Frame_Startseite.jpg (1763 Byte)
für Quereinsteiger
pfeil.gif (272 Byte) Fotoarchiv
 

Die Museumsinsel in Berlin-Mitte
(Vor der Gründung Berlins: Cöllner Insel)

Hier stehen die von der UNESCO 1990 zum Weltkulturerbe erklärte Museen.
Ab März 2009 ist die Insel mit allen instand gesetzten Gebäuden wieder komplett.

Die Museumsinsel gilt in Europa als einzigartiges Museumsensemble.
Auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel befinden sich
fünf der bedeutendsten Staatlichen Museen zu Berlin.

Verkehrsverbindungen:

U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S3, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75, S9 (Hackescher Markt)
Tram (Straßenbahn) M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Am Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)


Altes Museum am Lustgarten

Das Alte Museum am Lustgarten in Berlin-Mitte, mit seinen 18 kannelierten ionischen Säulen.
Auf dem Gebälk der Säulenhalle sitzen über den Säulen achtzehn Adler aus Sandstein.
         
Die an der Front des Gebäudes angebrachte Inschrift lautet:

FRIDERICVS GVILHELMVS III. STVDIO ANTIQVITATIS OMNIGENAE ET ARTIVM LIBERALIVM MVSEVM CONSTITVIT MDCCCXXVIII

 - Friedrich Wilhelm III. hat zum Studium der Altertümer jeder Art sowie der freien Künste 1828 dieses Museum gestiftet -

1824 -1830 als einer der ersten reinen Museumsbauten im klassizistischen Stil, nach Plänen von Schinkel (* 1781; 1841)
als städtebauliches Gegenüber zum Berliner Stadtschloss im Lustgarten errichtet,
ist es das älteste Gebäude auf der Museumsinsel
.
Auftraggeber war der preußische König Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840),
für ein Gebäude der königlichen Kunstsammlungen.

Vier Figurengruppen zieren das obere Dach, über der Rotunde:

Bei den
vorderen beiden Gruppen handelt es sich um Darstellungen aus der antiken Mythologie,
die "Zwillingsbrüder Castor und Pollux" - die Dioskuren - als athletische Aktfiguren in bewegter
Darstellung ihr Ross bändigend, erschaffen von dem Bildhauer Friedrich Tieck (* 1776; † 1851).


Hier der Blick vom Außenrundgang der Berliner Domkuppel.


D
ie Figuren für die hinteren Ecken des Daches "Pegasus von der Grazie gebändigt" und
"Pegasus von der Muse gelabt"
, entworfen von den Architekten
Hugo Hagen (* 1818; † 1871) und Hermann Schievelbein (* 1817; † 1867).


Zwischen 1943 und 1945 brannte das Gebäude, wie auch die anderen Museen auf der Insel,
kriegsbedingt
aus und wurden schwer beschädigt.
Zu DDR-Zeiten dauerte der originalgetreue Wiederaufbau im damaligen Ost-Berlin von 1951 bis 1966,
durch die Architekten Hans Erich Bogatzky (* 1927; † 2009) und Theodor Voissem.

Im Obergeschoss war seit August 2005, bis zu ihrem Umzug ins Neue Museum
im Oktober 2009, die Sammlung des Ägyptischen Museums zu sehen.
Zu den berühmtesten Werken dieser Sammlung zählt
die Büste der ägyptischen Königin Nofretete.


Seit Februar 2011 sind jetzt hier "Antike Welten" zu erleben.

   


Altes Museum - Skulptur der so genannten "Berliner Göttin"
Die so genannte "Berliner Göttin", eine leicht überlebensgroße Statue,
entstand zwischen 580 und 560 vor Christus.

Die Statue, mit noch vorhandenen antiken Farbfassungsreste,
wurde
in Keratea (Südattika/Griechenland) gefunden und
fand wahrscheinlich als Grabstatue Verwendung.


   

  
**************************************************************************************************************************

Der Lustgarten, ursprünglich zum Berliner Stadtschloss gehörender nördlicher Teil der Spreeinsel,
zwischen dem Alten Museum und dem Berliner Stadtschloss gelegen.

