Gottfried Schadow
Das "Grabmal des Grafen Alexander von der Mark",
1790
von Johann Gottfried Schadow (* 1764; † 1850) erschaffen,


Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel
ist in der Berliner "Alten Nationalgalerie" (Museumsinsel)
- als Dauerleihgabe der Dorotheenstädtischen Kirche -
auf der Empore des dritten Ausstellungsgeschosses zu sehen und gilt als bedeutendes Zeugnis des Frühklassizismus.

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Friedrich Wilhelms II.
bürgerliche Geliebte, Wilhelmine Encke-Ritz, auch "schöne Wilhelmine" genannt,
wurde später durch ihn 1796 in den Adelsstand zur Gräfin Lichtenau erhoben.

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1793 gab Friedrich Wilhelm II., im Volk auch "Der dicke Lüderjahn" genannt,
seiner Geliebten die Anweisung zum sofortigen Bau eines Lustschlosses auf der
Pfaueninsel
in der Havel.
Doch im Jahr der Fertigstellung starb der Monarch.
 
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Sein Sohn und Thronfolger Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840) aus der Ehe mit
Friederike Luise von Hessen-Darmstadt (* 1751; † 1805),
ließ Gräfin Lichtenau sofort nach der Thronbesteigung auf der
Festung Glogau
in Festungshaft werfen.

Die Stadt Glogau heißt heute Glogów und liegt im Westen Polens, etwa 80 km nordwestlich von Breslau an der Oder.

Ihr wird der Prozess wegen Bereicherung, Betruges, Landesverrats etc. gemacht.
Die gegen sie erhobenen Vorwürfe erwiesen sich aber als unbegründet.
1809 darf die Gräfin Lichtenau wieder nach Berlin zurückkehren, sie wird rehabilitiert
und erhält 1809, hauptsächlich durch Intervention Napoleons I. (* 1769; † 1821),
einen Teil ihres Vermögens zurück.

St. Hedwigs Kathedrale - Berliner Bischofskirche
Die Gräfin starb am 9. Juni 1820 im Alter von 67 Jahren in Berlin und wurde in einer Gruft der
St. Hedwigs Kathedrale - hinter der Deutschen Staatsoper - beigesetzt.

Als die Gruft 1943 leer geräumt wurde, um im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum Verwendung zu finden,
erfolgte ihre Umbettung auf den St. Hedwigs-Friedhof in Berlin-Mitte.



 
St Hedwigs Friedhof in Berlin-Wedding.            Gedenkplatte Gräfin Lichtenau - St Hedwigsfriedhof in Berlin-Wedding.
Auf dem Alten Domfriedhof St. Hedwig in Berlin-Mitte - im ehemaligen Todesstreifen der Berliner DDR-Mauer,
befindet sich die Gedenkplatte der Gräfin von Lichtenau.

 
Gedenkplatte Gräfin von Lichtenau - St Hedwigs Friedhof in Berlin-Wedding.
Heute erinnert an Wilhelmine Gräfin von Lichtenau (* 1753; † 1820) eine kleine Gedenkplatte im Rasen
der Grünfläche des Alten Domfriedhof St. Hedwig , des wieder zugänglichen ehemaligen Todesstreifens,
 in der Liesenstraße / Berlin-Gesundbrunnen
.



 
Gotische Bibliothek
Gotische Bibliothek, 1792 - 1794 von Carl Gotthard Langhans als
neugotischer Turmpavillon für die Büchersammlung des preußischen
Königs Friedrich Wilhelm II. errichtet.



Orangerie im Neuen Garten
Die Orangerie mit dem ägyptischen Portal, ca. 86 m lang.
Erbaut 1791 - 92  von Carl Gotthard Langhans.

Der Eingangsbereich und der dahinter liegende Saal wird im Sommer als Café genutzt.
Im Herbst nehmen die Pflanzenkübel zur Überwinterung wieder Beschlag von den Räumen.



Orangerie im Neuen Garten
König Friedrich Wilhelm II. wollte die Orangerie nicht nur zur Überwinterung
der Pflanzen nutzen. In der Mitte des Grundrisses befindet sich ein
kostbarer Festsaal (Palmensaal) , der als Konzertraum diente.



Schlosskueche im Neuen Garten
Die ehemalige Schlossküche, 1788 - 90 für das Marmorpalais am Ufer
des Heiligen Sees in Form eines versunkenen Tempels erbaut und
unterirdisch mit dem Palais verbunden.



Seeuferweg Marmorpalais
Blick vom Seeuferweg zum Marmorpalais,
durch die wuchtigen Säulen der ehemaligen Schlossküche.



Kueche-Marmorpalais-Eiskeller
Schlossküche (links) für das Marmorpalais und die Pyramide (Eiskeller), rechts im Foto.

Vor der Pyramide, am Uferweg des Heiligen Sees, erkennt man schwach eines der bedeutendsten
Kunstwerke des Neuen Gartens, das weiße Postament mit der Erinnerungsurne für den
Grafen Alexander von der Mark.




Gedaechtnisurne_Graf_von_der_Mark.jpg (15045 Byte)
Als König Friedrich Wilhelm II. ab 1786 den Neuen Garten anlegen ließ, gehörte
die Gedächtnisurne für den Grafen Alexander von der Mark, zu den frühesten
bildhauerischen Dekorationen in unmittelbarer Nähe des Marmorpalais
am Westufer des Heiligen Sees.

Der König hatte die Urne zum Andenken an seinen abgöttisch geliebten, früh verstorbenen
unehelichen Sohn Friedrich Wilhelm Moritz Alexander, aus der Verbindung mit seiner
bürgerlichen Mätresse Wilhelmine Encke-Ritz (Gräfin Lichtenau), anfertigen lassen.

Alexander verstarb im Alter von achteinhalb Jahren.



Gedaechtnisurne - Blick zum Ostufer
Die 1789 für den Neuen Garten aus Marmor angefertigte Gedächtnisurne für den
Grafen Alexander von der Mark war fast 60 Jahre verschollen.

Mitarbeiter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg fanden
im November 2004 die Urne ca. 10 Meter vom Ufer entfernt, in etwa 5 Meter Tiefe auf
dem Grund des Heiligen Sees.
Sie wurde restauriert, der Muschelbewuchs entfernt, die Marmoroberfläche gereinigt
und wieder auf das noch vorhandene marmorne Postament aufgesetzt.
              
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Hier der Blick zum "neuen" Villenviertel am Ostufer des Heiligen Sees,
gegenüber dem Marmorpalais.



Marmorpalais am Heiligen See
Marmorpalais am Westufer des Heiligen Sees.
Bedeutender Bau des preußischen Frühklassizismus.

Ab 1881 war das Marmorpalais die Sommerresidenz des späteren Kaiserpaars
Wilhelm II. (* 1859; † 1941) und Auguste Victoria (* 1858; † 1921).

Ab 1905 wohnten bis zur Fertigstellung des Cecilienhofes im Jahr 1917
Kronprinz Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen (* 1882; † 1951) und seine Familie im Schloss.

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beherbergte das in der Sowjetischen Besatzungszone
- dann DDR - liegende Schloss ein
Russisches Militärmuseum bzw. Deutsches Armeemuseum.

Nach dem DDR-Mauerfall und Abzug des Sowjet-Militärs wurde das Marmorpalais
seit Jahren restauriert. Ab April 2006 können nun die restaurierten und rekonstruierten
Säle und Einrichtungen wieder besichtigt werden.



Pyramide-Eiskeller für Schlossküche
Der als Pyramide "getarnte", 1791 - 92 erbaute ehemaliger Eiskeller, zum Frischhalten
und Einfrieren von Lebensmitteln, für die Schlossküche des Marmorpalais.
Darunter ein ca. 5 m tiefer Keller in drei Etagen.
In der untersten Etage wurde Eis eingelagert, welches damals im Winter gleich
vom Heiligen See entnommen werden konnte.



Schloss Cecilienhof
Schloss Cecilienhof wurde als letztes Schloss der Hohenzollern 1913 - 1917 im Stil eines englischen Landsitzes
von Paul Schultze-Naumburg (* 1869; † 1949), für das letzte Kronprinzenpaar
Wilhelm und und seiner Gemahlin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin, erbaut.

Etwa 200 m vom Ufer des Jungfernsees, hinter der Crystal- und Muschelgrotte gelegen,
idyllisch im Park des Neuen Gartens eingebettet.
Hinter dem großen Erkerfenster, im Mittelteil der Parkfront des Schlosses,
befindet sich die ehemalige Wohnhalle der Prinzenfamilie.




Cecilienhof am Jungfernsee
Nach dem Ende der Monarchie im Jahre 1918 (Revolution) - zum Ende des Ersten Weltkrieges,
nahm Kaiser Wilhelm II. Exil im niederländischen Doorn.