Er wurde vor mehr als 400 Jahre 1573 unter Kurfürst Johann Georg (* 1525; † 1598) als eine
Art Küchengarten mit Obstbäumen und Arzneigarten mit Kräutern angelegt, u. a. wurden hier schon
ab 1649
die ersten Kartoffeln in Berlin angebaut.

Als man feststellte, dass die Kartoffeln nicht nur schöne Blüten tragen sondern der Verzehr der Knollen auch
sehr gesund und nahrhaft war, ordnete Friedrich der Große (* 1712; † 1786) Mitte des 18. Jahrhunderts
die Pflanzung von Kartoffelfeldern an.
Die damalige Hungersnot, entstanden durch seine vielen Kriegszüge, sollte damit bekämpft werden.

"Ein Preuße isst Kartoffel - denn die Kartoffel, das ist Preußen!"
.... "und womit sonst sollte man wohl einem Berliner das Maul stopfen können?"....

..... soll der Alte Fritz einst gelästert haben.
              
**************************************************************************************************************************
 
Um 1645 ließ der Große Kurfürst (* 1620; † 1688) den Garten nach holländischen Vorbildern mit
Springbrunnen und Statuen neu entwerfen.
Er ist der erste und älteste Gartenplatz in Berlin und war der Öffentlichkeit frei zugänglich.
1679 wurde er aus Platzgründen in den heutigen Berliner Bezirk Schöneberg (Kleistpark) umgesetzt.
Der Garten wurde immer größer und entwickelte sich zu einem Botanischen Garten,
der dann ebenfalls wieder aus Platzmangel Ende des 19. Jahrhunderts an seinen heutigen
Standort nach Berlin-Dahlem verlegt wurde.

Unter König Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740) wurde der Lustgarten 1713 zu einem Exerzierplatz umgebaut.   

Nach seinem Einzug in Berlin, am 27. Oktober 1806, ließ auch Napoleon seine Truppen über den Lustgarten marschieren.



Altes Museum - Granitschale
Die großen Bronze-Reiter-Skulpturen auf den Treppenwangen links und rechts der Freitreppe



Der Löwenkämpfer - Altes Museum         Kämpfende Amazone - Altes Museum
sind "Der Löwenkämpfer", von dem Bildhauer Albert Wolff (* 1814; † 1892) - 1861 aufgestellt
und
"Kämpfende Amazone mit einem Panther", von dem Bildhauer August Kiss (* 1801; † 1862)
- bereits 1843 dort platziert.
Die höchste menschliche Kraftäußerung der brutalen Gewalt des Angriffs eines wilden Tieres gegenüber
haben die Bildhauer hier dargestellt.

Vor der Freitreppe des Portals vom Alten Museums steht eine riesige Granitschale,
die aus einem großen Granitfindling vor Ort - in den Rauenschen Bergen,
südlich von Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree), von Mitarbeitern des
Baumeisters und -inspektors Friedrich Gottlieb Christian Cantian
(* 1794; † 1866)
geschlagen und angefertigt wurde.

Bestellt wurde die Schale 1826 von Friedrich Wilhelm III. (* 1770; † 1840),
nach einer Idee von Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841),

die größte Schale der Welt herzustellen, die aus heimischem Material gefertigt werden sollte.

Sie war so groß und schwer, dass ihr Transport nach Berlin Schwierigkeiten mit sich brachte.
Sechs Wochen dauerte der Transport der 75 t schweren roh vorgefertigten Schale von den Bergen
durch den Wald zum Flusslauf, dann aber wurde sie auf einem zu diesem Zweck besonders
eingerichteten Spreekahn nach Berlin gebracht, wo sie am 6. November 1828 anlangte.
In Berlin wurde sie fertig bearbeitet und geschliffen, was zusätzliche 2,5 Jahre in Anspruch nahm.

Eigentlich sollte sie laut Schinkels Plänen in der Rotunde (runder Saal) des Alten Museums
untergebracht werden.

   

Rotunde im Alten Museum, Berlin
Rotunde

Kuppel der Rotunde im Alten Museum, Berlin
Kuppelbau

Es ergab sich jedoch, dass sie dafür mit ihren fast 7 Metern Durchmesser zu groß war.
1831 wurde sie deshalb vor das Museum auf den Lustgarten gestellt.
Von den Berlinern respektlos "Suppenschüssel" genannt.