Den meisten Mitgliedern des Hauses war es möglich, weiterhin in Deutschland zu leben.
Bis 1945 war ein Zentrum der Familie das Schloss Cecilienhof in Potsdam,
der Wohnsitz des Kronprinzenpaares.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945)

Hinter dem linken Erkerfenster (Foto oben), in der ehemaligen Wohnhalle der Prinzenfamilie,
befindet sich die historische Gedenkstätte des Potsdamer Abkommens von 1945.
Die Konferenzräume sind noch im Originalzustand erhalten.




Innenhof des Schlosses - Rasenbeet mit dem fünfzackigen Sowjetstern aus roten Geranien
Der 1945 gepflanzte große, fünfzackige Sowjetstern aus roten Geranien
empfängt heute immer noch die Besucher im Innenhof des Schlosses, an dem
die letzte der drei Konferenzen der Alliierten des Zweiten Weltkrieges stattfand.

Knapp zehn Wochen nach der deutschen Kapitulation treffen sich am
17. Juli bis 2. August 1945 die Großen Drei Alliierten
hier zur dritten der
großen Konferenzen nach Teheran und Jalta, die über das zukünftige Leben
von Millionen von Menschen entscheiden sollten,
vertreten durch Großbritannien (Churchill, ab 28.7. Attlee), USA (Truman), und
der UdSSR (Stalin) im Neuen Garten - Potsdam, auf  Schloss Cecilienhof.


Churchill - Truman - Stalin - 1945     Attlee - Truman - Stalin - 1945
(gescannte Fremdfotos aus alten, div. Zeitungsausschnitten)
Freundschaftlich präsentieren sich hier Winston Churchill (* 1874; † 1965) bzw. Clement Attlee (* 1883; † 1967),
Harry S. Truman (* 1884; † 1972) und Josef Stalin (* 1878; † 1953) im Innenhof des Schlosses den Fotografen.
In Wahrheit misstrauen sich die drei Staatschefs einander zutiefst.


Am 25. Juli wurde die Konferenz vertagt, weil Churchill und Attlee nach London mussten,
wo das sensationelle Londoner Wahlergebnis bekannt gegeben wurde.
Am 26. Juli trat Churchill zurück. Er fuhr nicht wieder nach Berlin,
wo die Konferenz am Abend des 28. Juli mit Attlee fortgesetzt wurde.

Am 28.7. wurde ein Ultimatum an Japan zur Beendigung des Krieges gestellt
(mit unterzeichnet für China von Tschiang Kai-schek).

Beraten und verhandeln wollen sie über eine gemeinsame Nachkriegspolitik,
vor allem darüber, was mit dem besiegten Deutschland geschehen soll.

Doch über entscheidende Probleme können die Staatschefs der USA, der
Sowjetunion und Großbritanniens sich nicht einigen.


Die Interessengegensätze zwischen den Potsdamer Kontrahenten sind enorm:

Churchill fürchtet die wachsende Präsenz von Stalins Sowjetmacht in Europa
und Truman lässt den britischen Premier die Überlegenheit der USA deutlich spüren.
Stalin fühlt sich von Washington bedroht, umgekehrt verkörpert der Sowjetführer
für Truman die rote Gefahr.

Statt eines gerechten und dauerhaften Friedens, wie geplant, leitet die
Potsdamer Konferenz den kommenden Kalten Krieg,
die Aufteilung der Welt in eine westliche und eine östliche politische Einflusssphäre
und das atomare Wettrüsten ein.



 
Cecilienhof Frontansicht
Die Vorderansicht von Schloss Cecilienhof.
Heute wird es als Relexa Schlosshotel Cecilienhof
für 75 Gäste in 42 Zimmern und Suiten genutzt.



Grotte im Neuen Garten
Die Crystal- und Muschelgrotte, fast am Ufer des Jungfern Sees erbaut,
diente auch als Laube für sommerliche Abendvergnügungen.


Ihre tiefere Bestimmung bestand jedoch als Stationskapelle eines rituellen Parkweges
des Rosenkreuzer-Ordens *), dem Friedrich Wilhelm II. angehörte.

Sie wurde auf Befehl Friedrich Wilhelm II. 1791 - 1794 von
Oberhofbaurat Andreas Ludwig Krüger
(* 1743; † 1822) geschaffen.

Innen ein Saal, flankiert von zwei anschließenden Kabinetten. Für die Grottierung der durch
Spiegel, Nischen und Fenstertüren gegliederten Wände kamen neben farbig unterlegtem
Marienglas, grünem Serpentinit oder Glasfluss auch Muscheln zur Anwendung.