Hier anklicken:
 
Website der Stiftung Preußischer Kulturbesitz:
Museumsinsel Berlin - Masterplan der Häuser



In der Spree, an der Spitze der Museumsinsel, steht
Berlins Wasserschloss am Kupfergraben,

dem ehemaligen
Kaiser Friedrich-Museum, von den DDR-Machthabern erst 1957 in
Bode-Museum
umbenannt
, mit den Kunstschätzen preußischer Könige und privaten Sammlern,
wie dem jüdischen Berliner Millionär James Henry Simon (* 1851; † 1932).

Neueröffnung 2006
.

Das Bode-Museum hat 64 Säle, wo sich jeder Besucher seine eigene Route durch dieselben suchen kann.

Bodemuseum am Kupfergraben
Von dieser Ansicht, getrennt durch eine Eisenbahntrasse der ICC-, Regio- und S-Bahn -
dahinter das Pergamon-Museum, das Neue Museum und Alte Museum,
dann noch die Alte Nationalgalerie (sh. weiter unten).


Wegen seiner auslaufenden Rundung an der Rückseite des Gebäudes und weil sich diese
hinüber
zur manchmal nicht angenehm riechenden Spree streckt,
erhielt es von der damaligen kritischen
Bevölkerung den nicht schönen französischen Namen
"Le cul de Berlin" - "Der Arsch von Berlin"
.

1898 - 1903 von Ernst v. Ihne
(* 1848; † 1917) errichteter neobarocker Prachtbau,
benannt nach dem ehemaligen Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen in Berlin,
Wilhelm von Bode (* 1845; † 1929).

Seit der Eröffnung im Jahr 1904 überspannt auch die Monbijou-Brücke
(franz. : Mein Juwel bzw. Kleinod)
an der Spitze der Museumsinsel in zwei Bögen - die Spree (nördlich - links)
und Kupfergraben (südlich - rechts).
Sie ist u. a. der Übergang (links) zum Monbijou Park, gegenüber der Museumsinsel.

*************************************************************************************************************************

Im Monbijou Park stand seit 1706, bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, das Schloss Monbijou.
Friedrich I. (* 1657; † 1733) schenkte das Schloss seiner Schwiegertochter, der Kronprinzessin Sophie Dorothea (* 1687; † 1757),
der Gemahlin Friedrich Wilhelm I. (* 1688; † 1740), des späteren Soldatenkönigs. Es war die Sommerresidenz und seit 1740
der Witwensitz der Königin Sophie Dorothee von Preußen (* 1687; † 1757), der Mutter Friedrich II. (* 1712; † 1786)

Danach wurde es als Depot und für Ausstellungen genutzt, ab 1822 bis 1856 als Museum.

Der nördliche Bogen der Brücke wurde auch im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch einen
Behelfssteg aus Stahl ersetzt.
Im August 2005 wurde dieser abgerissen und bis Oktober 2006 durch einen Neubau im
historischen Stil, wie der südliche über dem Kupfergraben, ersetzt.

Die Bezeichnung für den südlichen Spreearm - Kupfergraben - entstand im 16. Jahrhundert.
In der Nähe befand sich ab dieser Zeit das "Gießhaus", in dem auch Kupfer gegossen wurde,
welches das Wasser des Spreearms zur Kühlung benutzte.

Die Gießerei wurde 1875 abgetragen, der Graben im Zuge der Spreeregulierung 1885 verbreitert.



 

Reiterstandbild des Großen Kurfürsten in der großen Kuppelhalle
In der großen Kuppelhalle steht das Reiterstandbild (galvanoplastische Kopie von 1904) des Großen Kurfürsten
von dem Bildhauer und Architekten Andreas Schlüter (* 1659; † 1714).

Das Original von 1697-1703 steht im Ehrenhof vor dem Schloss Charlottenburg.



 

Bode Museum - Große Kuppelhalle mit geschwungenem Treppenaufgang
Die große Eingangs-Kuppelhalle des Bode-Museums
 - mit einem Café auf der Empore -,
 im Belle-Époque-Flair, aus dem
19. bis 20. Jahrhundert.



 

Modell des Reiterstandbildes im Ehrenhof vor dem Schloss Charlottenburg
Modell des Reiterstandbildes des Großen Kurfürsten
für das Original im Ehrenhof von Schloss Charlottenburg.