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*) Der Rosenkreuzer-Orden soll Preußen 12 Jahre dominiert haben.
Mystisch-phantastische, spiritistisch-okkultistische und alchemistische Übungen
brachten dem Orden und Friedrich Wilhelm II. einiges an Kritik ein. Er bildete
einen starken Einschnitt in der Entwicklung zu seinem Onkel Friedrich dem Großen.
Auch Friedrich Wilhelm III. distanzierte sich von seinem Vater und ließ sogar eine
Untersuchungskommission zum Einfluss und Wirken der Rosenkreuzer einsetzten.

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Meierei im Neuen Garten am Jungfernsee
Die Meierei direkt am Ufer des Jungfernsees gelegen, Nähe Schloss Cecilienhof, an
der nördlichsten Seite des Parks vom Neuen Garten - Schiffsanlegestelle Cecilienhof.

Sie entstand zum Ende des 18. Jh. nach einem Entwurf von Carl Gotthard Langhans (* 1732; † 1808)
durch König Friedrich Wilhelm II.

1844 wurde das Gebäude durch Friedrich Ludwig Persius (* 1803; † 1845) zu einer burgartigen
Anlage im "normannischen Styl" umgebaut.

Im Jahr 2003 feierte man in Potsdam den 200. Geburtstag des Architekten Ludwig Persius.




Meierei - Front
Der Einbau eines Pumpwerkes für die Bewässerung des Neuen Gartens wurde nach 1861
vorgenommen. Das Rückhalte-Hochbecken befindet sich im Belvedere, auf dem Pfingstberg.

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Meierei lag als Ruine bis 1989 im Grenzbereich der
Berliner Mauer und war, auch durch die direkte Anwesenheit der sowjetischen Armee,
für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Komplett restauriert und wieder aufgebaut, wurde sie im Jahr 2003, dem 200. Geburtstag von Ludwig Persius,
als Gasthausbrauerei Meierei - Brauhaus im Neuen Garten - Potsdam im preußisch-ländlichen Wirtshausstil eröffnet.

Vom Biergarten hat man einen wunderschönen Rundblick auf die Wald- und Seenlandschaft,
den Königswald und am gegenüberliegenden Berliner Ufer - den Glienicker Volkspark.
 

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Nach dem Zweiten Weltkrieg
war der Pfingstberg Sperrgebiet.

Durch die Anwesenheit der sowjetischen Armee  war die Öffentlichkeit
nicht mehr erwünscht  - "Verbotene KGB-Stadt".

In Potsdam hatte der sowjetische Geheimdienst KGB über 40 Jahre lang einen wichtigen westlichen Vorposten:
die Deutschlandzentrale der Militärspionageabwehr, das so genannte "Militärstädtchen Nr. 7".

 

KGB Gefaengnis Leistikowstrasse 1 in Potsdam
Foto: Okt. 1999
Heute Begegnungsstätte:  Das ehemaliges KGB-Gefängnis, Haus Leistikowstraße 1,

vor 1945 - Mirbachstraße 1 - Evangelisch-Kirchlicher Hilfsverein - EKH,
heute Friedrich-Ebert-Straße 53, in der Nähe vom Parkeingang zum Schloss Cecilienhof.

Das Gefängnis war für die UdSSR ein wichtiger Repressionsort im "Kalten Krieg".

 
   Gedenkstätte Leistikowstr. KGB Gefängnis in Potsdam, Neuer Garten
Seit 2012 ist es offiziell eine Gedenkstätte und Museum.

Öffnungszeiten:
Di. - So., 14 - 18 Uhr
Mo. geschlossen


 
Gedenktafel KGB Gefängnis Leistikowstr. Potsdam, Neuer Garten Gedenktafel KGB Gefängnis Leistikowstr. Potsdam, Neuer Garten
Das kirchliche Gebäude wurde nach der Potsdamer Konferenz am 13. August 1945 von der
sowjetischen Besatzungsmacht konfisziert und als KGB Gefängnis der Spionageabwehr umgebaut.

Russische und deutsche Häftlinge wurden hier unter schlimmsten Bedingungen
inhaftiert, verhört und gequält.



 
Zellengang im Keller des KGB Gefängnis Leistikowstr. Eine der Zellen im KGB Gefängnis Leistikowstr. - Potsdam
Zellentrakt im Keller des KGB Gefängnisses.



 
Eine der unmenschlichen Gefängniszellen im KGB Gefängnis.



 

Belvedere und Pomona Tempel auf dem Pfingstberg
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Luftbild Pfingstberg 1930
Gescanntes Fremd-Foto:  Luftaufnahme von 1930
            
Im 17. Jh. bezeichnete man den Berg noch Eichberg, bewachsen mit einem Stadtwald,
wo es der Bevölkerung erlaubt war, kostenlos Holz für den Hausbau zu nutzen.

Am 28. Oktober 1743 schenkte König Friedrich II. der jüdischen Gemeinde von Potsdam
einen Begräbnisplatz auf dem Eichberg. Seitdem wurde er Judenberg bezeichnet.
Dieser jüdische Friedhof existiert noch heute.

1817 ließ König Friedrich Wilhelm III., der ein Grundstück mit Pavillon (Pomonatempel)
von dem Geheimen Rath Carl Ludwig von Oesfeld (* 1741; † 1804) ankaufte,
den Berg in Pfingstberg umbenennen, seine dritte Namensgebung.

Königin Luise war vorher des öfteren zum Pfingstfest zu Gast bei dem "Geheimen Rath".
Nach dem Grundstückskauf hat sie angeblich die Umbenennung vorgeschlagen.
1810 verstarb die Gemahlin Friedrich Wilhelm III. - zum Andenken an seine geliebte Frau
soll er dann die Namensänderung vorgenommen haben.

Mit 76 Metern ist der Pfingstberg die höchste Erhebung in der Stadt Potsdam.
Auf der westlichen Seite des Berges führt die Nedlitzer Straße Richtung Spandau vorbei,
auf der östlichen Seite schließt sich der Neue Garten an.

Gebaut wurde das Belvedere nach Entwürfen des preußischen
Königs Friedrich Wilhelm IV.
(* 1795; † 1861),


Friedrich Wilhelm IV.

als eine große Aussichts-Schlossanlage mit Freitreppe und Wasserspielen,
Blickrichtung zum Neuen Garten.

Ausgangspunkt für seine Planungen war die nördlich von Rom gelegene
Villa Casino Caprarola (1585) .
Unter der Leitung des Architekten Ludwig Persius und Mitwirkung von
August Stüler
sowie Ludwig Ferdinand Hesse war 1847 der Baubeginn.

Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm IV. - Bauabschluss 1863,
aber nicht in der Vollendung wie von ihm ursprünglich geplant.


Aussichtsschloss Ursprungsplanung

Friedrich Wilhelm IV. starb
, nach langer schwerer Krankheit, am 2. Januar 1861.

Im Juli 1857 traf ihn auf der Rückreise von einem Besuch bei Kaiser Franz Joseph in
Österreich ein erster Schlaganfall, dem weitere folgten, die Lähmungserscheinungen
des Sprachvermögens, später auch anderer Gehirnfunktionen nach sich zogen.

Sein Bruder Wilhelm ( I.) übernahm die Stellvertretung des Königs ein Jahr später.
Als die dauerhafte Regierungsunfähigkeit seines kinderlosen Bruders wahrscheinlich
geworden war, auch die Regentschaft.

Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm IV.,
war sein Nachfolger Wilhelm (* 1797; † 1888)
- der spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. ab 1871 -
nicht mehr bereit, die kostspieligen Phantasien seines Bruders fortzuführen.

Er ließ das Belvedere zu einem provisorischen Ende bringen.

 

Belvedere verwildert
Foto: Okt. 1999
Die Parkanlage verwilderte, samt Belvedere und Pomona Tempel.
Links der Westturm mit Kolonnade, in der Mitte die Nordarkade, davor
die Eingangshalle, rechts der Ostturm und Kolonnade.


Durch die private Initiative von ca. 25 - 40 jungen Leuten,
dem heutigen
Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V.,

wurde schon ab 1988 / 89, ohne fremde Hilfe, das Belvedere in Pusselarbeit
von Wildwuchs befreit, aufgeräumt und historische Kleinarchitekturen gerettet.

Unter diesen jungen Leuten befand sich auch Matthias Platzeck,
nach der Wiedervereinigung 1990 Ministerpräsident des Landes Brandenburg.




Ostturm und Nordarkade eingerüstet
Foto: Okt. 1999
Belvedere Rückansicht: Ostturm und Nordarkade eingerüstet.

Wegen Einsturzgefahr wurde die Umgebung des Belvederes lange Zeit gesperrt.

Blinder Vandalismus verursachte große Schäden und die komplette Zerstörung des kleinen Pomona Tempels.



Wiederaufbau Belvedere Pfingstberg
Aufnahme vom Dach des Pomona Tempels, Okt. 2001.

Aufgrund dieser Zustände und auch Geldmangel, ca. 27 Mio. DM,
konnte nur schrittweise die Wiederherstellung dieser schönen Schloss-Aussichtsanlage erfolgen!

Hier die Ansicht zu dem schon fast fertig restaurierten Westturm (links) und der Südfront mit Eingangshalle sowie den Freitreppen.