Der Große Kurfürst hatte 1675 die Schlacht bei Fehrbellin gewonnen und ist
hier im Phantasie-Gewand eines römischen Feldherrn dargestellt.
Unter ihm, am Sockel, sitzen vier angekettete Sklaven.



 

Treppenaufgang der kleinen Kuppelhalle, Bode Museum Berlin
Treppenaufgang im Rokokostil zum kleinen Kuppelsaal.
Oben angekommen sieht man sechs Marmorstatuen,
sie bilden Friedrich II. und fünf seiner Generäle ab.



 



Einige Schätze des Bode-Museums
aus der Skulpturensammlung.



 

Apsismosaik (545 nach Christus) im Bode-Museum Berlin
Das Apsismosaik (545 nach Christus)
aus der Kirche San Michele in Ravenna.
 

Pfingstaltar des Alvise Vivarini (1442/1453-1503/1505) im Bode-Museum Berlin
Der
Pfingstaltar des Alvise Vivarini (aus dem 15. - 16. Jahrhundert)
bis 2006 neu angefertigt mit den folgenden Altarbildern, siehe unten:


Die Altarbilder wurden im Jahr 1478 von dem Frührenaissance-Venezianer, dem Maler Alvise Vivarini (* 1442; † 1503), hergestellt.

Der ursprünglich komplette Altar (mit Rahmen) aus dem 15. bis 16. Jahrhundert war zerstört, nur die Altarbilder waren
als Einzelstücke erhalten geblieben und lagerten lange Zeit in der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin.
 
Um diese würdig präsentieren zu können, wurde bis zur Neueröffnung des Bode-Museums 2006 der Rahmen
des Altars in einer Berliner Werkstatt neu entworfen, angefertigt und vergoldet.
  
Nach über 100jähriger Geschichte hat diese Werkstatt ab Januar 2017 leider aufgehört zu existieren.

Pfingstaltar im Bode Museum - Fremdfoto
Fremdfoto

Das erste Altarbild oben links: "Die Heiligen Paulus und Viktor".
Das zweite oben Mitte: "Christus im Grabe mit zwei anbetenden und trauernden Engeln".
Das dritte oben rechts: "Die Heiligen Johannes der Täufer und Hieronymus".
Das vierte unten links: "Die Heiligen Franziskus von Assisi und Antonius von Padua".
Das fünfte unten Mitte: "Die Ausgießung des Heiligen Geistes".
Das sechste unten rechts: "Die Heiligen
Bonaventura und Bernhard von Siena".

Der Pfingstaltar wurde als Leihgabe der Gemäldegalerie - Staatliche Museen zu Berlin - im Bode-Museum ausgestellt.

***************************************************************************************************************************************************************
 


  Das Pergamon-Museum wurde als Dreiflügelanlage konzipiert.
Eingang Pergamonmuseum in Berlin
1911 - 1930 nach den Entwürfen von Alfred Messel (* 1853; † 1909)
durch
Ludwig Hoffmann (* 1852; † 1932) errichtet.

Heute beherbergt es drei Museen: die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum
und das Museum für Islamische Kunst.



Pergamonaltar im Pergamonmuseum, Berlin
Der Pergamonaltar aus dem 2. Jahrhundert vor Christus mit dem Götter-Giganten-Kampffries
ist die Hauptattraktion der Berliner Museumsinsel.


Götter Giganten Kampffries - Pergamonaltar

Auf den Stufen des Pergamonaltars    Auf den Stufen des Pergamonaltars

Durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles
- Pergamonaltar, Markttor von Milet und Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße von Babylon und Mschatta-Fassade -
ist das Museum weltweit bekannt geworden.

Der Pergamonaltar wird vom 29. September 2014 an voraussichtlich bis 2023 (!),
nicht mehr für die Öffentlichkeit zu sehen sein.
  

**********************************************************************************************************************************

Die Sanierung des Pergamonaltars verzögert sich um volle vier Jahre und
auch die Kosten laufen wie immer bei öffentlichen Bauvorhaben aus dem Ruder,
sie
steigen auf fast eine halbe Milliarde Euro !
(Stand: Oktober 2016)

Für die geplante Renovierung des Pergamon-Museums werden jeweils Teile des Hauses geschlossen,
aber
nicht das ganze Gebäude.




 

Das römische Markttorvon Milet im Pergamonmuseum
Das römische Markttor von Milet

Das babylonische Ischtar-Tor im Pergamonmuseum
Das babylonische Ischtar-Tor

 

 
Giebel am Neuen Museum
Der Giebelschmuck an der Westfassade (Kupfergraben) des Neuen Museums

ist ein
Zinkgussrelief des Bildhauers August Kiss (* 1802; † 1865) von 1862
und stellt das Sinnbild der Kunst, Industrie und Kunstgewerbe dar.

Von Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) selbst gewählt wurde die
Bauinschrift aus vergoldeten Kupferbuchstaben:

 "ARTEM NON ODIT NISI IGNARUS"
– Nur der Unwissende verachtet die Kunst –


 1843-1855 nach Plänen des Schinkel Schülers Friedrich August Stüler (* 1800; † 1865)
als Erweiterungsbau zum Alten Museum
errichtet und damals



mit einer Verbindungsgalerie zu diesem - über die Bodestrasse - versehen
.

Innen
war das Haus einmal der schönste, romantischste, klassizistischste Museumsbau Deutschlands.
 
im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde das Neue Museum stark beschädigt.
Bis 1985 dem Verfall überlassen, begannen dann schon zu DDR-Zeiten erste
Wiederaufbau-Aktivitäten.
N
ach dem Mauerfall und langer Planung erfolgte die 11 jährige umstrittene
Restaurierung
bzw. der Wiederaufbau des Neuen Museums für ca. 230 Mio. Euro durch
den englischen Architekten David Chipperfield (* 1953) - bis zum 6. März
2009.



Die folgenden Fotos lassen diese Schönheit der hier noch leeren Räume leider nur erahnen.


Ostfassade des Neuen Museums nach der Restaurierung
Das Neue Museum (Ostfassade - Kolonnadenhof).




Neues Museum - Besichtigung am 7. März 2009
 7. März 2009 - Neues Museum - Besichtigung "Ein erster Blick".

Jetzt ist das Haus - Ansicht mit der West- und Südfassade (Kolonnade) - bezugsfertig,
die Museumsinsel wieder komplett und in ca. 7 Monate - Eröffnung am 17.10.2009.




Nofreteten im Kiosk des Neuen Museums
Im Kiosk des Museums.
  
 zieht hier die "schönste Frau der Welt", die Büste der mehr als 3.300 Jahre alten
und mit einem Wert von ca. 390 Millionen Dollar geschätzten

Altägyptische Königin Nofretete - Foto von Herrn Heyde
ägyptischen Königin Nofretete in den Nordkuppelsaal auf der zweiten Ebene ein.

Sie war die Hauptgemahlin des ägyptischen Pharao Echnaton und lebte im
14. Jahrhundert v. Chr.

Am 6. Dezember 1912 wurde die Büste der Königin Nofretete in El-Amarna geborgen.
400 km nördlich von Theben entdeckte sie der deutsche Ägyptologe Ludwig Borchard,
jüdischen Glaubens (* 1863; † 1938) bei Grabungen im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft,
finanziert durch den deutschen Kunstmäzen James Henry Simon, jüdischen Glaubens (* 1851; † 1932).

Ab 1913 wurde sie schon im Museum aufgestellt.


   
       
Ägyptische Abteilung im Neuen Museum    Ägyptische Abteilung im Neuen Museum
Das
"Ägyptische Museum" und "Museum für Vor- und Frühgeschichte".




Freitreppe im Neuen Museum
Karge Freitreppen im abstrakten Treppenhaus, der historische Zustand
wurde auch hier mit Absicht nicht wieder hergestellt.



Im Neuen Museum ermöglichte die
Maschinenbauanstalt von August Borsig (* 1804; † 1854) (hier anklicken)
zum ersten Mal in Preußen, eine moderne Eisenbauweise der Deckenkonstruktion.

Bogensehnentraeger im Niobidensaal
Hier im Niobidensaal
(Niobide - weibliche griechische Sagengestalt)

mit reich verzierten Bogensehnenträgern
(historisches Fremdfoto).

Eisenbaukonstruktionen Neues Museum - verwirklicht von der Fa. August Borsig_
Historische Konstruktionszeichnung - Neues Museum.