Mit einer großzügigen Spende von Dr. Werner Otto (Otto - Versand), insgesamt ca. 10 Millionen DM
und mit der Zusage der Hermann Reemtsma Stiftung, für jede privat gespendete DM eine weitere hinzuzulegen,
waren langsam sichtbare Erfolge zu verzeichnen.



Teilweise Wiedereröffnung Belvedere
Die teilweise Wiedereröffnung, mit dem restaurierten Westturm
und dem Römischen Kabinett, erfolgte am 7. April 2001.

Zu den vielen bekannten und prominenten Befürwortern dieses Projektes des Fördervereins, gehörte u. a. auch der
TV-Moderator Günther Jauch.

Spenden für die Rekonstruktion bzw. Instandhaltung sind sehr willkommen !

Auskunft: 
Förderverein Pfingstberg e.V.
Große Weinmeisterstraße 45 a
14469 Potsdam 

Tel: +49 331 200 5793 0
Fax: +49 331 200 5793 9 
E-Mail: info@pfingstberg.de

Website:  www.pfingstberg.de



Innenhof Rückhaltebecken
Blick über das Wasserbecken im Innenhof des Belvederes.
Es dient als Rückhalte-Hochbecken für die Fontänen und Wasserspiele
vor dem Marmorpalais sowie zur Bewässerung des Neuen Gartens.

Links, die östliche Kolonnade, deren Dach 1995 durch
Brandstiftung völlig zerstört wurde!



Westliche Kolonnade Belvedere
Trotz des schlechten Wetters an diesem Tag, ein erfreulicher Anblick auf
die westliche Kolonnade, die ebenfalls noch restauriert wurde.

Über die Freitreppe, hoch zur überdachten Kolonnade, geht es zum Eingang
des teilweise restaurierten Westturms, mit dem Römischen Kabinett.
Im Vordergrund das Wasserbecken mit versenkbarer Freilichtbühne,
für künftige Veranstaltungen.



Roemisches Kabinett im Westturm              West-Kolonnadendach
Römisches Kabinett im Westturm, mit Blick zur überdachten Kolonnade.
Teilweise erhaltene  Malereien im Innenraum des Kabinetts, die mit viel Mühe
wieder hergestellt werden sollen.

Leider herrschte schlechtes Wetter. Doch auch diese Feuchtigkeit ist
für die Zukunft ein Problem der laufenden Instandhaltung!



Blick auf Pomonatempel
Vom westlichen Turmdach, der Ausblick auf den Pomona Tempel
und dem neu erstellten Laubengang, vor dem Belvedere.

Mit dem Entwurf wurde der damals erst neunzehnjährige Schinkel (* 1781; † 1841) beauftragt.
Als Schüler Gillys in Berlin übernahm er nach dem Tod des Friedrich Gilly (* 1772, 1800)
dessen noch nicht zu Ende geführten Bauten und damit möglicherweise auch den
Auftrag zum Pomona Tempel.



Pomona Tempel Pfingstberg
Foto: Okt. 1999
Pomona Tempel auf dem Pfingstberg, frühestes Bauwerk (1801)
(Pomona - römische Göttin der Baumfrüchte)
nach dem Entwurf des erst 19 jährigen Karl Friedrich Schinkel.

Schinkel wählte für den Bau die Form eines griechischen Tempels.
Er kopierte dazu offensichtlich die Nordfassade des Erechtheions
auf der Akropolis von Athen.
Vermutlich errichtete man erst 1817 das Sonnenzelt, das sich bei
Teegesellschaften oder ähnlichen Anlässen über der Dachterrasse
aufspannen ließ.

Die Hermann Reemtsma Stiftung ermöglichte, mit einer Spende
von 500.000 DM,
den Wiederaufbau dieses kleinen Tempels.



Pegasus Gruppe
Die Pegasus-Gruppe ziert seit dem 24. Mai 2002 wieder die Südfront des Belvederes
über der Eingangshalle.


Pegasus bedeutete in der griechischen Mythologie ein geflügeltes Ross, das Blitz und Donner
des Zeus trug. In der Neuzeit nannte man es Dichterross.
In der Astronomie bedeutet Pegasus ein im Herbst über Süden sichtbares umfangreiches Sternbild.


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Die Reemtsma-Stiftung ermöglichte auch hier durch eine Spende, dass diese Bronzekopien wieder
aufgestellt werden konnten.
Der Berliner Bildhauer Andreas Hoferick (* 1959) hat hierfür in aufwändiger Kleinarbeit die
Vorlage geschaffen.
In der Kunstgießerei Borchardt in Schönermark wurden sie gegossen.
Die 1863 hergestellten Originale waren nach dem Zweiten Weltkrieg verschwunden.