Sie gestattete es, dünne Wände und flachgewölbte Tontopf-Decken zu verwenden,
dass damals modernste, was Baumeister aufbieten konnten.

Restaurierter Niobidensaal im Neuen Museum
Der restaurierte Niobidensaal



Roter Saal mit Originalvitrinen - Neues Museum
Deckenkonstruktion - Bogensehnenträger im Roten Saal mit den Originalvitrinen




Im Mythologischen Saal - Neues Museum
Decken- und Architravtapeten im Mythologischer Saal im Neuen Museum




Im Südkuppelsaal - Neues Museum
Monumentale Skulpturen im Südkuppelsaal.
 
Die weibliche Gewandfigur mit dem in Gips ergänzten Kopf zeigt eine unbekannte Göttin.
Die nackte, männliche Statue mit dem original erhaltenen Kopf stellt den griechischen
Sonnengott Helios dar.

Die
restaurierten marmornen Götterbilder stammen aus dem Serapeion von Alexandria in Ägypten.
Sie wurden 1837 zusammen mit der Sammlung Bernadino Drovetti (* 1776; † 1852), die vor allem
ägyptische Altertümer enthielt, für die Berliner Antikensammlung erworben.

Die Skulpturen sind Originalwerke aus der späten römischen Kaiserzeit und sind etwa
um die Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus entstanden.




Gewölbe im mittelalterlichen Saal - Neues Museum
Gewölbe - Mittelalterlicher Saal




Moderner Saal im Neuen Museum

Moderner Saal




Römischer Saal im Neuen Museum
Römischer Saal




Griechischer Hof mit Schievelbeinfries - Neues Museum
Griechischer Hof
mit Schievelbeinfries
und den sichtbaren, konservierten Kriegs- sowie Verfallschäden.

Die Reliefs und Skulpturen sollen die Weltordnung mit den unterschiedlichen Orten und
Epochen darstellen, im Bild auch die
Zerstörung Pompejis durch den Vesuvausbruch,
gestaltet von dem
Bildhauer F. A. Hermann Schievelbein (* 1817; † 1867).




Galerie Ägyptischer Hof - Neues Museum.
Galerie Ägyptischer Hof
(Neubau)
mit Resten alter Wandmalereien und konservierten, belassenen Schäden.



 

Neues Museum und Alte Nationalgalerie
Der Kolonnadenhof vor dem Neuen Museum (Ostfassade) und der Alten Nationalgalerie.



 
Kolonnadenhof auf der Museumsinsel
Der Kolonnadenhof auf der Museumsinsel.

Im Hintergrund das Alte Museum am Lustgarten, 
damals mit einer Verbindungsgalerie
zum Neuen Museum - über die Bodestraße - verbunden.




Neue und Alte Museum - Plakatabfotografie - Neue Packhof.
Altes Plakat-Fremdfoto - Neue und Alte Museum - Bodestraße.
Vor dem Neuen Museum (links) stand ehemals der "Neue Packhof".



 

Plakat-Fremdfoto - Die geplanten Gebäude vor dem Neuen Museum bzw. am Pergamon-Museum.

Wo früher der "Neue Packhof" stand, wird bald auf mehr als 1.200 Stahlpfählen (ca. 50 m lang),
die "James-Simon-Galerie" - dem neuen Eingangsgebäude für die Museen auf der Museumsinsel stehen.




 
Kolonnaden auf der Museumsinsel
Die Kolonnaden umrahmen den Hof auf der Museumsinsel.



 
Kolonnaden schließen den Hof zur Spree ab.
Dieser Kolonnadengang schließt den Hof auf der Museumsinsel zur Spree ab.



 
Alte Nationalgalerie, die Akropolis von Spree-Athen
Die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel, mit der Inschrift "Der deutschen Kunst 1871".
Sie war ebenerdig über eine Kutschendurchfahrt sowie auch über die Freitreppe zu erreichen.
Der heutige Eingang in das Museum liegt ebenerdig.

**********************************************************************************************************************************
Die Jahreszahl bezog sich eigentlich auf die Gründung des Deutschen Reichs und
der Kaiserproklamation
 am 18. Januar
1871 im Spiegelsaal von Versailles - Wilhelm I. zum "Deutschen Kaiser",
dem
170. Jahrestag der Erhebung des Kurfürsten von Brandenburg zum König in Preußen, am 18. Januar 1701.