1995 fanden Mitglieder des Fördervereins Pfingstberg bei Ausgrabungen Bruchstücke der Figuren.
Diese Teile und einige Fotos aus den Jahren um 1930, dienten als Vorlage für die Rekonstruktion.



Belvedere Aufbau
Foto: Mai 2003
Das Belvedere bald wieder in neuer (alter) Pracht.
Der Aufbau der wichtigsten Bauabschnitte ist fast abgeschlossen.

Im Juni 2003 werden auch der restaurierte Ostturm mit dem Maurischen Kabinett sowie die durch
Brandstiftung zerstörte Ostkolonnade (rechts) und die Nordarkade (Mitte) fertiggestellt sein.



Rekonstruiertes Belvedere auf dem Pfingstberg
Die unvollendete Aussichtsanlage mit Stilelementen italienischer Renaissancevillen.

Das Belvedere ist seit dem 26. Juni 2003 wieder komplett begehbar.


140 Jahre nach dem provisorischen Bauabschluss unter Wilhelm I. und zum 200. Geburtstag von Friedrich Ludwig Persius,
erstrahlt die von Friedrich Wilhelm IV. geplante und von Persius erbaute Aussichts-Schlossanlage wieder im neuen (alten) Glanz.


Der für den Wiederaufbau verantwortliche Architekt:   Manfred Selle.



Belvedere Frontansicht Pfingstberg
Schneller als gedacht (Mitte Juni 2003), konnte aufgrund der Initiative des
Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V.,
der vielen privaten kleinen Spenden und der schon vorgenannten großzügigen Spender,
sowie den Baubetrieben mit ihren sehr guten Handwerkern, die Restaurierung und Rekonstruktion
der Aussichts-Schlossanlage fertiggestellt werden.



Ostkolonnade rekonstruiert
Hier die sehr schöne, rekonstruierte Ostkolonnade.



Rueckfront Belvedere Nordarkade
Die restaurierte Belvedere Rückfront mit der Nordarkade, dem Ostturm, innen das
Maurische Kabinett (links) und dem Westturm, innen das Römische Kabinett (rechts).



Maurische Kabinett im Ostturm des Belvedere - Pfingstberg Römische Kabinett im Westturm des Belvedere - Pfingstberg
Das Maurische Kabinett im Ostturm des Belvedere.
Es wird des öfteren als Standesamt genutzt.



 
Das Römische Kabinett im Westturm,
mit der Wendeltreppe zum Turmaufstieg.




 
Abend am Belvedere und Pomona Tempel
Pomona Tempel und Belvedere in der Abenddämmerung.



Theatervorführungen im Belvedere
Die Aussichts-Schlossanlage wird manchmal auch am Abend für Theateraufführungen genutzt.



Belvedere am Abend
Das Belvedere auf dem Pfingstberg, bei Veranstaltungen in der Nacht, romantisch angestrahlt.



Panorama BUGA Bornstedter Feld
Ausblick vom Dach des Westturms des Belvederes auf das BUGA- Gelände.
Bundesgartenschau, die im April bis Oktober 2001 auf dem Bornstedter Feld,
dem ehemaligen Panzerübungsgelände der UdSSR, stattgefunden hat.

Eingebettet im ehemaligen BUGA-Park - heute Volkspark - ist die neue
Freizeitattraktion:  Biosphäre, der Tropengarten Potsdam.

Links oben, der Klausberg (Drachenberg), mit dem Ruinenberg und Normannischen Turm.
Hinter dem Berg befindet sich der Park Sanssouci.



Panorama Potsdam-Stadt

Der Blick vom Westturm des Belvederes nach Potsdam:
        
1) Der Telegraphenberg mit dem Wissenschaftspark Albert Einstein, davor
  der Brauhausberg mit dem alten Landtagsgebäude der Landesregierung von
  Brandenburg, früher von der "SED" genutzt und zur DDR-Zeit "Kreml" genannt.
2) Das Alte Rathaus am Alten Markt.
3) Die Kuppel der Nikolaikirche.
4) Die katholische Propsteikirche St. Peter und Paul auf dem Bassinplatz.
5) Hochhaus des Hotels Mercure (ehem. Interhotel).



Panorama Babelsberg
Die Aussicht zum Park Babelsberg, davor der Neue Garten:
 
1) Der Flatowturm im Park Babelsberg.
2) Das Marmorpalais im Neuen Garten.



Panorama Schloss Babelsberg
   
1) Maschinenhaus für das Schloss, am Ufer der Glienicker Lake
  bzw. des Tiefer See, im Park Babelsberg.
2) Schloss Babelsberg.
3) Kleines Schlösschen (Damenhaus) im Park Babelsberg.



Panorama Glienicker Schlosspark und Schäferberg
 
1) Aussicht über die Havel, zum Fernmeldeturm auf dem
  Schäferberg (Berlin-Zehlendorf).
2) Maschinenhaus, für die Schlossanlage im Park Klein-Glienicke.
3) Das Casino an der Havel, im Schlosspark Klein-Glienicke.

                   

Fernmeldeturm der Deutschen Bundespost auf dem Schäferberg
Fernmeldeturm der Deutschen Bundespost auf dem Schäferberg
an der Königstrasse in Berlin-Zehlendorf.

Zwischen 1961 bis 1964 erbaut, dient dieser Turm dem Fernmeldeverkehr.
Die Gesamthöhe beträgt 212 Meter, mit dem Schäferberg - über NN = 315 Meter.
Mögliche Schwankung der Turmspitze ca. 1,45 Meter.

Seine funktechnischen Einrichtungen ermöglichen den Austausch von Ferngesprächen,
Telegrammen, Bildtelegrammen, Fernschreibnachrichten sowie Fernseh- und
Tonrundfunkprogrammen mit der ganzen Welt.

Wie beim Fernmeldeturm in Berlin-Frohnau existierte auch hier eine Richtfunkstrecke,
aber von Berlin-Zehlendorf (Schäferberg) nach Torfhaus-Harz (Niedersachsen), um im
"Kalten Krieg" zu DDR- Mauerzeiten
Telefongespräche von West-Berlin nach Westdeutschland führen zu können.
 
Diese Funkstrecke wurde mit Antennen von 30 m Durchmesser für den
Überhorizontrichtfunk betrieben.

1996 sind die Antennen abgebaut worden, da sie nach dem Mauerfall nicht mehr nötig waren.
 
Eine Besichtigung des Turmes ist aus betrieblichen Gründen leider nicht möglich.
 

                   

Panorama Pfaueninsel
Blickrichtung nach Spandau/Berlin (für Spandauer: "bei Berlin"), über die Havel.
1) Das "Lustschloss" auf der Pfaueninsel

Der Turm, links unten im Foto, gehört zur Villa Henckel, die heute leider sehr marode ist,
trotzdem aber zu DDR-Zeiten bis zum Mauerfall als Altersheim und Behinderteneinrichtung genutzt wurde.
( Foto: Mai 2001).

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Im Jahr 2004
erwarb der Medienmanager Mathias Döpfner (Springer Verlag) die Villa,
der in den Jahren 2008 bis 2010 zunächst die Innenräume und die Fassaden sanieren ließ.



 
Blockhaus in der Kolonie Alexandrowka
Die russische Kolonie Alexandrowka - wird heute als Museum geführt.

König Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840) ließ 1826 dieses russische Kunstdorf innerhalb eines Jahres als
bleibendes Denkmal und zur Erinnerung an seine Freundschaft mit dem verstorbenen Zar Alexander I. (* 1777; † 1825)
vor dem Nauener Tor erbauen.

In den 12 Gehöftanlagen, die im russischen Blockhausstil errichtet wurden, lebten 12 russische Sänger mit ihren Familien.
Die Sänger dienten in der preußischen Armee.



Alexander Newski Kirche - Russische Kolonie
Die russisch-orthodoxe Kapelle Alexander-Newsky-Kirche.

Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841), der bedeutende Berliner Baumeister,
wirkte auch hier an dieser Stelle und entwarf dieses Kleinod mit einem Grundriss von nur 10 x 10 m.

Den Grundriss bildet ein griechisches Kreuz, das in ein Quadrat eingebunden ist und
an der Ostseite mit halbrunder Apsis abschließt.


Sie wurde 1829 nahe dem Pfingstberg auf dem Kapellenberg (vormals Alexanderberg),
als Teil der russischen Kolonie Alexandrowka erbaut und eingeweiht.


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Angaben der Erbauer, Jahreszahlen und Beschreibungen auf dieser Seite,
stammen teilweise aus dem "Falk Plan" Berlin mit Potsdam,
gängigen Lexika und Zeitungsartikeln,
aus Prospekten bzw. ausgestellten Tafeln der
"Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg",
*) sowie aus dem Buch
"Die Provinz Brandenburg",  vom Julius Klinkhardt Verlag,
aus dem Jahr 1900, sowie dem
Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V.

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Berliner BZ Foto-Bärchen
   
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