**********************************************************************************************************************************

Die von König Friedrich Wilhelm IV. (* 1795; † 1861) entworfene Architekturskizze des Tempelbaus wurde nach
seinem Tod von Heinrich Strack (* 1805; † 1880) und Plänen von Friedrich August Stüler (* 1800; † 1865),
als Museum 1866-76 in Form eines korinthischen Tempels erbaut, der "Akropolis von Spree-Athen".

Im Giebelfeld findet man eine Darstellung der Germania, gekrönt von einer Statue auf dem Dach,
Personifikationen der Malerei, Skulptur und Architektur.

Kunst wie Plastik und Malerei des 19. Jh., werden hier ausgestellt und beherbergt u. a. Meisterwerke von:

Johann Gottfried Schadow (* 1764; † 1850), Karl Friedrich Schinkel (* 1781; † 1841),
 Caspar David Friedrich (* 1774; † 1848), Adolph von Menzel (* 1815; † 1905),
Max Liebermann (* 1847; † 1935) und Èdouard Manet (* 1832; † 1883), etc.



Reiterstandbild Friedrich Wilhelm IV.
Zur Erinnerung an Friedrich Wilhelm IV.
(* 1795; † 1861) wurde das Reiterstandbild
auf der Außentreppe über die Kutschendurchfahrt errichtet.
 
Die Sockelfiguren stellen die "Religion", "Kunst" (Poesie), "Geschichte" (Historie) und "Philosophie" dar,
gegossen 1886 von Alexander Calandrelli
(* 1834; † 1903), einem deutschen Bildhauer italienischer Abstammung.

*************************************************************************************************************************************************

Grabmal Alexander von der Mark - von Gottfried Schadow
Das "Grabmal des Grafen Alexander von der Mark",

er verstarb im Alter von achteinhalb Jahren (* 1779; † 1787) -
illegitimer Lieblingssohn aus der Beziehung Friedrich Wilhelm II. (* 1744; 1797) und
seiner bürgerlichen Geliebten Wilhelmine Encke - Gräfin Lichtenau (* 1753; 1820).

Von Johann Gottfried Schadow
(* 1764; † 1850) als erstes großes Werk 1790 erschaffen,
ist in der Alten Nationalgalerie - als Dauerleihgabe der Dorotheenstädtischen Kirche -
auf der Empore des dritten Ausstellungsgeschosses zu sehen und gilt als bedeutendes
Zeugnis des Frühklassizismus.

Beschreibung siehe auch     >> Schlösser und Gärten - Pfaueninsel <<

oder                       >> Neuer Garten - Pfingstberg <<




Blick in die Straße Am Kupfergraben.
In einem barocken Bürger-Palais, vor dem Pergamon-Museum im "Magnushaus" (links vorne), Am Kupfergraben 7,

hatte der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin (1981 bis 1984)
und Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1984 bis 1994),


Ehemaliges Büro von Altbundespräsident von Weizsäcker und Wohnung der Kanzlerin Frau Merkel
Richard Freiherr von Weizsäcker (* 15. April 1920; † 31. Januar 2015)
als Bundespräsident a. D. sein Büro und ging dort seinen alterspräsidialen Pflichten nach.

Zwei Häuser weiter rechts, Am Kupfergraben 6 (auch gelbfarbenes Haus),
wohnt die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland,
Frau Angela Merkel mit ihrem Mann, Herrn Prof. Joachim Sauer.




Grabstelle Richard von Weizsäcker auf dem Waldfriedhof in Dahlem
Berlin hat am 11. Februar 2015 von Richard von Weizsäcker Abschied genommen,
einem der größten Politiker unserer Stadt.

Er wurde im Berliner Dom in einem Staatsakt geehrt und mit einer Polizeikolonne quer
durch die Stadt gefahren, zu seiner letzten Ruhestätte, auf dem Waldfriedhof Dahlem.


 
Fotoarchiv pfeil1.gif (1042 Byte) Frame_Startseite.jpg (1763 Byte)
für Quereinsteiger
pfeil.gif (272 Byte) Zum Anfang dieser Seite